Neue CO2-Steuer - Inkompetenz in Reinkultur

Justin_Sane

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Hi,

ich weiss gerade ehrlich gesagt nicht, ob ich jetzt schockiert sein soll oder nicht wegen unserer stattlichen "Fachmänner"!

Die neue KFZ-Steuer ist ja durch und statt Spritsplucker bzw. CO2-Monster zu bestrafen, passiert im Prinzip...nichts! Im Gegenteil: Spritsparende Diselfzg. werden in Zukunft stärker steuerlich belastet, als ein Ottomotor mit höherem CO2-Ausstoss!

Was ist da denn bitte falsch gelaufen? Das dort überwiegend realtätsfremde inkompetente Idioten sitzen und entscheiden müssen, haben die ja schon eindrucksvoll mit Aktionen alla Partikelfilter gezeigt! Aber das hier schlägt dem Fass echt den Boden aus!

Was meint ihr dazu?

P.S.: Hat jemand ein Link über den CO2-Ausstoss einzelner Kfz-Modelle?
 
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Ist doch eh relativ egal. Kraftfahrzeuge sind nämlich nicht die Hauptverursacher von CO2, da sollte man eher wo anders ansetzen. Mit dem geliebten Automobil kann man die Menschen nur besser von anderen Sachen ablenken, nämlich von den wahrhaft Schuldigen am Klimawandel.
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Die KFZ-Steuer ist m.E. ein veraltetes Modell, da sie dem tatsächlichen Ausstoss nicht gerecht wird.

Eine gelegentlich bewegte Corvette produziert weniger Schadstoffe als eine Vertreter TDI, der das ganze Jahr getreten wird.

Die ganze CO2 Diskussion halte ich sowieso für lächerlich, genauso wie Bezeichnungen wie "Sprizschlucker" oder "CO2-Monster" aber das soll hier nicht das Thema sein.

(Wenn ich CO2-Monster höre, muss ich immer an 100qm gasbeheizte Altbauwohnungen in Berlin Kreuzberg denken, in denen durchschnittlich ein Grüner Bundestagsabgeordneter lebt ;))

Eine verbrauchsabhängige Steuer haben wir schon, wozu also noch mehr herumrühren?

Wer viel verbraucht, zahlt viel und umgekehrt. Punkt!

MFG
 
Inkompentent sind die nicht unbedingt, auch nicht die zahlreichen Berater und Zuarbeiter im Kanzleramt und sonstigen Einrichtungen, die ihre Bezüge zum Beispiel von den Autokonzernen beziehen... ;)
 
Natürlich ist die CO2-Diskussion lächerlich. Ich behaupte auch nichts anderes!

Trotzdem kann man ja zu der aktuellen Situation Stellung beziehen, wenn die schon so ein Mist fabrizieren! Ich find's auf jeden Fall höchst bedenklich unsere Entscheidungsträger! :)

Wer viel verbraucht, zahlt viel und umgekehrt. Punkt!

Das ist eben bei diversen Neuwagen nicht mehr der Fall! :rolleyes:
 
Sorry, hab ich was verpasst oder du? Ist es nicht faktisch so, dass die jetzt ausgehandelte Steuer sehr wohl abhängig ist von Hubraum und CO2-Ausstoß und zwar durchgehend ohne Deckelung? Und ist es nicht auch so, dass Dieselfahrzeuge keineswegs mehr Steuern zahlen als zuvor, sollten sie nicht extrem viel Hubraum besitzen und entsprechend Sprit schlucken? Und ist es nicht so, dass Dieselfarzeuge schon immer steuerlich stärker belastet wurden als Benziner, dafür im Gegenzug aber z.b. weniger Mineralölsteuer zahlen?

Und ist es nicht auch so, dass die Aktion mit den Partikelfiltern nichts damit zu tun hat, zumal diese, wenn sie funktionieren, eine sinnvolle Investition sind und der Zwang dazu prinzipiell nicht falsch?

Aber vielleicht täusche ich mich ja nur und die fehlenden Argumente in deiner Eröffnung, warum alles scheiße ist, haben mich auf die falsch Fährte geführt. was konkret ist nun inkompetent? Der Fakt das die KFZ-Steuer CO2-abhängiger geworden ist, wie geplant, das es prinzipiell aber nichts an der jetzigen Steuerlast ändert oder was?
 
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Also ich muss jetzt mal sagen, dass mich das Thema zwar nicht direkt betrifft (weil Österreicher), doch solcherlei Unterstellungen wie die sind inkompetent und die anderen beziehen ihre Gehälter von den Autobauern sind bitte zu unterlassen, da sie keinen weiter bringen.
Wenn wir hierzu in die Geschichte blicken, dann hat es schon immer Warm und Kaltphasen gegeben, nicht nur wegen CO2 oder den Menschen, sondern einfach so. Damit ergibt sich eigentlich, dass solcherlei Steuern und auch Studien, welche eindeutig darauf ausgelegt sind, den Menschen als Übeltäter zu entlarven darauf ausgerichtet (mit ziemlicher Sicherheit), einfach nur mehr Geld in die Kassen der Universitäten bzw. des Staates zu bringen. Sicherlich benötigt ein Dieselfahrzeug weniger Spritt und Feinstaub ist da in den Abgasen auch nicht enthalten, doch auf der anderen Seite, sollten wir bedenken, dass hin und wieder auch sinnvolle Dinge (auch wenn in letzter Zeit eher weniger ;)) aus dieser Forschungrichtung entspringen wie z.B. der KAT und daraus dann die Pflicht, dass jedes neufahrzeug zur damaligen Zeit (bis heute) einen Kat haben muss.

mfg Chuck
 
Wenn es realistisch sein sollte, müsste die Steuer direkt an der Zapfsäule erhoben werden. Das Verhältnis zwischen getanktem/verbrannten Benzin/Diesel und der entstehenden CO2-Menge ist bekannt und fix. So würde auch nur wirklich freigesetztes CO2 besteuert und nicht irgendwelche Durchschnittsverbräuche (die nach dem EU-Verfahren gemessen sowieso zu niedrig sind). Wenig- verbrauchsbewusste Fahrer würden belohnt.
 
@elwood
Genau, mal eben 80-90% Steuern auf einen Liter anstatt bis zu 60% wie bisher.

Ansich keine schlechte Idee, doch dann sollten auch massivst die zig bisherigen Steuern auf dem Sprit wegfallen bzw. gesenkt werden.
 
Sagt mal informiert ihr euch auch mal vorher, oder plappert ihr nur nach?

@VikingRussel: Fakt: Alle Euro und ehemaligen deutschen Normen, sind auf die sonstigen Abgase ausgerichtet. Sonst gäbe es keinen Katalysator im Auto, keine Partikelfilter und keine steuerlichen Vorteile für diese Klassen.

Sorry, aber China, Wasserstoff, Stickoxide sind nicht das Thema. Weiterhin ist vieles davon sehr wohl bekannt und wird national und international behandelt. Nur nicht in dieser KFZ-Steuer, denn die kann die China-Probleme nicht lösen. Und solange der Threaderöffner einzig und allein mit unsachlichen Beleidigungen auffällt und die Hälfte der Beiträge sich mit dem Thema gar nicht beschäftigen wollen, ist die Schließung unumgänglich.
_________

@Muscular Beaver: Eine gute Idee ist: mehr Steuern auf den Kraftstoff. Aber im Gegenzug sollen Steuern auf den Kraftstoff wegfallen. Wo ist denn da die Logik?
 
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Und genau weil konsequentes/logisches Handeln in Wahljahren bei unpopulären Themen nunmal nicht stattfindet, kriegen wir jetzt eben wieder ne Pauschalbesteuerung und keinen zusätzlichen Anreiz verbrauchsfreundlich zu fahren.
 
@HappyMutant
Weil es einfach zu viel wäre für Pendler und andere Vielfahrer dass 80-90% des Preises Steuern und andere "Abgaben" sind. Willst du wirklich 2 Euro pro Liter bezahlen? Das sagt sich vielleicht leicht als Ökofreak der nur Fahrrad fährt und in der Großstadt eine extrem gute Anbindung hat, aber es muss auch im großen Bild wirtschaftlich eine gute Lösung sein. Schon jetzt gibt es genug Menschen für die es sich nicht mehr lohnt zu Arbeiten weil die Fahrtkosten alles auffressen.

Siehe Frankreich. Die haben es gut gelöst. Der Benzinpreis ist unserem ziemlich ähnlich und das obwohl er die KFZ Steuer enthält.
Ich habe gesagt dass die anderen angepasst werden sollen damit der Liter nicht zu teuer wird. Ganz wegfallen wäre nun wirklich idiotisch. Wenn aber z.B. nur der Anteil der "Ökosteuer" wegfallen würde, wäre das ja kein komplettes Wegfallen (es sind ca. 3 Steuern auf dem Spritpreis).
Aber selbst wenn der Rest komplett wegfallen würde, wäre zumindest der bürokratische Aufwand weniger. :D
 
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Also anstatt sich Tag für Tag den Kopf zu zerbrechen was die größtenteils wohl geschmierten Volksvertreter bzw. deren Berater für Scheiße praktizieren sollte man diese Energie aufwenden um sich zu überlegen wann und wie und wohin man auswandert. Andernfalls bitte ich jemanden mich zu kneifen, vielleicht erwache ich somit aus diesem politischem Alptraum.

Zum Thema hatten die Grünen vor Jahren einen guten und v.a. einfachen Vorschlag, Liter kostet ein 5er und der Rest praktisch nichts mehr. Und das alles aktuell bringt doch auch nur ausländischen Herstellern wirklich was die schon seit Jahren kleine und spritsparende Autos herstellen (die Dank Prämie jetzt vermehrt gekauft werden könnten) im Gegensatz zu den 3-6 Liter (Hubraum) Karossen von BMW/Audi/Mercedes.
 
CO2 ist hier nicht das generelle Thema, dafür gibt es andere Threads. Eine Grundsatzdiskussion wird es dazu hier nicht geben. Auch ist die Unterstellung von Bestechung und grundsätzlich Beleidigungen schlicht unsachlich und reine Polemik. Von daher regelwidrig. Zumal es immer nur dazu reicht, aber nicht zu weiteren Argumenten, was konkret nun an dem jeweiligen Beschluss falsch ist. Dieses Forum dient nicht zum Frustabbau.

@Muscular Beaver: Das ist allerdings das schöne an Steuern: Es ist egal wie sie heißen, es fließt eh alles in den selben Topf. Von daher gibt es quasi zwei Probleme. Die eine Steuer zu senken um die andere dafür anzuheben, macht praktisch gar keinen Sinn. Und wenn man Ansonsten würde der Staat Milliarden verlieren.

Weiterhin bezahlt Frankreich z.b. seine Autobahnen über Maut-Gebühren, nicht durch indirekte Einnahmen. Auch sonst ist die Situation nicht direkt vergleichbar, selbst wenn es die Preise wären.

Und generell gesprochen, das Beispiel "5 Mark fürs Benzin" zeigt wie weit in Deutschland die Bereitschaft besteht wirklich verbrauchsabhängig besteuert zu werden. Ich wette das einige hier genau das damals als total Inkompetenz beschimpft haben. Denn es geht nur darum möglichst billig weg zu kommen und eben gar nicht so so sehr um Sinn oder Unsinn.
 
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@Happy

Sieht in deinen Augen etwa so Kompetenz aus? :rolleyes:
Schafft man so etwa Anreize?

http://www.stern.de/auto/service/:Kfz-Steuer-Die-Chaosformel/652783.html?cp=4

Na dann!^^

Und das die Mineralölsteuer beim Diesel geringer ausfällt ist bekannt! Nur kommt das dann einzig allein dem Vielfahrer zugute - niemand anderen sonst! Also schon wieder vorbei gehandelt!

Da macht elwood sein Vorschlag noch am meisten Sinn, nämlich die Steuern direkt (und auch nur da) an der Tanke zu erheben!

Zu der unsäglichen Farce bezgl. Partikelfilter will ich mich ehrlich gesagt nicht äussern!

/edit/
Aber hast schon recht. Ausser Beleidigungen und Polemik kam meinerseits hier nicht viel rum! Von daher wäre ich dir auch nicht böse, wenn ich eine Verwarnung bekommen würde inkl. closen des Freds! :)
 
@HappyMutant
Ich hab ja auch nicht gesagt dass nur das gemacht werden müsste. Wie bei so vielen Dingen im Leben muss man auch andere Sachen verändern/anpassen wenn man eins verändert.
Was nun die beste Lösung wäre, dazu habe ich gar nicht die Informationen um das sagen zu können.

@Entfernten Post
Solange es dies hier gibt, solange lässt sich darüber auch streiten und die Behauptung dass es "Fakt" ist in fragen stellen.
 
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@Justin_Sane: Und das konnte man nicht in die Eröffnung packen? Aber auch stern.de versteht es nicht, dass Diesel-Fahrzeuge bei der KFZ-Steuer mehr, an der Tankstelle weniger Steuern bezahlen. Das ist in dem Sinne also gar kein Chaos.

Sinnvoller wäre es wohl die Minerölsteuer auf Diesel zu erhöhen und dafür die KFZ-Steuer senken. Wenn denn beim Diesel bestimmte Abgaskriterien ebenfalls erfüllt werden. Nur die Folgen dürften da auch recht schnell durchschlagen: Steuerbetrug mit Heizöl.

Und das der Staat nicht auf bestimmte Einnahmen verzichtet dürfte klar sein. Denn eine Steuersenkung hatte hier gar niemand beabsichtigt, auch wenn ausgerechnet das nun als Kritik hergenommen wird. Auch ein Hybrid oder Elektroauto nutzt Straßen. Die Frage ist also wo man die Anreize setzt. Eien komplette Steuerbefreiung kann nur kurzfristig sein, ansonsten muss man die Einnahmen langfrisitg woanders hernehmen. Und Maut will auch keiner.

Das es sinnvollere Ansätze gäbe, bestreite ich nicht. Leider sind diese politisch nicht durchsetzbar, weil die Medien, die sich jetzt über diese Steuer lustig machen, auch bei jeder Veränderung hin zu den effektiven Kosten, ein riesen Fass aufmachen. Es ist also weder von der Mehrheit der Wähler, noch von den Medien gewünscht tatsächlich etwas zu ändern.
 
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HappyMutant schrieb:
@Muscular Beaver: Das ist allerdings das schöne an Steuern: Es ist egal wie sie heißen, es fließt eh alles in den selben Topf.
Immer wieder lustig, wenn anderen vorgeworfen wird, sie würden sich "nicht informieren", sondern nur "nachplappern", man dann aber selber mit eben jener Unwissenheit selber auffällig wird.

Steuern fließen nämlich überhaupt gar nicht in einen großen Topf. Es gibt alleine schon einen gewaltigen Unterschied, ob die Steuern dem Bund zufließen, den Ländern oder den Kommunen.
Und die KFZ-Steuer landet übrigens bei den Ländern, daher rührte ja auch das jahrelange Theater um eine Änderung der bestehen Steuer...

Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass ein Audi Q7 demnächst weniger Steuern zahlen wird als derzeit und dies als großer Öko-Erfolg gefeiert wird, darf man den Politikern getrost Inkompetenz in seiner reinsten Form vorwerfen. Bravo!
 
@e-ding
Eine gelegentlich bewegte Corvette produziert weniger Schadstoffe als eine Vertreter TDI, der das ganze Jahr getreten wird.

Wie willst du einen tatsächlich Ausstoß messen? Jeder Wagen bekommt ne Zähleruhr und am Ende des Jahres wird abgelesen und berechnet? Wer bezahlt das?

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Eine Politik, die immer nur die zweite Nachkommastelle korrigiert, birgt aber nicht nur fürs Klima Risiken. Wenn Autokäufer und Produzenten zu wenig Druck bekommen, schlägt das irgendwann auf die Kaufkraft der Pendler und Bandarbeiter.
Auch dieser Aussage stimme ich zu - spätestens dann wenn die Spritpreise anziehen, quittieren wir Konsumenten die Arbeit der Bundesregierung und Automobilkonzernze. Mit einer härteren Entscheidung hätte man ganz klar den Weg aufgezeigt wohin es geht..aber dies ist einfach nix Halbes und nix Ganzes.

Betrachtet doch nur mal, dass eine BMW 7er Serie zu über 60% nur noch als Firmenwagen gefahren wird - muss man sich da nicht eingestehen, dass man am arbeitenden Volk vorbeiproduziert? Bitte kommt mir jetzt keiner mit dem 7er BMW H² - den seh ich seit 5 Jahren im Fernsehen und aufer IAA. Wo ist der auf der Straße?

Steuerfreiheit gibt es auch für den tollsten Hybrid (Foto zeigt einen Honda Civic Hybrid) und den sparsamsten Kleinwagen nicht. Denn ein Teil der Steuer wird weiter nach Hubraum bemessen: Pro 100 Kubikzentimeter werden beim Diesel jetzt 9,50 Euro und beim Benziner zwei Euro fällig. Diesen "Sockelbetrag" gibt es nur, damit der Staat nicht leer ausgeht und die Einnahmen auch dann stabil bleiben, wenn die Käufer plötzlich massenhaft zu Sparautos greifen
Daher: Sparautos von mir aus vollkommen entlasten - Flaggschiffe zahlen die entgangen Beiträge mit. Hat man erstmal den Konzernen: Sparsame Autos eingetrichtert, kanns von mir aus auch wieder eine neue Kfz-Steuer geben. Denn wenn alle Autos sparsam sind, würds ja gar keine Kohle mehr geben.

edit:
Was ich ganz vergessen habe ... es gibt ja weiterhin die Deckelung nach unten für Hubraum (s.o), warum gibt es nicht auch diese Deckelung für nach oben? Grenze 3L Hubraum? Ein weiterer Punkt der keinem eingefallen ist?
 
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Big_M° schrieb:
Steuern fließen nämlich überhaupt gar nicht in einen großen Topf. Es gibt alleine schon einen gewaltigen Unterschied, ob die Steuern dem Bund zufließen, den Ländern oder den Kommunen.
Und die KFZ-Steuer landet übrigens bei den Ländern, daher rührte ja auch das jahrelange Theater um eine Änderung der bestehen Steuer...

Ist richtig. Prinzipiell wars mir bewusst, ich hab es hier aber definitiv nicht bedacht.

Der Beitrag auf den sich meine Kritik bezog war jedenfalls falsch und von daher sehe ich kein Problem darin dies auch anzusprechen, selbst wenn ich auch mich irren kann.

Trotz der falschen Voraussetzung ändert es nichts daran, das andere Steuern sich mutmaßlich nicht reduzieren würden, da natürlich die meisten Einnahmen aus der Versteuerung verplant sind und das die Voraussetzungen in Frankreich andere sind. Wo du es schon erwähnst ist der Föderalismus einer der entscheidenden Unterschiede.

Und wenn du doch sagst, dass es jahrelang braucht um überhaupt die Art der Besteuerung umzustellen, warum erklärst du es dann mit Inkompetenz? Führst du doch einen entscheiden Punkt auf, warum die KFZ-Steuer so und nicht anders beschlossen wurde und selbst das nur auf den letzten Drücker. Du kannst dessen Vermarktung als Durchbruch kritisieren, aber faktisch war nicht mehr drin als den Einstieg in eine CO2-Steuer. Nein, inkompetent ist das sicher nicht, es ändert allerdings auch nicht wirklich das, was vorgeblich geändert werden sollte. Aber es erhält die sicheren einnahmen, ohne ganz auf den Umweltaspekt zu verzichten, so minimal der auch sein mag. Und mehr wollte man wohl auch nicht erreichen.

Warum wiederholst auch du das Q7-Argument, was komischerweise in fast allen Medien auftaucht? Warum werden dort keinerlei Details zur Motorisierung genannt, den das dürfte sich je nach Modell erheblich auswirken? Ist das Kompetenz?

Und nenne wir doch das Dilemma mal bei Namen: Wenn man die KFZ-Steuer nicht auf den tatsächlich verbrauchten Kraftstoff umlegen will, (weil man z.b. dann umso mehr den Tanktourimus und den Aufschrei der Wähler fürchtet bzw. den Ausfall weil viele ihre Autos stehen lassen und keine Steuern mehr zahlen), muss man die angeblichen Durchschnittswerte nehmen. Dessen Berechnung ist seit Jahren anerkanntermaßen Müll. Aber hier kommt der Witz: Wenn man sich dazu durchringt, diese Werte mit genaueren Verfahren zu korrigieren, wird die CO2-Komponente entsprechend teurer.

Wie gesagt, sinnvoll wäre eine komplett verbrauchsabhängige Besteuerung, ohne theoretische Werte. Dies würde aber zu einer drastischen Benzinpreissteigerung führen. Und es ist dem Staat nicht daran gelegen den Bürger bewusst zu machen, wieviel er wirklich verbraucht und zahlen muss, gerade bei Dingen, denen er begrenzt ausweichen kann. Es ist auch nicht im Sinne der Autolobby. Es ist auch nicht im Sinne von Bund und Ländern auf Steuern auf emissionsfreie Autos zu verzichten. Es gibt viele Aspekte an dieser Geschichte, viele Interessen zu vereinen, aber Inkompetenz kommt mir da nicht direkt in den Sinn, selbst wenn die jetzige "Reform" eher die üblichen mickrigen Ausmaße annimmt. Eine schlechte Reform ist nicht immer nur durch Inkompetenz, sondern auch durch verteile Kompetenzen und Interessen erklärbar. Ein Problem vieler Reformen übrigens.

@Drachton: Die Deckelung nach oben hat man doch extra rausgenommen um den grünen Anstrich zu wahren. Im übrigen entgegen der Linie der CDU. Wo wäre auch der Sinn nach oben zu deckeln, wenn man eine Art Grundbetrag als Einnahme sicher haben will und den Rest nach geschätztem Verbrauch abrechnet.
 
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