Deutsche Glasfaser buddelt ohne Grund, was tun?

Als unsere Firma sich letztes Jahr Glasfaser hat legen lassen, mussten wir, also der "Chef", eine Erklärung unterschreiben, dass das Grundstück, auf dem sie dann die ganzen Steine hoch nehmen und den Graben für das Leerrohr ziehen und das Gebäude, in welches sie Löcher hinein bohren und die Glasfaserleitung verlegen, uns gehört oder (alternativ) die Baumaßnahmen vom Eigentümer genehmigt sind.
Zum Glück gehört uns das Grundstück und Gebäude wirklich, das sparte dann einiges an Bürokratie. Aber eben stempeln und unterschreiben.
Wundert mich ein wenig, dass die DG da ohne vom Eigentümer unterschriebenen Zettelkram loslegt...
 
Das problem dabei ist eher, das glasfaser sehr gefragt ist und ohne FTTH in zukunft nix mehr gscheit funktioniert.

Aber das kommt mir sehr komisch vor. Bei uns wurde zuerst bis zur grenze ein leerrohr verlegt und dann, in absprache mit der baufirma, an einer günstigen Position ein BEP (übergabepunkt) montiert und gespleist.

Gab es keine Briefe oder veranstaltungen bei euch?
 
Update ist so eine Sache ^^

Zum Ursprungsproblem: Nein. Das Kabel liegt bis ans Haus. Bei den Nachbarn (nachbar Straßen) wurde schon hier und da im Haus die HÜP´s gesetzt. Bei mir hat sich weder Glasfaser noch Mieter gemeldet.

Ich hatte aber an meinem eigenen Haus ein größeres Problem. Der Bautrupp hat bei Erdarbeiten sowohl Hauptstromleitung als auch Telefonleitung durchtrennt. Wurde jeweils von (deutschen) Technikern schnell repariert. Warum deutsch? Die Arbeiter aus osteuropäischen Ländern hauen hier wirklich richtig rein, da können sich andere echt was von abschneiden. Aber die Hauptbaufirma (Niederlande) hat echt ganze komische Leute in den Hauptpositionen.
Mittlerweile haben die auch 4 Anzeigen von mir bekommen. (Alles im zusammenhang mit meinem Privathaus).
Das "schöne" ist, die Gemeinde die anfangs noch schlichten wollte und meinte ich wäre wohl nur auf Streit aus, hat nun auch von anderen Bürger ähnliche Probleme gehört. Keine Mitteilung an die Bürger van Straßen gesperrt sind, Arbeitszeit 6:30-18:30 (Non-Stopp), Verdreckte Straßen, zugeparkt Garagen, Einfahrten und Straßen.

Ich denke über den Sommer wird da hier weitergehen. Ab Herbst wollen die fertig werden, dann kann ich die DG ja mal fragen ob das richtig ist, dass dort noch Kabel rausschauen.
 
Es ist im Moment praktisch unmöglich gute oder sogar sehr gute Bauleiter zu finden - recht egal welches Unternehmen man ist und recht egal, was man bereit ist, an Gehalt zu zahlen.

Deshalb werden derzeit auch viele "nicht-Bauleiter" auf die Positionen gezogen und die, die solche Positionen haben, wissen um ihren Marktwert.


Natürlich kann das bei dir auch andere Gründe haben. Grundsätzlich haben wir in dem Bereich aber ein Qualitäts- und Ego-Problem.
 
Idon schrieb:
Natürlich kann das bei dir auch andere Gründe haben. Grundsätzlich haben wir in dem Bereich aber ein Qualitäts- und Ego-Problem.
Also auch wenn viele auf deutsche Bauleiter hier schimpfen. Aber zu 99% treffe ich auf Leute die typisch Deutsch sind. Diese Holländer aber glaube ich haben noch nie wirklich gearbeitet. Ich kann doch nicht zu jemanden sagen, der sich über einen Stromausfall beschwert, ja ist doch nicht so schlimm, da hat der Energieversorger Fehler gemacht. Bleiben Sie ruhig wir haben die Info schon weiter gegeben.
Energieversorger-Techniker: "Sie sehen schon die rote Gefahrenkappe ?" NL:"Da dachte der Arbeiter wohl das sei ein Stein" // " Aus Plastik?"
Strom wird auf mehreren Kabelnabgeschaltet zwecks Rep. 5 Leute kommen auf die Straße. "Was ist hier los? Wir haben keinen Strom!!!"
Techniker zum NL: "Haben Sie die Leute verständigt, dass wir den Strom abstellen müssen/dürfen?"
NL:"Das dauert nicht lange, dat kriegen die nicht mit"

Nochmals. Ich bin für Fortschritt, ich bin für Glasfaser. Diese Arbeiter sind auch Bombe, aber das Gesamtpaket ist echt ein Trauerspiel. Bin mal gespannt, wenn in 2 Jahren die Bindung abläuft und die ersten zu Telekom und Co abwandern wollen und nicht können, weil die das nicht anbieten ^^.
 
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Ich habe lange genug im Handwerk gearbeitet um zu sagen "man bekommt was man bezahlt".

Ich gehe davon aus dass die Holländer hier wie immer "günstiger" waren und dies natürlich an ihre Mitarbeiter "weitergeben".

Halt uns auf dem laufenden. Das wird bestimmt noch spannend. Ich drücke dir die Daumen bzw. deinen Mietern, für einen "kostenlosen" Anschluss.
 
Bei uns hatte der Bautrupp 6 Monate lang die Absperrbarken und den Erdaushub auf einen öffentlichen Parkplatz vor unseren Bürogebäude liegen lassen. Das ist eine regionale Firma gewesen und nur deutsche Arbeiter. An der Nationalität liegt das also nicht, ob man schlampig oder gründlich arbeitet.
 
ayngush schrieb:
Bei uns hatte der Bautrupp 6 Monate lang die Absperrbarken und den Erdaushub auf einen öffentlichen Parkplatz vor unseren Bürogebäude liegen lassen. Das ist eine regionale Firma gewesen und nur deutsche Arbeiter. An der Nationalität liegt das also nicht, ob man schlampig oder gründlich arbeitet.

Ich wollte damit nicht Ausdrücken, dass es an der Nationalität liegt.

Es gibt genug "billige" und schlampige deutsche Firmen. Ich habe nur die Erfahrung, dass je billiger die Firma desto billiger das Ergebnis. Das auch nicht immer, aber die Tendenz steigt.
 
P4ge schrieb:
Strom wird auf mehreren Kabelnabgeschaltet zwecks Rep. 5 Leute kommen auf die Straße. "Was ist hier los? Wir haben keinen Strom!!!"
Techniker zum NL: "Haben Sie die Leute verständigt, dass wir den Strom abstellen müssen/dürfen?"
NL:"Das dauert nicht lange, dat kriegen die nicht mit"
Das ist einfach nur zum Lachen. Sorry, aber so etwas geht garnicht.
 
Ich fühle leider mit dir, bei uns ist der Auftraggeber Innogy aber im Prinzip fast die gleiche Katastrophe. Ich besitze eine Firma, die Baufirma, die den Auftrag bekommen hat, fängt an den Bürgersteig aufzubaggern um Glasfaser zu verlegen, irgendwann sind sie an meiner Einfahrt, da steht ein Firmenschild, welches ca. 2 Meter breit und 1 Meter hoch ist, ich sehe es per Zufall aus dem Bürofenster und muss dann den Bauarbeitern sagen, dass ich hier rein und raus muss für Termine, Anlieferungen etc. und sie das nicht einfach ohne Info aufbaggern können. Ich spreche den ersten an... der zeigt nur mit Fingern nach weiter oben, ich gehe die Straße hoch, spreche den 2. an, der irgendwas auf einer anderen Sprache gefaselt, also ab zum dritten und der konnte mir dann mal den jenigen sagen, der mich versteht.

Man muss dazu sagen, ich wohne in einem Industriegebiet, hier befinden sich ausschließlich Betriebe und keiner der Betriebe wurde informiert. Das nächste Thema ist, dass ich durch den Wohnsitz alles andere als Lärmempfindlich bin, aber wenn die morgens um 6 bis Abends um 20 Uhr da arbeiten, ist es halt schon deutlich mehr Lärm als ich gewohnt bin und mein Nachbahr hat eine Baufirma mit 200 Mitarbeitern, die höre ich meistens nicht mal.

An einem anderen Tag, sehen die mich aus dem Hof fahren, gucken nur blöd ich fahr durch, komme zurück ist vor meinem Grundstück die gesamte Straße aufgerissen, so dass ich nicht mehr an mein Haus kam. Wir haben hier öfter mal Bauarbeiten, weil das Gebiet auch erweitert wird etc. aber so eine Scheisse wie ich mit der Baufirma hier erlebt habe, hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. Das nächste ist, dass die den Bürgersteig natürlich aufmachen mussten, dieser aber eigentlich ziemlich glatt und gut verlegt war. Jetzt ist das Muster teilweise kreuz und quer verlegt worden, es sind brutale Wellen drin und es ist klar, dass in dem Zustand der Bürgersteig auch nicht ewig hält. Außerdem habe ich die Arbeiter erwischt, wie sie einfach an meiner Lagerhalle Wasser am Außenhahn abgezapft haben, ohne zu Fragen wohlgemerkt. Das beste war dann als sie am anderen Ende vom Ort am arbeiten waren, 4-5 Kanister in die Baggerschaufel gehauen haben und die einfach bei mir füllten. Ich habs leider zu spät gesehen, naja hab ihnen dann mal das Wasser abgedreht :D mir gehts dabei nicht um das Geld, das sind sowieso nur Cent Beträge, aber ums Prinzip.

Ich höre auch nichts mehr von meinem Hausanschluss, dabei bin ich wirklich einer der Befürworter und ersten gewesen die den Glasfaser Vertrag abgeschlossen haben. Inzwischen frag ich mich langsam ob ich nicht doch lieber auf VDSL bleibe, einfach weil ich total genervt bin wie das ganze bis Dato ablief.
 
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Das sind aber leider nicht nur die Mittelständischen Firmen die so Chaotisch sind. Sondern auch riesige, weltweit agierende Baukonzerne, die auf zwei Ohren taub, einem Auge blind und gegipste Arme haben. Da ist das,was man an Pfusch am Bau sieht im TV von irgendwelchen Privatleuten, echt Kindergarten gegen. Und die Sprachen alle perfekt Deutsch....
 
@nebulein
Brüder im Geiste. Wenn die hier arbeiten machen und tun, und denen fehlt Wasser oder wie am Dienstag, dass die bei 40° ackern müssen, da bring ich auch ne Flasche Wasser raus. Es ist ja keinem geholfen, wenn man die immer anfeindet, anmault etc.
Aber ich erwarte von jedem (kleiner Arbeiter/Vorarbeiter/Chefs), dass man sich an gewisse Regeln hält.
Einfahrten werden nicht zugeparkt, man informiert sich welches Grundstück das richtige ist, bevor man buddelt und man infomiert Gemeinde oder Bürger direkt wenn Straßen gesperrt werden.


DeadlyStriker schrieb:
Halt uns auf dem laufenden. Das wird bestimmt noch spannend. Ich drücke dir die Daumen bzw. deinen Mietern, für einen "kostenlosen" Anschluss.
Das klingt jetzt vielleicht schon nach eigenlob .... Aber die Mieter werden sich in 14 Tage sowieso schon mal tierisch freuen. Die bekommen ihre Nebenkosten+Heizkostenabrechnung 2018. Was die Mieter nicht wussten ich habe den Gasanbieter gewechselt. Einsparung ca. 45% >.< Die bekommen pro Wohnung ca. 250,-€ wieder.
Ich schaue halt wo ich mit wenigen Mitteln viel für die Mieter rausholen kann. Das ist auch der Grund warum die Mieter bei dieser Aktion oder ähnlichen hinter mir stehen.
Ich hoffe auch das die Deutsche Glasfaser am Ende wirklich nicht mehr weiß, warum sie dort nen Kabel verlegt hat. Und wenn Sie so eine 100% Firma sein wollen, dann wird das mit dem Anschluss schon klappen.
 
Müssen Straßensperren nicht bei der Gemeinde angemeldet werden? In Österreich muss jeder Parkplatz den sie verwenden genehmigt werden und mit Aushang(!) vor Ort gerechtfertigt sein. Bei Straßensperren muss ebenfalls ein Aushang vor Ort erfolgen auf dem ersichtlich ist, wer, was, warum und wie lange - desweiteren sollte die Gemeinde natürlich entsprechend informieren, denn die habens ja schließlich genehmigt.
 
Das ganze Bauvorhaben musste bei uns bei der Stadt durch ein Genehmigungsverfahren. Die Straße wurde immer nur halbseitig gesperrt, der Bürgersteig immer nur maximal auf 5 Meter geöffnet und danach wieder verschlossen. Zufahrten durften keine blockiert werden. Die Arbeiten am öffentlichen Anteil, Straße und Bürgersteig, wurden von einen Bautrupp, der von der Stadt beauftragt wurde, wieder in der endgültigen Zustand versetzt; der andere Bautrupp hatte das nur provisorisch verschlossen. Zum Glück mussten wir uns darum weder kümmern noch es irgendwie einzeln bezahlen, das hat der Provider alles geregelt.
 
@P4ge Gibte es schon Neuigkeiten zu deiner "Baustelle"?
 
@DeadlyStriker
Ich habe euch nicht vergessen, aber Stand jetzt ist bei der normalen "Baustelle" keine Veränderung eingetreten.
Bei den Anzeigen bzgl. Strom und Verdienstausfall hat mir die Versicherung schon mal Geld zugestanden, die Frage steht noch aus wieviel.
 
:freak::freak::freak:
Bereit für das Kuriositätenkabinett??

Offiziell gilt hier alle Bauarbeiten als abgeschlossen. Sowohl die Straßenarbeiten als auch die Hausanschlüsse.
Übergabe mit Feier und Bandzerscheidung war auch schon.
Seltsamerweise schauen bei einigen Nachbarn noch die orangenen Kabel aus der Erde. Bei mir hat sich die DG nicht weiter gemeldet.
Still ruht der See an dieser Front.

Allerdings habe ich seit Mitte Oktober eine nicht enden wollende Debatte mit einem Mieter. Dieser hat ohne Rücksprache mit mir zu halten, einen Vorvertrag mit der DG geschlossen. Wartet nun darauf, dass die das Kabel von der Straße bis ins 3.OG verlegen. Obwohl jeder Mieter und ich ihm gesagt haben, dass er dafür zuständig ist.
Hat mir schon mit Mietkürzung gedroht, wenn ich ihm den Internetzugang verweigere.... ????

Es könnte also demnächst etwas mehr Dynamik in die Sache kommen, oder auch nicht.

Da dies aber zunächst nichts mit dem ursprünglichen zutun hat, gabs auch noch kein Update.
OK ich habe Geld bekommen von der Versicherung. Aber auch das ist kein USA-Urlaub ^^.
 
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Du kannst ihm ja als Vorschlag zur Güte anbieten, dass du die Verlegung des Kabels bis zu ihm in die Wohnung organisierst und er die Kosten dafür trägt. ;)
Er wollte ja den Anschluss haben, dann kann er ja auch dafür bezahlen.
Immer wieder lustig was sich manche Menschen einbilden. Mietminderung wegen nicht verlegtem Glasfaseranschluss. Das Gericht will ich sehen, dass das einfach durchwinkt. Gut… für manche ist nur einen 50mbit-Anschluss zu haben schlimmer als kein warmes Wasser aus dem Hahn zu bekommen. Waschen wird ohnehin völlig überbewertet :D Aber wehe der Ping beide Fortnite ist zu hoch…. „Weil meine K/D kaputt geht, nit deine!“

Lustige Story: Im Ort meiner Eltern wurden dieses Jahr die Stromkabel in die Erde verlegt. Bisher ist der ganze Ort noch über Dachständer verbunden. Da aber vor 3 Jahren erst viele Straßen und Co. saniert wurden, hat das Bauamt der Firma untersagt, auch nur 1qm Teer aufzureißen oder Randsteine zu berühren für die Verlegung. Also mussten die Kabel im ganzen Ort durch Grünstreifen, Pflasterwege, Blumenbeete und unter Häusern hindurch verlegt werden. Die haben allein 4 Wochen nur für die Bohrarbeiten gebraucht. Hätten sie die Straßen aufgemacht wäre das wohl innerhalb von 2 Wochen alles passiert gewesen. Finde ich aber gut, dass das so gemacht wurde. Diese Flickstellen auf den Straßen sind dann wieder die ersten, die zu Lochfraß neigen.
 
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