Mir gefallen große Teile der angestrebten Politik, auch, weil ich Egoist bin, wie bekanntlich jeder Mensch.
Und die Hopffnung, dass Experten (also richtige Experten, nicht Politiker mti Fachwissen) in eine Spitzenposition kommen, kann man guten Gewissens begraben. Prominentestes Beispiel ist hier wohl Herr Kirchhof. Nichtzuletzt liegt dieser Umstand auch an der Beschaffenheit des Menschen, schließlich sind wir alle nur in wenigen Spezialgebieten Spitze, und um als Politiker erfolgreich zu sein, muss man nunmal halbwegs gute Eigenschaften dafür aufweisen und sich in dieser Richtung spezialisieren, da bleibt nicht noch Zeit nebenbei ein STudium der VWL oder Gesundheitsökonomik abzuschließen. Das ist allerdings ein Fehler im System und lieght nicht an einzelnen Parteien oder Personen.
Zudem kann man es uns Deutschen sowieso nicht Recht machen. Selbst wenn die linke Politik, die ja gerade im Internet besonders gepusht wird, an die Macht gekommen wäre, hätten die meisten gemosert (nicht zuletzt, weil die Linken noch viel mehr Geld in unser Land investieren wollten, als die FDP, und nun sind sie fleißig dabei deren Ausgabeverhalten zu kritisieren).
Am meisten überrascht, im positiven SInne, hat mich die Entscheidung im Gesundheitsministerium, der Rösler ist mir schon vor einigen Jahren sehr positiv aufgefallen, vor allem, weil er im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten wie Lafontain und Niebel eine gewisse Etikette bewahrt und sich nicht für alles verkauft. Meiner Meinung nach eine Eigenschaft, die viele der jüngeren Politiker aufweisen, auch Herr Özdemir ist für einen Oppositionspolitiker, der er ja jetzt ist (auch, wenn nicht im Bundestag), recht fair im Umgang, und die sehr positiv ist.
Unfair an dieser Diskussion über das Ausgabeverhalten finde ich, dass die perefekte Politik durch Nachhaltigkeit, Sparsamkeit und Innovationsfreude gekennzeichnet ist, Sachen, die offensichtlich ziemlich konträr zueinander stehen. Außerdem sollte man die aktuelle Situation berücksichtigen und die Tatsache, dass die SPD gerade das von der aktuellen Regierung verlangt, was sie in den letzten elf Jahren nicht geschafft hat, nämlich eine sparsame Politik. Zudem kritisieren sie inzwischen das Modell, die Agenda 2010, die deren ANtwort auf das unrentable Sozialsystem war, insofern nicht ernstzunehmen. DIe SPD hat sich also schon optimal in die Opposition eingefunden
Zum Thema Atomkraft: Atomkraft ist mMn nicht die optimale Lösung, aber haben wir eine Alternative? Kohlekraftwerke--> ne, Regenerative Energien ersetzen die Atomenergie selbst im günstigsten Fall, der inzwischen nicht mal mehr von den Grünen angenommen wird, bis 2020 nicht annähernd und wo der Strom, den wir importieren, herkommt (Frankreich, GB Atomenergie, Polen und Tschechien Kohle, der Rest hat eh nichts über) wissen wir ja auch. >Allerdings ist es ein Unding, dass man so kompromislos die Entscheidung der letzten Regierung aufhebt, während die entscheidende Frage eines Entlagers nicht mal ansatzweise angesprochen worden ist. Beispielweise darf immer noch nicht in Bayern und BW nach Endlagerstätten gesucht werden bzw. nicht objektiv entschieden werden, obwohl dort der Untergrudn sicher um einiges besser wäre, als in Niedersachsen, NRW oder Hessen.
Dass die Technik veraltet ist, stimmt auch nur teilweise. Selbst Tschernobyl ist damals durch menschliches Versagen und nicht durch gravierende Mängel am Kraftwerk hochgegangen.
Zum Schäuble: Er ist erfahren, wird nach dieser Legislaturperiode höchstwahrscheinlich ohnehin in den Ruhestand gehen und ist aus dem Kabinett sicher derjenige, der am ehesten ein Kontra zu Angela Merkel, der FDP und deren Ausgabeplänen bildet. Nichts wär in dem Amt schlimmer als ein andauernder Ja-Sager. Dass er allerdings schon angedeutet hat, Zusagen an die FDP, die im Koalitionsvertrag gemacht worden sind, zu boykottieren, halte ich doch für sehr bedenklich, mal schaun wo die Reise hingeht.
MMn hätte es durchaus schlimmer kommen, ich will mir gar nicht ausmalen, wie die Regierung einer schwachen SPD mit den Linken und Grünen ausgesehen hätte.