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Andere Aktuelle "Boomer Shooter" FPS-Games

Computerlein47 schrieb:
Aber ich denke auch, die Zukunft von Immersive Sim liegt entweder bei den Moddern (siehe The Black Parade) oder im Indie-Bereich. Der AAA-Markt braucht einfache Spiele für die Massen.

Wenn ein crunchy Rundenkampf-RPG mit BG3 sein Massen-Game kann, gibts keinen plausiblen Grund, warum das hier nicht ebenfalls gehen sollte. Und zwar, ohne es so geradlinig auf Ballerspiel zu trimmen wie damals Bioshock es getan hat. BG3 ist übrigens ziemlich von ImmSim-Design inspiriert (Zelda wohl auch). Wenn man kein Hardcore-Schleich-Spiel a la Thief macht, sind das im Kern 3D-Actionspiele. Halt mit ein paar mehr Twists. Arkane Games sind recht künstlerisch. Selbst ihr geradlinigstes Spiel, Deathloop, das man komplett wie einen Shooter spielen kann, war als Gesamtpaket ziemlich "French". Das ist sehr cool -- aber Massenmarkt ist halt Massenmarkt. Ich hätte gerne gesehen, was passiert wäre, wenn Bethesda die Rechte für ein Indy-Spiel früher bekommen hätten. Und dann Arkane in Austin den Auftrag gegeben hätten, statt sie das Redfall-Debakel machen zu lassen. Hatte das hier schon mal geschrieben. Aber eh müßig jetzt. :D

Habe mir jetzt doch noch die E/A von Gloomwood geholt, nach der guten Erfahrung mit Fallen Aces. Die Demo hatte ich damals schon gespielt. Werde das hier wohl auf höchstem Schwierigkeitsgrad spielen, ums was länger zu machen. Blood West hatte ich damals übrigens auch währen der E/A-Phase ausprobiert. Kurz, nachdem ich mit Weird West durch war und Hard West auch schon hatte. :daumen:
 
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Mit Deathloop bin ich damals leider überhaupt nicht warm geworden. Ich habe die Idee dahinter verstanden, die Ausführung jedoch, die letztlich ja darin bestand, die gleichen Gebiete mit kleinen Variationen immer wieder und wieder spielen zu müssen, fand ich einfach nur öde. Ich hatte immer das Gefühl, die Zeitschleifen-Mechanik war nur vorgeschoben, um dem Spieler dadurch einfach immer wieder die gleichen Leven vorsetzen zu können. Da war auch kaum noch ein Rest von Immersive Sim drin, das war zu 95% ein reiner 0815-Shooter. Habe es abgebrochen. Habe kurz zuvor nochmals Dishonored 1 + alle DLCs durchgespielt und konnte nicht glauben, wie tief Arkane seit diesem Titel gefallen ist. Mit Redfall hatte es sich dann erledigt.

Auch Weird West (fand ich sehr interessant) war leider gar nicht mein Fall aufgrund der "von oben" Perspektive und der sehr hakeligen Steuerung, besonders beim Zielen. Ebenfalls abgebrochen. Irgendwie verknüpfe ich mit Immersive Sim auch immer First Person.

BG3 ist sicherlich ein hervorragendes Spiel, aber für so ein "Monsterspiel" fehlt mir heutzutage leider die Zeit. Da muss ich leider passen. Viele Spielstunden in ein Game habe ich zuletzt in Elden Ring versenkt, das Spiel war einfach zu gut, um es nicht zu spielen. Daher werde ich mir auch den DLC holen.

Grundsätzlich finde ich Immersive Sims im Übrigen immer dann klasse, wenn man ein Inventar hat und man mit Ressourcen sparsam umgehen muss (System Shock 2, Prey). Aber gerade diese Spiele sind selten da für viele Spieler zu komplex. Oder eben der "Immersive Sim-light-Ansatz" von Thief 1+2. (Viele bezweifeln ja, ob Thief echt ein Immersive Sim ist, aber die Welt funktioniert doch sehr logisch und steckt voller "Systeme". Man denke z. B. an die unterschiedlichen Bodenbeläge, die teils Lärm verursachen, die Interaktion mit Feuer / Wasser, die Hell-Dunkel-Mechanik oder die Seilpfeile, die auf Holz platziert werden können. Für mich das beste Stealth-Game aller Zeiten, da kommt nichts ran.) Thief 3 war übrigens auch richtig gut, obwohl es viele gar nicht mögen. Deus Ex: IW (läuft auf der gleichen Enginge wie Thief 3) hingegen habe ich neulich mal probiert (schlummert schon ewig in meiner GOG-Bib), leider ist es aber technisch so schlecht (ich spreche nicht von der Grafik, die interessiert mich als Retro-Gamer nicht, sondern von den ständigen und langen Ladezeiten bei Gebietswechseln) dass ich keine Lust mehr hatte. Sowas will ich mir im Jahr 2024 auch nicht mehr geben.
 
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Wollte nur mal kurz erwähnen, dass man viele der alten geilen coolen Shooter in VR mit der Quest spielen kann. Das ist mal ne richtige Hausnummer.
 
Muhladde schrieb:
Wollte nur mal kurz erwähnen, dass man viele der alten geilen coolen Shooter in VR mit der Quest spielen kann.


Braucht man da je nach Game keine Kotztüte? :D Klingt komisch, aber: Die meisten alten Shooter (genau wie die Boomerwelle) ist ja ziemlich schnell unterwegs. Einigermaßen realistische Körper-Bewegungen (also VR-Feels) waren nicht das Ziel. Sondern Adrenalinboosts. Entsprechend flitzt man da mitunter wie eine Rakete durch die Gänge, die gerade auf ihr nächstes Ziel abgefeuert wurde. Quakes Rocketjumps kamen als Schmankerl dazu. Realistische Bewegungen waren eher was für Looking Glass (System Shock, Thief, et all). Das war sogar eines ihrer Ziele damals: Virtual Reality. Aber von Softwareseite her. Deshalb hatten ihre Spiele schon früh rudimentäre Physik, als das woanders noch gar kein Thema war. So dass man schon in Underworld schwimmen, springen, auf Eis rutschen oder fliegen konnte -- da war Doom noch nicht mal raus. Oder wie es in einer Retrospektive letztes Jahr hieß:

"We were trying to build the holodeck."

https://www.rockpapershotgun.com/system-shock-the-oral-history-of-a-forward-thinking-pc-classic

Apropos: Fand das Remake von Shock letztes Jahr eigentlich recht spaßig. Würde ich sogar wieder spielen. Hat ja einen Patch samt einigen Änderungen und abgeändertem Ende bekommen. :)

Mit Deathloop bin ich damals leider überhaupt nicht warm geworden. Ich habe die Idee dahinter verstanden, die Ausführung jedoch, die letztlich ja darin bestand, die gleichen Gebiete mit kleinen Variationen immer wieder und wieder spielen zu müssen, fand ich einfach nur öde. Ich hatte immer das Gefühl, die Zeitschleifen-Mechanik war nur vorgeschoben, um dem Spieler dadurch einfach immer wieder die gleichen Leven vorsetzen zu können. Da war auch kaum noch ein Rest von Immersive Sim drin, das war zu 95% ein reiner 0815-Shooter. Habe es abgebrochen. Habe kurz zuvor nochmals Dishonored 1 + alle DLCs durchgespielt und konnte nicht glauben, wie tief Arkane seit diesem Titel gefallen ist. Mit Redfall hatte es sich dann erledigt.

Deathloop ist damals eigentlich als kleines Experiment gestartet (think: Mooncrash-DLC zu Prey). Als ZeniMax/Bethsoft nicht wussten, wohin mit Arkane. Zur Erinnerung: Sowohl Prey als auch Dishonored 2 liefen unter den Erwartungen. Schade wie auch hier glaube ich gesagt, dass man ihnen nicht eine Lizenz wie Indy damals gekauft hatte (aktuell arbeiten ja Machine Games unter Bethesdas Fittichen daran). Die hätte sicher mehr Spieler gelockt, ohne die Spiele stark zu verändern. Oder gar auf Lootershooter-Multiplayer wie Redfall zu machen, wofür das Studio gar nicht die Expertise hatte. Auch Blade, das aktuell entwickelt wird, wäre wohl nie angekündigt worden, wenn Dishonored2+Prey damals nicht gefloppt wären...
 
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Man ist nicht so schnell unterwegs wie in 2D, aber man ist mittendrinn. Es geht sogar Quake3 im Multiplayer. Ich bin gegen Motion Sickness unempfindlich und mir wird nur selten flau im Magen.
Wer sich für Retro-Shooter in VR interessiert sollte sich mal die Ports von Team Beef anschauen.
 
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Svennc schrieb:
Deathloop ist damals eigentlich als kleines Experiment gestartet (think: Mooncrash-DLC zu Prey). Als ZeniMax/Bethsoft nicht wussten, wohin mit Arkane. Zur Erinnerung: Sowohl Prey als auch Dishonored 2 liefen unter den Erwartungen. Schade wie auch hier glaube ich gesagt, dass man ihnen nicht eine Lizenz wie Indy damals gekauft hatte (aktuell arbeiten ja Machine Games unter Bethesdas Fittichen daran). Die hätte sicher mehr Spieler gelockt, ohne die Spiele stark zu verändern. Oder gar auf Lootershooter-Multiplayer wie Redfall zu machen, wofür das Studio gar nicht die Expertise hatte. Auch Blade, das aktuell entwickelt wird, wäre wohl nie angekündigt worden, wenn Dishonored2+Prey damals nicht gefloppt wären...
Okay. und wie fandest du es?

Prey ist genial, bis heute eines meiner Lieblingsspiele, den Mooncrash DLC habe ich aber nie gespielt weil ich irgendwas von Rogue like gelesen hatte.
 
@Computerlein47 Muß man sich drauf einlassen. Hab' etwas gebraucht, um es zu starten, wußte nicht, wie einordnen nach Dishonored und Prey.

Es braucht einen Moment, das Szenario und die Abläufe zu verstehen, dann hat es einen ganz eigenen Reiz, auch wenn es spielerisch durchaus Ähnlichkeit zu Dishonored hat (was nichts Schlechtes ist).

Der Rogue Like Anteil durch das Zurücksetzen der Zeit hält sich in Grenzen, da man schnell erbeutete Waffen und Fertigkeiten per 'Infusion' stabilisieren kann, so bleiben sie danach erhalten.
 
Muhladde schrieb:
Ich bin gegen Motion Sickness unempfindlich und mir wird nur selten flau im Magen.

VR ist für mich unbrauchbar. Sobald ich die Kamera mit etwas anderem als dem Headtracker bewege, wird mir sofort übel.

Die Nvidia 3D Vision dagegen hat mich nicht gestört, damit konnte ich stundenlang Serious Sam 2 spielen. War spektakulär, aber hinterher waren mir 144 fps dann doch lieber, als 60 pro Auge.
 
Danke für die Anregungen. Werde mir Soldier of Fortune bei GOG holen.Mein absoluter Lieblingsshooter von damals !
Leider hatten wir in D/ AT bei SoF 2 nur diese "Metallmenschen" als Gegner.

Generell war ich in den 90igern eher bei Janes Combat Simulations, Wing Commander , Strike Commander, Comanche, Armored Fist usw zuhause .
Telefonbuchdicke Handbücher, Tastaturoverlays jaaaa das war total meins 😍

Longbow 2 ist bis heute eine der besten Heli Sims...nur als Beispiel
 
Computerlein47 schrieb:
Okay. und wie fandest du es?

Deathloop? Ziemlich nett, wenn man auf Arkanes generelles Design steht. Ich machs mal in Spoiler, weil das ja kein Boomerding ist. :D

Es hätte aber sogar richtig spannend sein können. Weil das Grundkonzept mit der Zeitschleife so semi genutzt wird. Vielleicht erinnerst du die noch an "A crack in the slab", das "Zeitebenen"-Level aus Dishonored 2. In dem man quasi in mehreren Zeitzonen gleichzeitig unterwegs ist. Das spielt sich entsprechend wie ein kleines Puzzle.

In Deathloops Kern steht auch ein Puzzle: Es gibt eine Insel, die ein einer Zeitschleife gefangen. Derselbe Tag wiederholt sich wieder und wieder. Ursprünglich war das Spiel so geplant/designt, dass man das Problem dieser Zeitschleife selbst lösen sollte. Allerdings gabs wohl beim Playtesting erhebliche Probleme:

Playtester fanden das teilweise langweilig, selbst Schüsse aus gefundenen Hinweisen zu ziehen. Einige merkten nicht mal, dass sie in einer Zeitschleife gefangen sind. Entsprechend wurde das Konzept dann umgekrempelt. Jetzt sammelt man praktisch die Hinweise auf -- und das Spiele nimmt alle Schlussfolgerungen für einen selbst vor. Es gibt (überwiegend optionale) Aufgaben, in denen man mal ein bisschen grübeln muss. Ansonsten ist das alles ziemlich vorgekaut.

Interessantes Gamespot-Feature dazu:

Für mich ist das Spiel Arkanes größter Kompromiss. Das ist gerade hier schade, weil das Grundkonzept garantiert kein KOMPROMISS ist. Sondern eher mutig. Gerade wenn man Arkanes Style mag, kann man aber schon reinschauen. Ist gerade ja eh Sommersale. :)
 
@Svennc Es war mal im Gamepass, da hatte ich es ausprobiert. Habe ca. 2 Stunden im Spiel verbracht, es hat mir leider nicht gefallen. Ich fand die immer gleichen Szenarien langweilig, die Gegner dumm, die Story bzw. Hauptcharaktere auch öde. Es hat mich einfach nicht gepackt. Und wenn ein Spiel mich nach einigen Stunden nicht packt, lasse ich es sein. Dishonored 1 + alle DLCs sowie Teil 2 + DLC habe ich geliebt, auch wenn es an "den großen Bruder", Thief 1+2, auch nicht wirklich herankommt. Bei Thief musste man heimlich vorgehen, um zu überleben. Bei Dishonored kann man auch problemlos "haudrauf" spielen, dadurch ging für mich immer ein großer Teil des Reizes verloren. Aber nichtsdestrotz sind es hervorragende Spiele, wahrscheinlich die beste Idee, um damals das "Thief-"Gameplay in den Mainstream zu bekommen.
Allerdings werde ich mir nun endlich mal Arx Fatalis ansehen. Das ist sehr interessant aus.
 
Svennc schrieb:
Deathloop? Ziemlich nett, wenn man auf Arkanes generelles Design steht. Ich machs mal in Spoiler, weil das ja kein Boomerding ist.
Habe Deathloop nochmals ausprobiert und muss leider bei meinem negativen Urteil bleiben. Ich werde damit einfach nicht warm: Gegner strunzdumm, immer gleiche Level langweilig, Story langweilig, Gespräche zwischen den Hauptcharakteren dümmlich.

Jetzt habe ich den Schrott aber endgültig deinstalliert und mich stattdessen nochmals an Dishonored 2 gemacht. Hat mich sofort wieder gepackt.

Auch wenn es nicht das gleiche Team war, Deathloop war der Warnschuss und Redfall war der Abschuss.

Prey war das letzte gute Spiel von Arkane für mich.
 
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