Hochwasser in Europa und Asien, Brände in Russland – Was tun gegen Naturkatastrophen?

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dagobert50gold

Gast
Aus aktuellem Anlass ein neuer Thread im PuG.

Seit letzter Woche kriegen wir immer mehr mit, wo die Natur wütet: An Oder und Neiße brechen teilweise die Dämme, in Pakistan, Indien und China so viel Regen wie lange nicht. In Russland dann das genaue Gegenteil: Wald- und Torfbrände; Smog in Moskau. Die Leute sind machtlos gegen die Natur. Oder etwa doch nicht? Können solche Ereignisse vorhergesehen werden? Ist die Forschung schon soweit, dass wir die Mittel hätten, sie kämen uns aber viel zu teuer? Oder geht das einfach viel zu schnell, dass wir nicht reagieren können? Sollte nach der Katastrophe grenzübergreifend geholfen werden? Sind Spenden das richtige Mittel oder braucht man dazu tatkräftige Hilfe?

Eure Meinung ist gefragt;)!
 
ich würde erst versuch die momentane Situation in einen größeren historischen Kontext zu stellen.sprich, wie sah es mit Naturkatastrophen dieser Art in den letzten 50 Jahren aus. Haben wir momentan tatsächlich mehr Natur Katastrophen und wie weit beeinflusst der Mensch diese Entwicklung direkt oder indirekt.

Hilfe und Schutz gegen Naturkatastrophen sollten mittelfristig immer präventionär sein, wenn man diese denn verhindern kann.
 
Mich konnte man zwar schon heute morgen bei 2254 im Deutschlandradio Kultur hören, aber hier nochmal meine Meinung, die ihr schon im Radio hättet hören können ...
mir bei 2254 schrieb:
Die Katastrophen lassen sich nicht verhindern, da es heutzutage noch nicht die Mittel dazu gibt. Es muss erst noch erforscht werden ...
Meiner Meinung nach geht das also so schnell mit den Katastrophen, dass es, wenn man es merkt, zu spät ist.

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EDIT: Die paar Leutchen hier im Forum, die das gehört haben, kennen somit meine Stimme. Meinen Namen nicht, den hat die Regie rausgeschnitten ...
 
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TE schrieb:
Seit letzter Woche kriegen wir immer mehr mit, wo die Natur wütet: ..
Hättest eben vor 1 Jahr auch schon einmal in die Medien schauen/hören/lesen sollen!
 
Vor einem Jahr? Guck´ mal in die Überschrift ...
Es wurden die aktuelen Ereignisse zum Anlass genommen ...
 
Der gesamte Ansatz von Praevention etc. ist falsch. Wir muessen uns in dem Punkt der Natur anpassen und nicht die Natur an uns, denn diese hat die absolute Uebermacht.

Und wenn wirs nicht tun, dann gewinnt eben die Natur. So einfach ist das.
 
Ich glaub jetzt, dass Du noch keine 18 Jahre alt bist.
Soviel fachliches Unwissen, gepaart mit Unkenntnis über deutsche Sprache/Ausdruck. Was soll man denn schreiben, bei Dir müsste man ja bei Null anfangen zu erklären. Deshalb mache ich es kurz:
Ist die Forschung schon soweit, dass wir die Mittel hätten, sie kämen uns aber viel zu teuer?
Ja, so ist es. Nur das Wort "uns" durch "die Politiker" ersetzen und alles stimmt perfekt. Nachzulesen/hören/sehen in jeder sich damit befassenden Sendung und Literatur (ok, jetzt nicht in der Bravo & Co).

Nachtrag: Wer als Politiker z. Bsp. Baugebiete in Überschwemmungsgebieten ausweist ist schuldig. Wer als Bauherr dann dort baut, mindestens genauso.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Ja, so ist es. Nur das Wort "uns" durch "die Politiker" ersetzen und alles stimmt perfekt.
Was:mad:? Die Politiker zahlen? Woher nehmen sie denn das Geld? Vom Steuerzahler ...

Diese Annahme:
Ich glaub jetzt, dass Du noch keine 18 Jahre alt bist.
Soviel fachliches Unwissen, gepaart mit Unkenntnis über deutsche Sprache/Ausdruck. Was soll man denn schreiben, bei Dir müsste man ja bei Null anfangen zu erklären.
... trifft eher auf dich zu ...

Noch was: Du könntest mein Alter abschätzen, hättest du heute morgen die Sendung gehört ...

Bitte: Back to Topic, Thema "2254" hatten wir schonmal ...
 
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Naturkatastophen sind Symptome daß etwas mit unserem Planeten passiert woran die Menschheit die letzten 100 Jahre ihre Mitschuld trägt. Seit der Industriealisierung ist der Grad der Umweltverschmutzung massiv angestiegen.

Wirklich massiver Rabbau an der Natur ist noch viel älter und begann schon im frühen Mittelalter ich denke da z.b. an die Abholzung der Waldbestände an den Küsten des Mittelmeeres. So "karstig" wie wir das heute von den Urlaubsgebieten kennen war es ursprünglich nicht, auch eine Sache die man leicht vergisst.

Die Menschheit hat es schon in der Hand ob und wie weit Sie für Naturkatastrophen verantwortlich sein kann, Flussbegradigungen und Staudämme sind alles massive Eingriffe in die Natur das geht auf Dauer nicht gut. Wetterphänomene wie Hurikane,Tornados sind sicher auch zum Teil der Klimaerwärmung zuzurechnen. Zukünftig wird der Menschheit nichts anderes übrigbleiben als ein absolut
ökonomisches und ökologisches Denken in allen Bereichen vorherrschen zu lassen, das ist die einzigste Art der Prävention.
 
Für mich wieder mal ein absolutes Sommerloch Thema der Medien, wie jedes Jahr.
Naturkatastrophen geschehen das ganze Jahr über in fast jeder Region.
Ob der Mensch die Schuld trägt oder dafür verantwortlich ist, kann ich nicht beantworten, doch tendiere ich zu einem eheren "Ja". Bei einer Rasse die den Planeten so ausbeutet kein Wunder.
Daher kann ich mir vorstellen, dass früher oder später sich die Natur in sofern rächen wird als das die Menschheit austerben wird bzw. so wie wir sie kennen untergehen wird.

Just my 2 cents
 
Das Thema ist für die Medien Willkommen, ohne Frage denn wird damit das sogenannte Sommerloch ausgefüllt, zumindest etwas.

Im Bereich von Überflutungen haben wir Menschen es verbockt, wir haben Flüße begradigt, notwendige Überflutungsgebiete für unsere Wohnhäuser, Einkaufszentren oder Gewerbegebiete dem Fluß genommen und glauben durch Dämme und Flußkanäle dem Herr zu werden - für eine leichte bis mittlere Flutsituation mögen wir das tatsächlich hier und da aber wenn es mal richtig niederprasselt stehen wir vor einer Katastrophe - die uns finanziell teuer zu stehen kommt.

Haben Naturkatastrophen zugenommen? Eine Quelle die dem zustimmt sind unsere Versicherungen. Der Rückversicherer Munich Re hat in seiner Datenbank 30 Jahre gespeichert und beziffert das "in den letzten Jahren im Mittel drei Mal so viele schadenrelevante Naturereignisse auftraten wie noch vor 30 Jahren" (Link). Im Falle von Ölkastastrophen dann natürlich eindeutig durch uns Menschen verursacht.

Der Fall Russland ist auch einzigartig, auch wenn viele das so nicht wahrnehmen.
Schon einmal die Frühtemperaturen in Teilen Russlands angeschaut? Frühs um 9 Uhr 30°C am Polarkreis normal? Tiefsttemperaturen in weiten Teilen von 30°C? Und das kontinuierlich wochenlang! Für Russland und dem Kontinentalklima sehr außergewöhnlich.
 
Verheerende Naturereignisse gab es schon immer.
Nur sollte man auch die gestiegene Weltbevölkerung der letzten 100 Jahre bedenken.
Als es vor 150 Jahren nur 1,5 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gab, hat ein schlimmes Naturereigniss auch nur verhältnissmässig sehr wenige Menschen betroffen. Denn ein Naturereigniss wird erst dann zur Katastrophe, wenn Menschen oder deren Hab und Gut beschädigt werden.
Und ob solche Katastrophen wirklich zugenommen haben kann auch nicht wirklich jemand sagen, da es Wetteraufzeichnungen erst ~100 Jahre lang gibt.
Und die mediale Dauerpräzens an jeden Stückchen Erde rund um dem Globus tut dann noch den Rest dazu. Wo es früher nur mal ein Foto von einer Katastrophe in den Nachrichten gab (wenn überhaupt) so wird heutezutage bei jedem Furz ein Kamarateam ausgeschickt welches dann in Sondersendungen Rund um die Uhr berichtet.

Ach ja, und ich gehe mal stark davon aus, dass Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche nicht von dem Gehalt von FCKW in der Atmosphäre abhängig sind. Aber solche Katastrophen nehmen ja auch scheinbar zu.

PS: @Shader
Die Zahlen der Münchner Rück bedeuten doch auch nur, dass es mehr Versicherungsfälle gab und nicht mehr Naturkatastrophen. Hängt auch damit zusammmen, dass es wohl mehr Versicherte gibt.
 
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Die Antwort liegt wie immer in der Mitte.
Können wir was gegen Naturkatastrophen tun - Jein. Die Hochwasserprobleme hier in Europa hätten verhindert werden können. Wir sehen das ja hier in D wo die Probleme relativ gering sind. In den letzten Jahren wurde einiges für die Deiche getan. Überflutungsgebiete werden nach und nach wieder renaturiert und NUR auf diese Weise ist dem auch beizukommen - nützt natürlich wenig, wenn man am Oberlauf des Flusses ein land wie Polen hat, was fast nichts tut und somit die Probleme noch verschärft. Hochwasser gibt es in Polen jedes Jahr. Und jedes Jahr wird dann wieder international Hilfe geleistet und jedes Jahr bauen die Leute Ihre Häuser an gleicher Stelle wieder auf - was soll man dazu sagen?

In Asien sieht die Sache schon ganz anders aus. Verfehlte Planung in gigantischem Ausmass an einigen Orten trifft auf relative Natur, wo sich Flüsse dann schon mal wieder neue Wege suchen wenn mehr Wasser kommt, womit der Mensch nicht rechnet. Hilfeleistungen können durch den Staat nicht vorgenommen werden, weil entweder a) die Kohle nicht vorhanden ist oder b) der Staat derart korrupt ist, dass die Leute die dafür zuständig sind, jeder ihren Anteil abziehen bis letztlich nichts mehr da ist.

Gegen andere Naturkatastrophen wie Stürme, Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche kann man nichts anderes machen, als die Gebiete meiden, sicherer bauen (was für Stürme gilt, sich aber nicht jeder leisten kann), renaturierung und Bau mit Bedacht unter Rücksichtnahme jahrzehntelanger Erfahrungen und unter Rücksichtnahme der Natur - was auch nicht gemacht wird, da die Entscheider überall auf der Welt nur an persönliche Vorteile denken. Hier ist, wie auch schon andere schrieben, wenn der Häuslebauer selbst nicht nachdenkt - andere tun es für ihn auch nicht.
 
@Lars_SHG
Sehe ich genauso. Umso mehr sich die Menschheit weiter in einst vom Menschen unbewohnte Domainen der Natur ausbreitet, umso mehr Opfer wird es nun mal geben. Ist doch unser Problem. Pech gehabt.
Die Natur juckt es einen feuchten, die macht das schon seit Jahrmillionen und wird es auch nach den Menschen weiter tun. Sie lässt sich nicht bändigen und einengen. Wir haben uns zu fügen, nicht umgekehrt. Die Geschichte zeigt es ja.
 
Man muss zuerst einmal definieren, was eine Naturkatastrophe ist:

Brennt ein Gebiet in Sibirien über hunderte Quadratkilometer, wird dies zumeist nicht als Naturkatastrophe angesehen.
Brennt ein Gebiet in der Nähe Moskaus und tausende Menschen sind in Gefahr, ist dies eine Naturkatastrophe.
Ich frag mich aber, wo liegt der Unterschied? Faktisch gesehen handelt es sich um gleichartige Ereignisse, einziger Unterschied ist der Ort des Geschehens. Der Katastrophenbegriff wird also oftmals mit der Gefährdung einer großen Anzahl von Menschen in Verbindung gebracht.

Anderes Beispiel: Die Korallenbleiche in den großen Korallenriefs wird auch als Katastrophe bezeichnet, aber auch nur, weil die Menschen an den Küsten aufgrund der Fischabwanderung ihrer Nachrungsgrundlage beraubt werden.

In meinen Augen wird der Katastrophenbegriff also nur über den potentiellen Schaden an der Menschheit ermessen. Wird ein Korallenriff irgendwo im Meer zerstört, ist dies zwar traurig, vielleicht noch nennenswert, aber keine wirkliche Katastrophe. Brennt ein Wald in Sibirien ab, interessierts nicht mal den Kreml. (Siehe der große Waldbrand in Russland jetzt, hat als kleiner, ignorierter Hinterlandsbrand angefangen, bis er gen Moskau gezogen ist, wo die ganzen lieben Wählerchen sitzen. Nun wird der große Machtkampf Putin <--> aktueller Präsident. (ich weiß nicht wie man den schreibt) angeworfen, zum ersten Mal begiert M. sogar gegen den "heiligen" Putin auf)

Ich bin also der Meinung, dass der Planet früher schon immer solchen verheerenden Ereignissen unterzogen war, aber schlichtweg die Katastrophendefinition ob der weniger starken Verbreitung der Menschen und der nicht ausgeprägten Globalisierung, inkraft trat und das Ereignis kaum öffentlich wahrgenommen wurde.

Die Welt befindet sich momentan nicht in einer besonders katastrophalen Lage, es ist eher business as every day. Katastrophen gibt es immer. Betrachtet man das ganze noch sehr nüchtern biologisch, kann man sogar feststellen, dass der Mensch fast nie von einer echten Katastrophe heimgesucht wurde. Dies lässt sich gut an den sogenannten Negativtagen zeigen. Negativtage sind Tage, an denen mehr Menschen starben als neu geboren wurden. Die Forschung ist sich bei nur sehr wenigen Tagen sicher, einige sind strittig. Der letzte Negativtag fand wären des verheerenden Tsunamis 2004 (?) statt, der nächste davor war 08.1945 Atombombe über Hiroshima, was aber keine Naturkatastrophe war. Strittig ist, ob das Erdbeben in Haiti einen Negativtag verursachte. Es liegt also auf der Hand, dass die Menschheit nur seltenst von Katastrophen wirklich erschüttert wird.

Um das Ganze noch mal zum Anfangspost zurückzuführen:

Der Mensch darf sich niemals über die Natur stellen. Er darf das Wetter z.B. nicht kontrollieren. Am Ende würde eh die Natur gewinnen, denn sie rächt sich bitterböse. Viele Überschwemmungen rühren auch daher, dass man die Flüsse begradigt hat und Uferzonen kahlgeschlagen, nun schlägt Mutter Natur zurück und sagt uns ihre Meinung dazu.
 
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Die Frage ob man etwas gegen Naturkatastrophen tun kann, lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Da muss man dann schon differenzieren. Gegen Vulkanausbrüche, Tsunamis (wenn man nicht gerade irgendwelche großen Felsen absprengt), Tornados, Erdbeben ( wenn man nicht gerade in tektonisch instabilen Regionen Löcher bohrt und Wasser rein pumpt) und Hurrikans kann man eigentlich (noch!?) nichts machen.

Gegen Hochwasser, Waldbrände und Lawinen (Schnee und Schlamm) kann man schon etwas machen. Meistens können gegen die genannten Katastrophen präventive Maßnahmen ergriffen werden,wenn genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Bei Waldbränden gezielt Schneisen in den Wald schlagen; bei Hochwasser das bereitstellen von Flutungs-und Rücklaufflächen oder die Aufforstung von Ufern; bei Lawinen das gezielte auslösen dieser durch Sprengungen. Dies sind jetzt nur mal die Möglichkeiten die mir so im Kopf herumschwirren.

Allerdings muss man sagen das wir an gewissen Katastrophen selbst schuld sind bzw. deren Stärke beeinflussen. Zum Beispiel wenn Flüsse begradigt werden ( verschlimmert das Hochwasser) oder Zigaretten und Glasflaschen liegen gelassen werden (können Waldbrände auslösen).

Zu dem Thema ob die Zahl der Naturkatastrophen zugenommen hat, muss man sagen, dass der Mensch heute viel weiter verbreitet ist als noch vor 100 Jahren, sprich es waren damals entweder wenige oder kaum Menschen betroffen.

Dennoch kann man sagen das der Mensch durch den Ausstoß von Abgasen etc., stärkere Bebauung, Rodung von Wäldern und anderen Maßnahmen in den letzten Jahren gewisse Ereignisse verstärkt hat bzw. indirekt dafür gesorgt hat das diese häufiger vorkommen als früher.

Was die Kontrolle über das Wetter angeht muss ich sagen, das so etwas nicht getan werden sollte, da es einfach zu viele Risiken mit sich bringen würde, die von uns Menschen nicht kontrollierbar sind.

mfg
faighter
 
die von uns Menschen nicht kontrollierbar sind.

Wir uns aber - leider - einbilden, dies doch tun zu können.
Bei den chinesischen sommerspielen ists vielleicht grad mal gutgegangen, aber wer weiß, was passiert, wenn man das alles im großen Stil durchzieht.
 
Haudrauff hat mMn. total recht: Heute leben die Leute da wo die Leute früher schlichtweg nicht hingegangen sind weil sie wussten das die Natur stärker ist ;)

Entweder sind die Menschen heute unvorsichtiger, überschätzen sich selbst oder einfach nur dumm.
 
Die Natur wurde in vergangener Zeit auf sträflichste geschunden! Nun schlägt sie zurück.

Verstand der Menschen einsetzen - wenn er überhaupt noch einer da ist - und die Natur mehr respektieren unde nicht immer nur massiv eingreifen und verändern wollen.
 
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