Um Gravatar, Typekit und Google-Fonts aus einer Standard-Wordpressinstallation rauszuschmeißen muss man manuell herum basteln aka "ein Child-Theme" erstellen. Das "hacken" ist dabei ja nicht mein Sprachgebrauch, sondern das, von den "Wordpressmenschen im Internet", weswegen ich es ja in Anführungszeichen packe. Es bezieht sich nicht auf das Hacken an sich, sondern auf das Verändern, Modifizieren, Erweitern eines bestehenden Systems, ähnlich wie bei Life-Hacks. Wenn du dich an dieser Sprache störst beschwere dich bitte bei deinesgleichen.
Man kann das Gravatar, Typekit und Google-Fonts Tracking jedenfalls nicht einfach in den Einstellungen einer Standard-Wordpressinstallation wegklicken. Genauso, wie man die "optimalen 80 Anfrage und 4,86 MB übertragen, beendet in 2,62 Sekunden" von einer albernen Wordpress-Seite nicht einfach weg bekommt...
Das meiste und dabei auch größte sind übrigens nicht die "drei Bilder im Slider" sondern die CSS(19 Stk.) und JS(28 Stk.)-Monster, die Wordpress mit den Wordpress-Themes und Wordpress-Plugins so mit sich bringt. Kann man so machen, ist dann halt Scheiße.
Im Standardumfang, aber auch mit "anderen Themes", sind diese o.g. Dinge aktiv und die sind in der Form nicht DSGVO-Konform und werden es auch nicht, indem man einen Datenschutzhinweis, automatisch durch das durch Sicherheitslücken aufgefallene "DSGVO-Wordpress-Plugin" mit "wir benutzen übrigens [GF|TypeKit|Gravatar]" auf seiner Webseite platziert. Das Solltest du als zertifizierter Datenschutzbeauftragter übrigens wissen.
Die beste Datenschutzerklärung lautet im O-Ton: "Wir brauchen hier keine Datenschutzerklärung, weil wir keine Daten von Dir erheben." Das sollte das angestrebte Ziel für einen Verein sein, um den Organisationsaufwand so gering wie möglich zu halten. Und dafür ist Wordpress, dabei bleibe ich, das falsche System. Ein Webseiten-Baukasten für Static-HTML wurde weiter oben ja schon genannt, ansonsten kann man sich bei Google in kürzester Zeit auch weitere raus suchen, die einem gefallen.
Das viele sogenannte "Webentwickler" Webseiten mit Wordpress zusammen klicken ist mir auch bekannt. Das macht diesen Berufsstand aber nicht besser oder die Leute qualifizierter darin zu beurteilen, warum Wordpress nicht geeignet ist, um Internetseiten zu erstellen. Würden sie es nämlich qualifiziert beurteilen, würden sie zu dem gleichen Ergebnis kommen, zu dem ich auch komme: Es ist nicht geeignet um Internetseiten zu betreiben. Sei es schon allein deshalb, weil es ständig durch Sicherheitslücken für die kurzfristige Maßnahme erforderlich sind auffällt. Zieht sich über Standardmäßigen Datenabfluss an mindestens die drei oben genannten Drittanbieter über eine schlechte Benutzererfahrung hin. Das einzige ist: Es ist einfach für einen Laien und für "Webentwickler" damit schnell zu einem Ergebnis zu kommen.
Das tun Webbaukästen für Seiten mit statischem HTML für den vorliegenden Fall jedoch auch.
Ich bin verantwortlicher Projektmanager und Senior Developer für Webapplikationen, Web-Schnittstellen und alte, monolithische Services im Insurance- und Finance-Bereich; habe allerdings nur 13 Jahre Berufserfahrung in dem Umfeld, was weiß ich also schon...
Übrigens: Unsere Firmenwebseite (wurde aus Zeitgründen von einen externen Webentwickler, wie du es einer bist, erstellt) ist auch so ein Wordpressmonster. Zum Glück bin ich für das "Mistding" nicht verantwortlich, wäre ich es, würde meine erste Handlung darin bestehen Wordpress rauszuschmeißen (zu lassen), weil das an der Stelle so sinnvoll ist, wie ein Kropf am Hals um einen Internetauftritt zu betreiben. Alles, was man damit macht oder vorhat geht entweder nicht oder zieht einen hohen Zusatzaufwand nach sich. Z.B. Teile der Seiten oder der Beiträge einer bestimmten Kategorie auf mehreren, aus anderen Systemen heraus dynamisch zu erzeugenden Unterseiten von einzelnen Kunden / Mitarbeitern, die jedoch über eine Subdomain laufen sollen, zu verwenden. Dafür musste uns dann nach vielen fehlgeschlagenen "Versuchen" seitens des "Webentwicklers" ein eigenes "Wordpress-Plugin" programmiert werden.
Würde man so etwas ohne Wordpress umsetzen, wäre es überhaupt kein Problem gewesen. Wordpress steht sich da schwer selber im Weg. Die Ressourcen-URLs sind zunächst nicht relativ, gibt es aber ein Plugin für, um das zu ändern. Teile der Wordpressinstallation auf einer Subdomain im Wordpress laufen zu lassen ist in der Form zunächst gar nicht möglich. Dynamische wechselnde, je nach Kontext, Formulare sind nicht möglich. Dynamische Startseiten, je nach Benutzerkontext, sind nicht möglich. Alles ein großer Haufen Mist. Zum Glück ist die Internetseite für unseren Business-Bereich nicht wichtig, sonst wäre sie ja nicht nach extern vergeben worden...
Für eine Vereinswebseite halte ich Wordpress mit meiner Expertise, die ich mir hier auch von Random Internet People nicht absprechen lasse, immer noch falsch, schlichtweg, weil der Betrieb einer Wordpressseite für Laien zu aufwändig ist.
Wir haben unseren externen Entwickler per SLA und Wartungsvertrag in die (uns kostenpflichtige) Verantwortung genommen, dass er das Ding regelmäßig wartet (Updates, Patches und Hotfixes der Plugins und des Hauptsystems einspielt und kurze Tests durchführt, ob alles danach noch funktionsfähig ist). Macht das ein Verein ebenfalls? Wohl kaum...