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Ehemann der bayerischen Sozialministerin beutet Patienten aus.
- Ersteller Mortaro
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- Aug. 2007
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- 1.825
Florian, sicher ein gutes Argument !
Dennoch geht es doch hier darum, dass sich eben der behandelnde Arzt, die Klinik und Verkäufer bereichert haben - das Geld floss ja nicht dem Bundesland Bayern zu.
Außerdem hat ja S. die Modellautos nur konstruiert, weil es Haderthauer so wollte (und wohl das große Geschäft damit sah und abgezogen hat - zumindest stellt es sich so dar und darf angenommen werden, natürlich weiß niemand ob das stimmt, weder waren wir direkt bei den "Taten" dabei, noch können wir in fremde Köpfe gucken).
Dennoch geht es doch hier darum, dass sich eben der behandelnde Arzt, die Klinik und Verkäufer bereichert haben - das Geld floss ja nicht dem Bundesland Bayern zu.
Außerdem hat ja S. die Modellautos nur konstruiert, weil es Haderthauer so wollte (und wohl das große Geschäft damit sah und abgezogen hat - zumindest stellt es sich so dar und darf angenommen werden, natürlich weiß niemand ob das stimmt, weder waren wir direkt bei den "Taten" dabei, noch können wir in fremde Köpfe gucken).
Zwenner
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- 3.351
Was soll man zum Kontext sagen? Ähnliche oder vergleichbare Sachgeschichten sind doch an der Tagesordnung... und nichts neues, einige schaffen es an die Öffentlichkeit, andere vielleicht nicht...
Ich bin da nicht mehr fassungslos.
Das Hartz4-Thema bin ich so oder so leid. Ein normal denkender Mensch hat dazu sehr weitläufig eine andere Meinung. Warum jemand meint, dass der Hartz4-Regelsatz deutlich zu hoch ist, ist offensichtlich, wenn er diese Meinung vertritt, hat er jeden Bezug zur Realität verloren und ist bei mir schon komplett raus. Da gibt es keine Diskussionsgrundlage mehr.
Das Arbeitsplätze mit Hartz4 subventioniert werden (teils im großem Stil und das wird noch schlimmer), man doch aber lukrative Arbeitsplätze schafft, ein weiteres, endloses Märchen. So einige Politiker wissen nicht was in unserem Land passiert, sich selber bestmöglich absichern, dass habe sie verstanden. Verstöße, diverser Agenturen gegen geltendes Gesetzt interessiert doch auch niemanden, wieso auch... die Statistik muss stimmen.
Aber wir brauchen in D ja auch keinen Lohn über 8,50€ die Stunde für unsere hochqualifizierten und doch so dringend gebraucht Facharbeiter. Ich war früher sehr interessiert auch an innenpolitischen Themen, das Interesse ist seit Jahren entschwindend gering. Bürgerliches-Vertrauen, ist nicht mehr vorhanden. (Richtig gelesen.)
Gerade diese lustigen Anstellungsverhältnis in Bayern sorgen für ein trauriges lächeln und es grabbelt in der Magengegend. Wie war das? 5000€ für die Ehefrau, was hat sie gemacht, Akten geschoben...?
Leih- und Zeitarbeit ist aber was ganz schönes, Mindestlohn brauchen wir nicht, auch Branchen- und regional unterschiedlich, nein. Warum denn, wir kürzen H4 und zwingen die Leute noch mehr in den Niedriglohnsektor, Vollzeitarbeit auf H4 Niveau (ist doch ganz prima) und wenn geht, noch darunter. Kapitalertragsteuer? Was ist das denn? Ein anständiges Steuerabkommen brauchen wir eh nicht. Weiterhin Milliardenbeträge in die Energiewende, Bauruinen und die EU pumpe, hallo das interessiert uns nicht. Kita-Plätze brauchen wir auch nicht, Betreuungsgeld ist die viel bessere Lösung.
Mensch die noch klar denken können, habe schon lange verstanden das es seit Jahren Berg ab geht... einige Mensch sind abgestumpft - die interessiert nur noch, bis zur Rente durchhalten und gut. (Verständlich, im höchsten Maß)
Schlimm für die, die teils unverschuldet in unserem tollen, reichem Sozialstaat vor die Hunde gehen.
(Aber das sind ja eh faule H4-Bezieher oder unterqualifizierte Toastbrote)
Ich kann mich unterhalten mit wem ich will, alt oder jung, mit wenig oder viel Berufserfahrung, mit oder ohne Kind, Alleinlebende oder mit Partner. Ob aus Ost, West, Süd oder Nord - Wir haben keine wirklich positive Stimmung in unserem Land und solche Themen interessieren daher nicht mehr, weil man es nicht ändern, verhindern kann. Die machen was sie wollen...
Die lustigste Aussage (die man mal mit solchen und anderen Meldungen in den Zusammenhang bringen sollte) Hanz äußert lautstark: Wir müssen den Gürtel enger schnallen.
Wen meint dieser Vogel mit WIR, frag ich mich:
Die H4-Empfänger?
Die 25% der Vollzeitarbeiter im Niedriglohnsektor? (Was für eine abartige Zahl)
Die Aufstocker?
Die Minijobber?
Die die keinen Kita-Platz bekommen?
Die Mensch in schwachsinnigen Maßnahmen?
Die Jugend die keinen Ausbildungsplatz bekommen, trotz gutem Abschluss?
Die Facharbeiter die keine Arbeit bekommen, trotz gutem Facharbeiter?
Die die nach 40 Jahren Arbeit ihr Erspartes aufbrauchen müssen?
Die die 10-12 am Tag - Praktika in einem UN machen, für H4-Regelsatz?
Die, die nach einem Leben in Arbeit von ihrer Rente nicht leben können?
Oder "nur" die noch recht gesunde Mittelschicht?
Ich bin da nicht mehr fassungslos.
Das Hartz4-Thema bin ich so oder so leid. Ein normal denkender Mensch hat dazu sehr weitläufig eine andere Meinung. Warum jemand meint, dass der Hartz4-Regelsatz deutlich zu hoch ist, ist offensichtlich, wenn er diese Meinung vertritt, hat er jeden Bezug zur Realität verloren und ist bei mir schon komplett raus. Da gibt es keine Diskussionsgrundlage mehr.
Das Arbeitsplätze mit Hartz4 subventioniert werden (teils im großem Stil und das wird noch schlimmer), man doch aber lukrative Arbeitsplätze schafft, ein weiteres, endloses Märchen. So einige Politiker wissen nicht was in unserem Land passiert, sich selber bestmöglich absichern, dass habe sie verstanden. Verstöße, diverser Agenturen gegen geltendes Gesetzt interessiert doch auch niemanden, wieso auch... die Statistik muss stimmen.
Aber wir brauchen in D ja auch keinen Lohn über 8,50€ die Stunde für unsere hochqualifizierten und doch so dringend gebraucht Facharbeiter. Ich war früher sehr interessiert auch an innenpolitischen Themen, das Interesse ist seit Jahren entschwindend gering. Bürgerliches-Vertrauen, ist nicht mehr vorhanden. (Richtig gelesen.)
Gerade diese lustigen Anstellungsverhältnis in Bayern sorgen für ein trauriges lächeln und es grabbelt in der Magengegend. Wie war das? 5000€ für die Ehefrau, was hat sie gemacht, Akten geschoben...?
Leih- und Zeitarbeit ist aber was ganz schönes, Mindestlohn brauchen wir nicht, auch Branchen- und regional unterschiedlich, nein. Warum denn, wir kürzen H4 und zwingen die Leute noch mehr in den Niedriglohnsektor, Vollzeitarbeit auf H4 Niveau (ist doch ganz prima) und wenn geht, noch darunter. Kapitalertragsteuer? Was ist das denn? Ein anständiges Steuerabkommen brauchen wir eh nicht. Weiterhin Milliardenbeträge in die Energiewende, Bauruinen und die EU pumpe, hallo das interessiert uns nicht. Kita-Plätze brauchen wir auch nicht, Betreuungsgeld ist die viel bessere Lösung.
Mensch die noch klar denken können, habe schon lange verstanden das es seit Jahren Berg ab geht... einige Mensch sind abgestumpft - die interessiert nur noch, bis zur Rente durchhalten und gut. (Verständlich, im höchsten Maß)
Schlimm für die, die teils unverschuldet in unserem tollen, reichem Sozialstaat vor die Hunde gehen.
(Aber das sind ja eh faule H4-Bezieher oder unterqualifizierte Toastbrote)
Ich kann mich unterhalten mit wem ich will, alt oder jung, mit wenig oder viel Berufserfahrung, mit oder ohne Kind, Alleinlebende oder mit Partner. Ob aus Ost, West, Süd oder Nord - Wir haben keine wirklich positive Stimmung in unserem Land und solche Themen interessieren daher nicht mehr, weil man es nicht ändern, verhindern kann. Die machen was sie wollen...
Die lustigste Aussage (die man mal mit solchen und anderen Meldungen in den Zusammenhang bringen sollte) Hanz äußert lautstark: Wir müssen den Gürtel enger schnallen.
Wen meint dieser Vogel mit WIR, frag ich mich:
Die H4-Empfänger?
Die 25% der Vollzeitarbeiter im Niedriglohnsektor? (Was für eine abartige Zahl)
Die Aufstocker?
Die Minijobber?
Die die keinen Kita-Platz bekommen?
Die Mensch in schwachsinnigen Maßnahmen?
Die Jugend die keinen Ausbildungsplatz bekommen, trotz gutem Abschluss?
Die Facharbeiter die keine Arbeit bekommen, trotz gutem Facharbeiter?
Die die nach 40 Jahren Arbeit ihr Erspartes aufbrauchen müssen?
Die die 10-12 am Tag - Praktika in einem UN machen, für H4-Regelsatz?
Die, die nach einem Leben in Arbeit von ihrer Rente nicht leben können?
Oder "nur" die noch recht gesunde Mittelschicht?
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G
Ganzir
Gast
Mortaro schrieb:Nun hat S. für einen Monatslohn von 200€ gearbeitet und seine Modelle wurden für 30.000 Euro verkauft ... ich bin tatsächlich kein Jurist, aber ich glaube der Straftatbestand der Übervorteilung (Wucher) dürfte durchaus erfüllt sein.
Ich bin auch keiner und denke uns fehlt das nötige Hintergrundwissen, um sowas beurteilen zu können.
Nur mal angenommen, der Lohn den man bekommt, liegt im Gefängnis bei €200 pro Monat, egal welche Arbeit man verrichtet. Das Geld bekommt man dann nach Entlassung ausgezahlt oder es geht an die Hinterbliebenen, wenn man in Haftverstirbt. (Vermute ich mal)
Spielt es jetzt eine Rolle, was der oder diejenigen Arbeiten? Evtl. wusste der Modellbauer, dass er sein Lebenlang dort bleiben wird ggf. mit anschließender Sicherheitsverwahrung und hat sich gedacht, bevor ich gar nichts mache, baue ich Modelle, Person X ist in der Position mir die dafür nötigen Werkzeuge zu beschaffen, die ich selbst nicht organisieren könnte. Dass er diese Modelle im Gegenzug verkauft und damit mehr Geld einnimmt, als ich bekomme, nehme ich in Kauf, denn ich kann mit dem Geld eh nichts anfagen (s.o.), habe dafür aber keine langeweile und muss auch keine anderen Gefängnisjobs machen.
Du sagst nun, dieses Geld bekam der Arzt selbst und nicht das Bundesland. Schön und gut, aber wenn es tatsächlich Wucher ist, ist es dann nicht egal ob die natürliche Person Haderthauer oder die juristische Person (das Bundesland Bayern) den Gewinn einstreicht? Wucher wäre es so oder so - oder nicht?
Die Gegenüberlegeung sagt (mir zumindest). Wenn die Gefangenen im Gefängnis arbeiten dürfen (ich vermute nicht, dass man sie dazu zwingt) und das Gefängnis, bzw. dessen Betreiber damit Geld verdienen, dann ist es vollkommen egal, ob sie mit der Arbeit der Gefangenen viel Geld oder wenig oder gar nichts verdienen. Ansonsten müsste ja ein Betrag definiert sein, ab welchem ein Gefangener in Kenntnis darüber gesetzt werden muss, was seine Arbeit gerade Wert ist und dann muss verhandelt werden, wie viel davon er bekommt und wie viel das Gefängnis und wie wollte man das immer feststellen?
Liefe das nicht letztlich darauf hinaus, dass man argumentieren könnte, jegliche Art von Gefangenenarbeit ist illegal, da diese Menschen im Zweifelsfall immer die schwächere Postition haben (wer weiß was passiert, wenn ich mich weigere...)
Sind wie gesagt nur Vermutungen.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mortaro schrieb:Du hast geschrieben es gab keine Behandlung durch Herrn Haderthauer ? Da steht auf Spiegel Online ganz explizit :
"Haderthauer hatte als Arzt in der Forensik in Ansbach den wegen Mordes inhaftierten Bauschlosser Roland S. betreut." und weiterhin ist dort zu lesen : "S. konstruierte in einer Werkstatt des Bezirkskrankenhauses exklusive Miniaturmodelle von Oldtimern, nachdem Haderthauer mit S. dort die "Arbeitstherapie Modellbau" gegründet hatte."
Angenommen also der Spiegel erzählt die Wahrheit, gab es sehr wohl ein direktes Verhältnis zwischen beiden und S. hat sogar erst "im Auftrag" Haderthauers überhaupt damit angefangen die Modelle zu fabrizieren.
(Quelle steht ja im Anfangsposting !)
Im Artikel in der Printausgabe vom Spiegel steht nur etwas von "begegnet". Hier wird auf keinerlei Behandlung Bezug genommen. Ich wundere mich doch sehr über diese Diskrepanz. Alle anderen Zeitungen, die ich gefunden habe, scheinen den Satz von Spiegel direkt übernommen zu haben, falls etwas von Betreuung da steht. Ansonsten ist auch dort immer nur von begegnet und kennengelernt die Rede.
Haderthauer hat nur eineinhalb Jahre in Ansbach gearbeitet, in Straubing hat Haderthauer nie gearbeitet.
Übrigens widerspricht Haderthauser der Behauptung, er habe diese Therapie aus den Angeln gehoben, in der Augsburger Allgemeinen von heute. Laut seiner Aussage habe die vorher schon existiert: http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Behoerde-verlangt-Erklaerung-id25229016.html
Auch hat Roland S. ganz sicher nicht damals angefangen Modelle zu produzieren Der Spiegel schreibt bereits in einem Artikel über Roland S. von 1988, dass Roland S. während seiner ersten Haftstrafe in seiner Freizeit begann Modelle zu bauen. Das wäre also irgendwann in den 70er Jahren. Er hat diese damals über Verwandte verkaufen lassen und wohl Schulden mit dem Erlös getilgt.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13529614.html
Mortaro schrieb:Weiterhin sind ja beispielsweise schon lange die sogenannten IGeL-Leistungen der Ärzte in Verruf, warum ? Zitat Gerd Billen (Verbandsvorstand Verbraucherzentrale Bundesverband) : „Viele Ärzte nutzen das Vertrauen der Patienten aus, wenn sie vom Helfer zum Verkäufer werden“
Hier allerdings reden wir nur von reinen Untersuchungen - der Patient muss nichts herstellen um den Arzt zu bereichern - man könnte also glauben dies sei sinnvoller ... dennoch wird das bereits kritisiert, weil sich die Ärzte in vielen Fällen bereichern.
Wie gesagt, ich hätte doch gern einen echten Beleg dafür, dass Haderthauser Roland S. behandelt hat.
Bei Roland S. kommt übrigens eventuell folgendes hinzu, nämlich § 138 BGB Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher:
(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.
(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.
Nun hat S. für einen Monatslohn von 200€ gearbeitet und seine Modelle wurden für 30.000 Euro verkauft ... ich bin tatsächlich kein Jurist, aber ich glaube der Straftatbestand der Übervorteilung (Wucher) dürfte durchaus erfüllt sein.
Nein, nochmals,seine Modelle wurden nicht für 30.000 Euro verkauft. Das sind die Preise, die heute, Jahre später, teilweise auf Auktionen für die Modelle bezahlt werden. Die werden bei diesen Auktionen aber nicht von SAPOR verkauft sondern von den damaligen Käufern.
Die gehen auch nicht alle für so Preise über den Tisch, man siehe z.B. hier: http://www.auctionsamerica.com/even...rder&noreserve=&feature=&stillforsale=&page=9
Sold for $ 3,738, also nicht mal ganz 3.000 Euro.
Mal ganz abgesehen davon, dass der Vertrag mit der Klinik bestand und diese für die Bezahlung der "Mitarbeiter" verantwortlich war. Roland S. war nicht bei SAPOR angestellt. Jeder "Arbeiter" in so einer Klinik bekommt ein sogenanntes Therapeutisches Entgelt, das wohl für jeden gleich ist. Ob das ein angemessenes Gehalt ist, darüber kann man sicherlich diskutieren.
Niemals hätte S. seine Modelle für einen Monatslohn von 200€ hergegeben, wenn ihm bewusst wäre welche Summen er damit hätte verdienen können, und er auch wirklich bei klarem Verstand wäre.
Er selbst ist zwar tatsächlich nicht geschäftsfähig als inhaftierter Mörder, er hätte die Modelle aber seinen Eltern/Geschwistern oder Bekannten geben können, die diese weiter verkauft hätten.
Wie gesagt, ich kann mir nicht vorstellen dass ein geistig normal entwickelter Mensch für 200€ Monatslohn arbeiten würde, wenn er doch sehr viel mehr verdienen könnte durch die gleiche Arbeit und andere Vermittler.
Er muss auch laut BGB nicht gedrängt worden sein, lies dir bitte nur den Text genau durch (und du bist eben NICHT dumm) - selbst wenn nur seine Unerfahrenheit ausgenutzt wurde, haben sich die Verkäufer strafbar gemacht.
Öhm.. Roland S. hat laut Spiegelartikel von 1988, oben verlinkt, einen IQ von 145. Der ist also alles andere als doof. Außerdem hat er, wie ebenfalls in dem Artikel aufgeführt, genau das früher bereits gemacht, als er seine erste Haftstrafe absaß. Modellautos gebaut und über andere Leute verkauft.
Er war also weder unerfahren noch dumm. Möglicherweise hat er es gemacht, weil er so an bessere Materialien und Werkzeuge gelangt ist? Ich könnte mir auch vorstellen, dass es eine Herausforderung für ihn war, so hochwertige Modelle zu fertigen. Ansonsten stelle ich mir so ein Anstaltsleben auch eher langweilig vor.
Angesichts der Tatsache, dass er nie wieder auf freien Fuß kommen wird, hatte er vielleicht auch weniger Interesse am tatsächlich zu erreichenden Preis? Ich bin mir auch gar nicht sicher, hat jemand in so einer psychatrischen Klinik überhaupt Zugriff auf Konten außerhalb? Dann hätte er mit dem Geld gar nichts anfangen können.
Ich gehe als Laie übrigens davon aus, dass er tatsächlich nur ein Modell monatlich in der Perfektion herstellte - mehr will ich nicht hinein interpretieren.
Ich gehe von wesentlich weniger Modellen pro Monat aus. Wir reden hier ja von Modellautos mit über 4000 Teilen, mit einem elektrisch betriebenen Motor und Getriebe, funktionierenden Bremsen, elektrischem Licht, funktionierenden Gängen etc. pp. Auch bei einem außergewöhnlich begabten Menschen gehe ich da von mehr als einem Monat Arbeitszeit aus.
Im Artikel der Spiegel-Printausgabe ist von 130 Modellen die Rede, an deren Fertigung Roland S. beteiligt gewesen sein soll. Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten.
Ich glaube er wurde ausgenutzt, und hätte man ihn aufgeklärt welche Summen mit seinen Modellen erzielt werden, hätte er sich geweigert diese weiterhin herzustellen, oder zumindest mehr Geld gefordert - das würde jeder vernunftbegabte Mensch tun.
Siehe oben, Roland S. hat gewusst, was solche Modelle wert sind.
Stattdessen haben sich hier einige Leute (och, da ist nicht nur Haderthauer anzuklagen, was ist mit der Klinikleitung ? Mit den Verkäufern ? Eventuellen Betreuern ? Da haben viele mitkassiert) daran bereichert, dass man jemanden für wenig Geld arbeiten ließ und die Gewinne abschöpfte.
Wenn man die Artikel so liest, klingt das eigentlich nicht so.
Die Betreuer haben überhaupt kein Geld abseits ihres Gehalts gekriegt, warum auch?
Die Klinikleitung hatte einen Vertrag, wir reden übrigens von zwei unterschiedlichen Kliniken, und behauptet, sie habe keinen Gewinn gemacht.
Haderthauer hat sicherlich etwas dabei verdient, aber die Zahl von 30.000, die oben genannt wird, verzerrt seine jährlichen Gewinne wohl schon einigermaßen. Außerdem hat er die Firma für 20.000 Euro veräußert, warum so wenig, wenn das Ding so profitabel gewesen wäre?
Von welchen Verkäufern redest du genau? Die Käufer von SAPOR, die die dann wieder versteigern? Die haben zum Teil sicher ordentlich Gewinn gemacht, aber bei denen sehe ich nun echt keine Schuld. Ist ja nicht verboten, mein Eigentum mit Gewinn zu veräußern.
Das ist zumindest meine Meinung - selbstredend darfst du das anders sehen![]()
Das tue ich in diesem Fall, allerdings auch aufgrund von Tatsachen, die dir anscheinend noch nicht bekannt waren. Für mich ergibt sich hier einfach nicht das Bild eines armen, unzurechnungsfähigen und übervorteilten Patienten, der von seinem Arzt ausgenommen wurde. Das passt nicht zu einem Mann mit einem IQ von 145, der bereits im Modellgeschäft unterwegs war, bevor die ganze Sache anfing. Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass sich so jemand leicht einschüchtern lässt.
ThomasK_7
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Nun ja, man darf und sollte sich über solche Sachen Gedanken machen.
Wenn, dann aber bitte dies auch seriös.
Schon die Threadüberschrift ist grundsätzlich falsch, da nicht im Präteritum ("beutete .. aus") geschrieben wurde, obwohl die Sache vor 2008 statt gefunden hat. In 2008, nach Amtsantritt seiner Frau, hat Herr Haderthauer die Firma ja vorbildlicher weise verkauft.
Dann steht ganz eindeutig im zitierten Artikel, dass der verurteilte Mörder auch schon (Jahre) vorher seine Automodelle gebaut hat. Beim TE liest sich das so, als ob Haderthauer den Gefangenen erst dazu "gedrängt" hätte.
Weiterhin hat nicht Haderthauer dem Gefangenen seine Modelle abgekauft, sondern dem Krankenhaus, in welchem der Gefangene seine Haftstrafe verbüßt. Machen Gefangenen-Krankenhäuser mit Sicherungsverwahrung Gewinne und von was/mit wem? Wohl kaum. Sie kosten den Steuerzahler nur jede Menge Geld. Wenn sich das Krankenhaus nun Zusatzeinnahmen generiert, indem die Gefangenen anscheinend etwas Nachgefragtes (Modellbauten) in Ihrer Beschäftigungstherapie produzieren anstatt "Tüten zu kleben", dann nur immer zu. Jede Mehreinnahme des Krankenhauses kommt somit den Steuerzahlern zu Gute.
Kommen wir zur Frage, warum der verurteilte Mörder mehr Geld als andere Mitgefangene bekommen sollte?
Ok, vielleicht soll er das gar nicht.
Aber warum sollte das Krankenhaus seine Arbeiten dann unter Wert verkaufen?
Soll das Krankenhaus jetzt zukünftig als Verkäufer / Händler / Auktionator für Modellbau arbeiten, um möglichst Niemand Anderem Gewinn abgeben zu müssen? Wo liegen die Aufgaben / Kompetenzen eines Krankenhauses?
Ständen wir finanziell besser da, wenn es diesen Verkauf der Modelle gar nicht gegeben hätte? War es verbindlich absehbar, dass Jahre nach Erstellung der Wert dieser Modelle anstieg und hätte deswegen das Krankenhaus die ganzen Modelle erst einmal jahrelang einlagern sollen?
Es ist ja noch nicht einmal klassische Gefangenenarbeit, sondern Therapiearbeit.
Irgendjemand muss die Vermarktung der Therapiearbeit ja übernehmen und Vermarktung kostet auch Geld.
Provisionskosten wären wohl ein fairerer Kompromiss statt freier Gewinnspanne, weil mit Provisionen vermutlich mehr Geld beim Krankenhaus verbleiben würde. Über dieses Gestaltungsdetail sollte man sich politisch streiten dürfen, aber nicht mit so einer grottig falschen Zusammenfassung des Spiegel-Online Artikels wie der TE.
Von mir aus könnten alle verurteilten Mörder ganz kostbare Therapierabeiten herstellen, um Ihre Haftkosten abzuarbeiten und um uns nicht auf der Tasche zu liegen. Erst wenn dies erreicht wäre, sollte man über eine höhere Vergütung der Therapie- oder Gefangenenarbeit nachdenken. Wäre ja absurd, wenn ein verurteilter Mörder auf Allgemeinkosten seine Haft absitzt und durch sein Hobby als finanziell gemachter Mann die Haft verlassen kann.
Ja ich habe begriffen, es geht dem TE um Patientenausbeutung - nur ich sehe hier keine.
Wenn, dann aber bitte dies auch seriös.
Schon die Threadüberschrift ist grundsätzlich falsch, da nicht im Präteritum ("beutete .. aus") geschrieben wurde, obwohl die Sache vor 2008 statt gefunden hat. In 2008, nach Amtsantritt seiner Frau, hat Herr Haderthauer die Firma ja vorbildlicher weise verkauft.
Dann steht ganz eindeutig im zitierten Artikel, dass der verurteilte Mörder auch schon (Jahre) vorher seine Automodelle gebaut hat. Beim TE liest sich das so, als ob Haderthauer den Gefangenen erst dazu "gedrängt" hätte.
Weiterhin hat nicht Haderthauer dem Gefangenen seine Modelle abgekauft, sondern dem Krankenhaus, in welchem der Gefangene seine Haftstrafe verbüßt. Machen Gefangenen-Krankenhäuser mit Sicherungsverwahrung Gewinne und von was/mit wem? Wohl kaum. Sie kosten den Steuerzahler nur jede Menge Geld. Wenn sich das Krankenhaus nun Zusatzeinnahmen generiert, indem die Gefangenen anscheinend etwas Nachgefragtes (Modellbauten) in Ihrer Beschäftigungstherapie produzieren anstatt "Tüten zu kleben", dann nur immer zu. Jede Mehreinnahme des Krankenhauses kommt somit den Steuerzahlern zu Gute.
Kommen wir zur Frage, warum der verurteilte Mörder mehr Geld als andere Mitgefangene bekommen sollte?
Ok, vielleicht soll er das gar nicht.
Aber warum sollte das Krankenhaus seine Arbeiten dann unter Wert verkaufen?
Soll das Krankenhaus jetzt zukünftig als Verkäufer / Händler / Auktionator für Modellbau arbeiten, um möglichst Niemand Anderem Gewinn abgeben zu müssen? Wo liegen die Aufgaben / Kompetenzen eines Krankenhauses?
Ständen wir finanziell besser da, wenn es diesen Verkauf der Modelle gar nicht gegeben hätte? War es verbindlich absehbar, dass Jahre nach Erstellung der Wert dieser Modelle anstieg und hätte deswegen das Krankenhaus die ganzen Modelle erst einmal jahrelang einlagern sollen?
Es ist ja noch nicht einmal klassische Gefangenenarbeit, sondern Therapiearbeit.
Irgendjemand muss die Vermarktung der Therapiearbeit ja übernehmen und Vermarktung kostet auch Geld.
Provisionskosten wären wohl ein fairerer Kompromiss statt freier Gewinnspanne, weil mit Provisionen vermutlich mehr Geld beim Krankenhaus verbleiben würde. Über dieses Gestaltungsdetail sollte man sich politisch streiten dürfen, aber nicht mit so einer grottig falschen Zusammenfassung des Spiegel-Online Artikels wie der TE.
Von mir aus könnten alle verurteilten Mörder ganz kostbare Therapierabeiten herstellen, um Ihre Haftkosten abzuarbeiten und um uns nicht auf der Tasche zu liegen. Erst wenn dies erreicht wäre, sollte man über eine höhere Vergütung der Therapie- oder Gefangenenarbeit nachdenken. Wäre ja absurd, wenn ein verurteilter Mörder auf Allgemeinkosten seine Haft absitzt und durch sein Hobby als finanziell gemachter Mann die Haft verlassen kann.
Ja ich habe begriffen, es geht dem TE um Patientenausbeutung - nur ich sehe hier keine.
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@ThomasK_7
Die Umstände sind irrelevant. Da bekommt jemand 200€ im Monat für ein Produkt (für seine Arbeitsleistung), was für 3000€ bis 4000€ den Besitzer wechselt.
Das ist schlicht weg Ausbeutung einer Arbeitskraft. Die Autos hätte auch von jemanden gefertigt werden können, der einen anständigen Lohn bekommt. Es wurde nicht gemacht, weil im Vorfeld klar war, das weniger Umsatz und somit Gewinn generiert werden kann, ekelhaft!
Gegenbeispiel (Es geht hier um das Prinzip!)
Friseurgeschäft, drei angestellte - der Laden läuft seit Jahren absolut super.
Die Angestellten könnten locker besser bezahlt werden, sie sind der Grund für den Erfolg.
Sie werden ab nicht besser bezahlt, nur weil sich der Besitzer die Taschen vollmachen möchte.
Ein Erfahrener Schlossermeister verdient bei Firma X 4€ mehr die Stunde, als-wie sein Kollege (gleicher Erfahrungswerte, identisches Aufgabengebiet, selbe Verantwortung) der über Leih-Zeitarbeitsfirma beschäftigt ist.
Eine Arbeitskraft - egal unter welchen Umständen, gehört angemessen vergütet.
Macht er diese Arbeit gut, spielen im Endeffekt auch Qualifikationen kein große Rolle mehr.
Er macht die Arbeit, weil das Endergebnis ein gutes ist, sonst würde er sie nicht machen und daher muss er bezahlt werden.
Aber hey, wir setzen einfach alle "Gefangenen" bei Lidl unter Beobachtung... an die Kasse.
Nebenbei entlassen wird ein paar Facharbeiter und lassen H4er die Arbeit machen, die müssen ja auch ihr H4 irgendwie erbringen.
Lächerlich!
Mir ist es scheißegal wer im Bad meine Fliesen legt, ist das Endergebnis gut, muss diese Arbeitsleistung in finanzieller Form angemessen (!) - belohnt werden. Egal ob das der Azubi ist, ein Hilfsarbeiter, ein Quereinsteiger, ein Ungelernter oder der Facharbeiter... Oder mein Nachbar, Bruder, Sohn, etc.
Selbst wenn ich die Arbeit mache, werde ich dafür finaziell belohnt, da ich keinen bezahlen muss.
Die Umstände sind irrelevant. Da bekommt jemand 200€ im Monat für ein Produkt (für seine Arbeitsleistung), was für 3000€ bis 4000€ den Besitzer wechselt.
Das ist schlicht weg Ausbeutung einer Arbeitskraft. Die Autos hätte auch von jemanden gefertigt werden können, der einen anständigen Lohn bekommt. Es wurde nicht gemacht, weil im Vorfeld klar war, das weniger Umsatz und somit Gewinn generiert werden kann, ekelhaft!
Gegenbeispiel (Es geht hier um das Prinzip!)
Friseurgeschäft, drei angestellte - der Laden läuft seit Jahren absolut super.
Die Angestellten könnten locker besser bezahlt werden, sie sind der Grund für den Erfolg.
Sie werden ab nicht besser bezahlt, nur weil sich der Besitzer die Taschen vollmachen möchte.
Ein Erfahrener Schlossermeister verdient bei Firma X 4€ mehr die Stunde, als-wie sein Kollege (gleicher Erfahrungswerte, identisches Aufgabengebiet, selbe Verantwortung) der über Leih-Zeitarbeitsfirma beschäftigt ist.
Eine Arbeitskraft - egal unter welchen Umständen, gehört angemessen vergütet.
Macht er diese Arbeit gut, spielen im Endeffekt auch Qualifikationen kein große Rolle mehr.
Er macht die Arbeit, weil das Endergebnis ein gutes ist, sonst würde er sie nicht machen und daher muss er bezahlt werden.
Aber hey, wir setzen einfach alle "Gefangenen" bei Lidl unter Beobachtung... an die Kasse.
Nebenbei entlassen wird ein paar Facharbeiter und lassen H4er die Arbeit machen, die müssen ja auch ihr H4 irgendwie erbringen.
Lächerlich!
Mir ist es scheißegal wer im Bad meine Fliesen legt, ist das Endergebnis gut, muss diese Arbeitsleistung in finanzieller Form angemessen (!) - belohnt werden. Egal ob das der Azubi ist, ein Hilfsarbeiter, ein Quereinsteiger, ein Ungelernter oder der Facharbeiter... Oder mein Nachbar, Bruder, Sohn, etc.
Selbst wenn ich die Arbeit mache, werde ich dafür finaziell belohnt, da ich keinen bezahlen muss.
Zuletzt bearbeitet:
die 3000-4000€ bekommt aber der Steuerzahler.
Wieso sollten Gefangene das selbe Verdienen wie Arbeiter in der Freien Wirtschaft?
sollen Gefangene etwa noch ihre Zelle bezahlen?
und wenn se nicht Bezahlen können, dann werden se aus dem Knast geworfen oder wie?
Ich finde es schon richtig, dass gefangene nur ein Taschengeld bekommen.
Wieso sollten Gefangene das selbe Verdienen wie Arbeiter in der Freien Wirtschaft?
sollen Gefangene etwa noch ihre Zelle bezahlen?
und wenn se nicht Bezahlen können, dann werden se aus dem Knast geworfen oder wie?
Ich finde es schon richtig, dass gefangene nur ein Taschengeld bekommen.
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Zitat: "Der Landgerichtsarzt in Ingolstadt und Ehemann der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer unterhielt private Geschäftsverbindungen mit bayerischen Bezirkskrankenhäusern..."
Und eine Freiheitsstrafe nach Strafrecht wird nicht aus wirtschaftlichen Gründen/Interessen verhangen.
In der freien Wirtschaft gehen Menschen für H4 (also für Unterkünfte und Lebensmittel) oder wenig darüber Arbeiten - und sind von zusätzlichen (letztere) Steuergelder abhängig.
Es geht um DAS Prinzip und hier war er in erster Linie Patient und nicht Gefangener...
Und eine Freiheitsstrafe nach Strafrecht wird nicht aus wirtschaftlichen Gründen/Interessen verhangen.
In der freien Wirtschaft gehen Menschen für H4 (also für Unterkünfte und Lebensmittel) oder wenig darüber Arbeiten - und sind von zusätzlichen (letztere) Steuergelder abhängig.
Es geht um DAS Prinzip und hier war er in erster Linie Patient und nicht Gefangener...
Gutes Beipiel... Ein anderes: Ein Mensch mit Putzzwang sollte therapiert werden... das passiert aber nicht, sondern wird als Reinigungskraft in der Praxis eingesetzt. Da hat jemanden einen finanziellen Vorteil, weil er eine Arbeitskraft (eine Leistung) ausbeutet - die er sonst bezahlen müsste und nutzt eine Schwäche/Situation aus.Mortaro schrieb:Eine Frau geht zum Therapeuten aufgrund ihrer Sex-Sucht und der nimmt sie fröhlich ran ?
Zuletzt bearbeitet:
ThomasK_7
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Auch wenn ich Deiner Argumentation in #28 überhaupt nicht zustimme, wer hätte den wen ausgebeutet, wenn Haderthauers Firma dem Krankenhaus 30.000 €/Modell bezahlt hätte?
Der Gefangene hätte doch auf Grund gesetzlicher Regelungen keinen Euro mehr bekommen!
Sind jetzt alle Abnehmer von Gefangenentherapiearbeit/normaler Gefangenenarbeit Ausbeuter?
Der Gefangene hätte doch auf Grund gesetzlicher Regelungen keinen Euro mehr bekommen!
Sind jetzt alle Abnehmer von Gefangenentherapiearbeit/normaler Gefangenenarbeit Ausbeuter?
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Hätte, wäre, wenn, eventuell, vielleicht, unter Umständen, nach Möglichkeit...? Bitte den Fakt betrachten. Er/Sie sollte keine Produkt herstellen oder eine Leistung erbringen, die einer dritten Person (ein Unternehmen, eine Firma) einen Wettbewerbsvorteil verschafft, auch keinen Fall!
Möchte ich als Geschäftsperson eine Leistung anbieten oder ein Produkt herstellen, gibt es in der freien Wirtschaft genügend potentiell Arbeitnehmer. Aber auch gut, lasst uns Arbeitsplätze im Gefängnis schaffen oder von zu therapierenden ausführen lassen.
Wenn der Staat davon eine Vorteil hat (zB Koch, Küchenhilfe in Knast), ist das was anderes, in diesem Fall war es aber eine dritte Person, eine Firma und nur darum geht es.
Oder Kugelschreiber zusammenschrauben, die dann im öffentlichem Dienst landen, auch okay.
Werden diese Kugelschreiber von einer dritten Person, als Firma weiterverkauft ist das Ausbeutung, wenn es in diesem Fall nur darum geht (trotz der Möglichkeit) Lohnkosten zu drücken und sich selber zu bereichern.
Du verstehst?
Sonst wird sich ein Vorteil durch Gegebenheiten verschafft, die jeglichen Sinn einer Freiheitsstrafe nicht berücksichtigen. Dann werden genau diese Bedingungen und auch die ensprechende Arbeitskraft ausgenutzt.
Wer das legitim finden, findet im Umkehrschluss auch 6,50€ Stundenlohn in Ordnung. So liegt die Fachtaft doch bei 160h über H4 Niveau (nach LSK I = 812,50€ Netto), dass ist doch super. Wenn es dem AN nicht reicht, muss er halt mehr Arbeiten oder einen zweiten Job annehmen... hier wird nur auf einer anderen Art und Weise die Situation (nämlich H4) des AN ausgenutzt.
Und der AG ist ein Paradebeispiel eines Ausbeuter´s wenn ein höhere h-Lohn möglich wäre.
Herr Albrecht (Aldi Süd) hat ein Vermögen von über 15 Millarden Euro, Herr Schwarz (Lidl, Kaufland) 10 Milliarden.
Aber im Einzelhandel kann man ja auch prinzipiell nur 400€ Jobber einstellen.
Bei uns im Netto, Lidl aber auch im Aldi arbeiten nur 400€ Kräfte, der Filialleiter natürlich nicht.
Mit einem Vermögen von 500 Milliarden Euro verfügten die 500 reichsten Deutschen über ein Gesamtvermögens das größer als das BIP der Schweiz ist. Der Bundeshaushalt der Bundesrepublik Deutschland betrug demgegenüber ca. 320 Milliarden. Das sind alles Einzelpersonen oder Familien die oft jammern (NICHT ALLE!) das die Lohnkosten zu hoch sind und sie einfach nicht mehr zahlen können.
Möchte ich als Geschäftsperson eine Leistung anbieten oder ein Produkt herstellen, gibt es in der freien Wirtschaft genügend potentiell Arbeitnehmer. Aber auch gut, lasst uns Arbeitsplätze im Gefängnis schaffen oder von zu therapierenden ausführen lassen.
Die Arbeitgeber, wenn sie innerhalb der freien Wirtschaft damit deutliche Vorteile haben, definitiv ja.ThomasK_7 schrieb:Sind jetzt alle Abnehmer von Gefangenentherapiearbeit/normaler Gefangenenarbeit Ausbeuter?
Wenn der Staat davon eine Vorteil hat (zB Koch, Küchenhilfe in Knast), ist das was anderes, in diesem Fall war es aber eine dritte Person, eine Firma und nur darum geht es.
Oder Kugelschreiber zusammenschrauben, die dann im öffentlichem Dienst landen, auch okay.
Werden diese Kugelschreiber von einer dritten Person, als Firma weiterverkauft ist das Ausbeutung, wenn es in diesem Fall nur darum geht (trotz der Möglichkeit) Lohnkosten zu drücken und sich selber zu bereichern.
Du verstehst?
Sonst wird sich ein Vorteil durch Gegebenheiten verschafft, die jeglichen Sinn einer Freiheitsstrafe nicht berücksichtigen. Dann werden genau diese Bedingungen und auch die ensprechende Arbeitskraft ausgenutzt.
Wer das legitim finden, findet im Umkehrschluss auch 6,50€ Stundenlohn in Ordnung. So liegt die Fachtaft doch bei 160h über H4 Niveau (nach LSK I = 812,50€ Netto), dass ist doch super. Wenn es dem AN nicht reicht, muss er halt mehr Arbeiten oder einen zweiten Job annehmen... hier wird nur auf einer anderen Art und Weise die Situation (nämlich H4) des AN ausgenutzt.
Und der AG ist ein Paradebeispiel eines Ausbeuter´s wenn ein höhere h-Lohn möglich wäre.
Herr Albrecht (Aldi Süd) hat ein Vermögen von über 15 Millarden Euro, Herr Schwarz (Lidl, Kaufland) 10 Milliarden.
Aber im Einzelhandel kann man ja auch prinzipiell nur 400€ Jobber einstellen.
Bei uns im Netto, Lidl aber auch im Aldi arbeiten nur 400€ Kräfte, der Filialleiter natürlich nicht.
Mit einem Vermögen von 500 Milliarden Euro verfügten die 500 reichsten Deutschen über ein Gesamtvermögens das größer als das BIP der Schweiz ist. Der Bundeshaushalt der Bundesrepublik Deutschland betrug demgegenüber ca. 320 Milliarden. Das sind alles Einzelpersonen oder Familien die oft jammern (NICHT ALLE!) das die Lohnkosten zu hoch sind und sie einfach nicht mehr zahlen können.
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Zwenner
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Sie (die Arbeit) wurde für 200€/Monat ausgeführt. Ist auch egal, die Autos wurde im Anschluss weiterverkauft. (...verkaufte der Arzt dann über seine Firma Sapor an Sammler....)
Die Firma Sapor hätte sich zur Fertigung einen Firma suchen sollen, die in der freien Marktwirtschaft steht.
Die Fertigung der Produkte hätte über einen normalen Tariflohn stattfinden müsse.
Die Firma Sapor hätte sich zur Fertigung einen Firma suchen sollen, die in der freien Marktwirtschaft steht.
Die Fertigung der Produkte hätte über einen normalen Tariflohn stattfinden müsse.
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