Endlich Glasfaser (1 Gbits), neues Netzwerk muss her (max. 500€)

L

loltroll00

Gast
Wir bekommen endlich Glasfaser (1 Gbits Leitung) und nutzten dies nun um eine neue Netzwerk Struktur aufzubauen. Momentaner Plan:

- 1x Fritzbox 7490
- 4x Fritz!Repeater 1750E
(Kosten ca. 500€)

Genutzt sollten die im Mesh Verfahren. Wie gesagt bekommen wir eine 1 Gbit/s Leitung welche auch im Gesamten Gebäude nutzbar sein sollte. (Momentan benutzen wir 2x Fritzbox 7272, jeweils im Repeater und Modem modus aber haben leider nicht überall Empfang). Passt das so oder hat jemand eine bessere Lösung?
 
Lass diesen Repeater/Mesh-Mist. Wenn du überall die volle Geschwindigkeit haben willst, musst du Kabel verlegen.

Kauf dir ein paar Decken-AP mit PoE, einen PoE-Switch und Cat6(a) Kabel.
 
Lass es würde ich nicht so krass sagen, aber die gigabit-leitung wird halt praktisch so niemals ausgelastet werden können.
Hier ein kurzer Test bei dem am 1750E repeater von einem client knapp 100 MBit erreicht werden kann, bei mehr Clients und mehr Mesh-Geräten kann zwar die Gesamtbitrate noch ganz leicht steigen, aber bleibt weit von 1Gbit entfernt und je Client sinkt die nutzbare Datenrate deutlich. Luft ist und bleibt ein shared medium.
Falls das Netz ausgenutzt werden soll, führt nix an Kabeln und mehrere (per Kabel angeschlossenen) Accesspoints vorbei. Die Ubiquiti-Geräte unterstützen z.B. auch Handover der Clients, damit beim Wechseln der APs die Verbindung nicht unterbrochen wird.
 
Als Router kann es ja eine Fritzbox sein, allerdings würde ich bei WLAN vollends auf spezialisierte Lösungen wie Ubiquiti UniFi setzen. Die macht nichts anderes als WLAN - aber das wenigstens richtig. Setz die APs an die Decke, Strom erhalten sie über PoE.

Und denk auch an richtige Netzwerkdosen. WLAN ist in vielerlei Punkten anfällig gegen äußere Einwirkungen und deutlich weniger verläßlich. Hier gibts regelmäßig Hilferufe, weil das WLAN nicht zuverlässig funktioniert. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals ein Posting gelesen zu haben in dem nach Hilfe gerufen wurde weil ein Kabel nicht schnell genug ist oder Verbindungsabbrüche produziert. ;)
 
Du willst überall Gigabit haben und setzt auf WLAN? Schlimmer noch, du willst ein Repeater-WLAN aufbauen? Mesh hin oder her, es bleibt "durchgereichtes" WLAN, wenngleich Mesh sich von klassischen Repeatern unterscheidet. Nur weil Mesh momentan _das_ Schlagwort im WLAN-Bereich ist, muss es noch lange nicht die beste Lösung sein. Mesh steckt noch mit einem Fuß in den Kinderschuhen. Die Tests sind zum Teil sehr enttäuschend und wie so oft bei WLAN fernab von jedem Werbeversprechen.

Besorg dir eine Handvoll ordentliche APs - zB UAP AC Lite/LR/Pro von Ubiquiti - und setze sie auch als APs ein, also zieh Kabel. Nur so wirst du überhaupt die Chance haben, die Glasfaserleitung auch nur annähernd ausnutzen zu können. Auch Ubiquiti ist nicht über jede Zweifel erhaben, aber für 1 Gbit/s netto via WLAN bräuchte man schon grob 2 Gbit/s brutto, also das dickste WLAN-ac das man in die Finger kriegt - und das am Ende keines deiner Endgeräte überhaupt unterstützt.

Wenn du dein Netzwerk komplett auf WLAN ausrichtest - egal ob Mesh, Repeater oder APs - kannst du beim Provider gleich nen günstigeren Tarif buchen, da du die Leitung außer direkt per Kabel nie ausnutzen können wirst. Für stabile und schnelle Verbindungen geht nach wie vor nix über LAN-Kabel. Wenn überhaupt könnte ein gut entstörtes PowerLAN bis zu 600 Mbit/s netto bringen, von dort könnte man dann wieder via AP weiterverteilen.

Mal so zum Vergleich: Bei WLAN und PowerLAN sind nur grob max 50% netto vom brutto nutzbar. Aus einem 1200er PowerLAN kommen also nur ca. 600 Mbit/s netto raus, ähnlich bei WLAN. Der Rest geht für das Protokoll, etc drauf. Entfernung, Störquellen, etc drücken das noch weiter runter.
LAN dagegen nutzt 90-95%, also ca 900-950 Mbit/s bei 1 Gbit/s.
 
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Off-topic:
Raijin schrieb:
Nur weil Mesh momentan _das_ Schlagwort im WLAN-Bereich ist, muss es noch lange nicht die beste Lösung sein. Mesh steckt noch mit einem Fuß in den Kinderschuhen.
Das Mesh in Consumer-Produkten ja, aber gibt auch abgehangene Varianten. Die Freifunk-Commnuity entwickelt z.B. seit 2006 an B.A.T.M.A.N. mit. Hauptfeature ist halt Verfügbarkeit und Redundanz, nicht Reichweite/Abdeckung und schon garnicht hohe Bitraten, denn Protokoll-bedingt geht halt einiges der Bitrate für die Aufrechterhaltung des Netzes flöten. Hohe Reichweite/Abdeckung ist nur ein Nebenprodukt, weil man halt günstiger mehr Mesh-Clients verteilen kann.

BTT: Also die Kommentatoren sind sich glaub recht einig. Netzwerkkabel for the win, sonst reicht auch VDSL :lol:
 
mauorrizze schrieb:
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Hier ein kurzer Test bei dem am 1750E repeater von einem client knapp 100 MBit erreicht werden kann, bei mehr Clients und mehr Mesh-Geräten kann zwar die Gesamtbitrate noch ganz leicht steigen, aber bleibt weit von 1Gbit entfernt und je Client sinkt die nutzbare Datenrate deutlich. Luft ist und bleibt ein shared medium.
....

Dies kann ich so aus eigener Erfahrung nicht bestätigen bei identischer Konfiguration plus GbE-Switch am 1750E.
Laut Heimnetzübersicht der Fritzbox wird die Verbindung, je nach Bedarf, bis zu 975 Mbit/s im 5GHz-Bereich und bis zu 450 Mbit/s im 2,4 GHz angebunden.
Hierbei arbeitet der 1750E als AP, der über eine Wlan-Brücke an die Fritzbox angebunden ist und nicht als Repeater.

In der Praxis werden die angeschlossenen Geräte am GbE-Switch, welcher am 1750E angeschlossen ist, sehr performant bedient. Soweit bin ich mit dieser Konfiguration mehr als zufrieden, da hier auch keine direkte Kabellösung möglich ist.

Richtig ist aber, allgemein gesprochen, dass das beste und stabilste Wlan über das Kabel läuft.
 
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Kabel verlegen ist momentan noch keine Option. Falls die Übertragungsrate wirklich so niedrig sein soll würde ich auch eine 200 Mbit/s Leitung zu einem (wesentlich) niedrigeren Preis buchen. Wie würde es da aussehen bzgl Netzwerkaufbau?
 
Wieviel Fläche und Stockwerke musst du denn abdecken und wo kannst du mit Kabel arbeiten?

Bevor du FÜNFHUNDERT Euro für ne Repeater-Schei*e ausgibst, nimm lieber AVM 546E.

Hierbei arbeitet der 1750E als AP, der über eine Wlan-Brücke an die Fritzbox angebunden ist und nicht als Repeater.
Das ist doch die Definition eines Repeaters in "AVM Sprech" :watt:
 
Wenn der 1750E im AP-Betrieb läuft, dann halbiert sich die Übertragungsgeschwindigkeit nicht automatisch, wie es technisch bedingt ist bei einem Repeater.
 
Hi,

von wie vielen Personen/Geräten soll der Anschluss überhaupt genutzt werden? Wenn du die Leitung nur alleine mit wenigen Geräten nutzt, wirst du evtl. enttäuscht sein. Die wenigsten Server bieten dir dies Bandbreite überhaupt an. Du zahlst somit evtl. zu viel Geld, für eine Leistung, welche nicht benötigt wird.
 
@computerbase107: Ein Access Point ist per Definition über ein Kabel mit dem Netzwerk verbunden. Einen AP via WLAN gibt's nicht. AVM mag das so nennen, aber das ändert nicht wirklich etwas an der Technik ;)

Die Bandbreite eines Repeaters halbiert sich nur dann nicht, wenn er zB sauber crossband repeatet. Ein AP ist er dann trotzdem nicht. Ohne crossband bzw ohne ein zweites WLAN-Modul schluckt ein Repeater zwangsläufig 50% Bandbreite.
 
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loltroll00 schrieb:
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Zuerst mal: 1Gbit per WLAN im ganzen Gebäude zu verteilen ist (fast) unmöglich. Von diesem Gedanken solltest du dich also verabschieden. Ist ja auch nicht unbedingt notwendig, wenn du überall 300Mbit/s hast, reicht das ja.
Dafür würde ich eine moderne Mesh-Lösung empfehlen, z.B. von Ubiquiti oder auch Netgear Orbi.
 
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Wie schon gesagt ist ein WLAN Netzwerk mit so hohen Geschwindigkeiten im repeater Betrieb absolute Utopie. Kann man praktisch gleich vergessen. Falls da mit 4 Repeatern irgendwo 200Mbit/s raus kommen würde mich das auch mit "Mesh" durchaus wundern. Mal abgesehen von meiner Meinung, dass man stationäre Geräte sowieso nur mit Kabel anbindet und WLAN was für Mobiltelefone, Tablets und Notebooks ist, die keine großartige Bandbreite zum Youtube gucken brauchen.

Da auch DLAN hier solche Übertragungsraten nicht auf die Reihe bekommt bleibt quasi nur noch das verlegen von Netzwerkkabeln. Ist die günstigste und schnellste Methode schnelles Netzwerk überall hin zu bekommen. Allerdings oft mit etwas Arbeitsaufwand verbunden.
 
computerbase107 schrieb:
Laut Heimnetzübersicht der Fritzbox wird die Verbindung, je nach Bedarf, bis zu 975 Mbit/s im 5GHz-Bereich und bis zu 450 Mbit/s im 2,4 GHz angebunden.
Das sind keine Netto-Datenraten vermute ich mal.
 
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