Kabinett 2009 - Eure Meinung zu den neuen Ministern

Danny787

Ensign
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Das neue Kabinett ist komplett. Unsere ehemaliger Innenminister, welcher sich immer großer Beliebtheit erfreute, Wolfgang Schäuble hat für Thomas de Maizière das Feld geräumt und sich dem Amt des Finanzministers verpflichten lassen.
Karl-Theodor zu Guttenberg, der Shootingstar der CSU hat nun das Amt von Franz Josef Jung für sich beansprucht und ist somit neuer Verteidigungsminister. Jung darf sich nun über sein neues Amt als Arbeitminister freuen.
Neuer Gesundheitsminister ist Phillip Rösler (FDP), Norbert Röttgen ist neuer Umweltminister, Rainer Brüderle (FDP) ist neuer Wirtschaftminister, bei Ursula von der Leyen aka Zensursula, Annette Schavan und Ilse Eigner bleibt alles beim alten.

Was ist für euch die größte Überraschung?
Was haltet ihr vom neuen Kabinett?
 
Ist mir sowas von egal ...

Gnanz einfach weil ich die Regierung in der aktuellen Form für nicht Regierungsfähig halte, völlig egal wer da jetzt in welchen Sessel pupsen darf :freak:
.
 
endlich mal nen vernünftiger verteidigungsminister... jetzt müssen nur noch schäuble und zensursula raus und es passt!
 
Der Außenminister ist mir als Deutscher schon recht peinlich. Naja, 4 Jahre durchhalten, dann wirds vielleicht der Özdemir :D
 
wieso ist dir westerwelle peinlich?
 
Z.B. wegen dieses Auftritts:

http://www.spiegel.de/video/video-1024231.html

Man kann zur Verenglischung der deutschen Sprache stehen wie man will - von politisch ganz links bis ganz rechts fällt mir kein Grund ein, sich als möchtegern-Diplomat eine solche Entgleisung zu leisten.

Berichte über dürftige Fremdsprachenkenntnisse kann ich nicht bewerten, das stünde einem Außenminister aber sehr schlecht zu Gesicht, wenn das stimmt.
 
Ich kann diese Labertasche von Westerwelle zwar auch nicht ab, aber das war eine deutsche Pressekonverenz und da spricht man deutsch, basta.

Und wo war da eine Entgleisung?
Der "tolle BBC Typ" hat hier versagt, es wäre eigentlich an ihm gewesen seine Übersetzerin reden zulassen.
Er ist Reporter in einem fremden Land, da sollte man auch die Sprache sprechen, sonst macht man was falsch.
 
Irgendwie hatte ich bei den Koalitionsverhandlungen das Gefühl, dass es nur um das Geschacher um Ministerposten geht. Und überhaupt Ministerposten. Kann eigentlich jeder von den Politikern alles? Ist es nicht mehr wichtig, dass ein Finanzminister was von Finanzwesen versteht und ein Außenminister was von Internationalen Beziehungen? Mir scheint die Verteilung der Ministerposten eher nach Parteiräson zu geschehen, statt nach Befähigung der jeweiligen Person.
 
Ist doch denke ich mal allgemein bekannt dass ministerposten nicht nach kompetenz vergeben werden sondern nur ergeniss des geschachers um die "wichtigsten" ministerien sind.

wichtig ist eher der beraterstab denn von dem hängt die poltik die in diesen ministerien betrieben wird ab
 
Black Sun schrieb:
Ich kann diese Labertasche von Westerwelle zwar auch nicht ab, aber das war eine deutsche Pressekonverenz und da spricht man deutsch, basta.

Und wo war da eine Entgleisung?
Der "tolle BBC Typ" hat hier versagt, es wäre eigentlich an ihm gewesen seine Übersetzerin reden zulassen.
Er ist Reporter in einem fremden Land, da sollte man auch die Sprache sprechen, sonst macht man was falsch.

Da kann ich nur zustimmen, finde dieses Rumgehacke auf ihm wegen dieser Sache mehr als
lächerlich zumal er ja eigentlich recht gut englisch spricht.

BTW 1000 :D
.
 
Da kann ich nur zustimmen, finde dieses Rumgehacke auf ihm wegen dieser Sache mehr als
lächerlich zumal er ja eigentlich recht gut englisch spricht.
Dito.
Irgendwann müsste auch der letzte linke, rechte, konservative, christliche oder umweltfanatische kapiert haben, dass es 1. nichts bringt und 2. liberalismus der einzige weg zur funktionierenden Demokratie, die dem Individuum die nötige freiheit lässt, ist;)

ja, ihr roten, braunen, grünen....schlagt mich:lol::utripper:
ich werd Friseusen nie Frisörinnen nennen.... dann hieße es ja auch Friteurin:D


zum Thema: bin nicht mit allen Miniterposten einverstanden aber nuja Koalition halt.... und Schäuble is mir bei den Finanzen um einiges lieber, als an seiner vorherigen Position:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Black Sun schrieb:
Ich kann diese Labertasche von Westerwelle zwar auch nicht ab, aber das war eine deutsche Pressekonverenz und da spricht man deutsch, basta

Zu der Frage kann man sicher verschiedener Meinung sein, aber das war nicht Gegenstand meiner Kritik. Egal wie berechtigt oder unberechtigt eine solche Reaktion theoretisch wäre, entspricht das in keiner Weise dem Taktgefühl, das ich von einem Bundesaußenminister erwarte.

Ob berechtigt oder nicht, in einem solchen Rahmen sind solche Trotzreaktionen dumm. Und wenn so einer höchster Repräsentant des Staates im Ausland werden soll, darf ich mir ja mal Sorgen machen.
 
Deliberation schrieb:
Ist es nicht mehr wichtig, dass ein Finanzminister was von Finanzwesen versteht und ein Außenminister was von Internationalen Beziehungen?

Sehe ich genauso. Es ist erbärmlich wie hierzulande von Minsterposten zu Ministerposten gehopst werden kann. Vom Geschachere ganz zu schweigen.
Man betrachte nur mal den Wechsel vom Verteidigungsminister zum Arbeitsminister. Einfach nur unglaubwürdig.
Wer soll denen da noch ersthaft Kompetenz, Aufrichtigkeit und Elan an der Sache abkaufen?
Kurz Vertrauen herkommen? Die motiviert doch nur ihre Gier, Macht und Kohle.
Dann lieber gleich alles neue Gesichter, das gäbe wenigstens etwas Hoffnung und frischen Wind. Doch alte Socken neu verpackt?

Naja wenigstens ist die Hälfte neu und somit interessant.
 
Zunächst einmal gelte es "mit exorbitant hohen Schulden" fertig zu werden, "wie wir sie in der Geschichte der Republik bislang nicht kannten", ergänzte Schäuble. An eine Schuldenrückführung und Sparmaßnahmen sei erst nach einem Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise zu denken.
http://www.stern.de/politik/deutsch...e-denkt-vorerst-nicht-ans-sparen-1516857.html

Finanzminister ist der wichtigste Job. Da Schäuble wohl wenig Probleme mit seiner angeknacksten Beliebtheit hat, könnte er gut ein zweiter neuer Spar-Hans werden.
 
Was hat eigentlich zu Guttenberg verbrochen um den mit wenig prestige behafteten Posten des Verteitigungsministers zu erhalten?
Irgendwie hab ich das Gefühl er wurde auf einem unwichtigen Posten abgeschoben. Aber warum? Gerade dieser charismatische Typ könnte sehr viel dazu beitragen um die Politik den jungen, politikverdrossenen Menschen wieder schmackhaft zu machen? Ich bin überzeugt das gerade er DAS Zugpferd seiner Partei im Wahlkampf war.
Wieso also wurde er "dekradiert"? Im vorherigen Ministerium hat er doch eine gute Figur und gute arbeit gemacht.
 
vielleicht hat er sich freiwillig gemeldet?
 
Guttenberg war in Ausschüssen vor seiner Zeit als Wirtschaftsminister im Bereich Außenpolitik tätig, zudem zählt er zu den Transatlantikern innerhalb der Union. In der USA dürfte man seinen neuen Posten positiv zu Kenntnis nehmen, fragt sich nur, ob es seiner Beliebtheit hierzulande gut tut, wenn die Anzahl der Soldaten in Afghanistan erhöht wird und er Tacheles über die Lage spricht. Aber auf alle Fälle besser als Jung.

Das ist für mich übrigens die größte Fehlbesetzung im neuen Kabinett, Jung als Arbeitsminister. Klares Zeichen, wie viel Wert die neue Regierung dem Ressort für Arbeit und Soziales zugesteht. Ebenso der Niebel als Entwicklungshilfeminister -- ein Ministerium, das die FDP vor der Wahl abschaffen wollte. Schäuble als Finanzminister ist ein cleverer Schachzug von Merkel, er hält ihr gegen die Forderungen nach Steuersenkungen von FDP und Teilen der CDU den Rücken frei, während sich weiter über allen schwebend gute Miene zu allem und jeden machen kann. Mit Oettinger hat sie auch eine weitere kritische Stimme innerhalb der Partei nach Brüssel weggelobt. Zusammen mit dem neuen Kabinett nimmt die Tendenz weiter zu, dass die CDU mehr und mehr zu einem Kanzlerin-Merkel-Wahlverein verkommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guttenberg hat seine Kompetenzen vor allem im "Außenbereich" angeeignet, folglich ist es nur richtig sein Know-How auf einen Posten zu positionieren wo er sein Fachwissen auch anwenden kann. Schließlich soll es doch darum gehen, die Posten kompetenten Menschen zu vergeben - das dies größtenteils nicht gemacht wurde, zeigt einmal mehr das es einer CDU und auch FDP nicht um Kompetenzen geht.
Und ob Guttenberg für junge Wähler und Menschen ansprechend ist und so Politikverdrossenheit etwas entgegen wirken kann, sei mal dahin gestellt.
Mich spricht dieser Mensch, wie ohnehin die ganze Partei die er angehört, ganz und gar nicht an.

Interessant ist auch an dem Kabinett das die Mehrheit alle aus dem gutbetuchten oberen Bürgertum kommen.
 
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