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Ich habe auch nie behauptet, dass ich es gut finde, auf viel befahrenen strecken hohe Differenzgeschwindigkeiten zu etablieren. Aber dafür ist ein generelles Tempolimit nicht das richtige Werkzeug, viel mehr ein wenigstens Streckenbezogenes, besser noch Situationsbezogenes Tempolimit.Drummermatze schrieb:Dummheit kann man nicht regulieren. Die Geschwindigkeit die den Unfall verhindert schon.
Die A5 nördlich von Frankfurt ist da ein gutes Beispiel.
Wenn wenig los ist, Feuer frei. Wenn die Verkehrsdichte steigt, werden entsprechende Tempolimits geschaltet, nach Bedarf sogar der Standstreifen als weitere Fahrspur freigegeben.
Das sollte die Lösung sein.
Nochmal, das Tempolimit entbindet niemanden von seiner Sorgfaltspflicht. Und gerade die geht momentan den Bach herunter. Das betrifft sowohl die, die dort schnell fahren, wo man es nicht sollte als auch die, die rausziehen, obwohl es nicht sicher ist.
Und die, die dort schnell fahren, wo man es nicht sollte, bekommt man auch mit dem generellen Tempolimit nicht eingefangen, dafür ist der Respekt bei solchen Leuten gegenüber regeln meist einfach viel zu gering. Schau dir die Halbstarken an, die sich mit teils deutlich über 100km/h Rennen in Innenstädten liefern.
Ich hatte gestern erst wieder so n Kandidaten hinter mir. 100km/h erlaubt, ich habe mit lt. Tacho bereits 110km/h jemand langsam überholt. Von hinten kam n Halbstarker angeflogen, ist mir auf vermutlich unter eine Wagenlänge aufgefahren und wollte mich mit Lichthupe von der Bahn schieben.
Hätte ich da für etwas unvorhersehbares (Reifenteile, Wildtiere, ...) Bremsen müssen, ist der Unfall so sicher wie das Amen in der Kirche.
Das ist im Prinzip das gleiche wie die gerne getätigte Aussage, dass Motorradfahrer ja die Rüpel der Straße sind. Es ist eine Minderheit, die eine ganze Zunft in Verruf bringt, weil der Mensch gerne in Kategorien denkt und Leute in eine Schublade steckt. Und davon kann selbst ich mich nicht immer frei sprechen, auch wenn ich mein bestes gebe, Vorurteile so gut es geht unbeachtet zu lassen.