GeForce RTX 5090 Laptop GPU im Test: Nvidias neues Flaggschiff im bisher dünnsten Razer Blade

Jan-Frederik Timm (+1)
112 Kommentare
GeForce RTX 5090 Laptop GPU im Test: Nvidias neues Flaggschiff im bisher dünnsten Razer Blade

Nach vier Auftritten im Desktop-PCs ist Nvidia Blackwell im Notebook angekommen. Der Test analysiert Leistung und Features des neuen Topmodells GeForce RTX 5090 Laptop GPU 24 GB im neuen, noch dünneren Razer Blade 16 (2025). So schnell ist die neue GPU im Vergleich zur RTX 4090 Laptop GPU 16 GB und Desktop-Grafikkarten.

Jetzt. Geht. Es. Los. Bald.

Wie im Desktop-PC betritt GeForce RTX 5000 als Laptop-GPUs auch im Notebook die Bühne Stück. Für. Stück. Schon am Dienstag gab es einen schwer nachvollziehbaren ersten „Ausblick“ auf YouTube, heute fällt das Embargo auf weitere von Nvidia im kleinen Kreis verteilte Razer Blade 16 (2025) mit GeForce RTX 5090 Laptop GPU 24 GB. Tests zu anderen Notebooks mit RTX 5090 Laptop GPU oder Modellvarianten mit RTX 5080 Laptop GPU oder RTX 5070 Ti Laptop GPU sind erst später erlaubt. Offiziell erscheinen alle drei Varianten noch im März.

„Die Leistung aus dem Desktop im Notebook“, sagt Nvidia
„Die Leistung aus dem Desktop im Notebook“, sagt Nvidia

Der gewählte Ansatz ermöglicht es Nvidia, die RTX-50-Laptop-GPU-Geschichte beginnend mit dem neuen Topmodell zu erzählen und bringt mit dem Razer Blade 16 (2025) auch noch ein besonders schlankes High-End-Notebook zur Ausschmückung der Handlung mit: So dünn war das Razer Blade noch nie. Das war auch Nvidia im Vorfeld sehr wichtig herauszustellen. Der Test wird zeigen, warum.

Nvidia GeForce RTX 5000 Laptop GPUs im Detail

Alle Details zu den neuen GeForce RTX 5000 Laptop GPUs hat ComputerBase schon im Januar zusammengefasst.

Das ist neu und anders

An dieser Stelle nur noch einmal ein kurzer Überblick:

  1. Die GeForce RTX 5000 Laptop GPUs basieren wie die Desktop-Varianten auf der Blackwell-Architektur, die Features sind 1:1 dieselben.
  2. Auch die RTX 5000 Laptop GPUs unterstützen exklusiv DLSS 4 Multi Frame Generation (MFG), Neural Shader, FP4 auf den Tensor-Cores und dank neuer (und mehr) Video-En- und -Decoder erstmals auch die Farbunterabtastung 4:2:2. Alle Details zu Nvidia Blackwell liefert der Überblick Nvidia GeForce „Blackwell“: Neue Details und Benchmarks.
  3. Für Notebooks hat Nvidia bisher (wie im Desktop) GeForce RTX 5090, 5080, 5070 Ti und 5070 Laptop GPU angekündigt.
  4. GeForce RTX 5090, 5080 und 5070 Ti Laptop GPU sollen noch im März verfügbar sein, schon seit Wochen sind entsprechende Notebooks vorbestellbar. Die RTX 5070 Laptop GPU folgt etwas später.

Wie bisher basieren die Notebook-Varianten immer auf der dem Namen nach nächst kleineren Desktop-Variante: Die RTX 5090 Laptop GPU nutzt also die GPU der GeForce RTX 5080, die 5080 Laptop GPU die GPU der 5070 Ti etc. pp. Im Detail gibt es darüber hinaus weitere Anpassungen an der Konfiguration der GPUs und natürlich an der TDP, aber auch dem Speicher.

Maximal bleibt es bei 175 Watt „Total Graphics Power“ (TGP), die sich aus maximal 150 Watt Standard-TDP und bis zu 25 Watt über Dynamic Boost 2.0 zusammensetzen – diese 25 Watt kommen vom Budget der CPU, wenn diese ihre Budget nicht ausreizt. Der OEM muss das so vorsehen.

RTX 5090 Laptop GPU mit zwei Besonderheiten

Stichwort Speicher: Obwohl die RTX 5090 Laptop GPU mit der GPU der RTX 5080 mit 256-Bit-Speicherinterface daher kommt, bietet sie 24 und nicht 16 GB. Grund ist, dass Nvidia wie bei RTX Pro 6000 (Details) auf 3 GB große Speicherchip setzt, während die RTX 5080 für Desktop-PCs 2-GB-Chips nutzt. Damit bietet die RTX 5090 Laptop in dieser Generation wie im Desktop mehr RAM als die 80er.

Die GeForce RTX 5090 Laptop GPU in GPU-Z: Mit Ryzen AI 300 gibt es „nur“ PCIe 4.0 x8

Und noch eine interessante Anpassung hat die RTX 5090 Laptop GPU erfahren: Während RTX 5080 und 5070 Ti auf GB203-Basis im Desktop-PC nur zwei En- und Decoding-Einheiten bieten (NVENC/NVDEC), sind es bei der RTX 5090 Laptop GPU jeweils drei – ganz so wie bei der RTX 5090 im Desktop-PC. Nur der „90er“ diese Anzahl Videoeinheiten zu spendieren, war also schon im Desktop eine rein produktpolitische Entscheidung und hatte nichts mit dem großen GB202 zu tun.

Technische Eckdaten im Überblick

Die nachfolgende Tabelle enthält die wesentlichen technischen Eckdaten der neuen und alten Laptop-GPU-Generation und die Eckdaten der aktuellen Namensvettern im Desktop-PC bereit. Die 5090 Laptop GPU als mobiles Topmodell bietet 98 Prozent der Shader der RTX 5080 im Desktop-PC, dank des 3-GB-Chip-Kniffs aber mehr VRAM und einen NVENC-Encoder mehr. Die TDP liegt mit maximal 175 Watt inklusive Dynamic Boost 185 Watt niedriger.

GeForce RTX 5000 Laptop GPU vs. RTX 4000 Laptop GPU im Vergleich
Modell GPU Shader Speicher,
Interface
TGP max. Dynamic Boost 2.0 DLSS 4 MFG NVENC/NVDEC*
RTX 5090 GB202 21.760 32 GB GDDR7
512 Bit
575 Watt 3/2
RTX 5090 Laptop GB203 10.496 24 GB GDDR7
256 Bit
95 – 150 Watt 25 Watt 3/2
RTX 4090 Laptop AD103 9.728 16 GB GDDR6
256 Bit
80 – 150 Watt 25 Watt 2/1
RTX 5080 GB203 10.752 16 GB GDDR7
256 Bit
360 Watt 2/2
RTX 5080 Laptop GB203 7.680 16 GB GDDR7
256 Bit
60 – 150 Watt 25 Watt 2/2
RTX 4080 Laptop AD104 7.424 12 GB GDDR6
192 Bit
60 – 150 Watt 25 Watt 2/1
RTX 5070 Ti GB203 8.960 16 GB GDDR7
256 Bit
300 Watt 2/1
5070 Ti Laptop GB205 5.888 12 GB GDDR7
192 Bit
60 – 115 Watt 25 Watt 1/1
RTX 5070 GB205 6.144 12 GB GDDR7
192 Bit
250 Watt 1/1
RTX 5070 Laptop GB206 4.608 8 GB GDDR7
128 Bit
50 – 100 Watt 25 Watt 1/1
RTX 4070 Laptop AD106 4.608 8 GB GDDR6
128 Bit
35 – 115 Watt 25 Watt 1/1
RTX 4060 Laptop AD107 3.072 8 GB GDDR6
128 Bit
35 – 115 Watt 25 Watt 1/1
RTX 4050 Laptop AD107 2.560 6 GB GDDR6
96 Bit
35 – 115 Watt 15 Watt 1/1
RTX 5000: 9. Gen NVENC, 6. Gen NVDEC
RTX 4000: 8. Gen NVENC, 5. Gen NVEC

Das neue Razer Blade 16 (2025) im Detail

Das neue Razer Blade 16 (2025) wurde von Razer wie die neuen mobilen GeForce RTX bereits zur CES Anfang Januar vorgestellt.

Das neue Razer Blade 16 (2025) kombiniert GeForce RTX 50 Laptop GPUs mit AMD Ryzen AI 300 im bis dato dünnsten Blade-Chassis
Das neue Razer Blade 16 (2025) kombiniert GeForce RTX 50 Laptop GPUs mit AMD Ryzen AI 300 im bis dato dünnsten Blade-Chassis

AMD Ryzen AI trifft Nvidia RTX 50

Mit der Neuauflage ersetzt der US-Hersteller zur CES in Las Vegas nach der Premiere im Razer Blade 14 vor ein paar Jahren die mobile CPU von Intel durch eine Variante von AMD: Im noch kompakteren Chassis sitzt in Zukunft maximal ein Ryzen AI 9 HX 370 (Test), alternativ der Ryzen AI 9 365.

Technische Eckdaten Razer Blade 16 (2025) – Basis-Konfigurationen
GeForce RTX 5070 Ti
Laptop GPU
GeForce RTX 5080
Laptop GPU
GeForce RTX 5090
Laptop GPU
CPU AMD Ryzen AI HX 365
10 Kerne, Radeon 880M
AMD Ryzen AI 370 HX
12 Kerne, Radeon 890M
dGPU GeForce RTX 5070 Ti Laptop GPU
12 GB, 135+25 Watt
GeForce RTX 5080 Laptop GPU
16 GB, 135+25 Watt
GeForce RTX 5090 Laptop GPU
24 GB, 135+25 Watt
RAM 32 GB LPDDR5X-8000 64 GB LPDDR5X-8000 32 GB LPDDR5X-8000 64 GB LPDDR5X-8000
Display 16 Zoll QHD+ (2.560×1.600), 400 Nits, 240 Hertz, OLED
SSD 1 TB PCIe 4.0 2 TB PCIe 4.0 2×2 TB PCIe 4.0
Anschlüsse 2× USB 4 (Typ C), 3× USB 3.2 Gen 2 (Typ A), HDMI 2.1, 3,5 mm Klink, SD (UHS-II)
Akku 90 Wattstunden
UVP 2.999 Euro 3.499 Euro 3.799 Euro 4.399 Euro 4.799 Euro

Die Wahl der APU vom Typ Strix Point (Ryzen AI 300) war dabei durchaus überraschend, hatte AMD zur CES mit Fire Range (Ryzen 9000HX(3D)) doch vermeintlich besser zu einer dedizierten mobilen Grafikkarte passende CPUs vorgestellt, die mehr große Kerne, höhere Taktraten und mehr PCIe-Lanes bieten. Sie verfügen allerdings nicht über eine NPU, die stark genug für die Copilot+-Features in Windows 11 24H2 ist, während der AMD Ryzen AI 9 HX 370 genau das tut – und konsequenterweise wirbt Razer auch mit dem Copilot+. Und darüber hinaus ist die APU in Alltagsszenarien deutlich sparsamer, was der Akkulaufzeit jenseits von Gaming-Sessions und den Anforderungen an das Kühlsystem zugute kommt.

Bei der dedizierten Grafikkarte gibt es die Wahl zwischen GeForce RTX 5090, 5080 und 5070 Ti Laptop GPU, die alle auf dieselbe Plattform setzen. Die RTX 5070 Laptop GPU nutzt Razer in dieser Klasse nicht.

Die TDP ist gefallen

Während der Vorgänger noch mit 150 + 25 Watt TDP daher kam, sind es in der neuen Variante nur noch 135 + 25 Watt bei der RTX 5090 Laptop GPU. Weder das noch die TDP der beiden kleineren Varianten verrät aktuell die Produktseite von Razer.

Das weckte den Verdacht, dass es seitens Nvidia keine Verpflichtung mehr gibt, diese Angaben zu machen. Nvidia äußerte sich auf Nachfrage wie folgt:

We work with Laptop manufacturers to ensure they list graphics power on their product websites.

Demzufolge sollen OEMs diese Angaben offiziell auch weiterhin machen. Schenker Technologies gab gegenüber der Redaktion allerdings bereits zu verstehen, weiterhin freiwillig für jede Serie die vollständige Information zur Grafikleistung kundzutun.

Razer Blade 16 (2025): Ein Blick auf die Unterseite
Razer Blade 16 (2025): Ein Blick auf die Unterseite

Doch zurück zum Razer Blade 16 (2025). Die Wahl der sparsameren APU und der um 15 Watt reduzierten TDP der dGPU hat es Razer möglich gemacht, das neue Blade 16 zum bis dato dünnsten Razer Blade auszubauen.

Das bis dato dünnste Razer Blade

Maß der Vorgänger noch 22 Millimeter in der Dicke, sind es beim neuen Blade 16 2024 maximal nur noch 17,4 Millimeter. Das bezieht sich auf den hinteren Teil, wo das Notebook geringfügig dicker ist als auf Höhe der Handballenauflage. Dort sind es 15,0 Millimeter – dünner als jedes Razer Blade zuvor.

Dafür ist das neue Blade 16 etwas tiefer als das alte, obwohl es beim 16:10-Display bleibt. Aber mit 251 zu 244 Millimetern ist es knapp einen Zentimeter „länger“, der Balken unterhalb des Display entsprechend breiter.

Razer Blade 16 (2025) mit 160-Watt-RTX-5090 vs. Asus ROG Scar 17 (2023) mit 175-Watt-RTX-4090 unten
Razer Blade 16 (2025) mit 160-Watt-RTX-5090 vs. Asus ROG Scar 17 (2023) mit 175-Watt-RTX-4090 unten

Bei unveränderter Breite hat das neue Blade 16 in Summe so um 30 Prozent an Volumen eingebüßt und ist 300 Gramm leichter.

Modell Gehäusedimensionen Gewicht
Razer Blade 16 (2025) 17,4 – 15,0 mm x 244 mm x 355 mm 2,14 kg
Razer Blade 16 (2024) 22,0 mm x 251 mm x 355 mm 2,45 kg

Anschlüsse und Tastatur

Im Chassis finden sich drei USB-A- (USB 3.2 Gen 2), zwei USB-C- (USB 4) und ein HDMI-Port (2.1). Auch ein SD-Kartenleser (UHS-II) und 3,5-mm-Klinke werden geboten. Der schnelle LPDDR5X-8000-Arbeitsspeicher ist in dieser Generation wieder verlötet.

Razer Blade 16 (2025): Anschlüsse links und rechts

Überarbeitet hat Razer auch die Tastatur, die mit 1,5 mm Hub um 50 Prozent tiefer eintaucht als die der Vorgänger. Ein neues „Thermal Interface Gel“ soll für eine bessere Wärmeabfuhr im flacheren Chassis sorgen.

RTX 5090 Laptop vs. RTX 4090 Laptop vs. Desktop-GPUs

ComputerBase hat das Razer Blade 16 mit GeForce RTX 5090 Laptop GPU mit den maximal möglichen 160 Watt TGP (135 Watt Standard + bis zu 25 Watt über Dynamic Boost 2.0 vom CPU-Budget) im aktuellen GPU-Testparcours in ausgewählten WQHD-Gaming-Benchmarks sowie AI- und Creator-Benchmarks getestet. Neben den bekannten Desktop-Grafikkarten zur Einordnung der Leistung der neuen High-End-Notebooks kam auch ein direkter Vorgänger zum Einsatz: Die GeForce RTX 4090 Laptop GPU mit 175 Watt (150 + 25 Watt), also der damals wie heute maximal zulässigen TDP. Als Treiber kam auf beiden Notebooks der von Nvidia für die RTX 5090 Laptop GPU verteilte GeForce 572.76 zum Zuge.

Im Test im Duell: Razer Blade 16 (2025) mit RTX 5090 Laptop GPU (135+25 Watt) vs.  Asus ROG Scar 17 (2023) mit RTX 4090 Laptop GPU (150 + 25 Watt)
Im Test im Duell: Razer Blade 16 (2025) mit RTX 5090 Laptop GPU (135+25 Watt) vs. Asus ROG Scar 17 (2023) mit RTX 4090 Laptop GPU (150 + 25 Watt)

Interessantes Detail: Der Treiber gab die maximale Grafikleistung der im Razer eingesetzten GeForce RTX 5090 Laptop GPU gleich doppelt falsch an. Erstens behauptete er, Dynamic Boost 2.0 sei nicht vorhanden, was nicht der Fall ist. Und darüber hinaus wurden statt der offiziell unterstützten 160 Watt in Summe (135 + 25 Watt) die von Nvidia maximal erlaubten 175 Watt gemeldet – die aber nur mit Dynamic Boost 2.0 überhaupt möglich sind (ohne 150 Watt). Ein zukünftiger Treiber soll dieses Problem beheben.

Der Review-Treiber nennt 175 Watt „höchste Grafikleistung“ und deaktivierte „Dynamische Verstärkung“ (Dynamic Boost), beides ist falsch: Es sind maximal 160 Watt mit Dynamic Boost an (135+25 Watt)
Der Review-Treiber nennt 175 Watt „höchste Grafikleistung“ und deaktivierte „Dynamische Verstärkung“ (Dynamic Boost), beides ist falsch: Es sind maximal 160 Watt mit Dynamic Boost an (135+25 Watt)
Auch der aktuelle Public-Treiber, der die Laptop GPUs schon unterstützt, meldet die TDP noch falsch
Auch der aktuelle Public-Treiber, der die Laptop GPUs schon unterstützt, meldet die TDP noch falsch

Ältere High-End-Notebook-GPUs lagen der Redaktion nicht mehr vor, der Abschnitt 3DMark-Benchmarks enthält allerdings ältere Ergebnisse einer ganzen Reihe weiterer mobiler Grafikkarten von Nvidia und AMD.

Wo gibt es GeForce RTX 5000 und Radeon RX 9000 zu kaufen? Unser RTX-50-Verfügbarkeits-Check und der RX-9000-Verfügbarkeits-Check informieren über aktuelle Listungen.