News ArchLabs 2020: Linux pur ohne Desktop und Dekorationen

NJay schrieb:
Wenn man es Pur und leicht will und es sich an fortgeschrittene Nutzer richtet, dann kann man Arch Linux auch einfach selbst installieren und hat es maximal flexibel...

Ich nutze mittlerweile auf meinem NAS, Rootserver und Desktop Arch.
Aber die Desktopumgebung zum laufen zu bekommen war das größte Gefrickel seit Jahren.
Eigentlich wollte ich wayland + sway verwenden, aber es hat nicht funktioniert.
Musste dann auf x server und i3 zurück.
 
Spike Py schrieb:
Versteh ich nicht: Warum nur schwarz oder weiß, wieso soll kein grau sinnvoll sein?
Ich arbeite gern und viel im Terminal, aber ich will auch einen ordentlichen Browser nutzen und grafische Programme (Atom, Inkscape, Gimp, Thunderbird uvm. ), dabei aber nicht soviel overhead wie mit einem riesigen DE, das auch jede Menge fläche verschenkt mit seinen Decorations und Features hat, die ich nicht brauche/nutze?

Ich sag nichts gegen grau :D Dafür ist Linux ja da, damit man zwischen Schwarz und Weiß (wie bei Windows) sein eigenes Grau finden kann. Und das ist auch gut so.

Mit ner vollwertigen DE kann ich aber genauso schmal und minimal meinen Desktop bauen ohne, dass es viel Ressourcen braucht. Lieber hab ich alle Optionen und nutze nur wenige als beschränkt zu sein. :)
 
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Danke für den Artikel.
Habe es mal mit KDE Plasma als DE installiert und fluppt sehr gut!
Endlich mal eine Arch-Distribution mit ordentlichem Installer, da ist das "normale" Arch ja noch in 1995 gefangen was das angeht.
 
NJay schrieb:
Ich hab auch nie gesagt, dass Systemd-boot besser doer schlechter ist als Grub, nur ich komme damit besser zurecht
Ich auch nicht deswegen der Smiley - versteh auch nicht warum manche aus so vielem einen Glaubenskrieg machen
 
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wayne_757 schrieb:
Eigentlich wollte ich wayland + sway verwenden, aber es hat nicht funktioniert.

Wayland ist leider immer noch nicht fertig. Wenn man ein Gnome oder KDE installiert muss man auch nichts frickeln. Aber Sway und wayland sind auf jeden Fall cool, wenn es denn irgendwann mal richtig laeufen wuerde..
Ergänzung ()

keyring80 schrieb:
Endlich mal eine Arch-Distribution mit ordentlichem Installer, da ist das "normale" Arch ja noch in 1995 gefangen was das angeht.

Das ist absicht, du sollst dir dein arch ja so installieren wie du willst, mit den Tools wie du willst.
Was findest du am besten:

Grub, systemd-boot, etc?
Network-Manager, netctl, etc?
KDE, Sway, i3, gnome, etc?

Und so weiter. Das kann ein Installer nicht so einfach alles abdecken.
 
Zuletzt bearbeitet:
@NJay
Man könnte ja auch einfach beim booten der ISO-File anbieten, ob man den Installer oder die Vanilla-Erfahrung ohne alles haben möchte.
Der Kalamares von Manjaro bekommt das doch locker hin, müsste man nur für Arch (pur) anpassen.
 
Kann es sein, dass der Autor hier 'Desktop' und 'Desktop Environment' durcheinander gebracht hat?

Natürlich bietet auch diese Linux-Distribution einen 'Desktop' (= grafische Benutzeroberfläche) - nur die Anwendungen muss man sich halt selber zusammensuchen, installieren und konfigurieren.

Die Abwesenheit eines 'Desktops' wäre die Eingabeaufforderung in einer Shell in Form eines command-line interface (CLI) - so wie beim echten ArchLinux nach der Installation.

Ein schlankes 'Desktop-Environment' wie LXQt oder LXDE (die auch beide unter Openbox laufen) bringt einen gut aufeinander abgestimmten Satz der wichtigsten Anwendungen, eines funktionierenden 'Start'-Menüs, einer Taskleiste und eines Dateimanagers bereits mit.

Wer schon mal versucht hat, einen Dateimanager wie SpaceFM unter Openbox selber einzurichten, z.B. die Suchfunktion via Catfish und Automount mit udisks/devmon/udevil nachträglich reinzufrickeln, wird auf solche Erfahrungen gerne in Zukunft verzichten. Wenn der Nutzer sehen möchte, welche Programme er gerade geöffnet hat und schnell auf diese zugreifen und zwischen diesen wechseln möchte, braucht ein Dock oder Panel wie z.B. tint2. Auch hier ist die Konfiguration kein Vergnügen - von dem Openbox eigenen(willigen) dynamischen 'Pipe-Menü' will ich erst gar nicht anfangen: Da kann man sein Abitur dran machen! Da ist die sich über mehrere Seiten erstreckende rc.xml, mit der Openbox konfiguriert wird, noch regelrecht anwenderfreundlich.

Klar ist das alles extrem 'schlank' - aber auch extrem unkomfortabel und unnötig kompliziert.

Entweder ich installiere mir ein wirklich absolut rudimentäres Grundsystem wie ArchLinux und konfiguriere mir alles quasi von Grund auf von selbst oder ich nehme eine Distribution, die mir ein fertig nutzbares System liefert, mit dem ich ohne größere Einstellungsorgien sofort zu arbeiten anfangen kann.

Ein halbgares System wie dieses 'ArchLabs' ergibt für mich keinen Sinn - entweder ich kann mir so etwas gezielt selber zusammenstellen (dann weiß ich auch, wie es funktioniert!) oder ich nutze eine Distribution, die wenigstens die wichtigsten Programme schon fertig nutzbar mitbringt.

Der 'erfahrene Anwender, der sich bereits etwas ausführlicher mit Arch Linux beschäftigt hat' wird wohl weder "Ventoy oder Rufus" nutzen, um sein Image auf USB zu schreiben, sondern eher 'dd'. Auch gibt es im 'populären Vorbild Arch Linux' gar kein Paket (auch nicht im AUR!) namens 'Pacli' - wenn ArchLabs direkt die Paketinfrastruktur von ArchLinux nutzt ist von dubiosen grafischen Pacman-Wrappern (wie z.B. auch Octopi) sowieso dringen abzuraten, da immer mal wieder manuelle Eingriffe beim Updaten notwendig werden und man tunlichst auf die Ausgabe von Pacman achten sollte - sonst hat man nach ein paar Updates alles voller 'pacnew' und 'pacsafe' Dateien durch die keine mehr durchsteigt und die betroffenen Programme funktionieren plötzlich nicht mehr.

Und ganz nebenbei: 250 bis 300 MB Arbeitsspeicher im Leerlauf? Unter Debian, 'clean install, cold boot' benötigt die LXQt 112 MB (Openbox, qt5), LXDE (Openbox, gtk3) etwas weniger als 100MB. (https://blog.lxde.org/2016/10/04/benchmark-memory-usage-lxqt-desktop-environment-vs-xfce/).

Glück und Frieden!
 
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R3n3947 schrieb:
Der 'erfahrene Anwender, der sich bereits etwas ausführlicher mit Arch Linux beschäftigt hat' wird wohl weder "Ventoy oder Rufus" nutzen, um sein Image auf USB zu schreiben, sondern eher 'dd'.
also ich nehm seit Gnome3 immer das vorinstallierte gnome-disk-tool ;-)
 
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R3n3947 schrieb:
Und ganz nebenbei: 250 bis 300 MB Arbeitsspeicher im Leerlauf? Unter Debian, 'clean install, cold boot' benötigt die LXQt 112 MB (Openbox, qt5), LXDE (Openbox, gtk3) etwas weniger als 100MB. (https://blog.lxde.org/2016/10/04/benchmark-memory-usage-lxqt-desktop-environment-vs-xfce/).

Naja, die Testbedinungen waren halt auch immens niedrig (Auflösung: 1024x768) und die Tests sind jetzt auch schon 4 Jahre alt. Da tut sich schon was mit den Werten :D
 
Lord_X schrieb:
Was funktioniert den nicht? Habe das seit ca. 1 Jahr am Start.

Ich selbst habs noch nie benutzt, aber zwei Freunde von mir. Beide haben identische Probleme beim Screen sharing in praesentationen, dass sie nur x-Fenster teilen koennen und keine Wayland-Fenster. Bis vor kurzem ging aber nichtmal das und der eine hat immer extra gnome gestartet, um eine Praesentation zu halten.
 
Kreyyr schrieb:
Aber wenn ich sehe, dass mein Arch mit nem vollwertigen KDE Plasma Desktop auch nur 340MB RAM belegt, sehe ich wenig Nutzen darin... Entweder hat man nen Desktop oder man hat eben keinen und arbeitet nur auf der Kommandozeile. 🤷‍
Bei heutiger Hardware ist der Overhead eines Desktops sicher vernachlässigbar. Diesen brauche ich überhaupt auch nur auf meinem Haupt-Rechner. Auf allem anderen sehe ich gar keinen Grund für einen Desktop.
Allerdings habe ich bis heute keinen Linux-Desktop gefunden, der mir zusagt. Gnome 3 ist für mich eine Zumutung und mit KDE, Mate, etc. werde ich auch nicht warm. Tatsächlich ist auf dem Desktop Windows uneinholbar, was Usability, Konsistenz, usw. angeht. Daran wird auch Wayland wenig ändern.
Ist aber nicht schlimm, mit WSL1/2 bekommt man immer mehr das beste aus beiden Welten. Das ist zwar an einigen Stellen noch ein bisschen unrund, aber es wird immer besser.
 
allli84 schrieb:
Tatsächlich ist auf dem Desktop Windows uneinholbar, was Usability, Konsistenz, usw. angeht.
lol
Hier im Forum musst Du mit solchen Aussagen aufpassen. Nicht jeder erkennt die feine Ironie. :-)
 
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Man muss sich nur die Frage stellen will man Windows Home oder Pro.
Ansonsten stellt sich die Frage welches der Drölfmillionen Linux Distributionen zu einem passen könnte die es gibt^^
 
Hm. So anno 2002 hab' ich auf einem Pentium mit 24 bis 64MB RAM und ca. 1GB HDD Linux komplett mit KDE (in Farbe!) und Co. laufen lassen. Warum braucht neue Software immer mehr Leistung? Festplattenplatz, okay..Da mehr Libs und mehr Progs.. Aber RAM? 😕

Edit: Geht doch bestimmt auch anders!?
Das aktuelle FreeDOS zum Beispiel braucht kaum mehr Ressourcen als MS-DOS 6.2x.
 
wayne_757 schrieb:
Ich nutze mittlerweile auf meinem NAS, Rootserver und Desktop Arch.
Aber die Desktopumgebung zum laufen zu bekommen war das größte Gefrickel seit Jahren.
Eigentlich wollte ich wayland + sway verwenden, aber es hat nicht funktioniert.
Musste dann auf x server und i3 zurück.
Für alle die Arch-Linux (ziemlich bequem) installieren möchten, sollen das mit dem Zen-Installer versuchen.
 
joshy337 schrieb:
Festplattenplatz, okay..Da mehr Libs und mehr Progs.. Aber RAM? 😕
Was glaubst du wo die ganzen Daten landen, die von der Festplatte gelesen wurden, bevor sie von der CPU verarbeitet werden? Ganz genau: RAM.
Heißt: je größer das Programm (auf der HDD) desto mehr RAM wird es auch belegen.
 
benneq schrieb:
verarbeitet werden? Ganz genau: RAM
Das heißt ja nicht, das automatisch alles gleichzeitig im RAM sein muss. Es kann ja auch immer nur das im RAM sein, was gerade benötigt wird.
Insofern hat er nicht ganz unrecht.
 
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