Kommentar Kommentar: EMI begeht Flucht nach vorne

So heftig sehe ich das wiederum nicht. Ich kaufe CDs, wenn sie einen vernünftigen Preis ab €10,- erreicht haben, die Aufnahmequalität bekanntermaßen spitze ist und mindestens ein fettes Inlay samt Lyrics beiliegt. Im Vergleich dazu ist jedes Online-Angebot völlig überteuert.
 
Naja billiger ist es ja auch nicht gerade. Jetzt wo es annehmbare Qualität hat kostet es (wen man sich jeden Song eines Album einzelnt läd) sogar mehr als ein Album bei Amazon (habe als Beispiel das neueste Robbie Williams Album genommen).

Da holl ich mir lieber die CD. Die is auch nach nem Plattenchrash noch in meinem Regal.
 
Joshua schrieb:
Unsinn, schließlich hat man nun die Wahlmöglichkeit. Entweder 128 kbit und DRM für 0,99€, oder eben 256 kbit ohne DRM für 1,29 €.

da zahl ich gerne 0,30€ mehr und brauch mir keine Gedanken darum zu machen, dass es DRM-Probleme geben könnte.
 
An sich macht EMI alles richtig, aber ist es nicht schöner eine CD im Schrank stehen zu haben und diese dann selber zu rippen mit bis zu 320 kbit und somit deutlich besserer Qualität?
 
Doch,natürlich ist das besser. Habe ich mit all meinen CDs so gemacht (192 KBit VBR).

Gibt es hier im Forum eigentlich Leute die das WMA-Format nutzen ? :D
 
Es ist gut nachvollziehbar, dass die Kunden Probleme damit haben, wenn sie z. B. ihre CD nicht in jeden beliebigen Player legen können oder wenn sich gekaufte Songs nur auf ausgewählten Geräten abspielen lassen. Das widerspricht einfach dem natürlichen Gefühl des Kaufens ("Das habe ich bezahlt, das gehört jetzt mir, damit kann ich ab sofort machen, was immer ich will.").

Ursprünglich hatten sich die Anbieter von der Anpreisung einzelner Songs sicher ein Umsatzplus versprochen. In Wahrheit ist es aber so, dass man nun nicht mehr gezwungen ist, eine komplette CD zu erwerben (etwa 12 Songs für 12 Euro), sondern dass man sich als Kunde gezielt für die 8-9 Titel eines Albums entscheidet, die einem gefallen. Und dafür wandern eben nur noch 8-9 Euro über die virtuelle Ladentheke, was in der Summe zu ganz erheblichen Umsatzeinbußen führt.

Manch einem ist das Bezahlen für MP3-Songs auch deshalb zu blöd, weil er seine Musik ebenso gut kostenfrei via Internet-Radio mitschneiden kann. Die Qualität mag im Vergleich zur CD leiden, aber wer von uns hört seine Musik schon unter idealen Bedingungen? Wer unterwegs auf der Straße oder in der Straßenbahn mit Stöpseln im Ohr herumläuft, kann doch froh sein, dass er neben all den Umgebungsgeräuschen überhaupt noch etwas hört.

Nun soll der Kopierschutz also wieder weg, na gut. Aber ob die Kunden plötzlich noch mehr zu zahlen bereit sind, wage ich zu bezweifeln. Die Preise für CDs sind doch heute schon unverschämt hoch, wenn man sich verdeutlicht, was deren Produktion eigentlich kostet und was die Beteiligten daran verdienen.
 
Dr.Katze: Solange du Lame und ne VBR Einstellung nimmst ist das natürlich viel besser!
 
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