GeForce RTX 5090 Laptop GPU im Test: Benchmarks und Messergebnisse
2/3Gaming-Leistung
Blackwell GB203 mit 160 vs. Ada Lovelace mit AD103 mit 175 Watt in Spielen ohne (M)FG, wie geht das Duell aus?
Modell | RTX 5090 Laptop GPU | RTX 4090 Laptop GPU | Delta | |
---|---|---|---|---|
Shader | 10.496 | 9.728 | +8 % | |
TDP | max. | 150 + 25 W | – | |
im Test | 135 + 25 (Blade 16) |
150 + 25 W (Scar 17) |
-9 % | |
VRAM | 24 GB | 16 GB | +50 % |
1:3 lautet das Ergebnis in einer Auswahl aus vier Spielen aus dem bekannten Desktop-GPU-Testparcours. Horizon Forbidden West, Indiana Jones und der große Kreis sowie Senua's Sage: Hellblade 2 gehen an die RTX 4090 Laptop GPU 175 Watt, Warhammer 40K: Spacemarines 2 an die RTX 5090 Laptop GPU 160 Watt – der Titel ist für seine Blackwell-Neigung bereits bekannt.
Im geometrischen Mittel über die vier Spiele liegt die RTX 5090 Laptop GPU drei Prozent bei den FPS und sechs Prozent bei den Framestimes im Benchmark zurück. Neben der etwas geringeren TDP bei nur geringem „Blackwell-Vorteil“ ist dafür auch die Wahl der CPU verantwortlich: AMD Strix Point ist zwar schnell und sparsam, gegen einen Ryzen 9 7945HX3D aus dem Vorjahr (oder einen Core i9-14900HX aus dem letzten Razer Blade 16) hat diese CPU aber keine Chance und das ist bei den Frametimes auch in WQHD auf einer RTX 5090 Laptop GPU schon sichtbar. Ob auch die Limitierung auf PCIe 4.0 x8 statt PCIe 5.0 x16 einen Einfluss hat, lässt sich nicht isoliert ermitteln.
Gaming-Leistung mit DLSS 4 (M)FG
Mit Alan Wake 2 hat ComputerBase wie in den bisherigen RTX-5000-Desktop-GPU-Tests auch ein Titel mit Support für DLSS 4 Multi Frame Generation auf dem Razer Blade 16 getestet. Alle GeForce RTX beherrschen DLSS 4 Super Resolution (Upscaling) mit dem neuen, qualitativ besseren „Transformer-AI-Model“, aber nur die RTX 5000 darf mit MFG drei statt bis dato ein KI-Zwischenbild (Frame Generation auf der RTX-4000-Serie) zwischen nativ oder mit DLSS Super Resolution gerenderte packen.

Das Ergebnis entspricht den Erwartungen: MFG bringt gegenüber FG noch einmal die „versprochenen“ 100 Prozent mehr FPS (doppelt so viele), die Basis-Frame-Rate vor Einsatz von (M)FG liegt mit knapp über 40 FPS und Frametimes von knapp über 30 FPS allerdings schon unter dem Niveau, das normalerweise als Basis-Frame-Rate in Frage kommt (60+ FPS). Die Latenz steigt in diesem Spiel durch den Einsatz von (M)FG ebenfalls mess- und spürbar weiter an, wenn schon die Basis-FPS mit Nvidia Reflex ermittelt wurden, das die Latenz senkt.
Leistung im 3DMark (Historie)
Wie bei den Desktop-Grafikkarten zeigen die 3DMark-Tests auch im Notebook tendenziell größere Zuwächse zwischen RTX 4000 und RTX 5000, wobei es auf die jeweilige GPU und den jeweiligen Test ankommt, wie groß die Abweichung vom „Gaming-Durchschnitt“ ausfällt. Interessanter ist in diesem Zusammenhang, wenngleich ebenfalls unter dem Vorbehalt des Praxisbezugs, der Vergleich zu älteren Notebook-Grafikkarten, die im aktuellen Spiele-Testparcours in Ermangelung der jeweiligen Notebooks in der Redaktion nicht enthalten sind.
AI- und Creator-Leistung
Die Leistung in AI- und „kreativen“ Szenarien hat ComputerBase sowohl mit ULs Procyon Suite also auch dem PudgetBench for Creators für DaVinci Resolve Studio 19 getestet. DaVinci muss dabei auch zwei Monate nach dem Blackwell-Auftakt in einer nicht frei verfügbaren Variante genutzt werden, weil das Optimieren von Shadern beim ersten Start auf Blackwell in der freien Variante auch nach x Point-Releases noch nicht funktionsfähig ist – das soll aber nun endlich „bald“ behoben werden.
In allen diesen Tests kann sich die GeForce RTX 5090 Laptop GPU trotz geringerer TDP vor der GeForce RTX 4090 platzieren, bei der Video-Transcodierung, die die Hardware-En- und -Decoder nutzt, ist der Zuwachs mit +40 Prozent dank dritter NVENC-Einheit am deutlichsten. Die neuen Fähigkeiten (FP4 über die Tensor-Kerne, 4:2:2 im De/Encoding) kamen in diesen Tests noch nicht zum Einsatz.
Lautstärke
Das Razer Blade 16 wird – wie jedes Gaming-Notebook – unter Last laut, aber nicht lauter als das größere Asus ROG Scar 17 mit etwas höherer TDP. Während das Scar die ermittelten maximalen Lautstärkepegel dauerhaft anliegen lässt, gab es beim Razer auch immer wieder etwas ruhigere Passagen im Benchmark (mindestens 43 dB).
Akkulaufzeit
Das Razer Blade 16 (2025) verfügt über einen 90 Wh großen Akku, 5 Wh weniger als beim Vorgänger. Damit liegt es auf Augenhöhe mit dem direkten Kontrahenten im Test, denn auch das Asus ROG Scar 17 setzt auf eine 90-Watt-Stunden-Batterie. Beide verfügen über Nvidia Advanced Optimus, können die GeForce also schlafen legen, wenn sie nicht benötigt wird, und den Anschluss des internen Displays per MUX-Switch immer an die aktive Grafikeinheit anbieten, was die maximale Leistung garantiert.
Razer nennt für das Blade 16 bis zu 11 Stunden Akkulaufzeit bei 45 Prozent Helligkeit. Im Test der Redaktion bei wie immer normierten 200 cd/m² (entspricht 75 Prozent Helligkeit unter Windows) erreichte das Razer Blade 16 im Office Productivity Benchmark der UL Procyon Suite allerdings nur gut vier Stunden Laufzeit – knapp eine halbe Stunde mehr als das Asus ROG Scar mit der weniger effizienten HX3D-CPU. Die Procyon Suite hält die dGPU allem Anschein nach allerdings auch dauerhaft aktiv, obwohl nur Office-Anwendungen laufen. Und: Es wurde das Light-Theme von Windows genutzt, das dem OLED des Razer deutlich weniger liegt als dem IPS des Asus ROG Scar, weil die Office-Obefläche weiß ist.
Das Razer Blade 14 erreichte im vergangenen Jahr mit drei Stunden längerer Laufzeit trotz ebenfalls dedizierter GeForce ein deutlich besseres Ergebnis.
Die Redaktion wird den YouTube-Video-Test, der auf der iGPU laufen sollte, sowie einen Dark-Mode-Lauf im Office-Test noch nachreichen.

