Elektrik-Profi gesucht - 12V / 200mA statt 5V / 2,5A: schlimm?

@D3r J3n$:
Falsch. Populärwissenschaftlich ausgedrückt: Die Ausgangsspannung eines 12V 200mA - Netzteiles (ich hoffe, dass casbar bei dieser Angabe kein Irrtum unterlaufen ist) bricht mit einiger Wahrscheinlichkeit so schnell zusammen, dass sie die spannungsempfindlichen Bauteile eines 5V 2,5A benötigenden Routers nicht schädigen kann. Oder erreicht die 12V erst gar nicht, wenn erst das Netzteil-Ausgangskabel im Router eingestöpselt wird und dann das Netzteil in die Steckdose.
Vorsicht, vereinfachte Betrachtung:
Das 12V 200mA - Netzteil sei - wie üblich - konventionell mit Trafo aufgemacht. Ich nehme hier z.B. einen Ersatz-Innenwiderstand von 6 Ohm an. Dafür sorgt schon der Widerstand des Kupferdrahtes der Trafo-Sekundärwicklung (strenggenommen gehen weitere Verluste ein, u.a. Magnetisierungsverluste des Trafo-Kernes, je billiger, desto mehr).
Hängt man daran einen Lastwiderstand von 2 Ohm (= 5V pro 2,5A), dann fallen von der zur Verfügung stehenden Quellspannung des Netzteiles, die hier keinesfalls über 20V liegen dürfte, gleich 15V am Innenwiderstand des Netzteiles ab und allerhöchstens 5V kommen noch heraus. Das könnte durchaus noch dazu führen, dass beim Router die LEDs angehen. Aber stabil wird er dann nicht arbeiten und das Steckernetzteil dürfte sich binnen einiger Minuten zerlegen.
Belastet man das 12V - Netzteil mit einem "korrekten" Verbraucher von 60 Ohm (=12V pro 0,2A), dann fallen am Ersatz-Innenwiderstand des Netzteiles lediglich 20V/11 = ca. 2V ab, womit der Stabilisierungsstufe des Netzteiles noch ein komfortabler Arbeitsraum verbleibt.

Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, Dein Posting voll aufzudröseln (keine Lust auf Postings, denen Großbuchstaben, Punkt, Komma usw. fehlen).
Die diversen von mir selbstgestrickten längsgeregelten Netzteile mit integrierten Spannungsreglern haben jedenfalls so funktioniert wie gerechnet und erwartet.

@casbar:
Mit dem verlorenen Netzteil bist Du nicht allein. Auf eBay wird mindestens ein DI-624 ohne Netzteil angeboten. Und diverse andere DI-624 teils recht günstig mit Netzteil.
Ein vermutlich passendes Schaltnetzteil (z.B. Reichelt "SNT 2500" Stecker-Schaltnetzteil, 2500mA für 15,25 Euro zuzüglich Versand) hätte den Nachteil, dass man ohne Elektro - Grundkenntnisse z.B. bei Anschluss mit falscher Polarität den Router blitzschnell schlachten kann, wenn nicht ein Sicherheitsfanatiker noch z.B. hinter der Buchse für die Spannungsversorgung einen Verpolungsschutz spendiert hat.
 
Hey Jungs,

Ihr solltet Euch nicht gegenseitig nerven - Eure Beiträge sind sehr hilfreich und ich finde das recht cool, dass Ihr uns Ahnungslosen helft.

Ich habe im Augenblick ein ähnliches Problem: Das Netzteil meines Routers ist defekt und ich habe als Ersatz (bis der neue da ist) das Netzteil meines ehemaligen CD-Brenners eingesetzt.

Router hat 5V, 2A
Interim-Netzteil hat 5V, 1,6A

Kann das kurz-, mittel-, langfristig zu einer Gefahr werden oder ist das OK? Kann ggf. nur langfristig das Netzteil / der Router abschmieren?

Herzlichen Dank für ein kurzes Feedback,
viele Grüsse
Marco
 
Da kannst du fast davon ausgehen, dass der Sicherheitsanstand vom Netzteil nach oben zur tatsächlichen maximalen Stromstärke und dementsprechend der sicher etwas zu hoch angegebene Verbrauch des Routers einen störungsfreien Betrieb zulassen. Garantieren kann ichs aber nicht ;)
 
Morgoth schrieb:
Richtig, mach Dich mal schlau. Dann wirst Du sehen, dass der parasitaere Thyristor bei ESD seine Wirkung entfaltet. Und im Zusammenhang ESD redet man im allgemeinen Sprachgebrauch von etwas mehr als 12V.

Gruß
Morgoth

Quatsch, der Thyristor zuendet, sobald die Sperrschichtausdehnung gross genug ist und dafuer koennenn auch 12V reichen, wenn der Halbleiter nur fuer 5V ausgelegt ist.

http://www.hsu-hh.de/download.php?brick_id=BT7zCkrUzLcFebit

Kapitel 12.4.3, Abschnitt Zuendursachen.
 
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