Kabinett 2009 - Eure Meinung zu den neuen Ministern

Meiner Meinung ist dieses Kabinett eine komplette Fehlbesetzung.
Vor allem die Tatsache, dass da immer noch politische Fossilien aus der Ära Kohl darin vertreten sind, mutet doch sehr kurios an. Hat man keine kompetenten Politiker Ü60 auf Lager?
Auch dass Leute wie Jung und Schavan wieder einen Ministerposten haben, kann ich nicht nachvollziehen. Brilliert haben beide keineswegs in ihrem vorherigen Amt.

Dieses Kabinett ist mal wieder Musterbeweis dass nach hauptsächlich Loyalität und Proporz besetzt wird und nicht nach Kompetenz.
Hier passt meiner Meinung nach der Begriff "Gruselkabinett".
 
angie hat ihre lektion von kohl gelernt: neben sich nur mittelmaß zuzulassen, jeder der sich selbst zu sehr ins rampenlicht stellt, wird umgehend weggemobbt.


ich warte jetzt 100 tage ab ;)
 
Black Sun schrieb:
Bist du dir da auch ganz sicher? Man sagt ihm ja eine gewisse Vergesslichkeit nach, wenn es um größere Beträge geht. *g*
http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs

genau daran musste ich auch denken als ich las, dass schäuble finanzminister wurde. naja, ist nicht die schlimmste fehlbesetzung, wie ich finde hätte der herr jung auf keinen fall nochmal ein ministerium von innen sehen dürfen.
 
Black Sun schrieb:
Bist du dir da auch ganz sicher? Man sagt ihm ja eine gewisse Vergesslichkeit nach, wenn es um größere Beträge geht. *g*
http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs

....

Hier mal wieder ein gutes Beispiel wie Frau Merkel wirklich ist, wenn sie nicht gebrieft ist. Dann wird der Fragesteller abgewürgt, die Frage bleibt im eigentlichen Sinne unbeantwortet und sie ist sichtlich angepisst, patzig und wird frech. Ist ja nicht das erste Mal das sie so reagiert, gab ja schon genügend Podiumsdiskussionen wo Wähler, welche unangenehme Fragen gestellt haben genauso behandelt wurden.
Offenbar wurde bei der Frau genau der richtige Nerv mit der Frage getroffen.

Herr Westerwelle fühlt sich offenbar auch nicht ganz wohl in seiner Haut und Herr Seehofer grinst sich erst einen, dann scheint es ihm auch nicht ganz sogut auf dem Präsentierteller zu gefallen.

Was ich allerdings besonders schlimm finde ist das die anwesenden deutschen Journalisten so eine Frage niemals stellen würden.
 
Den qualitativen, unabhängigen politischen Qualitätsjournalismus gibt es bei uns fast nicht mehr.
Hier und da bringen die Etablierten mal einen tollen politischen Artikel hervor, ansonsten sind sie Werkzeuge des Contents (was am Wenigsten mit Sachlichkeit zu tun hat), der Politiker und der Meinungsmachenentfaltung (nennen wir es auch mal Propaganda).
 
also ich finde das neue kabinett schon klasse! wenn wir uns überlegen, dass politische satire früher den umweg über kabarettisten und karikaturisten machen musste, stellt das neue kabinett in dieser hinsicht alles vorher dagewesene eindeutig in den schatten.
die politik karikiert sich ab jetzt einfach selbst; vor diesem hintergrund ist es jedoch sehr bedauerlich, dass es für hermann otto solms, peter ramsauer und roland koch nicht in's kabinett merkel II gereicht hat!
 
find das neue kabinett voll witzig...

hey leute, wir schreiben mal alle minsiterposten auf kleine zettel und jeder zieht einen.

sorry aber die leute sollten mal leute mit fachkenntnis an diese posten lassen...
 
Da stimme ich Paladin.de zu.
Guttenberg währe eigentlich für die Wirtschaft zuständig.
Aber was solls? Is doch eh egal. Egentlich haben de Minister eh nichts zu sagen. MAcht eh alles die Mnisterien,bzw die Verwalung, er is ja nur fürs reisen, reden, repräsentieren zuständig. Und vielleicht mal bisschen Wahlkampf führen mit Hirnrissigen ideen wie zuletzt Von der Leyen das getan hat.
Geht ja eh nur ums Geld. So n Minister verdient schon was.Schließlich kommt da zu den eh schon hohen Diäten noch mal odentlich Geld dazu (25000 pro Monat).
Der letzte Witz ist scherlich Herr Ramsauer als Verkehrsminister. Keine Ahnung von nichts und grade mal gut genug als Wirtshauspolitiker agieren zu können. Schande über die CSU. Naja ist ja schon fast peinlich für Bayern, außer den Herrn Seehofer, niemanden von etwas Format und Kompetenz in der Partei vorne dran zu haben.
Man wird auch sehen, ob der Herr Schäuble als Finanzminister geeignet ist. Ist wie bei der Klassensprecherwahl =).
 
Zuletzt bearbeitet:
Schaffe89 schrieb:
Schließlich kommt da zu den eh schon hohen Diäten noch mal odentlich Geld dazu (25000 pro Monat).

Das ist mir neu. Hast du dafür Belege?
 
Auswärtiges Amt: Guido Westerwelle
Auch wenn ich kein Westerwelle-Fan bin, glaube ich dass er die Position des Außenministers meistern kann. Sein Image ist unter Konservativen noch stark von seiner sexuellen Haltung geprägt, ein Punkt, der mich an ihm überhaupt nicht stört. Da das Auswärtige Amt nicht zu den schwersten Ministerien gehört, Fingerspitzengefühl braucht man aber trotzdem, wird er vermutlich nicht scheitern und kann diese Position wohl möglich als Sprungbrett für höheres nutzen.

Inneres:
Thomas de Maiziere
Auch wenn man nicht zu viel von ihm weiß, soll er laut Meinung der Politik-Kenner immer gute Arbeit gemacht haben. Das erhoffe ich mir von ihm, schlechter als Stasi 2.0-Schäuble, der seine Machenschaften der Bevölkerung nur schlecht verkaufen konnte, kann er es auch nicht machen.

Verteidigung:
KT zu Guttenberg
Das KT zu Guttenberg auf diesem Amt versauern muss, finde ich schade. Er hat von Verteidigung nicht wirklich Ahnung – gut hatte der vorherige Minister auch nicht - wird hier schlicht und ergreifend politische Kompetenz verschenkt, den der Mann hat wirklich mehr drauf. Vermutlich war er als Wirtschaftsminister zu ehrlich.

Justiz:
Sabine Leutheusser Schnarrenberger
Zu SLS muss man eigentlich nicht viel sagen, als ehemalige Justizministerien in Bayern besitzt sie Fachkompetenz und Erfahrung. Viel mehr kann man von einer Ministerin nicht verlangen.

Verkehr:
Peter Ramsauer
Die CSU macht weiter und besetzt lauter „unwichtige“ Ministerien. Kein Wunder, hat sie doch satte Prozentpunkte verloren. Da Ramsauer schon länger in der Politik ist, wird er auch mit diesem Ministerium zu recht kommen, auch wenn ich von im bis jetzt nichts in Verbindung mit Verkehr – welches Auto fährt er denn eigentlich, vermutlich BMW – gehört habe.

Bildung:
Anette Schavan:
Für mich ein totaler Reinfall der letzen Legislaturperiode. Auch wenn das für die Bildung notwendige Geld zugegebener Maßen nicht im Überfluss da ist, muss man ihre Arbeit für Schüler und Studenten mindestens mit einem mangelhaft bewerten. Praktisch hat sich nichts getan, enttäuschend, denn in dieser noch schwierigeren Zeit wird sie kaum mehr erreichen.

Arbeit/Soziales:
Franz Josef Jung
Wer zum Teufel hat den noch mal ins Kabinett geholt. Hierfür gibt es nur einen Grund: Er bleibt weil er Leute mit Einfluss kennt. Seine Leistungen als Verteidigungsminister waren stark fragwürdig, ich will mir nicht ausmalen, was er in diesem Ressort anrichtet.

Umwelt:
Norbert Röttgen
Das einzige was mir hierzu positiv einfällt. Na Gott sei Dank hat die FDP dieses Ministerium nicht bekommen, immerhin geht bei dieser Partei ja Atomare Energie als umweltschonend durch.
Fakt ist, in der ganzen Union und auch in der FDP hätte man sowieso kaum einen echten Umweltpolitiker gefunden. Das Amt gehört einfach zu den Grünen.

Finanzen:
Schäuble ist ein ausgewiesener Finanzpolitiker – also irgendwie passt der Satz.
Schon als Innenminister hat er sich nicht mit Ruhm bekleckert. Zu mindestens sein Durchsetzungsvermögen muss man loben, das wars dann aber auch.

Ernährung usw.
Ilse Aigner
Dazu kann ich jetzt nicht viel sagen, war in der Vergangenheit weder großer Reinfall noch Spitzenpolitikerin.

Familie:
Ursula von der Leyen
Ihr Unwissen bzgl. Internet hat sie groß „raushängen lassen“. Ansonsten würde ich sagen, ist sie eine fähige Politikerin und eine der besseren Besetzungen.

Gesundheit:
Phillipp Rösler
Man kennt ihn kaum, die Gesundheitspolitik der FDP geht aber in die falsche Richtung. Somit auch seine Politik.

Entwicklung:
Dirk Niebel
Einer meiner „Hass-Politiker“. Mehr als Schrott habe ich von ihm noch nicht gehört.
Da die FDP außer für ihr Klientel sowieso nichts übrig hat, wird man hier nicht viel erwarten können.

Wirtschaft:
Rainer Brüderle
Typische Parteibesetzung – die FDP wollte einfach das Wirtschaftsministerium
Zu mindestens hat er als Minister langjährige Erfahrung. Die FDP hätte wirklich fähigere Leute.

Fazit: Bis auf 2-3 Posten mehr als ein Witz, Kompetenz wurde wohl als unwichtigster Faktor bei der Besetzung herangezogen.
 
Schaffe89 schrieb:
So n Minister verdient schon was.Schließlich kommt da zu den eh schon hohen Diäten noch mal odentlich Geld dazu (25000 pro Monat).
Wie viel jetzt 'nen Minister extra verdient, weiß ich auch nicht genau, aber bedenke immer, dass diese Leute das Spitzenpersonal der BRD sind ;)
Vergleichbar mal die Summen, die Spitzenpolitiker verdienen, mit den Summen, die es in der Wirtschaft für Topkräfte gibt. Das relativiert ganz gewaltig, zumal in der Wirtschaft auch Jobs zugeklüngelt werden.

Ansonsten war Guttenberg eigentlich nie für die Wirtschaft zuständig, er war mehr eine Notlösung im letzten Kabinett, weil er eben von der CSU und aus Franken kam. Hätten Merkel und Seehofer geahnt, wie er an Popularität gewinnt, hätten die mit Sicherheit 'nen Teufel getan und ihm zum Wirtschaftsminister ernannt. Deswegen wohl jetzt auch Verteidigungsminister, da es seinem vorherigen Betätigungsfeld nun mal besser entspricht und zudem an seiner Popularität nagen dürfte, wenn er mal Klartext über Afghanistan redet.

@Black Sun
Wie gesagt, ein cleverer Schachzug für Merkel, nicht für das Land. Jemand, der so sehr das Grundgesetz miss- und verachtet wie Schäuble, halte ich weiterhin als Minister für unmöglich. Die Spendenaffaire wird weiterhin 'nen Makel bleiben und hier und da 'ne kleinere Welle schlagen, aber schlussendlich wird das immer wieder versacken. War ja bereits im Wahlkampf ähnlich...
 
@Andy
Dann bin ich ja beruhigt das du das so siehst und nicht wie ich im ersten Moment dachte... ;)

Schaffe89 schrieb:
Da stimme ich Paladin.de zu.
Guttenberg währe eigentlich für die Wirtschaft zuständig.

Auch wenn ich beim rest deines Beitrags voll übereinstimme, im Punkt Guttenberg, hätte ich doch gern ein Begründung, warum dieser Typ unbedingt für die Wirtschaft zuständig sein sollte. Ich lern ja gern noch dazu, doch laut Panorama und ...
http://www.youtube.com/watch?v=aZxNejXqypM

... Zapp ...
http://www.youtube.com/watch?v=lu-DBai3Kok

.. ist die "Wirtschaftkompetenz" von Herrn Guttenberg eine reine PR-Kampagne, bei dennen man den Leute so oft vorkaut, "Der Guttenberg hat Ahnung" bis die Leute das entlich schlucken und verdauen ohne Nachfrage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss sich ja nur mal seinen Lebenslauf anschauen. Bis auf die Verwaltung des eigenen Familienvermögens hat er mit Wirtschaft nun nicht wirklich viel am Hut gehabt. Auf der anderen Seite, die Weltwirtschafts- und Finanzkrise haben uns die absoluten Top-Experten in Rating-Agenturen und Banken gebracht...
 
Schaffe89 schrieb:
Is doch eh egal. Egentlich haben de Minister eh nichts zu sagen. MAcht eh alles die Mnisterien,bzw die Verwalung, er is ja nur fürs reisen, reden, repräsentieren zuständig.

Sehe ich genauso. In den wenigsten Ministerien wird fachliche Kompetenz verlangt. Ich sehe die Minister ehr als Generäle. Und ein General muß nicht wissen wie man ein Gewehr in seine Einzelteile zerlegt. Das befiehlt er einfach seinen Soldaten und fertig.
Also ich hab die Meinung, dass ein Minister ehr sowas ist wie der Leithammel, eine Führungkraft. Die fachliche politische arbeit machen die Angestellten im Ministerium. Die machen das in der Regel schon ihr ganzes Leben lang.


Der einzigste fähige und gut platzierte Minister in diesem Kabinett ist m. M. n. Schäuble. Auch wenn ich ihn nicht wirklich mag, so sprech ich ihm doch viel mehr als allen anderen eine Bedingungslose loyalität zu seinem Beruf zu. Eben so ein richtiger Das-beste-Für-Deutschland-Kämpfer. Bei den meisten anderen Politiker habe ich immer das Gefühl, dass sie zuallerst darauf schauen wie sie persönlich da stehen. Danach wird an den Job und das Amt gedacht.
Schäuble kümmert sich definitiv nicht um seine gesellschaftliche Beliebtheit. Deswegen ist er für mich der perfekte Finanzminister.
 
Haudrauff schrieb:
...
Der einzigste fähige und gut platzierte Minister in diesem Kabinett ist m. M. n. Schäuble. Auch wenn ich ihn nicht wirklich mag, so sprech ich ihm doch viel mehr als allen anderen eine Bedingungslose loyalität zu seinem Beruf zu. ....

:freak:
Hallo? Der gute Mann hat allerhöchstens eine Loyalität zur Machterhaltung und (Schmier-) Geld. 100.000DM Schmiergeld mal in der Schublade vergessen.
 
Ich find es irgendwie lächerlich, dass die Positionen anscheinend zufällig besetzt werden können. Heute Umweltminister, morgen Verteidigungsminister, zwischendurch mal Familienminister und dann einfach mal Wirtschaftsminister. Wenn für ein Ministeramt noch jemand benötigt wird und irgendeiner der momentanen Minister Minister bleiben will, wechselt er halt einfach die Ministerrolle.

Eigentlich sollte man in dem Bereich Minister sein, in dem man Experte ist. Da man nicht überall Experte sein kann, aber die Minister beliebig wechseln bleibt für mich nur die Schlussfolgerung, dass man als Minister nicht sonderlich bewandert in dem Thema sein muss, man hat ja schließlich seine Leute die für einen Arbeiten.

Zum Thema Finanzminister: http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs
Klar war er nicht der "Täter", aber er wusste natürlich davon und hat nix gemacht. Er hätte etwas unternehmen müssen, auch wenn sich der Vorfall in der eigenen Parteil ereignet hat.
 
Burner87 schrieb:
Verteidigung:
KT zu Guttenberg
Das KT zu Guttenberg auf diesem Amt versauern muss, finde ich schade. Er hat von Verteidigung nicht wirklich Ahnung – gut hatte der vorherige Minister auch nicht - wird hier schlicht und ergreifend politische Kompetenz verschenkt, den der Mann hat wirklich mehr drauf. Vermutlich war er als Wirtschaftsminister zu ehrlich.

Als Verteidigungsminister ist er auf einem hoffnungslosem Posten, wo er nur verlieren kann. Artet der Krieg in Afghanistan aus, so wird das auf seine Kappe gehen. Zieht sich die Bundeswehr zurück, wird es still um sein Amt werden. Er ist praktisch derjenige, der die schlechten Nachrichten verkünden darf oder gar keine Nachrichten.

Burner87 schrieb:
Justiz:
Sabine Leutheusser Schnarrenberger
Zu SLS muss man eigentlich nicht viel sagen, als ehemalige Justizministerien in Bayern besitzt sie Fachkompetenz und Erfahrung. Viel mehr kann man von einer Ministerin nicht verlangen.

Schnarrenberger hatte seinerzeit die PorNO-Kampagne von Alice Schwarzer unterstützt. :D

Burner87 schrieb:
Gesundheit:
Phillipp Rösler
Man kennt ihn kaum, die Gesundheitspolitik der FDP geht aber in die falsche Richtung. Somit auch seine Politik.

Abwarten. Rösler ist eine interessante, junge Besetzung. Er ist kein alter Parteisoldat, so dass ich durchaus etwas von ihm erwarte.
 
Mir gefallen große Teile der angestrebten Politik, auch, weil ich Egoist bin, wie bekanntlich jeder Mensch. :D

Und die Hopffnung, dass Experten (also richtige Experten, nicht Politiker mti Fachwissen) in eine Spitzenposition kommen, kann man guten Gewissens begraben. Prominentestes Beispiel ist hier wohl Herr Kirchhof. Nichtzuletzt liegt dieser Umstand auch an der Beschaffenheit des Menschen, schließlich sind wir alle nur in wenigen Spezialgebieten Spitze, und um als Politiker erfolgreich zu sein, muss man nunmal halbwegs gute Eigenschaften dafür aufweisen und sich in dieser Richtung spezialisieren, da bleibt nicht noch Zeit nebenbei ein STudium der VWL oder Gesundheitsökonomik abzuschließen. Das ist allerdings ein Fehler im System und lieght nicht an einzelnen Parteien oder Personen.

Zudem kann man es uns Deutschen sowieso nicht Recht machen. Selbst wenn die linke Politik, die ja gerade im Internet besonders gepusht wird, an die Macht gekommen wäre, hätten die meisten gemosert (nicht zuletzt, weil die Linken noch viel mehr Geld in unser Land investieren wollten, als die FDP, und nun sind sie fleißig dabei deren Ausgabeverhalten zu kritisieren).

Am meisten überrascht, im positiven SInne, hat mich die Entscheidung im Gesundheitsministerium, der Rösler ist mir schon vor einigen Jahren sehr positiv aufgefallen, vor allem, weil er im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten wie Lafontain und Niebel eine gewisse Etikette bewahrt und sich nicht für alles verkauft. Meiner Meinung nach eine Eigenschaft, die viele der jüngeren Politiker aufweisen, auch Herr Özdemir ist für einen Oppositionspolitiker, der er ja jetzt ist (auch, wenn nicht im Bundestag), recht fair im Umgang, und die sehr positiv ist.

Unfair an dieser Diskussion über das Ausgabeverhalten finde ich, dass die perefekte Politik durch Nachhaltigkeit, Sparsamkeit und Innovationsfreude gekennzeichnet ist, Sachen, die offensichtlich ziemlich konträr zueinander stehen. Außerdem sollte man die aktuelle Situation berücksichtigen und die Tatsache, dass die SPD gerade das von der aktuellen Regierung verlangt, was sie in den letzten elf Jahren nicht geschafft hat, nämlich eine sparsame Politik. Zudem kritisieren sie inzwischen das Modell, die Agenda 2010, die deren ANtwort auf das unrentable Sozialsystem war, insofern nicht ernstzunehmen. DIe SPD hat sich also schon optimal in die Opposition eingefunden :D

Zum Thema Atomkraft: Atomkraft ist mMn nicht die optimale Lösung, aber haben wir eine Alternative? Kohlekraftwerke--> ne, Regenerative Energien ersetzen die Atomenergie selbst im günstigsten Fall, der inzwischen nicht mal mehr von den Grünen angenommen wird, bis 2020 nicht annähernd und wo der Strom, den wir importieren, herkommt (Frankreich, GB Atomenergie, Polen und Tschechien Kohle, der Rest hat eh nichts über) wissen wir ja auch. >Allerdings ist es ein Unding, dass man so kompromislos die Entscheidung der letzten Regierung aufhebt, während die entscheidende Frage eines Entlagers nicht mal ansatzweise angesprochen worden ist. Beispielweise darf immer noch nicht in Bayern und BW nach Endlagerstätten gesucht werden bzw. nicht objektiv entschieden werden, obwohl dort der Untergrudn sicher um einiges besser wäre, als in Niedersachsen, NRW oder Hessen.
Dass die Technik veraltet ist, stimmt auch nur teilweise. Selbst Tschernobyl ist damals durch menschliches Versagen und nicht durch gravierende Mängel am Kraftwerk hochgegangen.

Zum Schäuble: Er ist erfahren, wird nach dieser Legislaturperiode höchstwahrscheinlich ohnehin in den Ruhestand gehen und ist aus dem Kabinett sicher derjenige, der am ehesten ein Kontra zu Angela Merkel, der FDP und deren Ausgabeplänen bildet. Nichts wär in dem Amt schlimmer als ein andauernder Ja-Sager. Dass er allerdings schon angedeutet hat, Zusagen an die FDP, die im Koalitionsvertrag gemacht worden sind, zu boykottieren, halte ich doch für sehr bedenklich, mal schaun wo die Reise hingeht.


MMn hätte es durchaus schlimmer kommen, ich will mir gar nicht ausmalen, wie die Regierung einer schwachen SPD mit den Linken und Grünen ausgesehen hätte.
 
Zitat von Schaffe89
Schließlich kommt da zu den eh schon hohen Diäten noch mal odentlich Geld dazu (25000 pro Monat).

FidelZastro schrieb:
Das ist mir neu. Hast du dafür Belege?

Klar doch, Google mal nach Abgeordnetenpauschale / Aufwandspauschale.

Unsere Volksver... sind äußert feudal ausgestattet, außerdem sind die Abgeordneten vom Volk gewählt und alles, was sie tun, tun sie laut Amtseid zum Wohle des Volkes. Und wenn es die steuerfreie Kostenpauschale für Bundestagsabgeordnete nicht gebe, müssten notgedrungen die Diäten erhöht werden, da die Abgeordneten freiwillig auf besser bezahlte Jobs verzichten, um dem Volk zu dienen. [wer Ironie findet darf sie gern behalten]


Zum Thema Gruselkabinett:
- Finanzminister der in die Partei-Spendenaffäre verwickelt war (fragt mal seine Büroleiterin)
- Familienministerin die mißbrauchte Kinder benutzt hat um eine Internetzensur zu errichten
- Außerminister(in) Super Guido,... das wird noch lustig

einziger Lichtblick ist die neue Justizministerin Schnarri (FDP)
 
Auch wenn jetzt diese Diskussion ins OT abdrifftet, ich hab lieber Abgeordnete die zuviel verdienen als zuwenig.

Ich bin aber der Meinung das ihr Verdienst noch erträglich ist. Vielmehr sorgen machen mir die ganzen Pensionsansprüche die jedes MdB erwirbt. Das ist insgesamt auf jedenfall der höhere Kosten-Posten (<-- tolles Wort, gell?).
 
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