Man muss zuerst einmal definieren, was eine Naturkatastrophe ist:
Brennt ein Gebiet in Sibirien über hunderte Quadratkilometer, wird dies zumeist nicht als Naturkatastrophe angesehen.
Brennt ein Gebiet in der Nähe Moskaus und tausende Menschen sind in Gefahr, ist dies eine Naturkatastrophe.
Ich frag mich aber, wo liegt der Unterschied? Faktisch gesehen handelt es sich um gleichartige Ereignisse, einziger Unterschied ist der Ort des Geschehens. Der Katastrophenbegriff wird also oftmals mit der Gefährdung einer großen Anzahl von Menschen in Verbindung gebracht.
Anderes Beispiel: Die Korallenbleiche in den großen Korallenriefs wird auch als Katastrophe bezeichnet, aber auch nur, weil die Menschen an den Küsten aufgrund der Fischabwanderung ihrer Nachrungsgrundlage beraubt werden.
In meinen Augen wird der Katastrophenbegriff also nur über den potentiellen Schaden an der Menschheit ermessen. Wird ein Korallenriff irgendwo im Meer zerstört, ist dies zwar traurig, vielleicht noch nennenswert, aber keine wirkliche Katastrophe. Brennt ein Wald in Sibirien ab, interessierts nicht mal den Kreml. (Siehe der große Waldbrand in Russland jetzt, hat als kleiner, ignorierter Hinterlandsbrand angefangen, bis er gen Moskau gezogen ist, wo die ganzen lieben Wählerchen sitzen. Nun wird der große Machtkampf Putin <--> aktueller Präsident. (ich weiß nicht wie man den schreibt) angeworfen, zum ersten Mal begiert M. sogar gegen den "heiligen" Putin auf)
Ich bin also der Meinung, dass der Planet früher schon immer solchen verheerenden Ereignissen unterzogen war, aber schlichtweg die Katastrophendefinition ob der weniger starken Verbreitung der Menschen und der nicht ausgeprägten Globalisierung, inkraft trat und das Ereignis kaum öffentlich wahrgenommen wurde.
Die Welt befindet sich momentan nicht in einer besonders katastrophalen Lage, es ist eher business as every day. Katastrophen gibt es immer. Betrachtet man das ganze noch sehr nüchtern biologisch, kann man sogar feststellen, dass der Mensch fast nie von einer echten Katastrophe heimgesucht wurde. Dies lässt sich gut an den sogenannten Negativtagen zeigen. Negativtage sind Tage, an denen mehr Menschen starben als neu geboren wurden. Die Forschung ist sich bei nur sehr wenigen Tagen sicher, einige sind strittig. Der letzte Negativtag fand wären des verheerenden Tsunamis 2004 (?) statt, der nächste davor war 08.1945 Atombombe über Hiroshima, was aber keine Naturkatastrophe war. Strittig ist, ob das Erdbeben in Haiti einen Negativtag verursachte. Es liegt also auf der Hand, dass die Menschheit nur seltenst von Katastrophen wirklich erschüttert wird.
Um das Ganze noch mal zum Anfangspost zurückzuführen:
Der Mensch darf sich niemals über die Natur stellen. Er darf das Wetter z.B. nicht kontrollieren. Am Ende würde eh die Natur gewinnen, denn sie rächt sich bitterböse. Viele Überschwemmungen rühren auch daher, dass man die Flüsse begradigt hat und Uferzonen kahlgeschlagen, nun schlägt Mutter Natur zurück und sagt uns ihre Meinung dazu.