Dishonored-Entwickler: Ubisoft soll Xbox-Studio Arkane Lyon übernehmen wollen

Frank Hüber
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Dishonored-Entwickler: Ubisoft soll Xbox-Studio Arkane Lyon übernehmen wollen
Bild: Ubisoft

Laut Bloomberg soll auch Ubisoft an der Übernahme der Dishonored-Entwickler Arkane Lyon interessiert sein. Inzwischen sollen drei Unternehmen ein Angebot abgegeben haben, aber auch ein Management Buyout stehe zur Diskussion. Das Studio hinter Dishonored arbeitet derzeit an Marvel’s Blade und gehört seit 5 Jahren zu Microsoft.

Arkane Lyon gehört zu ZeniMax, das Microsoft vor fünf Jahren übernommen hat. Ein Verkauf statt einer Schließung des Studios gilt derzeit als wahrscheinlichere Option. Die Beratungen über den Verkauf an einen anderen Publisher oder ein Management Buyout wurden dem Bericht von Bloomberg zufolge bis zum 13. Dezember verlängert. Ein Verkauf von Arkane an die eigene Führungsriege wäre ein ähnlicher Schritt wie bei Double Fine, Undead Labs und Compulsion Games, die nach dem Umbau bei Xbox auch wieder unabhängig wurden. Anders sieht es aktuell beim Studio Ninja Theory aus, das vor der Schließung stehen soll.

Marvel’s Blade spielt in Paris

Arkane arbeitet derzeit an Marvel’s Blade, das bereits bei den Game Awards 2023 angekündigt wurde. Viele Details zum Spiel sind bislang allerdings nicht bekannt. Das Action-Adventure soll aus der Third-Person-Perspektive gespielt werden, was für ein Arkane-Spiel eher ungewöhnlich ist. Die Handlung ist in Paris angesiedelt, wo Blade gegen eine Vampirwelle kämpft, die die französische Hauptstadt zu überrollen droht. Das Spiel soll Gerüchten zufolge inzwischen nahezu fertig sein, könnte also unter Umständen noch erscheinen, unabhängig davon, wie es für Arkane dann genau weitergehen wird.

Ubisoft kennt Arkane bereits

Ob Ubisoft als Käufer infrage kommt, wird sich zeigen müssen. Denn auch Ubisoft selbst hat 2026 Studios geschlossen und im Laufe des Jahres Hunderte Mitarbeiter entlassen. Ob ein Kauf eines Studios, von dem sich Microsoft nicht grundlos trennen möchte, dann tatsächlich in den Plan passt, wird sich zeigen. Allerdings kennen sich Ubisoft und Arkane bereits, denn Ubisoft hat 2006 „Dark Messiah of Might and Magic“ von Arkane veröffentlicht, noch bevor ZeniMax das Studio übernommen hat. Dass beide Unternehmen französisch sind, könnte ein weiterer Faktor sein.

Zukunft der Marken unklar

Wie es mit den Marken weitergeht, wenn Arkane verkauft werden sollte, ist zudem noch offen. Insbesondere bei einem Management Buyout gilt der Verbleib der Marken Dishonored und Deathloop bei Arkane aber als wahrscheinlich. Bei der Übernahme durch ein anderes Studio sei dies allerdings nicht so eindeutig, spekuliert Bloomberg.

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