FOS Jahrespraktikum: alles selbst bezahlen + kein Lohn, Meinungen?

Das ist doch Käse, es besteht kein Anspruch auf einen Mindestlohn, eine Vergütung kann durchaus gezahlt werden, sonst gäbe es den Passus in den Verträgen ja auch gar nicht.

Und ein Jahrespraktikant soll genauso etwas lernen wie ein Azubi was lernen soll, der ebenso Arbeit/Aufwand für den Betrieb bedeutet und im Gegenzug nicht nur ein Taschengeld sondern vollen Lohn kostet und damit auch noch einen nicht unerheblichen teil an Sozialabgaben.

So mancher hier sollte mal die Kirche im Dorf lassen hm.

Evtl. seid Ihr Personaldisponenten bei Ranstadt und co und kennt nur die versklavende Seite hm.
 
NutzenderNutzer schrieb:
es besteht kein Anspruch auf einen Mindestlohn, eine Vergütung kann durchaus gezahlt werden
Ja, kann.
Das grundsätzlich die Möglichkeit besteht, ist klar. Dies wurde auch von niemanden hier verneint.

Man hat hier nur mehrfach darauf hingewiesen, dass es in den allermeisten Fällen nicht üblich ist.


NutzenderNutzer schrieb:
Und ein Jahrespraktikant soll genauso etwas lernen wie ein Azubi was lernen soll, der ebenso Arbeit/Aufwand für den Betrieb bedeutet
Mit dem großen Unterschied, dass der Azubi i.d.R. schon einen Schulabschluss hat, dass der vorher schonmal irgendwo Praktikant o.Ä. war und das er - vertraglich abgesichert - für einen viel längeren Zeitraum und mehr Stunden (=schnellere Einarbeitung) zur Verfügung steht.

D.h. das Skillset eines Azubi wird ganz anders sein, als bei einem Praktikanten und die Kosten müssen sich auch nicht auf ein Jahr gerechnet amortisieren, sondern i.d.R. auf 3 Jahre. Da kann man ganz anders kalkulieren.
 
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ach ascer, du argumentierst so schön einseitig und inkompetent

wie kam denn der FOSler auf die FOS? mit ner Teilnahmebescheinigung vom Waldkindergarten oder nicht doch eher auch mit der Mindestvoraussetzung mittlere Reife?

wohingegen ein Azubi auch schon mit Hauptschulabschluss einsteigen könnte

und in der 9. und 10. an der Gesamtschule gab es natürlich auch keine Schülerpraktika die der Azubi aber natürlich als Vorteil hat

wie viel kostet der Azubi von Jahr zu Jahr mehr inklusive Sozialabgaben und Arbeitgeberanteil?


und zum Amotisieren:

Azubi 36 mal 700 steigend plus Arbeitgeberanteil vs Jahrespraktikant meinetwegen 12 mal 30 Euro für seine Spesen


also man kann schon hinkend vergleichen
 
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zu meiner Zeit waren im Jahrespraktikum 1000 Stunden im Betrieb abzuleisten. Was hat der Azubi ?
der hat ja keine Ferien und auch nur 1.5 tage die woche Schule. in der FOS waren es damals 2 tage schule pro Woche.

ich denke wenn du nach einem Monat in dem der filius etwas Einsatz gezeigt hat nach einem Lohn von 50€ oder so fragst damit er sprit oder Pausenessen damit auffangen kann - dann muss das schon ein kackladen sein wenn er das verweigert.

Vor Antritt des Praktikums schon mit Forderungen kommen wird evtl nicht so gut ankommen wie mein Vorschlag...

edit:
hat der junge denn bock auf Schreinern ? dann wäre auch ein nicht-monetärer Lohn ne idee.
das er sich z.b. nen eigenes Möbelstück im Betrieb bauen darf oder irgendwie sowas ?

Wie gesagt ich würde erstmal n Verhältnis zum Betrieb und Chef aufbauen. Dann weis man eher was möglich ist.
 
ja die Email ist doch jetzt raus, es kam nix zurück bisher.

Das steht jetzt so im Raum, war auch mehr als höflich denke ich zu argumentieren wir haben das bewußt außen vor gelassen da wir keine Kosten auf nen Praktikanten blind verursachen wollten aber eben wenn es nach der Probezeit passt es halt schön wäre über ein Taschengeld zur Kostendeckung noch zu reden.

Zumal ja alleine schon die Sicherheitsschuhe Aufgabe des Betriebs wären, wir gehen also in Vorleistung und wenn der Junior fluffig ist und bleibt erinnert sich der Chef dran.

Wüsste nicht was da so jetzt nicht passen sollte, wir haben a gesagt, haken bewusst nicht nach da es nicht das top Thema ist und in paar Wochen kommt dann schon ne Antwort.

Wenn keine kommt war es eben der falsche Betrieb.

So lassen wir das dann mal stehen.
 
Bei uns bekommt jeder Praktikant Geld ... und wenn er nur für die Ingenieuren zum Kopierer rennt, Kaffee kocht und Sachen aus dem Wareneingang holt oder hinbringt rechtfertigt das ein Gehalt. Jeder Botengang spart und generiert eine Mehrwert.

Ich kann persönlich maximal bei kleinst Unternehmen verstehen das man nichts zahlen kann. Aber das Kinder ( was anderes ist man in dem Moment nicht ) von größeren betrieben so ausgebeutet werden ...
 
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@ascer Du hast in deiner Aufzählung auch noch vergessen, dass der Azubi für eine eventuelle spätere Übernahme auch in Frage kommt.

In der derzeitigen Situation im Handwerk ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Leute fehlen nämlich.
 
@douggy Auf jeden Fall!
Das hatte ich tatsächlich schon inhärent mit dem Ausbildungsplatz verbunden. Da wird der Chef ja stärker filtern und nur einstellen, von wem er sich ein positives Ergebnis erhofft.
 
Als ob Unternehmen zahlen, weil man ihnen einen Gewinn bringt. Die zahlen nur, weil sie müssen um Leute zu kriegen. Die Verhandlungsposition ist bei FOSlern maximal schwach. Das ist dem Arbeitgeber bewusst und der nutzt das aus.
 
Wie heißt es doch in der FOS so schön? Friss oder stirb.
Ihr wollt was von der Firma – nicht sie von euch. Die Firma müsste auch keinen Praktikanten einstellen. Da hat sie idR nämlich erstmal garnichts davon. Das kann Sinn machen für Schüler, die als spätere Azubis in Frage kommen könnten um so schon einen ersten Eindruck von denen zu bekommen.
Ein FOS-Praktikant hat aber nicht die Absicht, danach eine Ausbildung zu beginnen. Dann könnte er die Sache mit der FOS auch einfach bleiben lassen.
Als Praktikant bist du einfach der unterste in der Nahrungskette. Noch dazu als Pflichtpraktikant.

Und zu den Lebenskosten: Die hättet ihr so oder so. Ob er jetzt in die Schule geht oder auf der Arbeit sitzt. Essen muss er hier oder da. Sich also darauf zu berufen, dass Essen ja Geld kostet ist dadurch nicht das stärkste Argument.
 
Aber zumindest die Sicherheitsschuhe muss die Firma stellen.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Nur hat das Praktikum nicht mit Lehrjahren zu tun...

Viele meiner damaligen Freunde aus der Schule haben auch sowas gemacht. Die einen haben Geld bekommen die anderen nicht.Die einen haben dann halt am WE nix gemacht und die anderen gekellnert, Regale eingeräumt oder ähnliches..
 
Zu meiner Zeit war die Ausbildungssituation noch so, das z.b. Leute ohne Abitur direkt in Ablage P kamen.
Ich hatte sogar mit Abitur damals drölftausend bewerbungen schreiben müssen um FISI zu lernen, weil ich mit ner 4 in Mathe direkt aussortiert wurde.
damals hat man zwar auch gesagt das FOS für eine Ausbildung falsch wäre, aber im Endeffekt haben es doch viele gemacht um auf dem Ausbildungssmarkt wenigstens mehr zu haben als eine mittlere Reife.

Heute - wo selbst ohne Schulabschluss viele Betriebe wenigstens einladen weil sie unbedingt leute brauchen - mag das stimmen das die FOS nur fürs spätere studieren da ist. Damals war sie es nicht.
 
Die Zeit kenne ich auch noch, da bist du mit "Glück" und Vitamin B mit der MR als FISI in die Ausbildung bekommen. Da konnten die Betriebe sich die Azubis aussuchen und seltsamerweise saßen damals in den ACs oft Leute mit Abi und heute ist es genau andersrum, da "muss" jeder studieren.

Damals gingen auch viele auf die FOS und die haben heute 3mal soviel Kohle wie ich.

Heute würde ich auch eine Ausbildung empfehlen und dann ggf BOS.
 
wie jetzt ?

du hast studiert oder direkt eine ausbildung gemacht ?
wieso haben die mehr kohle ?

ich bin verwirrt ^^
 
@ TE
Vielleicht bist Du einfach ein wenig zu weit weg von der Realität bezüglich Pflichtpraktikum für einen <18 Jahre alten Schüler und Vergütung in Deiner Wohngegend.
Hast Du denn einmal recherchiert, ob der Filus woanders irgendwo eine Vergütung von Anfang an fest zugesagt bekommen hätte?

Vielleicht sollte man schon dankbar sein, wenn der Schüler unverletzt dieses Praktikum beim Tischler übersteht:D?
Vielleicht wurde Dein Auftreten beim Vorstellungsgespräch so bewertet, dass eine Vergütung unerheblich/entbehrlich ist?

Ich hatte in meinem Betrieb auch schon mehrere kaufmännische Pflicht-Praktikanten, die aber ihr Schulgeld vom Bildungsträger bekommen haben oder von BAFÖG o.ä. Denen habe ich auch nichts bezahlt, weil a) da kein Mehrwert da war, da man ständig alles nachkontrollieren muss bzw. die einfach nur mitlaufen lässt (zugucken) und b) man sich auch relativ viel unbezahlte Zeit nimmt, um denen etwas beizubringen.

Sei doch mal ehrlich, welche selbständigen Tischler-Arbeiten traust Du dem Filus zu?
Das sind doch alles potentiell gefährliche Arbeitsmittel, vom Stechbeitel angefangen bis hin zu den ganzen Elektromaschinen. Ein krummer Schnitt und das Material ist im Eimer. Auch das Schleifen ist eine Kunst, lernt man nicht so im vorübergehen usw.
Ist doch klar, das ein FOS´ler später nicht bei dem Tischler arbeiten wird. Also warum sollte er sich um einen solchen besonders bemühen? Ist bei einem Azubi doch ganz anders!
 
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evtl. bist auch du einfach nur auf ner schwarzen Liste oder wärst es besser mit Deinem Betrieb wo Du Dich doch nur von Praktikanten zu Mehrarbeit verpflichten lässt und abfällig über sie redest
 
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