Deutsche Glasfaser buddelt ohne Grund, was tun?

So kleines Update:

1. Die Arbeiter haben nun 6 Leitungen? an mein 8 Familienhaus gelegt. Dort schauen die Kabelenden wie bekannt derzeit aus dem Boden.
2. Der (wohmögliche) Vorarbeiter/Schichtleiter war der deutschen Sprache etwas besser mächtig und konnte mir die Lage in soweit erklären, dass das Unternehmen zu einem Stichtag einen Plan bekommt, wo überall gebaut werden soll. Auf diesem Plan wurde auch mein Haus makiert. (Vielleicht hatte sich ein Mieter da wohl gemeldet).
Dieser Plan ist das Bauminimum und wird um Neuverträge erweitert. Es wird nicht weniger gebaut.
3. Meinen Anwalt habe ich ebenfalls kontaktiert. Dieser war natürlich genauso überrascht wie ich.
Meinte aber, dass ich zur Sicherheit die DG anschreiben soll, da hier eine Leistung an meiner Immobilien erbracht worden ist. Es besteht grundsätzlich schon die Option, dass diese Kosten in Rechnung gestellt werden könnten.
4. Die Deutsche Glasfaser habe ich heute morgen angeschrieben. Bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten.
 
Sehr interessante Geschichte. Bin gespannt wie das ausgeht.
Gibt ja nur zwei Möglichkeiten:
  1. die bauen ohne Genehmigung aufgrund eines Planungsfehlers bei dir aus, oder
  2. einer der Mieter hatte sich doch bei denen als Interessent gemeldet bzw. wurde zumindest als solcher verbucht
Aber für beide Fälle hast du ja deinen Anwalt parat. In jedem Fall bauen sie aber ohne deine Zustimmung als Grundeigentümer aus, wenn du dem wirklich nie zugestimmt hast. Aber auch dafür gibt es Reglungen und Gesetze.
 
Im Grunde finde ich es super das die hier ausbauen. Aber der Zeitpunkt ist halt sehr ungünstig gewesen.
Als die hier mit der Umfrage gestartet haben, war ich schon 1-2 Monate beim Umbau. Wohnung für Wohnung. Anfang des Jahres war das Treppenhaus dran. Kann ja schlecht der Baufirma sagen, warten Sie bitte nochmal nen halbes Jahr ob hier nicht evtl. doch noch jemand Glasfaser haben will. Hatte das im Treppenhaus bekannt gegeben, dass sich die Mieter bei mir melden sollen zwecks Zustimmungserklärung.

Einziger Weg wäre nun nur noch Außenfassade und von dort wieder in die Wohnung. Aber das Fenster schließt sich auch bald, da die Mitte des Jahres dran ist.
 
Selbst wenn 1 Mieter an Glasfaser Interesse hat, hätte in diesem Fall der Hauseigentümer angesprochen werden müssen.
Inwieweit Kosten da auf einen zukommen... bei uns bauen die Stadtwerke Glasfaser aus und wer vorab einen Vertrag unterschreibt, bekommt den Anschluß umsonst gesetzt ( gilt bei EFH )
 
Ich finde das auch kurios. Die Deutsche Glasfaser hätte dich als Eigentümer in jedem Fall kontaktieren müssen, wenn die auf deinem Grundstück buddeln wollen.
Deine Mieter haben keinen Anspruch auf Glasfaser und können den Ausbau nicht mal eben so ohne dich beauftragen...
 
SpookyFBI schrieb:
bekommt den Anschluß umsonst gesetzt
Wäre hier genauso. ABER ich muss schließlich die Haus interne Verkabelung veranlassen oder zumindest absegnen. Und da alles renoviert ist, wollte ich das nicht wieder kaputt machen.
Wenn die jetzt den Übergabepunkt setzen und alles ich brauch nichts bezahlen, freue ich mir nen Ast ab. Ok 2 Mieter können in Zukunft kein Glasfaser nutzen, aber dass muss man dann klären. Für Lau ist das eine nette Wertsteigerung.
Zumal ich das Grundprinzip hier sowieso nicht verstehe. Warum soll man zu Glasfaser wechseln, wenn man nach 2 Jahre wahrscheinlich nicht die Option hat zu einem anderen Galsfaseranbieter zu wechseln. die Telekom ist ja nicht gerade für ihr Tempo bei FTTH/FTTB bekannt. Und ob ich jetzt 50€ für Glasfaser oder für VDSL ausgeben ist fast egal. Wobei Glasfaser sogar den Nachteil von Shared-Medium hat.
 
P4ge schrieb:
Wobei Glasfaser sogar den Nachteil von Shared-Medium hat.
Jein... das was die Telekom macht, wenn sie richtig Glasfaser in das Haus legt, ist Shared.
Ich kann z.b. nur für die Stadtwerke bei mir sagen, dass die nicht Shared bauen, sondern p2p machen, während die Telekom GPON macht.
Hier eine schöne Erklärung:
https://www.ip-insider.de/p2p-vs-pon-welche-architektur-ist-die-bessere-a-759120/

Was natürlich die Deutsche Glasfaser macht, weiß ich nicht ;)
 
SpookyFBI schrieb:
Was natürlich die Deutsche Glasfaser macht, weiß ich nicht ;)
https://www.golem.de/news/ftth-deutsche-glasfaser-erhoeht-die-datenraten-1806-134885.html

Wenn die das nicht geändert haben, sprechen sie selbst von Shared Medium.

Vielleicht verlegen die das auch dummerweise zu mir privat auch ^^.
Habe mich privat dagegen entschieden, weil es zu teuer wird. Derzeit habe ich 2 Anschlüsse der Telekom (16|250) aber mit insgesamt 6 Rufleitungen. Da konnte mir keiner von der DG sagen, ob sie das hinbekommen. Privat sieht nur 2 Rufleitungen max vor. Und Business kostet dann schon 250€ aufwärts.
 
Kleiner Tipp wegen der Rufumleitungen:
Hol dir einfach eine Fritzbox, da kann man so viele Rufweiterleitungen einrichten wie man will. ;)
 
Ich denke nicht das er Rufumleitungen meinte @The_Virus sondern Sprachkanäle ;)
 
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Nunja, aber auch dafür gibts Lösungen, einfach mehrere VoIP-Anschlüsse registrieren, z.B. bei Sipgate. 6 Rufnummern sind gar kein Problem. Die Fritzbox 7590 kann z.B. 3x gleichzeitige Telefonate über DECT-Telefone führen und 3x weitere Gespräche über IP-Telefone. Also exakt 6x Telefonate gleichzeitig.

Das aber nur mal so am Rande. Ich damit nur sagen, Telefonie ist nicht an den Internetanbieter gebunden. Das lässt sich mit einer Fritzbox sehr gut vom Internetanbieter trennen. Und einmal eingerichtet, es ist völlig egal wie oft man den Internetanbieter wechselt und welchen man gerade hat (z.B. Deutsche Glasfaser), die Telefon-Nr. und Anschlüsse bleiben davon unberührt. :)
 
The_Virus schrieb:
Nunja, aber auch dafür gibts Lösungen, einfach mehrere VoIP-Anschlüsse registrieren, z.B. bei Sipgate.
Ja durchaus, eine Möglichkeit. Aber leider nicht die Konstellation die ich möchte. Aber das ist nicht das Thema hier ;). Trotzdem Danke für den Hinweise.


Vorerst letztes Update:

DANKE Deutschland und EU für deine Rechtslage.
Die Deutsche Glasfaser hat mir nun "ausführlich" (*Ironie) geantwortet. Bezugnehmend auf die DSGVO können Sie keine konkreten Aussagen tätigen. Sie können mir nur soviel sagen, dass ihnen ein gültiger Vertrag vorliegt.
Gleichzeitig verweisen sie auf ihre eigenen AGB´s "Pflichten des Kunden" und "Gestattungen".

Der Kunde (Mieter) muss bei Vertragsabschluss mich (Vermieter) fragen ob die DG an meiner Immobilie arbeiten darf.
Wir haben hier also 2 Alternativen. Sollte der besagte Vertrag wirklich existieren, wird spätestens beim Hausanschluss das Ende erreicht werden. Da ich der DG keine Zusage erteile, kann kein Vertrag zustande kommen.
Möglichkeit 2, sollte der besagte Vertrag in der Vergangenheit existiert haben (Rücktritt Kunde), gibt es Kommunikationsprobleme innerhalb des Konzerns. Somit würde im Keller der Anschluss gelegt aber die DG meldet sich nicht mehr.

Beide Möglichkeiten sind mit meinem Anwalt abgesprochen. Es heißt also erst einmal abwarten was die Deutsche Glasfaser "demnächst" macht.
 
Das mit der DSGVO ist ein vorgeschobener Grund. Daten, die zu einer Vertragserfüllung notwendig sind, bedürfen keiner gesonderten Genehmigung der Speicherung/Verarbeitung. Wenn es Ihnen darum geht, dass aus Datenschutzgründen sie dir als "unbeteiligten" Dritten, keine Daten des anderen Vertragspartners nennen wollen, ist das legitim, hat aber mit der DSGVO genau nichts zu tun, denn das war zuvor auch schon so. Also wenn das Gespräch so gelaufen ist, dann hat da mal bei der DG einer gar keine Ahnung was das anbelangt. Das zur Info.

Das der Vertrag gültig sein soll, kann ja an sich nicht sein, den er Bedarf ja einer Zustimmung deinerseits und die liegt wohl kaum vor. Um das zu klären hätte dir die DG ja nichtmal Namen des Antragspartners nennen müssen. Nur dir eben die Kosten mitteilen und deine Zustimmung einholen. Wenn du diese nicht gibst, dann ist der Vertrag höchstwahrscheinlich hinfällig, da nicht durchführbar. Wie die DG überhaupt dazu kommt, zu buddeln, bevor sie deine Zustimmung nicht sicher hat, ist schon merkwürdiges gebaren aber wohl kalkuliertes Risiko der DG.

Ich würde, in Absprache mit deinem Anwalt, pokern und der DG sagen, dass keine Genehmigung von dir vorliegt und du diese nicht gibst. Sie können die Anschlüsse gern legen, dass aber auf ihre Kosten und das sollen Sie dir schriftlich geben. Dann haben sie wenigstens den Gewinn des einen Kunden, ansonsten gar nix aber die Kosten der Arbeiten bis dahin. Ggf. halt einen Rabatt aushandeln beim Preis. Je nach deiner Lust und Laune. Aber wie gesagt, das würde ich anwaltlich prüfen lassen, ob das Sinn macht, es ist nur eine spontane Idee meinerseits.
 
Ich würde mal mit deinen Mietern selbst darüber sprechen, lässt sich evtl. besser aufklären was da los ist.
 
Ungewöhnlich ist auch das DG überhaupt ausbaut wenn VDSL verfügbar ist ... es gibt keine Fördergelder für schon brauchbar erschlossene Gebiete.
Naja gut, vielleicht auch so sehr viele Vorverträge, irgendwo muss das ja auch ohne Förderung wirtschaftlich sein :D

Unser Landkreis baut nur Dörfer aus ohne VDSL, da waren sie auch sehr auskunftsfreudig ... „sie sind ausreichend erschlossen, dort gibt es keine Fördergelder, dort wird es absehbar keinen weiteren Ausbau geben“

Zugegebener Maßen VDSL250 verfügbar produziert nicht unbedingt den Wunsch nach Glasfaser , mitgenommen hätte ich so eine 500mbit down und 100+ up trotzdem ...
 
im OK Forum wird das gerade auch besprochen. Der Tenor dort ist, dass der Vermieter / Eigentümer den Ausbau NICHT verhindern kann, wenn sich dadurch keine wesentlichen Beeinträchtigungen, Störungen oder Nachteile ergeben.
Es ist aber id.R. so, dass die meisten Mieter wenig Bock haben auf Ärger mit dem Vermieter, deswegen ist sowas eher selten.

Grundsätzlich ist dir aber schon klar dass der Wert deiner Immobilie durch eine Glasfaseranbindung steigt, oder?
Du magst die Tarife jetzt für nicht so toll erachten, aber das gilt ja nicht für jeden Mieter und vor allem nicht für zukünftige Mieter.
 
Was sollte mich davon abhalten die Bauarbeiter nicht von meinem Grundstück zu verweisen?
 
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h00bi schrieb:
Grundsätzlich ist dir aber schon klar dass der Wert deiner Immobilie durch eine Glasfaseranbindung steigt, oder?
Du magst die Tarife jetzt für nicht so toll erachten, aber das gilt ja nicht für jeden Mieter und vor allem nicht für zukünftige Mieter.
Grundsätzlich bin in überhaupt nicht gegen die Technik. Ich kann aber meine Mieter nicht dazu zwingen dort einen Vertrag zu unterschreiben.
Mich stört es an dem Punkt, dass ich ein kernsaniertes nochmal "umbauen" muss, auf meine Kosten, damit die Leitung bis in die Wohnung gehen. Einzige Option wäre an der Außenfassade gewesen. Und diese Option wollte/will/werde ich nicht akzeptieren.

Ich habe nochmal meine Mieter angeschrieben, dass ich eine schriftliche Rückmeldung zwecks Glasfaser haben möchte. Sollte doch einer was unterschrieben haben, muss man sehen, was wir aus der Situation machen.
Wäre schon lustig wenn ich 8 Aussagen hätte die Nein sagen vs. DG Forderung für deren Arbeit ^^. Wobei dort eigentlich kein Bescheid kommen kann, da ja in dieser Phase die Baukosten für 0,-€ wären. Wie gesagt mal abwarten. Abschluss der Gesamtbauaktion hier soll Ende des Jahres sein.
 
Gab es vllt einen Mieter Wechsel, kann ja sein das ein Ex mieter das haben wollte, in der Planung und nun einfach umgezogen ist ohne was zu sagen? Weil das ganze komt mir hier auch sehr spanish vor.
 
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