News Gesetzentwurf: Regierung will Solarförderung deutlich einschränken

Grundsätzlich ist die Idee, dass PV Anlagen entweder Nulleinspeiseanlagen sein müssen, oder aber man sie in den Markt so einbinden muss, dass dieser sie auch steuern kann ja gar nicht so falsch.

Wir haben das vergangenes Jahr insbesondere am 1. Oktober-Wochenende mit Windkraft sehr gut gesehen: die theoretisch verfügbare Leistung an Windkraft war deutlich größer als das, was die Kunden auch abnehmen konnten. An der Börse fiel der Preis recht präzise auf 0 (+- 1ct) und es haben sich eben genau so viele Anlagen abgeschaltet, dass die Gesamtbilanz von Einspeisung, Übertragungsverlusten und Verbrauch ausgeglichen war. Ergebnis: etwa 110% des Bedarfs (wir hatten Export) wurden in Deutschland erzeugt, davon über 95% Erneuerbare und weil der Sturm auch über Süddeutschland gezogen ist und dort die wenigen Windkraftanlagen nahezu Vollast durchlaufen konnten, haben wir selbst da genug Erzeugung gehabt, dass wir nicht mal viel Redispatch gebraucht haben.

Im Grunde das Szenario, wo man langfristig mit der Energiewende auch hin will. Der Testcase hat sehr effizient und effektiv funktioniert.

Aber das, was da nun gerade bei Solar passiert hat einen Haken: man will hier, dass Anlagen schon mit wenigen kWp in die Direktvermarkung gehen. Idee klingt logisch und gut, aber de facto gibt es da quasi keine Vermarkter. Also würden ein Haufen Anlagen entstehen, die vielleicht einspeisen könnten, aber ohne Vermarkter dürfen sie es nicht, also bleibt der Strom von den Dächern aus dem Markt ausgesperrt, selbst dann, wenn er da gebraucht werden könnte. Denn ja, wir haben Zeiten wie im Sommer Mittags, da brauchen wir nicht mehr Solarleistung, aber wenn man dann 2-3 Stunden weiter guckt, die Sonne geht langsam unter, die großen Solarparks machen deutlich weniger, aber das schöne Westdach darf nicht einspeisen. Da ist was krum. Auch braucht man in der Regel ja neue Hardware um die Steuerung von dem Vermarkter herzustellen ... ein zusätzlicher Kostenpunkt.

Man könnte das alles deutlich besser machen. Z.B. könnte man veranlassen, dass für jedes Netzgebiet genau wie es einen Grundversorger gibt, es auch einen Grundvermarkter via Konzession geben muss. Also quasi einen Default, falls man keinen anderen Vermarkter findet. Auch könnte man die Smartmeter-Gateways und die seit 2024 verpflichteten Steuerboxen verwenden, um die Marktsteuerung durchzuführen - aktuell sind diese nur für die Abregelung durch die Netzbetreiber gedacht. Aber beides Einzuführen braucht Zeit und für diese Zeit bis rechtlich geregelt ist, wer der Vermarkter ist und bis die Hardware ausgerollt ist bräuchte es gute Übergangsregelungen.

Aber von alle dem ist im Entwurf: Nichts. Man könnte es gut machen, man könnte es fit für die Zukunft machen, aber so wie es in dem Entwurf ist, ist es eine reine Verhinderungstaktik um mehr Strom von privaten Dächern vom Netz fern zu halten.
 
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Die Einspeisebegrenzung auf 60% Peak finde ich übrigens in Ordnung. Das allermeiste vom Rest kann man nun wirklich mit Akkus wegglätten, so einiges sogar schon mit entsprechendem direkten Eigenverbrauch (Waschmaschine/Trockner, Spülmaschine, ggf. eAuto).
 
B226 schrieb:
Ja habe ich. 10kWh Stromspeicher zu meiner Solaranlage. Habe für einen 4-Personenhaushalt noch 350kWh im Jahr.
Wie wird das Gebäude geheizt, ist dass dann schon ein Passiv-Haus?

Habe es für meine Eltern mit Wärmepumpe durchgerechnet.
November, Dezember, Januar und Februar fallen 70 % des Jahresenergiebedarfs an, aber nur 11% des PV-Jahresstromerzeugung.

Ich kam damit auf keinen grünen Zweig.
 
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Syrato schrieb:
Würde es wirklich einen Unterschied machen, wenn man anders wählt?
Nein. Wir haben eine SED-ähnliche Blockparteien-Landschaft, die sich nahezu nichts nimmt und eine (wertfrei) "Alternative", die im völligen Gegensatz hierzu steht.
Was man von dieser hält, mag gerne jeder selbst beurteilen.
 
Wer hat den die Kathi da bestochen? Das wirkt ja vollkommen Lobby gesteuert.
 
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mae schrieb:
wobei eine Isolierung des Heizungskellers vielleicht auch angebracht waere
Öhm, nicht der Heizungskeller beheizt das Haus/Wohnung sondern die nicht isolierten Heizungsrohre in den Wänden und Fußböden. Es gibt im Winder stellen in zB der Küche meiner Mutter auf denen man kaum Barfuß stehen kann weil es da so heiß ist xD
 
Saint81 schrieb:
Weil man damit sagt das jemand der 10 Sack Kartoffeln verkauft Geld bekommt und wer nur einen Sack verkauft den gefälligst gratis verschenken soll! Da geht mir der Puls hoch! Genau das will die CDU beim Strom!
Macht ja keiner, dann wird halt der Strom im Sommer mit einer Klimaanlage verballert und im Winter macht die PV eh nicht genug um auch noch das Auto zu laden.

Aber der Hat geht mir trotzdem auch hoch, so rein aus Prinzip.
 
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Spannende Kommentare wieder hier.

Ob die Abschaffung der Subventionen gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich kann nur eine Projektion des Chinesischen Strommix zeigen und dann wird klar warum die CDU eine ewig gestrige Partei ist und Gas Kathi schlecht für unsere Gesellschaft, Zukunft und Umwelt ist.

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blubberbirne schrieb:
Irgendwie müssen die höheren Diäten ja finanziert werden :daumen:
Ja, Politiker verdienen auch deutlich zu wenig *lol - wären besser Psychiater/in geworden wie meine ehemalige Klassenkameradin - die kommt mit ihren 17K Brutto monatlich ganz gut aus. :smokin:
 
estros schrieb:
Die Energiewende ist gescheitert - auf ganzer Linie. Die höchsten Energiepreise, die meisten Verbote - keine Grundlast ohne Ausland mehr - fossile Energien werden jetzt aus aller Welt herangeschifft ungeachtet des zusätzlichen CO2 Ausstoßes und des Preises.
... fasst meine Ansicht eigentlich ganz gut zusammen.

Wie kann es sein, dass die Finanzierung des Netztausbaus so ausgestaltet ist, dass ausgerechnet die Gegenden mit dem höchsten Zu- und Ausbau erneuerbarer Energien die höchsten Energiepreise durch Netzentgelte haben? Dass ausgerechnet die mit verhältnismäßig wenig Geld bzw. Eigentum wenig von den günstigen erneuerbaren Energien haben bzw. es verhältnismäßig schwer ist, von günstigen erneuerbaren Energien zu profitieren?

Wie kann es sein, dass man es für schlau hält, Gaskraftwerke als Bedarfsreserve zuzubauen, in Zeiten, wo Gas aus diversen Gründen immer knapper und teurer wird und diese Bedarfskraftwerke auch ohne zunehmend teuren (/teurer gemachten...) Energieträger aufgrund ihrer Unterauslastung sowieso extrem teuren Strom produzieren?

Die enorm hohen Energiepreise dürften den wesentlichen Teil dessen ausmachen, was die Basis unseres Wohlstands, die Industrie, enorm schwächt... Nicht nur werden dadurch unsere traditionellen, vorhandenen Industriezweige geschwächt, auch die Ansiedelungen von Industriezweigen der Zukunftstechnologien werden u.A. durch die hohen Energiepreise unattraktiv gemacht.

Und das Versagen kann man eigentlich keinem alleine anhängen. Die Regierungen die länger zurückliegen haben das Thema zu spät aufgegriffen... Und die Regierungen der jüngeren Vergangenheit haben versucht den Rückstand auf eine Art und Weise aufzuholen, dass unser Wohlstand und der soziale Frieden nachhaltig gefährdet wurde(/wird).

Also anstatt das Thema Energiewende mit Hirn, Verstand und einem realistischen Zeitplan anzugehen, versuchte man, ohne Rücksicht auf Verluste einen langwierigen Prozess im Hauruck-Verfahren über die Bühne zu bringen. Dass das vorallem im Vergleich zum heute üblichen internationalen Wettbewerb mit meist geringeren Umwelt- und Sozialstandards in die Hose geht war absehbar.

Und das traurige ist, dass am Ende keiner wirklich gewonnen hat, weil dadurch eine absolut ideologisch aufgeladene Lagerbildung die Folge war und ist. Es ist ein Lager der Ewiggestrigen entstanden, das sich rein ideologisch selbst sinnvollen und realistisch umsetzbaren Veränderungen verweigert. Und ein Lager der Zukunftszugewandten, dessen Zustand man fast mit religiösem Fanatismus umschreiben könnte und absolut keine Rücksicht im Sinne der reellen, sozial verträglichen Umsetzbarkeit oder andere Meinungen kennt...

Um mal auf den Artikel einzugehen: Dass die Solarförderung wegfällt, finde ich insbesondere in Verbindung mit der 180°-Wendung bei der Heizungsmodernisierung nicht gut. Das Gebäudeenergiegesetz war mMn. wirklich schlecht und sozial unverträglich umgesetzt, aber eine 180°-Wende ist eine genauso beschissene Lösung.

Dass die garantierte Einspeisevergütung von Solaranlagen eingeschränkt wird finde ich hingegen hervorragend, da diese bisher absolut preistreibend für all diejenigen gewirkt hat, die keine "erwachsene" Solaranlage ihr Eigen nannten... Ob nicht gewollt oder gewollt aber nicht gekonnt. Letzteres trifft halt auf einen enorm großen Teil der Bevölkerung zu...
 
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Wie ist die Pendlerpauschale eigentlich sachlich gerechtfertigt?
 
Naja wenn das kommen wird dann wird Gurillia-PV schlagartig zunehmen.
Wer meldet dann seine Anlage noch Sachgemäß an, wenn man selber für einen Bruchteil der Kosten mit ein wenig wissen es selber hin bekommt?

Was mich am meisten an dem Gesetzvorschlag ärgert, ist dass nicht alle Anlagen rausfallen. Warum werden große Anlagen (kleiner Preis pro kWp) noch weiter durch das EEG abgedeckt?
Achja das sind ja meistens große Konzerne:D

Und die größte Sauerei in meinen Augen sind Freiflächenanlgen. Dadurch wird kostbares Ackerland durch hirnrissige PV installationen verschwendet. Es gibt in Deutschland bei weitem genug Hallen- und Hausdächer die noch nicht bedeckt sind. Die sollte man erstmal ausbauen. Da wird wenigstens auch Strom produziert wo er auch direkt verbraucht wird.

Aber dann können die großen Stromkonzerne ja nicht mehr ihre Prestigeobjekte planen und was vom Kuchen abhaben.
 
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Fakt ist..
Es geht seit Jahren bergab und Fakt ist auch, es wird noch weiter bergab gehen

Deutschland ist im freien Fall

Und die Leute, die es bis jetzt nicht verstanden haben, werden es auch in Zukunft nicht verstehen.
Nur schade, dass wir darunter leiden und die Entscheidungsträger nicht.
 
@Moep89

Wie haben aktuell weltweit ca. 4twh Speicher zur Verfügung, da ist alles mit drinn, das würde nichtmal für einen Tag in Deutschland ausreichen. Nochmal, das was du propagierst ist grüne Utopie und hat nichts mit der aktuellen Realität zu tun. Das Frauenhofer kannst du getrost vergessen, lese dir die exakte Studie durch und schau, mit was für Annahmen die gerechnet haben. Aus dem Institut kommt größtenteils Propaganda Müll, was rede ich da, fast alle Institutionen sind mittlerweile politisch beeinflusst. Wenn du noch ein Beispiel dafür willst, dann lese dir die Studie zu den Kosten von AKWs durch, da wurden Laufzeiten von nur 40 Jahren angenommen, was überhaupt nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Deswegen waren die Stromgestehungskosten der AKWs nicht Konkurrenzfähig. Dein Beruf hat damit in sofern zu tun, das wenn du im technischen Bereich arbeitest, du wissen müsstest, das das momentan nicht mal im Ansatz umsetzbar ist. Das liegt nicht am wollen. Wie gesagt die Nordeuropäer schaffen das ausschließlich wegen der Wasserkraft. Weil die dauerhaft zur Verfügung steht.

Grüße Zimmbo
 
TOLL!!!

Merkel hat die Förderung DEUTSCHER Solartechnik und -industrie (führend auf Weltmarkt!!!) auch schon abgeschafft - stattdessen russisches Gas - und uns damit nicht nur in den Fuß geschossen! Das hat uns geschwächt und Russland gestärkt, so dass die schöööööön paar Kriege machen können.
TOLL, CDU!!! TOLL!!!!!!

Nicht autark zu sein wird uns bei der nächsten Krise bestimmt nicht auch wieder in den Arsch beißen!!!

Die Auswirkungen des letzten Fehlers sind erst 3 Jahre her und die Deppen machen den gleichen Fehler erneut!!! So heftig kann man sich den Kopf doch gar nicht gestoßen haben! Das würde niemand überleben!
 
Sehr gut, leider 10 Jahre überfällig - schon die letzten Tage war der Börsestrompreis um die Mittagszeit bei 0 ct/kWh, die Einspeiser bekommen trotzdem ihre garantierte Einspeisevergütung, und alle müssen es bezahlen.
 
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estros schrieb:
Die Energiewende ist gescheitert - auf ganzer Linie. Die höchsten Energiepreise, die meisten Verbote - keine Grundlast ohne Ausland mehr - fossile Energien werden jetzt aus aller Welt herangeschifft ungeachtet des zusätzlichen CO2 Ausstoßes und des Preises.
Bei einer Energieerzeugung, die 60% unseres Verbrauchs abdeckt, die auch nach wie vor stark wächst, in die im vergangenen Jahr weltweit über 90% der Investitionen von Kraftwerksleistung geflossen sind und die nun schon dafür sorgt, dass die Strompreise im Jahresschnitt geringer sind als die Grenzkosten von Kohle- und Gasstrom als gescheitert zu erklären ist aber auch irgendwie stark verblendet.

Es ist nicht perfekt, es ist noch nicht fertig. Aber abschließend gescheitert? Weit verfehlt.

Insbesondere guck dir mal die Strompreise an von Beginn der Energiewende, so rund das Jahr 2000 zu heute. Von dem Gaspreis-Peak 2022 abgesehen liegen wir deutlich unter der Inflationsrate. Der Strom aus Windkraft und Gas ist der einzige, bei dem die Erzeugung über die Jahre immer billiger wurde und insbesondere bei Solar ist es die Regel, dass die Zeit- und Kostenpläne auch eingehalten werden... das höre ich sonst von so gut wie keinen Infrastrukturinvestitionen.
 
karamba schrieb:
Also ich bin wahrlich kein Freund der Union und dieser Wirtschaftsministerin. Aber die Sache kann man so machen. Die Dinger armortisieren sich ohne Förderung innerhalb von kurzer Zeit, eine Förderung braucht es da gar nicht.
Ist das so? Was ist für dich eine kurze Zeit?
Meine Anlage habe ich sehr teuer zu Beginn des Ukraine Krieges gekauft und zudem finanziert. Das dauert schon 15-20 Jahre bis die sich armotisiert und da bin ich nicht alleine. Mag sein dass die mittlerweile deutlich günstiger sind aber das dauert trotzdem je nach Größe, Akku und Eigenkapital sehr lange.
 
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Die Förderung nutzt in erster Linie und eigentlich am meisten EFH Besitzern. Diese bekommen zusätzlich noch Eauto Subvention hinterhergeworfen. Perfektes Match. Quasi kostenlosen Individualverkehr. Defintiv priviligiert. Aber dann sind da noch die anderen 58%, die Mieter.
Gemäß der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistikamtes leben derzeit etwa 42,1 Prozent der deutschen Haushalte in den eigenen vier Wänden, ca. 57,9 Prozent sind Mieterhaushalte.
PV aus Dach? Vermieter lässt es meist nicht zu oder in nicht ausreichender Größe. Strom fürs Eauto ist so richtig teuer in der Stadt
  • Zuhause:
    Mit einem Strompreis von ca. 30-40 Cent/kWh und einem 50-60 kWh Akku kostet eine volle Ladung etwa 15 bis 24 €. Mit eigener Photovoltaik-Anlage kann es fast kostenlos sein.
  • Öffentliche AC-Lader (Normalladen):
    Hier liegen die Kosten meist bei ca. 0,45–0,60 €/kWh, also für einen 60 kWh Akku etwa 27–36 €
wobei hier die Preise auch gern Richtung 0,75+ €/KWh gehen.
Ich wäre auch gern priviligiert mit einem EFH.. stattdessen zahle ich völlig abgehobene Miete (Kredit + Zinsen meines Vermieters über 20 Jahre und werde vielleicht hinterher durch Eigenbedarfsklage vor die Tür gesetzt), zusätzlich subventioniere mit meinem Gehalt die oberen 42%.
 
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[SM]Valen schrieb:
Habe es für meine Eltern mit Wärmepumpe durchgerechnet.
November, Dezember, Januar und Februar fallen 70 % des Jahresenergiebedarfs an, aber nur 11% des PV-Jahresstromerzeugung.

Ich kam damit auf keinen grünen Zweig.

Zwei Dinge dazu: habt ihr genug Platz, um ggf. einen Solarzaun zu bauen?
Weil das ist etwas, was ich doch ganz gut beobachten kann hier: Mein Solarschnitt liegt bei 20% zwischen November und Februar - es ist eine große Anlage (knapp 30 kWp) aber auch mit großem Verbrauch mit WP, E-Auto und genug laufenden Computern. Aber würde ich die Anlage neu planen, würde ich wohl weniger auf meine Dächer gehen, sondern mehr Fassade / Zaun bauen, denn meine recht kleine Testanlage (Daten: 4kWp, 90°, 15° Azimut, also Süd-Süd-West, Nordwest-Deutschland) hier hat in diesem Winter etwas über 20% des Jahresertrags zwischen November und Februar gemacht. Insbesondere lief die Anlage selbst bei Schnee noch Spitze! Im Gegensatz zu meinem Ost-West-Dach, da kam dann auch mal ein, zwei Tage so gar nichts und insgesamt wars da eher 8-10% je nach Dachseite des Jahresertrages, also deutlich weniger.

Der große Hebel in der Kostenrechnung war bei mir aber ein flexibler Stromtarif mit zwar jeden Tag den selben Strompreisen, aber halt Zeit-Gestaffelt. Insbesondere je eine Niedrigzeit am frühen Nachmittag und eine in der Nacht. Hab sowohl meine Wallbox so eingestellt, dass die nur in der Zeit aktiv war über eine einfache Schaltuhr als auch hab meinem Solarspeicher erlaubt sich immer kurz vor Ende der niedrigen Zeit noch mal einen Schluck aus dem Netz zu gönnen. Mit Grundgebühr zusammen lag ich so die letzten 4 Monate bei unter 21 ct/kWh, ohne Grundgebühr bei gut 19.5 ct/kWh. Da rechnet sich sowohl die Wärmepumpe als auch das Auto sehr schnell wirtschaftlich.
 
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