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News Cloud-Gaming-Dienst: Shadow by Blade ist pleite, will aber weiter machen

nu ja, von mir gibt's da ne klare Einstellung:

Gut, dass es einen der Dienste weg gepowert hat đź‘Ť

denn das zeigt den anderen, dass sie doch noch weiter fleißig in Gaming-Hardware, Optimierung etc. investieren müssen und nicht etwa auf einen "Goldgräber Zug" Cloud-Gaming aufspringen müssen.
 
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Schneee schrieb:
Warum es nicht kostendeckend war, sagt der Artikel nicht und ist widersprüchlich. 13 Euro klingt nicht viel, aber wenn die eine breite Kundenbasis, die nicht nur aus Nerds besteht, hätte, jeder davon eine Stunde am Tag spielt, und sagen wir mal eine Instanz im Schnitt an 12 Kunden gehen könnte, bist du bei 156 Euro Umsatz im Monat, ok davon gehen 50 Euro für Strom weg.
Die Annahme ist schon sehr optimistisch. Die meisten Leute werden ja - selbst wenn nur eine Stunde - eher Nachmittags und Abends dran sein. Ich sehe da eher so 4-6 Kunden / Instanz.

Der Rest passt, Fitnessstudio-Effekt und co. sind hier sich auch vorhanden.
 
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mibbio schrieb:
Liegt aber zum Teil auch an der Berichterstattung in den gängigen Medien. Zumindest ist mir in der Vergangenheit in Artikeln zu Cloud Gaming die dicken Player erwähnt werden aber Shadow dabei sehr oft gar nicht mit genannt wird.
Klingt für mich aber dann auch etwas nach einem Marketing Problem. Ich habe Shadow zwar mal gehört aber mich nie wirklich damit beschäftigt. Stadia, M$, NoVideo sind mir da schon werbetechnisch eher aufgefallen.
Gerade ein voll nutzbares Windows ist ja ein Unique Selling Point fĂĽr einige Nutzer, muss man ja nicht nur zum Zocken nutzen.

Wie aber zuvor auch gesagt worden ist. Irgendwo auch Missmanagement wenn die Nachfrage immernoch enorm sei 🤷‍♀️
 
Matthias80 schrieb:
und wurde auf CB drĂĽber berichtet...
aha?
mibbio schrieb:
Liegt aber zum Teil auch an der Berichterstattung in den gängigen Medien. Zumindest ist mir in der Vergangenheit in Artikeln zu Cloud Gaming die dicken Player erwähnt werden aber Shadow dabei sehr oft gar nicht mit genannt wird.
Bin wohl nicht der einzige, dem das nix sagt.
QuackerJJ schrieb:
Ich wĂĽrde wetten Shadow hat mehr User als Stadia.
Gibts ne verlässliche Zahlenquelle? Weil ich finde dazu nichts handfestes im Netz.
 
Autokiller677 schrieb:
Und wenn bei dir der Blitz einschlägt, hast du eventuell auch keinen PC mehr.
Aber eine Hausratversicherung.

calippo schrieb:
Ich sehe da vor allem die Gruppe der ehemaligen Gamer, die mit Haus, Job und Familie jetzt nicht mehr ausreichend Zeit haben um einen Gaming-PC zu rechtfertigen und dennoch mal Cyberpunk spielen wollen.
Mit der angebotenen HW-Konfiguration von Shadow wäre Cyberpunk wohl eher schwierig. Mehr Leistung dürfte mehr Geld kosten. Klar. Es kommt am Ende darauf an, wie viel Zeit ich für mein Hobby noch finde. Aber es muss halt auch nicht immer der neueste Shit sein.
Auch wenn hier gerade auf CB immer der Eindruck vermittelt wird, dass es jedes Jahr das aktuellen Grafikkarten-Topmodell sein muss und auch die CPU eigentlich jährlich aufgerüstet werden muss :)
 
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Klassisch verkalkuliert. Zu schnelles Wachstum hat schon einigen unternehmen das Genick gebrochen. Klingt immer blöd, ist aber nicht so selten. Besonders bei Produkten, wo man vorher massiv in Vorleistung treten muss. Ich denke man hat hier zu knapp kalkuliert. Die Idee ist gut, aber viele Hoffnungen der User haben sich auch nie erfüllt. Z.B. im Abo immer die aktuellste Hardware haben. Zum Start waren die VMs halt wirklich auf Augenhöhe mit einem guten Rechner, heute sind eine 1080, 4 Kerne, 256GB SSD und 12GB Ram nur noch Low End Einstiegsklasse.

Der erste groĂźe ETH Boom dĂĽrfte Ihnen auch die Kalkulation verdorben haben, da hier die Auslastung der Server pro User sehr hoch gewesen sein muss und man mit den geplanten Usern pro Ressource nicht ausgekommen ist. DĂĽrften viele Faktoren zusammengekommen sein. Der Upgradepfad ist nun auch deutlich teurer geworden
kachiri schrieb:
Aber letztlich: Wenn ich etwas besitze, habe ich fĂĽr etwas bezahlt, dessen Gegenwert ich besitze. Auch wenn dieses Eigentum mit der Zeit Wert verliert, habe ich hier gebundenes Kapital.
Wenn ich fĂĽr einen Service zahle, dann schmeiĂźe ich quasi mein Kapital in den Ofen.

Ist immer so eine Sache. Nicht jede Sache möchte man unbedingt besitzen. Nicht umsonst gibt es das alte Sprichwort "Kaufe was an Wert gewinnt und miete was an Wert verliert". Klar, ist nicht auf jede Situation übertragbar. Es gibt aber durchaus Situationen, wo so ein Modell sehr interessant sein kann im vergleich zum Kauf. Im Falle von Blade wurden im Nachhinein für viele leider die Erwartungen nicht ganz erfüllt, was die Hardware angeht.

kachiri schrieb:
Es ist eine nette Alternative für Gelegenheits-Zocker. Wenn ich aber wöchentlich wirklich mehrere Stunden zocke, dann sehe ich halt weiterhin den Gaming-PC in den heimischen 4 Wänden.

Ich finde Shadow eigentlich aus dem Grund interessant, dass man damit halt nicht nur zocken kann, wie es mit anderen Diensten halt ist.

Ich hatte mal einen theoretischen anwendungsfall für sowas. Als ich Dual Studiert habe (Teilweise Präsenz am Uni Standort für einige Wochen, dann auch mal wieder über Monate nicht) da hätte ich sowas toll gefunden, wenn man einfach mal für ein paar Monate im Jahr sowas nutzen kann. Für die paar Wochen im Jahr brauch ich kein teures Gamingnotebook, wenn zu Hause eh ein Rechner steht. wenn man den Dienst wirklich jederzeit buchen könnte und keine lange Bereitstellungszeit hätte, dann wäre das in solchen Situationen super. Bei Bereitstellungszeiten von 3-6 Monaten natürlich keine Alternative
 
kachiri schrieb:
Aber eine Hausratversicherung.
Hat nicht jeder (ich z.B. nicht), und bis der Schadensfall mal abgewickelt ist und der neue PC da dauert Wochen.

Einen anderen Cloud-Gaming Service kann man in Minuten buchen und bei allen anderen auĂźer Shadow sind da auch keine groĂźen Wartezeiten hinter.
 
Shoryuken94 schrieb:
Ich hatte mal einen theoretischen anwendungsfall für sowas. Als ich Dual Studiert habe (Teilweise Präsenz am Uni Standort für einige Wochen, dann auch mal wieder über Monate nicht) da hätte ich sowas toll gefunden, wenn man einfach mal für ein paar Monate im Jahr sowas nutzen kann. Für die paar Wochen im Jahr brauch ich kein teures Gamingnotebook, wenn zu Hause eh ein Rechner steht. wenn man den Dienst wirklich jederzeit buchen könnte und keine lange Bereitstellungszeit hätte, dann wäre das in solchen Situationen super. Bei Bereitstellungszeiten von 3-6 Monaten natürlich keine Alternative
Da hätte es aber auch eine Shield und eine direkte Verbindung in dein Heimnetzwerk auch getan. Stichwort "Gamestream". Also wenn man ohnehin einen Gaming-PC besitzt ;)

Autokiller677 schrieb:
Hat nicht jeder (ich z.B. nicht), und bis der Schadensfall mal abgewickelt ist und der neue PC da dauert Wochen.
Am falschen Ende gespart... In vielen Mietverträgen wird man btw. dazu verpflichtet, eine Hausratversicherung abzuschließen. Auch wenn die Klausel wohl unwirksam ist. Die paar Euro im Monat für eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung sollte man investieren, da mögliche Schäden gar nicht so selten sind und schnell sehr teuer werden. Da stehen die Kosten für die Versicherung absolut in keinem Verhältnis mehr.
 
kachiri schrieb:
Am falschen Ende gespart... In vielen Mietverträgen wird man btw. dazu verpflichtet, eine Hausratversicherung abzuschließen.
In meinem Mietvertrag nicht, wieso auch? Hausrat sichert ja nur meinen Kram in der Wohnung ab ("alles was rausfällt, wenn man das Haus umdreht und schüttelt"), also nix, was dem Vermieter gehört. Anderes deckt die PHV.

Eine Hausratversicherung würde mich einerseits massiv überversichern, weil man bei quasi allen Anbietern mindestens 700€(?) / m2 versichern muss, auf die ich um Längen nicht komme.

Andererseits würde es dem Grundsatz widersprechen, nichts zu versichern, wo man den Schaden selbst abdecken kann. Denn letztlich verdient am Ende vor allem immer die Versicherung, und das nicht zu knapp wenn man sich deren Geschäftsberichte anschaut.
Daher sichere ich die Risiken ab, die ich selber nicht regulieren könnte - Berufsunfähigkeit, Haftpflicht, Krankenversicherung (gut, da hab ich in D eh keine Wahl) - und den Rest eben nicht. Genausowenig wie ich eine extra Versicherung für Handy, Mietwagen oder sonstiges abschließe, solange ich den Schadensfall selbst decken könnte. Statistisch gesehen kommt man so mit mehr Geld raus.
 
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Schneee schrieb:
(...) Ich bin kein Fan von sinnlosem Cloudgedöns, aber für Spiele würde es Sinn machen. (...)
Was die Leistungsaufnahme im Betrieb angeht ist es auf jeden Fall ganz groĂźer Unsinn:
Die Eingabedaten vom Spieler werden versendet (x ms), das Spiel wird berechnet (y ms), die Daten werden codiert (a ms), werden versendet (b ms), werden dekodiert (c ms). Gesamtdarstellungslatenz= x+y+a+b+c klingt im ersten Moment noch gar nicht mal so schlecht, solange x+a+b+c < y sind wäre das ja zum Beispiel weniger als eine Verdoppelung der normalen lokalen Darstellungslatenz. Aber, und das ist so relevant: Neben der Einschränkung bei der Latenz gibt es ja auch die Einschränkung bei der Bildqualität! Die Kompression sorgt ja auch dafür, dass du mehr Power im Rechenzentrum als zu Hause für vergleichbare (nicht identische, das ist praktisch nicht gangbar) Bildquali brauchst.

Entsprechend wird auf dem gesamten Weg wirklich enorm viel Energie verballert. Sofern in Zukunft nicht der Energiebedarf bei der Herstellung von Grakas im Vergleich zur Leistungsaufnahme im Betrieb hammerhart durch die Decke geht, sehe ich energetisch keinen grĂĽnen (haha) Zweig fĂĽr das Spielestreaming.
 
Da ich wegen der irren Grafikkartenpreise Clouddienste mittlerweile als ernsthafte Alternative sehe, habe ich die letzten Wochen mal Stadia getestet. Vom Erlebnis war ich nicht sonderlich begeistert.. trotz 50k-Leitung hatte ich unter Full HD (PUBG) alle paar Sekunden (~5-7) so eine Art Nachladeruckler, wo das Bild ganz kurzzeitig krisselig wurde. So in etwa wie wenn bei einem UDP-Stream Datenpakete verloren gehen. Hat diese Erfahrung auch schon jemand bei anderen Diensten gemacht (z.B. diesem)?
 
Zuletzt bearbeitet:
kachiri schrieb:
Mit der angebotenen HW-Konfiguration von Shadow wäre Cyberpunk wohl eher schwierig. Mehr Leistung dürfte mehr Geld kosten
Ah ok, stimmt. Mit einer 1080 und 4Kern CPU wird es knapp mit den neuen Spielen. Na dann verstehe ich die Zielgruppenstrategie nicht.
Bei 13€ pro Monat im Jahresabo ist man schon bei 156€ pro Jahr. Eine Konsole bekommt man auch schon mal für 200€ und für 156€ pro Jahr kann man einen Büro-PC zum Gamingrechner ausbauen (wenn nicht gerade die Grafikkartenpreise komplett abdriften)
 
kachiri schrieb:
Da hätte es aber auch eine Shield und eine direkte Verbindung in dein Heimnetzwerk auch getan. Stichwort "Gamestream". Also wenn man ohnehin einen Gaming-PC besitzt ;)

Wenn man sein Netzwerk entsprechend von außen zugänglich machen möchte... Getestet hatte ich es über das Steam Streaming mit nicht zufriedenstellendem Erfolg.

calippo schrieb:
Ah ok, stimmt. Mit einer 1080 und 4Kern CPU wird es knapp mit den neuen Spielen.

Na ja damit laufen neue Spiele aber besser, als mit den Konsolen, die man für 200€ kaufen kann. Ein Vorteil der Cloudlösung ist auch die Mobilität, welche bei einer Konsole nicht gegeben ist.
Ergänzung ()

calippo schrieb:
und für 156€ pro Jahr kann man einen Büro-PC zum Gamingrechner ausbauen

Kommt drauf an. Eine Grafikkarte die schneller als eine 1080 ist, kostet noch immer ein paar Euro mehr, hinzu kommen bei vielen OEM Bürorechner Platzprobleme und unzureichende Netzteile. Aber ja, wenn man eh einen Halbwegs brauchbaren PC hat, dann ist das für den reinen heimbetrieb nicht unbedingt eine attraktive Lösung
 
Autsch, ich hoffe ebenfalls, dass der Dienst ĂĽberlebt.

Nutze ihn gerne und ist neben GerforceNow genau fĂĽr meine BedĂĽrfnisse passend.
Kleiner (alter) Laptop am Monitor und trotzdem genĂĽgend Power.
Mal am iPad, mal am Smartphone. Echt top.

Preislich voll i.O.
 
Shoryuken94 schrieb:
Na ja damit laufen neue Spiele aber besser, als mit den Konsolen, die man für 200€ kaufen kann. Ein Vorteil der Cloudlösung ist auch die Mobilität, welche bei einer Konsole nicht gegeben ist.
bei 156€ pro Jahr würde ich das natürlich auch erwarten, nach 3 Jahren ist man bei fast 500€ und die neuen Konsolen liegen wohl über einer 1080.

Shoryuken94 schrieb:
Eine Grafikkarte die schneller als eine 1080 ist, kostet noch immer ein paar Euro mehr,
Ja, aber der potentielle Nutzer solcher Dienste muss sich das ja irgendwie ausrechnen und sich daher an der 1080 orientieren. Wenn man den aktuellen Hype mal rausrechnet und annimmt, dass sich das auch mal wieder normalisiert, dann würde ich die Grafikleistung einer 1080 bei ca. 250€ ansetzen. Ein 60€ Netzteil reicht da auch schon und ein einigermaßen taugliches Board kostet vielleicht 80€, diese Komponenten haben vielleicht jeweils 40€ Aufpreis zu Bürobasisvariante. Für ca. 330€ Aufpreis kann man aus einem Bürorechner also einen etwa vergleichbaren Gaming-PC bauen der dann 3-4 Jahre hält. Das ist günstiger als Shadow.

Es bleibt halt nur eine Nische an Spielern, die das nur punktuell und vielleicht mobil und gar nicht mal so anspruchsvoll wollen. Das sind ggf. auch die Leute, die sich fĂĽr so neue Techniken gar nicht interessieren und die gar nicht wissen, dass es solche Dienste gibt.

Mich wundert nicht, dass das alles noch nicht so richtig gut funktioniert
 
Naja die ganze Sache muss eben auch portabel sein und dann muss in die Rechnung schon auch eine vernĂĽnftige Internetbereitstellung mit XXX Upload rein und die Stromkosten fĂĽr 24/7 Betrieb.
NUR weil ich mir nach X Monaten dafĂĽr ein PC oder Konsole kaufen kann, habe ich diese ja immer noch nicht immer dabei.
Wie @Autokiller677 das schon gesagt hat, kann ich mit einem 0815 Tablet oder Notebook auf ein sehr fixes System zugreifen. Zum Teil fängt das auch genau da an, wo man zuvor aufgehört hat.

Es gibt Tools wie Parsec etc., mit deren man den Home PC in ein Cloud PC verwandeln kann. Funktioniert ganz ok, aber es gibt noch Luft nach oben.
 
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calippo schrieb:
Ich sehe da vor allem die Gruppe der ehemaligen Gamer, die mit Haus, Job und Familie jetzt nicht mehr ausreichend Zeit haben um einen Gaming-PC zu rechtfertigen und dennoch mal Cyberpunk spielen wollen. Das scheint mir aber eher eine kleine Gruppe zu sein und so viele gute Must Haves kommen ja doch nicht raus.
Hallo hier bin ich, exakt wie beschrieben :-)
Geforce Now und FTTH läuft einfach geschmeidig, ich finds nur schade, daß sie maximal FullHD anbieten.

Ehrlicherweise hatte ich für dieses Jahr tatsächlich einen neuen Gaming-PC geplant, aber nachdem ich die Preise für Grafikkarten gesehen hab, hab ich stattdessen lieber eine Xenia bestellt (Lieferzeit allerdings ähnlich).
 
calippo schrieb:
bei 156€ pro Jahr würde ich das natürlich auch erwarten, nach 3 Jahren ist man bei fast 500€ und die neuen Konsolen liegen wohl über einer 1080.

Vollkommen richtig. Hier kommt das Problem zu tragen, dass Shadow seinen Upgradeplänen nie nachgekommen ist und Kunden im Jahr 2021 noch immer mit der ollen 1080 like GPU rumgurken

calippo schrieb:
Ja, aber der potentielle Nutzer solcher Dienste muss sich das ja irgendwie ausrechnen und sich daher an der 1080 orientieren. Wenn man den aktuellen Hype mal rausrechnet und annimmt, dass sich das auch mal wieder normalisiert, dann würde ich die Grafikleistung einer 1080 bei ca. 250€ ansetzen. Ein 60€ Netzteil reicht da auch schon und ein einigermaßen taugliches Board kostet vielleicht 80€, diese Komponenten haben vielleicht jeweils 40€ Aufpreis zu Bürobasisvariante. Für ca. 330€ Aufpreis kann man aus einem Bürorechner also einen etwa vergleichbaren Gaming-PC bauen der dann 3-4 Jahre hält. Das ist günstiger als Shadow.


Auch vollkommen richtig. Auch hier bleibt die stagnierende Hardware im Clouddienst ein Problem. Das eine Cloudlösung auf Dauer teurer ist, ist klar. Das ist denke ich auch nicht das Argument. Schließlich muss auch der Anbieter entsprechende Hardware vorhalten und auch unterhalten. Beim Vergleich mit dem Heimrechner musst du natürlich alleine für die Stromkosten aufkommen. Dir fallen im Gegenzug aber keine Kosten für den Rechenzentrumsbetrieb, Netzwerk, Klimatisierung etc. an.

Die Kosten sind daher nicht wirklich vergleichbar. besonders wenn man den Mobilitätsfaktor betrachtet. Theoretisch müsste du für die Vergleichbarkeit deinen Rechner auch in einer RZ Colocation unterbringen, damit sich das wirklich vergleichen lässt.

Daher auch meine Meinung, rein für den Betrieb zu Hause macht das ganze Dauerhaft keinen Sinn, wenn man einen halbwegs brauchbaren Rechner / aufrüstbaren Rechner hat. Wenn man das ganze mit all seinen Vorteilen nutzen könnte und Shadow seine Upgrade Pläne durchgezogen hätte, dann wäre das Angebot auch für mehr Anwendungsbereiche interessant. Mit ständigen Hardware Upgrades wäre das ganze vielleicht auch für zu hause lohnenswert. in der aktuellen Version ist es aber nicht der Fall
 
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Extrem schade... war es doch das beste/offenste Konzept am Markt. Die HintergrĂĽnde sind nicht 100% klar - ich vermute aber, dass einerseits ihre Finanzierung bei herab gesetzten Abo-Preisen zunehmend ins wanken geraten ist, als sie keine simple Consumer GPUs mehr verbauen durften bzw. konnten, und andererseits sie ihren USP im aufkommenden Cloud-Gaming-Markt nie wirklich kommuniziert bekommen hatten.

Leider habe ich wenig Hoffnung fĂĽr deren Zukunft. Nvidia ist mit ihrer letzten Produktiteration (Geforce Now) im Nutzwert fast an Shadow herangerĂĽckt (kaum ein Spieler versteht den Unterschied zu Shadow gar noch, und wundert sich nur weshalb bei Geforce Now manche Spiele in seiner Bib nicht auftauchen). Im Pricing ist Geforce Now sowas von aggressiv und in der Kommunikation perfekt aufgestellt, sodass quasi ĂĽberhaupt keinen Mitbewerber mehr entstehen kann.
Der Atem von Nvidia wird vermutlich endlos sein, da das Thema fĂĽr sie eher eine protective Strategie ist: Entweder Grafikkarten verkaufen oder Cloud-Gaming-Abos - letztendlich egal, solange es kein anderer macht.
Zugute muss ich Nvidia halten, dass sie im Grunde der "relevante Erfinder bzw. initiale Ausgestalter" der Technik sind, und sich sehr lange schon um den Markteintritt der Technik bemĂĽhen. Da war Shadow sogar eher der NutznieĂźer.

Bevor Shadow dann irgendwann endgültig das Licht ausmacht, sollten sie zumindest - wie damals Blender - ihre Softwaretechnik Open Source stellen, da es aktuell kein gutes Framework für Lösungen von Heimanwendern mit Consumer-GPUs gibt (Steam als Notlösung ist nicht so richtig praktikabel).

engineer123 schrieb:
Gut, dass es einen der Dienste weg gepowert hat đź‘Ť
Der Zug ist durch - es bleibt nur noch die Frage: Wird Nvidia ihren feuchten Traum schaffen umzusetzen? Sprich die Diversifikation im Keim jetzt zu ersticken um langfristig in die Position zu kommen, dass sie den Publishern und Vertriebsplattformen die "Einspeiseentgelte" für Geforce Now stetig hoch schrauben können.
 
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