Neue Studie: Tatsächliche Gefahr von Drogen

Hab mal gehört in Deutschland sollen bald das rauchen von nicht starken drogen legalisiert werden.
THC ist also keine starke Droge oder wie ? Da habe ich andere Sachen gesehen.
Ich kenne bzw. kannte zwei Gewohnheitskiffer. Der eine kam einfach mal 3 Wochen nicht zur Arbeit und der andere hat mit 24 noch nie wirklich gearbeitet und bekommt im Leben außer PC und Playstation Zocken überhaupt nichts auf die Reihe und steht um 14 oder 16 Uhr auf.
Nen anderen kenn ich auch noch, der redet die ganze Zeit nur über Drogen, Pillen und Mayday und solche Parties, was anderes hat der nicht im Kopf. Der geht aber arbeiten.

Legalisiert man das THC, ich kann Euch jetzt schon sagen, lustig wird´s für diejenigen. Aber schön nicht.
Das Zeug würde geraucht werden wie Zigaretten, die Leute wären dauerbreit.
Mir reichen schon die ganzen Wochenend Säufer. Während der Woche soo eine Fresse ziehen und am Freitag am Grinsen weil am WE endlich wieder schön gesoffen werden kann. Das Beste ist ja, dass das ganze schon mit 13-14 Jahren anfängt mittlerweile.
 
Ich kenne bzw. kannte zwei Gewohnheitskiffer. Der eine kam einfach mal 3 Wochen nicht zur Arbeit und der andere hat mit 24 noch nie wirklich gearbeitet und bekommt im Leben außer PC und Playstation Zocken überhaupt nichts auf die Reihe und steht um 14 oder 16 Uhr auf.
Wow... Glaubst du ernsthaft, dass die das anders machen würden wenn sie nicht kiffen/gekifft hätten?
Wirklich? Dann belügst du dich selber.
Klar, kiffen macht etwas lethargisch (mich zumindest in der Vergangenheit), aber es ändert die Person nicht von "aktiv" in "faul" oder anders herum.
Wenn jemand schon immer faul war, interessiert es ihn vielleicht nicht mehr, dass er faul ist. Das kann schon vom Kiffen kommen. Aber mehr auch nicht.

Bewusstseinsveränderungen sind zwar nicht unüblich, aber 1. war man dann eh instabil (und es wäre früher oder später so weit gekommen) oder 2. man hat zu lange und zu viel gekifft.
Zweiteres kenn ich. Aber selbst da verändert man sich nicht von Grund auf.

Im krassen Gegensatz dazu, kann ich mein Verhalten nicht beurteilen wenn ich besoffen bin. Und sind wir mal ehrlich, wievielen Leuten ist es am nächsten Tag peinlich, was sie so im Suff von sich gegeben haben?!
Ich kiff nicht mehr seit 4 Jahren. Aber der Grund ist einzig und allein der Führerschein. Und ich sag das aus einem Grund: Das ist alles das, was ich an mir bemerkt habe. Muss ja nicht jedem so gehen.
 
was haltet ihr von einer neuen öffentlichen petition "legalize it" im bundestags-petitionsforum?

Das Beste ist ja, dass das ganze schon mit 13-14 Jahren anfängt mittlerweile.

war zu meiner jugend nich anders ;) siehe mein startalter ;)
ich denke das liegt auch n bissel daran, dass man in die pupertät kommt, oder schon ist ;) da lernt man eben und testet ... und das auch mal ohne die familie

bin zwar auh faul, aber das war ich schon immer, ich selbst gehe studieren und arbeite noch nebenher ;) also kanns ja nich sooo krass sein wie du es hier darstellst. desweiteren kiffe ich auch so wie andere zigaretten rauchen ;) zwei koepfe nachm aufstehn , dann gut verteilt ueber den ganzen tag, und wie gesagt ich tue trotzdem was ... (procolin machts möglich xD)
 
Zuletzt bearbeitet:
da gabs neulich einige artikel zu lesen bezgl. doping am arbeitsplatz, das scheint ja mittlerweile recht geläufig zu sein. nun, es gibt tatsächlich die aussage, das das evtl scheiss egal ist. und es geht an sich nur noch um die frage, ob die politik den menschen vorschreiben darf, was sie mit ihrem leben machen wollen. mit welchem recht werden drogen eigentlich verboten? der schutzgedanke lässt sich anhand der realen umstände nun wirklich nicht aufrechterhalten, da gehts um verfügbarkeit, verunreinigung, reinheit, mafiagewinne, beschaffungskriminalität, drogenelend, uberlastung der polizei, verlust von steuereinahmen kann man auch dazuzählen. das ist kein ruhmesblatt für die bisherige politik
generell bin ich dafür, das die dinge net verdeckt und heimlich ablaufen. der reale anblick ist an sich das beste heilmittel: einen fertigen alki zu sehen, nimmt den meisten die lust, das auch mal auszuprobieren.

ist ne menge heuchelei dabei, die politiker sind doch selber auf koks wie wir mittlerweile wissen, aber gegen killerspiele sein und blabla, naja. letztlich wird man gegen den mehrheitswillen der bevölkerung eh nix machen können, und somit ändert sich da in naher zukunft garnischt
 
die ganzen drogengesetze kamen durch die usa, es hat nichts mit schutzgedanken zu tun, sondern ist einzig und allein lobbyarbeit.

dabei meine ich nich unbedingt die tabaklobby, sondern vielmehr die pharmalobby.

siehe beyer-herion und das damit verdrängende verhalten.

frueher war hanf eine kulturpflanze und wurde fuer alles mögliche benutzt.
kleider, papier, schnellnachwachsende baustoffe, therapeutische ansätze...

in einigen alten (deutschen) bauernhöfen findet man sogar heute noch alte bongs ;) damals haben die auch hanf geraucht, sie nannten es nur haMf xD, wenn die alten (die damals aber hamf geraucht haben) heute das wort mariuhana oder cannabis hören denken die es wäre was anderes und schlimmeres als hamf. sowas musste ich schon erleben ...

es sollte also auch fuer alte menschen mal etwas aufgeklärt werden , dann koennen die auch wieder hamf rauchen ... xD

die einzige logische erklärung hanf nicht zu legalisieren ist einfach diejenige, dass es eben schon tabak und alkohol gibt und nich noch weitere drogen legalisiert werden sollten. was ich aber als blöd empfinde. so kriminalisiert man diejenigen, die (meiner meinung nach) sogar nicht so ungesund leben wie raucher oder trinker.
 
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man wird mal wieder verarscht von dene politikers, und das nervt

anständige und überzeugende argumente? bitte her damit, aber diese blöden emotionalisierten und verlogenen scheindebatten und aktionen, bitte nicht mehr

humor ist wenn man trotzdem lacht:

http://www.n24.de/news/newsitem_5553775.html

Der Bruder des afghanischen Präsidenten und mutmaßliche Drogenhändler Ahmed Wali Karsai steht nach Informationen der "New York Times" auf der Gehaltsliste des US-Geheimdienstes CIA. Er erhalte von der CIA seit acht Jahren Geld für diverse Dienste, heißt es in einem Bericht der Zeitung, die sich auf derzeitige und frühere US-Funktionäre beruft. Dabei sei Ahmed Wali Karsai einer der großen Opiumhändler des Landes.
 
die ganzen drogengesetze kamen durch die usa, es hat nichts mit schutzgedanken zu tun, sondern ist einzig und allein lobbyarbeit.

1. Auch von Eingeborenenstämmen die meiner Meinung nach oft herangezogen werden, wenn es um heftigsten Bezug zu Drogen geht, kennt man den Schutzgedanken vor den Drogen. Das Drogen süchtig machen und die Menschen ganz objektiv zerstören können meine ich, ist hinreichend belegt.

2. Lobbyarbeit. Ist das von sich aus schlecht?
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung)
Mit Logik kommt man hier nicht weit. Politik orientiert sich nicht daran, sachdienliche und vernünftige Lösungen zu finden, sondern will den eigenen Machterhalt absichern. Dazu bedarf es Populismus, um das dumme Volk auf seine Seite zu ziehen. Und genau das führte in diesem Fall zur Kündigung des Herrn Nutt. Unsere Gesellschaft will sich berauschen und dafür sind die legalen Drogen da. Wer deren Existenz in Frage stellt, macht sich nicht nur millionenfach Feinde, sondern bietet der Politik auch gleichzeitig eine perfekte Steilvorlage.

Die gegenwärtige Unterteilung in legal/illlegal würde keiner sachlich-objektiven Überprüfung standhalten. Die Wirkungsmechanismen und die Schädigungspotentiale der einzelnen Substanzen sind heute sehr gut erforscht und man kann präzise Vergleiche damit anstellen. Ich behaupte sogar, dass Alkohol grundsätzlich gefährlicher ist als Heroin, dessen Gefahrenpotential eigentlich erst durch seine Illegalisierung massiv ansteigt. Gegen die historisch gewachsene Akzeptanz des Alkohols und des Tabaks ist in unserer Gesellschaft aber kein Kraut gewachsen. Darum auch werden wir die jährlich etwa 100.000 Toten durch legalen Drogenkonsum weiterhin erfolgreich ignorieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube bei euch tickt es nicht richtig. Nichtmal ansatzweise sollten wir Drogen legalisieren. Auch nicht THC oder sonst was.



Merle schrieb:
Wow... Glaubst du ernsthaft, dass die das anders machen würden wenn sie nicht kiffen/gekifft hätten?
Wirklich? Dann belügst du dich selber.
Können wir gar nicht so wissen, Fakt ist sie sind zugedröhnt und das beeinträchtigt massiv.

Klar, kiffen macht etwas lethargisch (mich zumindest in der Vergangenheit), aber es ändert die Person nicht von "aktiv" in "faul" oder anders herum.
Etwas lethargisch? Soll das eine Verniedlichung sein? Er hat auch nicht gesagt, dass ihre Persönlichkeiten auf Anhieb wechseln, sondern da sie zugekifft sind, können sie einfach nicht arbeiten, auch wenn sie normalerweise nicht faul wären.

Wenn jemand schon immer faul war, interessiert es ihn vielleicht nicht mehr, dass er faul ist. Das kann schon vom Kiffen kommen. Aber mehr auch nicht.
Willst du ernsthaft sagen, dass fleißige Menschen keine Probleme bekommen würden oder wie? Kannst du mir das bitte belegen? So ein Schwachsinn...

Bewusstseinsveränderungen sind zwar nicht unüblich, aber 1. war man dann eh instabil (und es wäre früher oder später so weit gekommen) oder 2. man hat zu lange und zu viel gekifft.
Zweiteres kenn ich. Aber selbst da verändert man sich nicht von Grund auf.
Nicht unüblich? Bist du dir da sicher? Dein Euphemismus ist wirklich schlimm.
Man war eh instabil? Woher weißt du das? Beleg? Also jeder der stabil ist, bekommt keine Probleme oder wie? Keiner hat gesagt, dass man sich von Grund auf verändert, zumindest nicht von Heute auf Morgen. Und die 2. Begründung gilt doch oder wird doch für jeden Drogenabhängigen früher oder später gelten. Genau deswegen sind ja Drogen verboten. Die Suchtgefahr ist zu groß, größer als auch bei den Wochenend-Alkis.

Im krassen Gegensatz dazu, kann ich mein Verhalten nicht beurteilen wenn ich besoffen bin. Und sind wir mal ehrlich, wievielen Leuten ist es am nächsten Tag peinlich, was sie so im Suff von sich gegeben haben?!
Das macht aber das Verhalten der Drogenabhängigen auch nicht besser. Und dass du noch nicht so Probleme hast, liegt noch daran (oder lag daran), dass du noch nicht lange genug ein Junkie bist (warst).

Ich kiff nicht mehr seit 4 Jahren. Aber der Grund ist einzig und allein der Führerschein. Und ich sag das aus einem Grund: Das ist alles das, was ich an mir bemerkt habe. Muss ja nicht jedem so gehen.
Dank dem Führerschein? Ach du Sch..... Und ja, es muss nicht so jedem gehen so wie dir, allerdings solltest du auch das alles nicht so verniedlichen und verschönern. Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich erst von was reden wir eigentlich? Cola oder Drogen?




fi**en32 schrieb:
desweiteren kiffe ich auch so wie andere zigaretten rauchen ;) zwei koepfe nachm aufstehn , dann gut verteilt ueber den ganzen tag, und wie gesagt ich tue trotzdem was ... (procolin machts möglich xD)
Du tust noch etwas. Nur eine Frage, was hast du davon? Hast du zu viel Geld oder hast du es einfach nötig bekifft zu sein, weil dein Leben Sch...e ist? Ist nur eine Frage. Und wenn es so weiter geht, wirst du auch bald Proculin abhängig sein.


HuckJ schrieb:
Mir reichen schon die ganzen Wochenend Säufer. Während der Woche soo eine Fresse ziehen und am Freitag am Grinsen weil am WE endlich wieder schön gesoffen werden kann. Das Beste ist ja, dass das ganze schon mit 13-14 Jahren anfängt mittlerweile.
Wie wahr das ist, leider.

Exar_Kun schrieb:
Ich behaupte sogar, dass Alkohol grundsätzlich gefährlicher ist als Heroin, dessen Gefahrenpotential eigentlich erst durch seine Illegalisierung massiv ansteigt
So ein Schwachsinn. Wenn Heroin legal wäre, dann wäre für die meisten Alkohol nicht mehr so interessant, somit hätten wir nicht mehr so viele Alkis, weil wir viel zu viele Heroinjunkies hätten. Also Alkohol hat deswegen die meisten "Anhänger", weil Alkohol für die Masse die stärkste und legalste Droge ist. Wenn du die Latte höher setzt, dann wird der nächste Stoff am weit verbreitetsten sein.
 
So ein Schwachsinn. Wenn Heroin legal wäre, dann wäre für die meisten Alkohol nicht mehr so interessant, somit hätten wir nicht mehr so viele Alkis, weil wir viel zu viele Heroinjunkies hätten. Also Alkohol hat deswegen die meisten "Anhänger", weil Alkohol für die Masse die stärkste und legalste Droge ist. Wenn du die Latte höher setzt, dann wird der nächste Stoff am weit verbreitetsten sein.
nee, es gibt die unterschiedlichsten drogen, und die werden von unterschiedlichen leute genommen, je nach veranlagung. sicherlich gibt es gesellschaftliche moden, früher hat man mehr gekifft, heute geht es eher in richtung leistungssteigernde substanzen. aber zu glauben, das aus jedem alki ein junki wird, stimmt afaik nicht


es gibt ne menge kiffer, die arbeiten, genauso wies unzählige alkis gibt die arbeiten, es gibt sogar langzeit-heroinabhängige, die ihren stoff vom staat bekommen und arbeiten gehn (weil sie nicht mehr den ganzen tag mit beschaffungskriminalität beschäftigt sind).

die frage ist, ob das beneidenswert ist. ich kenne z.b. keinen einzigen zigarettenraucher der behaupten würde, das rauchen toll ist. genauso sagen leute die regelmässig saufen, das alk nicht so gut ist. das ist doch überall das gleiche. (ich bin espresso-abhängig, und hab jetzt immer auch koffeinfreien stoff da, weil auch das zeug nicht so ohne ist, obwohl legal ^^)

topic:
das diese diskussion grade in britannien abläuft ist natürlich schon besonders bizarr, weil die momentan ein krassestes problem mit saufenden kiddies haben, die heuchelei der politiker ist unübersehbar
 
cerasus schrieb:
So ein Schwachsinn. Wenn Heroin legal wäre, dann wäre für die meisten Alkohol nicht mehr so interessant, somit hätten wir nicht mehr so viele Alkis, weil wir viel zu viele Heroinjunkies hätten. Also Alkohol hat deswegen die meisten "Anhänger", weil Alkohol für die Masse die stärkste und legalste Droge ist. Wenn du die Latte höher setzt, dann wird der nächste Stoff am weit verbreitetsten sein.

Da lese ich die für unsere Gesellschaft typische indoktrinierte Dämonisierung vereinzelter Substanzen mit einer Prise Unkenntnis heraus.

Heroin wie auch andere Opiode (z.B. Morphin, Methadon, Buprenorphin usw.) haben im Gegensatz zu Alkohol keine chronische Toxizität für den Körper. Alkohol führt hingegen zu Schäden im gesamten Organismus, vor allem an Leber, ZNS und Bauchspeicheldrüse und erhöht das Risiko für viele schwere Folgekrankheiten, z.B. Diabetes, Krebs oder Demenz. Selbst bei leichtem Alkoholkonsum lassen sich nach einiger Zeit Hirnatrophien nachweisen. Opioide von medizinischem Reinheitsgrad hingegen können auch dauerhaft verabreicht werden, ohne dass die Betroffenen gesundheitlich darunter leiden. Im Rahmen von Substitutions- oder Schmerztherapien hat sich dies über viele Jahre hinweg erwiesen - übrigens wird auch seit Juni 2009 Heroin dafür eingesetzt. Die Unterschiede zum illegalen Konsum liegen hier einerseits darin, dass der Stoff nicht mehr durch Streckmittel verunreinigt wird (wodurch dann eben doch Schäden auftreten), zum anderen in den hygienischen Konsumbedingungen, die sonst nicht gegeben sind. Das sind die wesentlichen Faktoren, die dazu führen, dass die Gesundheit der Betroffenen den Bach runtergeht. Entweder durch die Streckmittel oder durch das hohe Infektionsrisiko für Hepatitis oder HIV, das durch Needle Sharing und allgemein unhygienische Bedingungen zustande kommt, was letztlich eine Folge der Illegalisierung ist.

Kommen wir zur akuten Toxizität. Hier liegt beim Heroin durch die atemdepressive Wirkung ein erhebliches Gefahrenpotential, das bis zum Tod führen kann. Alkohol hat in hohen Dosen allerdings eine ähnliche Wirkung. Koma, Verlust der Schutzreflexe, Verlegung der Atemwege durch Mageninhalt oder seine Aspiration. Da Schwarzmarktheroin stark schwankende Reinheitsgrade aufweist, kann sich ein Konsument nie ganz sicher sein, wie viel Wirkstoff er sich überhaupt zuführt, während jemand, der Alkohol trinkt, noch ungefähr abschätzen kann, wieviel er zu sich nimmt. Die Gefahr der ungewollten Überdosierung lässt sich also ganz eindeutig auf den schwankenden Reinheitsgrad des Straßenheroins zurückführen, und auch das ist wiederum eine Folge der Repression.

Der nächste Punkt ist das Suchtpotential. Auch hier hat Heroin einige Gefahren aufzubieten. Neben einer psychischen Abhängigkeit entwickelt sich auch schnell eine körperliche. Allerdings sind die Entzugserscheinungen medizinisch unbedenklich, auch wenn sie für vom Betroffenen als höchst unangenehm empfunden werden. Aber auch beim Alkohol entwickelt sich neben dem Saufdruck auch noch eine körperliche Abhängigkeit, wenn auch deutlich langsamer. Nur sind die Entzugserscheinungen, die im Rahmen eines Alkoholentzugs auftreten, lebensgefährlich. Etwa jeder fünfte unbehandelte Entzug würde tödlich verlaufen aufgrund verschiedener Komplikationen wie Krampfanfällen oder Delirium tremens. Hier weisen beiden Substanzen erhebliches Gefahrenpotential auf, aber ich könnte nun nicht sagen, dass Alkohol hier weniger gefährlich sein soll.

Durch die Illegalisierung sind auch die Preise für Heroin exorbitant höher als für Alkohol. Während sich der Alkoholiker seine Ration billigen Fusel im Supermarkt für ein paar Cent abholt, muss ein Heroinsüchtiger bei aktuellen Preisen bis zu 100 Euro täglich aufbringen, um seinen Stoff auf dem Schwarzmarkt zu besorgen. Dadurch gerät er in einen 24/7-Beschaffungsdruck, der in den meisten Fällen sogar in die Beschaffungskriminalität oder Prostitution führt. Um Stoff und Geld zu sparen, ist er zum Spritzdrogenkonsum gezwungen, da rauchen oder sniefen teurer wäre, da hierfür mehr Stoff benötigt wird - woraus zusätzliche Gefahrenpotentiale (Inefktionskrankheiten, Abszesse, Entzündungen der Venen) entstehen.

Jemand, der durch eine Substitutionstherapie aus diesem Kreislauf rausgeholt wird, erholt sich gesundheitlich ziemlich schnell, nimmt oft auch wieder Arbeit auf, darf sogar nach bestandener MPU wieder Auto fahren - obwohl er weiterhin Opioide zugeführt bekommt. Der Unterschied ist schlicht, dass er es nun auf legale Weise tut und die ganzen Risiken, die durch die Illegalisierung entstehen, wegfallen. Dem Alkoholiker, der sein Suchtmittel weiterhin legal konsumiert, geht es dagegen deutlich schlechter. Seine Gesundheit befindet sich im Verfallsprozess.

Mit den Schäden für die Gesellschaft und die sozialen Sicherungssystem fange ich nun nicht mehr an.

Aber ich glaube, ich werde hier sowieso nicht verstanden. Mein Beitrag ist auch nicht als Verharmlosung von Heroin zu verstehen, sondern als Versuch, das Gefahrenpotential von Alkohol hervorzuheben und die Sinnhaftigkeit seiner Legalisierung zu hinterfragen. Ich hoffe, dass wenigstens das klar geworden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr schöner Beitrag, Exar_Kun

Ich wollte schon in meinen ersten posting erwähnen, dass ich schon vor langer Zeit von einem Suchttherapeuten gehört habe, dass er einen Herionabhängigen besser und mit höheren Erfoglsqouten therapieren kann als einen Alkoholkranken.
Ich habs aber gelassen weil ich auf die schnelle keine Quellen finden konnte die meine Aussage unterstützten.

Die alte im Volksglauben verankerte Gefährlichkeit von Suchtstoffen (oder die geläufige Drogenkarriere)
Alkohol --> THC --> XTC/Amphetamin --> Kokain --> Heroin
gilt schon lange nicht mehr.

Alkohol ist für mich klar die gefährlichste aller Drogen. Die klassische Einstiegstdroge, überall für wenig Geld zu haben, ab 16 Jahren in der Menge unbeschränkt verfügbar (man kann einen tanklastzug voll Bier und Wein kaufen) und sehr, sehr schwer therapierbar.
 
@Exar_Kun
Gut Argumentiert. Allerdings würde ich behaupten, dass ein Alkoholiker nach einer Therapie auch wieder auf den rechten Pfad wandern kann. Leber, etc. haben vielleicht Schaden genommen, allerdings wird auch das Heroin seine Folgen auf den Körper haben (eben auch durch die Verunreihnigung). Auch er wird nach einiger Zeit sicherlich wieder in der Lage sein Auto zu fahren...

Ich denke, dass Alkohol deswegen so beliebt ist, weil es aus der Gesellschaft eigentlich nicht mehr rauszudenken ist. Eine Party ohne Alkohol? James Band mit einem jungfräulichen Martini? Weißwurst und Fanta? Einfach undenkbar...

Ich selbst trinke gerne Alkohol (etwa 2x in der Woche), wobei ich es hasse sich "abzuschießen", oder wie es Politiker so schön sagen "Komasaufen". Mir sind die Folgen am nächsten Morgen einfach zu riskant :p Ich finde, dass Alkohol passt, sollte man sich abends in einem Club vergnügen wollen, oder wenn man eine harte Woche hinter sich hat, um abends mit Freunden ein paar Bierchen trinkt. Ich persönlich stufe Alkohol als nicht so gefährlich, wie Tabak ein.

Während ich beim Alkohol die Kontrolle habe und ein sehr geringes Suchtpotential entwickle, kommt mir das beim Rauchen anders vor. Ich habe vor einiger Zeit einmal getestet, ob ich 4 Wochen ohne Alkohol und Tabak auskomme. Nach 5 Wochen habe ich wieder mein erstes Bier getrunken und hatte auch während der Zeit kein Verlangen etwas zu trinken. Allerdings hatte ich schon nach zwei Wochen wieder Lust auf Tabak (in Form einer Shisha, Zigaretten sind *ihhhh* ^^). Ich habe es noch zwei Wochen durchgezogen, habe dann aber nach genau 4 Wochen wieder eine geraucht. Hat mich selbst sehr geschockt. Ich hatte vor den Test bald mal wieder durchzuziehen... bin echt gespannt, wie er diesmal ausfällt...
 
sc00ty schrieb:
Ich persönlich stufe Alkohol als nicht so gefährlich, wie Tabak ein.

Ich hätte kein Problem damit den Tabak sofort verbieten zu lassen. Ich war selbst mal Raucher, von 17 bis 24 ca.

Aber, Tabak hat keine einzigste positive Wirkung! Bei Alkohol und Konsorten stellt sich der Rausch ein. Aber bei Tabak werden nur die Entzugserscheinungen gestillt.
Dieses "Ich brauch jetzt eine Zigarette zur beruhigung" ist nichts weiter als Suchtverlangen. Der Körper ist nicht aufgeregt und muß nicht beruhigt werden, nein, man ist nur auf entzug und muß den Normalzustand wieder herstellen.
Hinzu kommt beim Nichtraucher werden das leere Gefühl in der Hand. Hab ich selbst erlebt. Die körperliche Abhängigkeit war schon längst überwunden, das leere Gefühl in der Hand blieb.

Tabak ---> reiner Suchtstoff ohne positive Wirkung, dafür erhebliche negative.


PS: Okay, okay, ich gebs zu. Die Zigarette "danach" ist schon was feines. Manchmal denk ich heut noch daran, auch wenn ich sonst absoluter Nichtraucher bin.
 
Exar_Kun schrieb:
Aber ich glaube, ich werde hier sowieso nicht verstanden. Mein Beitrag ist auch nicht als Verharmlosung von Heroin zu verstehen, sondern als Versuch, das Gefahrenpotential von Alkohol hervorzuheben und die Sinnhaftigkeit seiner Legalisierung zu hinterfragen. Ich hoffe, dass wenigstens das klar geworden ist.

Gut, dann habe ich dich falsch verstanden, es tut mir leid und ich entschuldige mich dafür.
Ich bin genau derselben Meinung wie du.
Nur der Thread heißt "tatsächliche Gefahr von Drogen" und wenn man so die Beiträge ließt, kommt es mir so vor oder kam es mir so vor, als ob ihr Drogen niedriger Stufen wollt. Ihr möchtet aber, dass man Alkohol höher einstuft und ich bin vollstens dafür.

Ich möchte aber nochmals betonen, wenn Heroin legalisiert werden würde, wenn die Preise sinken würde, und auch keine Streckungen mehr geben würde, würde die Masse nun mehr Heroin konsumieren als Alkohol. Nicht jeder Alki würde nun jetzt heroinabhängig werden, allerdings da es dann weniger Alkis als Junkies geben würde, würde nun wieder Heroin mehr "Anhänger" haben und wir würden dann wieder diskutieren, ob man doch nicht Heroin wieder illegalisieren sollte, da Heroin weit aus gefährlicher ist Alkohol. Allerdings da Alkohol zurzeit legal zu erwerben ist, auch ab 16, ist zurzeit Alkohol gefährlicher, also was die Masse an geht.
 
@Haudrauff
Damit habe ich gemeint, dass ich das Verlangen nach Tabak als größer empfinde, als das nach Alkohol. Sei es die "Zigarette danach" oder die Frühstückszigarette... ich persönlich rauche nur extrem selten Zigaretten, viel eher Shisha. Wenn man sich damit richtig auskennt, kann man hervorragende Geschmäcker mit viel Rauch hinbekommen. Wenn ich mich mit Kumpels treffe, um einen Film oder so zu schauen, ist eigentlich immer eine Shisha am Start... :rolleyes:

Meiner Meinung nach sollte man Alkohol erst ab 18 Jahren kaufen dürfen und die Kontrollen/Strafen sollten härter werden. Wenn ein 14-jähriger heute mit ner Flasche Vodka ertappt wird, ruft die Polizei bei den Eltern an - das wars. Die Eltern sollten dafür haften, von mir aus mit Geldstrafen oder sonstwas...
 
@Sc00ty

War klar. Ich hab nur die günstige Gelegenheit genutz um mal gegen die Tabakindustrie zu hetzen.

Das große und kurzefrequentierte Suchtverlangen nach Nikotin ist genauso wie bei allen anderen rauchbaren Drogen. Crack, Heroin, THC... alles wird sehr schnell vom Korper aufgenommen, aber eben nicht so langanhaltend wie eine orale oder intravenöse zufuhr.
 
drogen sind so alt wie die menscheit.

also geht einfach nur sorgsam damit um und alles bleibt easy :)

denn drogen gab es immer und wird es immer geben. aber heroin mit tabak zu vergleichen - naja iwie hinkt der vergleich ein wenig finde ich.

langsam wird ja auch auf medizinischer ebene ernsthaft geforscht, von einigen drogen erhofft man sich viel (vorallem in schmerztherapie, bewusstseinstherapie)

ich finde die resultierende kriminalität viel schlimmer - denn die meisten drogentote gibt es immernoch auf der strasse. und die sterben meist durch kugeln nicht durch drogen. hier sollte man anpacken denke ich. eine "freie" drogenausgabe wie in holland z.b könnte zumindest die dealerkriminalität etwas einschränken. wobei sich bei der beschaffungskriminalität nichts ändern wird
 
ThomasSilent schrieb:
heroin mit tabak zu vergleichen - naja iwie hinkt der vergleich ein wenig finde ich.

Ich habe lediglich die verschiedenen Konsummöglichkeiten aufgeführt. Das steht ja in keinem Zusammenhang mit der Gefährlichkeit.
Deshalb ist der Vergleich passend und hinkt keineswegs.
 
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