Elterngeld abschaffen?

Lost_Byte

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In den Koalitionsgesprächen wird derzeit Gerüchten zufolge diskutiert, ob das Elterngeld abgeschafft werden soll.
Quelle Welt Merkur

In der Vergangenheit wurde dies bspw. auch vom Ifo Chef gefordert (Quelle).

Begründung ist, dass die "Vollkasko Mentalität" nicht mehr finanzierbar sei und viele Eltern nicht auf das Elterngeld angewiesen seien.

Aus meinem Bekanntenkreis sind mir mehrere Fälle bekannt, die auf das Elterngeld angewiesen sind oder alternativ Kinder mit wenigen Monaten in die Kita geben müssten.
Diverse Psychologen vertreten, dass ein zu frühes Abgeben von Kindern dazu führt, dass Kinder erhöhtem Stress ausgesetzt sind, der sich langfristig negativ auswirken kann. Zudem setzt dies voraus, dass man überhaupt einen Kita-Platz bekommt.

Meines Erachtens könnte die Abschaffung des Elterngeldes dazu führen, dass viele (auch grundsätzlich gut situierte Paare) keine oder weniger Kinder kriegen, als sie unter Beibehaltung des Elterngeldes bekommen.
Gleichzeitig scheint das Geld für Management wie die Mütterrente da zu sein (geschätzte Kosten für diese Änderung höher als die des Elterngeldes).

Vor diesem Hintergrund stelle ich euch die Frage: Seid ihr für die Abschaffung des Elterngeldes und warum (nicht)?
 
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Lost_Byte schrieb:
keine oder weniger Kinder kriegen
Das wäre sehr zu begrüßen. Die letzte Generation ist ja schon da. ;)

Lost_Byte schrieb:
oder alternativ Kinder mit wenigen Monaten in die Kita geben müssten.
Da sehe ich nun wirklich kein Problem. Ging in der DDR problemlos. Und da war wirklich nicht alles so schlecht.
 
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Elterngeld bekommen ja nur diejenigen, die erwerbstätig sind und ihre Erwerbstätigkeit wegen Kindererziehung unterbrechen. Arbeitslosen wird jedoch das Bürgergeld oder Kindergeld nicht gestrichen. Das bedeutet im Endeffekt, dass es für arbeitslose einen Anreiz gibt, Kinder zu bekommen, weil sie Kindergeld und Bürgergeld bekommen. Für Erwerbstätige gibt es aber keinen Anreiz, denn sie bekommen ja kein Elterngeld mehr (ja gut, Kindergeld bekommen sie trotzdem schon noch). Das ist schon ein seltsames System in Deutschland, dass Arbeitslose einen finanziellen Anreiz haben, so viele Kinder wie möglich zu bekommen und Erwerbstätige dafür bestraft werden. Eigentlich sollte es genau anders herum sein. Aber das ist halt Deutschland.

Letztendlich sollte der Staat eigentlich dafür sorgen, dass seine Bürger für sich selbst sorgen können (durch Arbeit). Das geht aber nicht, wenn der Staat schon vom Einkommen 42% wegnimmt. Der Staat in Deutschland müsste die Abgaben und Steuern massiv absenken. Dadurch könnte die arbeitende Mittelschicht wieder für sich selbst sorgen und sich auch Kinder leisten.
 
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Traube schrieb:
Das bedeutet im Endeffekt, dass es für arbeitslose einen Anreiz gibt, Kinder zu bekommen, weil sie Kindergeld und Bürgergeld bekommen.
Das ist halt absoluter Blödsinn, den Du da verzapfst. Kindergeld wird an den Kindersatz des Bürgergeldes angerechnet, da es als Einkommen gewertet wird, weil es den selben Bedarf abdecken soll.
Ergänzung ()

Traube schrieb:
wenn der Staat schon vom Einkommen 42% wegnimmt
Was halt den Durchschnittsverdiener ja auch betrifft....NICHT

66.760 € (Ledige) bzw. 133.520 € (Verheiratete)
 
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knoxxi schrieb:
Was halt den Durchschnittsverdiener ja auch betrifft....NICHT
Doch.
Das Durchschnittsgehalt in Deutschland liegt bei monatlich 4.634 € brutto für Vollzeitbeschäftigte. Das entspricht einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 55.608 € brutto.

Von den 4634€ brutto gehen schon mal 37% an Abgaben und Steuern weg.
 
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Im Grunde finde ich Elterngeld schon sinnvoll und sogar wichtig, denn es ist für viele Durchschnittsverdiener und Geringverdiener einfach notwendig um nicht durch schon ein zwei Kindern finanziell ins Bürgergeldniveau abzusinken.

Man könnte sogar darüber reden ob nicht 65% beim Elterngeld bzw. 37,5% beim Elterngeld Plus eigentlich zu wenig sind.

Anderseits finde ich aber z.B. die Einkommensgrenze von bislang 200.000€ bzw. ab April dann 175.000€ viel zu hoch. Wer einen Partner hat der sechsstellig verdient, selbst wenn es nur knapp sechsstellig ist, bräuchte meiner Meinung nach kein Elterngeld mehr.

Ich würde es eher fair finden einerseits zwar das Niveau auf so 72-80% beim Elterngeld bzw. 36-40% beim Elterngeld Plus anzuheben, aber die Einkommensgrenze würde ich eher bei so 80.000-90.000€ ziehen.
 
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Die 4.634€ die @Traube genannt hat sind ja nur ein Durchschnittseinkommen und kein Mittleres Einkommen.

Ich denke das selbst in Vollzeit nur eine kleine Minderheit soviel verdient. Viele verdienen in ihrem ganzen Leben nicht soviel. Und manche erst sehr spät im Leben wenn sie längst aus dem gebärfähigen Alter raus sind.

Ich denke selbst in Vollzeit wird man mit Mittlerer Reife und Ausbildung bei so 2.700-3.200€, mit Fachabi und Ausbildung bei so 2.900-3.500€, mit Fachabi und FH-Bachelor bei so 3.200-3.900€ landen.
 
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cartridge_case schrieb:
Da sehe ich nun wirklich kein Problem. Ging in der DDR problemlos. Und da war wirklich nicht alles so schlecht.
Trennung von den Eltern und staatliche Indoktrination schon im Säuglingsalter halte ich nicht für erstrebenswert. Da sollte schon eher die Erziehung zu Hause gefördert werden.
 
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Ich finde es zwar nicht schlecht wenn kinder schon früh so fünf Stunden von vielleicht 8-13 Uhr in die Kita gehen. Aber die restliche Betreuung sollte dann schon zum grössten Teil durch die Eltern erfolgen.

Das lässt sich aber auch nicht mit zwei Vollzeitjobs vereinbaren. Sondern entweder gehen dann beide Eltern auf so 23,5 bis 26 Wochenstunden, oder ein Elternteil bleibt bei so 38,5 Wochenstunden Vollzeit und der andere Elternteil geht auf so 12 Wochenstunden Teilzeit.

Aber wenn schon kleine Kinder täglich acht Stunden von 8-16 Uhr in die Kita gesteckt werden und dann nichtmal von den Eltern abgeholt werden sondern von Grosseltern, Tanten, Onkels, etc. und dann erst so 19-20 Uhr von den Eltern abgeholt werden, und nach dem heimfahren direkt ins Bett gebracht werden müssen, dann finde ich das schon schlimm. Denn das hat dann wirklich nichts mehr mit Eltern sei zu tun. Den die haben ja dann nur eine halbe Stunde am Morgen und eine halbe Stunde am Abend mit ihren Kindern. Und vorallem sind da die Kinder meistens nichtmal richtig wach sondern noch bzw. schon im Halbschlaf.
 
cartridge_case schrieb:
sehe ich nun wirklich kein Problem. Ging in der DDR problemlos. Und da war wirklich nicht alles so schlecht.

Nur weil Menschen sowas "überleben" heißt nicht dass es gut für die Psyche ist.
 
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Incanus schrieb:
staatliche Indoktrination schon im Säuglingsalter halte ich nicht für erstrebenswert
Ja, klar... Die Indoktrination während der Zeit in der Kinderkrippe und im Kindergarten merke ich heute noch, selbst nach 25 Jahren Wohnsitz in den alten Bundesländern... Ich komme gewissermaßen morgens schon mit "Auferstanden aus Ruinen..." aus dem Bett...

Der ganze staatlich/politische Zirkus ging in der Grundschule los, mit dem "Pionierdrill".

Zum Thema:
Das Elterngeld sollte definitiv beibehalten werden, aber die Einkommensgrenzen gehören aus meiner Sicht reduziert.
 
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Schauen wir uns doch mal das Elterngeld an:

1) es wurde 2007 eingeführt, da immer weniger Kinder bei der arbeitende Bevölkerung geboren wurden, insgesamt gingen ja die Geburtenraten eh zurück, bei Arbeitnehmern aber noch stärker als bei Transfergeldempfänger

2) 2007 wurde der Höchstsatz auf 1.800 EUR Brutto pro Monat für maximal 12 Monate festgelegt und +2 Monate gibt es, wenn der jeweilige Partner ebenfalls Elternzeit nimmt (der Höchstsatz gilt noch heute) Insbesondere die +2 Monate sollten ja ein Anreiz für die Väter sein, sich ebenfalls deutlich mehr in die Kinderbetreuung mit einzubringen, damit die Frauen auch mehr arbeiten können und die Gleichberechtigung Frau/Mann deutlich gestärkt wird.

3) Ohne Elterngeld müssten zukünftige Eltern somit entweder ein extrem hohes Einkommen haben, um genügend Rücklagen zu haben um zumindest das erste Jahr überbrücken zu können ... oder sie sind Bürgergeldempfänger, da diesen keine Leistung gekürzt wird (Kindergeld wird auf die Beitragsleistung angerechnet, aber dennoch bleibt das Bürgergeld bestehen und wird nicht gestrichen - Arbeitnehmer haben gar kein Einkommen in der Zeit - und auch die geben das Kindergeld in der Steuererklärung als Einkommen an)

Die Abschaffung des Elterngelds hat somit zur Folge, dass dann noch weniger Kinder geboren werden als Heute. Erst Recht werden die Durchschnittsverdiener ohne Elterngeld sich gar keine Kinder mehr leisten können. Entweder ist man schwer Reich oder Bürgergeldempfänger. Anders ist dann eine Finanzierung nicht mehr möglich.

PS an die Historiker hier. Früher konnte man auch Kinder bekommen und die Frau blieb auch ohne Elterngeld für ein Jahr zuhause, da die steuerliche Belastung deutlichst geringer war und sich auch eine Durchschnittsfamilie sich typischerweise auch 2 Kinder leisten konnte. Dies funktionierte sowohl in der BRD als auch in der DDR.
Achso, in der DDR ist man auch eher erst mit 1 Jahr in den Kindergarten gekommen und nicht mit 8 Wochen. Die Betreuungszeiten waren aber so, dass beide Elternteile auch Vollzeit arbeiten konnten. In der BRD gab es zu der Zeit nicht diese umfängliche Betreuung, so dass da die Kids erst mit 3/4 Jahren in den Kindergarten kamen.

PPS wir haben 3 Kinder, ohne Elterngeld hätten wir kein einziges Kind. Das wäre in Hamburg einfach nicht möglich gewesen, da die Mieten dort schon gut hoch sind. Wir haben beide studiert und gute Jobs, aber dennoch nicht bei weitem irgendwie die Rücklagen so hätten aufbauen können, dass wir uns die 12+2 Monate hätten leisten können. Wenn, dann hätten wir erst viele Jähre später uns den Kinderwunsch erfüllen können, mit den entsprechenden Risiken. Ist die Frau 35 Jahre oder älter, gilt die Schwangerschaft schon als Risikoschwangerschaft.
 
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Lost_Byte schrieb:
Seid ihr für die Abschaffung des Elterngeldes und warum (nicht)?
Erstmal sollte man nur gegen die "Vollkaskomentalität" sein, wenn man gleichzeitig für Steuer- und Abgabensenkungen ist. Solange wir derart hohe Abgaben haben, die sogar bis zur Glotze gehen (gut, ein anderes Thema...), muss auch die Versorgung dazu passen.

Dann gebe ich zu bedenken, dass die Geburtenquoten nicht so wirklich zu unserem Rentensystem passen. Dass es gerade um unsere Bildung gut steht bzw den Stand von Schülern, kann man auch nicht behaupten. Da sollte man nichts unternehmen, womit es entweder eventuell weniger Kinder gibt oder Kinder noch weniger von daheim mitbekommen.
 
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Früher ging vieles mit weniger Geld. Da wurde eben weniger für Urlaub, Klamotten, Make-up, Technik, Essen….. ausgegeben.

Es waren einfach andere Zeiten aber um auf all das zu verzichten nur um sich 18 Jahre lang ein Kind ans Bein zu binden müssen die Hormone echt schon pulsieren. Und genau deswegen wurde Kinder- und Elterngeld eingeführt.
 
Axxid schrieb:
Früher ging vieles mit weniger Geld. Da wurde eben weniger für Urlaub, Klamotten, Make-up, Technik, Essen….. ausgegeben.

Sorry, aber deine Aussage ist absolut falsch. Auch Früher ist man Essen gegangen, in den Urlaub gefahren und hat Geld für Klamotten, Schalplatten & Co. ausgegeben.

Der Unterschied zwischen Früher und heute ist einfach die deutlich stärkere steuerliche Belastung der Arbeitseinkommen.
Mal als Vergleich, 1960 hat man den Spitzensteuersatz gezahlt, wenn man das 18 fache des Ø-Einkommens hatte. Aktuell zahlst du den Spitzensteuersatz schon beim 1,6 fachen des Ø-Einkommens. (Quelle) Der Staat greift also sehr sehr tief in die Taschen der Arbeitnehmer rein. Selbst die Linken haben in ihren Wahlprogramm mit drin stehen, dass die Beitragsbemessungsgrenze für den Spitzensteuersatz angehoben werden müsste, da aktuell auch diverse Tarifangestellte diesen schon zahlen müssten. Der Spitzensteuersatz ist aber mal gedacht gewesen, für die Spitzenverdiener.

Deshalb brauchte man früher auch kein Elterngeld, weil man als Arbeiter auch die Zeit überbrücken konnte, wenn ein Einkommen weggefallen ist. Dies ist heute für Arbeitnehmer gar nicht mehr möglich.

Man sieht dies auch ganz schön bei der geforderten Mindestlohnerhöhung auf 15 Euro. Kosten für den Arbeitgeber wären 457 Euro mehr im Monat - beim Arbeitnehmer bleiben aber nur 218 Euro Netto im Monat mehr übrig. (Quelle) 239 Euro gehen als Steuern und SV-Abgaben an den Staat. Damit erhält der Staat absolut sogar mehr Geld als der Arbeitnehmer.
Und wir sprechen hier nur die Steuer-&-Beitrags-Belastung bei Mindestlohnempfänger an. Als Tarifangestellter erreicht man gern auch den Spitzensteuersatz. Absoluter Murks!

Nein, ich brauche kein Elterngeld - wenn mir der Staat deutlich mehr von meinen Arbeitslohn lassen würde. Dann könnte ich es auch selbst aus eigener Tasche finanzieren.
 
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_killy_ schrieb:
Sorry, aber deine Aussage ist absolut falsch. Auch Früher ist man Essen gegangen, in den Urlaub gefahren und hat Geld für Klamotten, Schalplatten & Co. ausgegeben.
"Familien in den 1980er-Jahren haben mehr gespart als heute, auch weil sie sich mehr eingeschränkt haben." Reiner Braun, Vorstandsvorsitzender der empirica ag
Insgesamt ist die Bereitschaft gesunken seine Lebensqualität einzuschränken um stattdessen sein Geld in Dinge wie ein Kind oder ein Haus zu stecken. Der Staat fördert mehrere Programme um gezielt Familien / die Kinderproduktion zu unterstützen um den Staat auch zukünftig am Laufen halten zu können. Deshalb ist auch eine Förderung der Familien direkt über das Eltergeld sinnvoller als z.B. per Gießkanne allen mehr vom Lohn zu lassen. Allerdings finde ich die Einkommensgrenze viel zu hoch angesetzt. Die wird jetzt zwar zum 01.04 auf 175.000 reduziert, ich würde die aber locker nochmal um die Häfte reduzieren.
 
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früher mit heute vergleichen funktioniert nicht. Die Zeiten haben sich geändert. Ansprüche sind gewachsen. Damals reichte ein Elternteil aus, um einen gewissen Lebensstandard zu garantieren.
Heute fordert die Politik die Menschen auf, auf Teilzeit zu verzichten. Das könne man sich schlicht nicht mehr leisten. Also sollen am besten beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Na klar doch. Das Kind wird nur noch fremdbetreut.

Miete, Auto, Versicherungen, Essen, Kleidung kostet immens viel Geld. Dafür braucht ein Einkommen.
Fallen die paar Hundert Euro Elterngeld weg, zwingt es die Frauen oder Männer, aber meist Frauen früher wieder in Arbeit. Führt also zu Zwängen das Kind frühzeitiger in die Kita zu stecken.

Aber für die Beschäftigten will man wiederum kein Geld ausgeben. Teils 20 Kinder auf eine Erzieherin. Lass mal davon 3 in die Windel geschissen haben, die man wickeln muss. 2 andere, die auf Toilette wollen. Hygienemaßnahmen. Spielen. Lernen. Krankes System. Aber ja, am Besten noch das Elterngeld abschaffen. Genau das ist die Lösung. Nicht.
 
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Buttkiss schrieb:
175.000 reduziert, ich würde die aber locker nochmal um die Häfte reduzieren.
Das ist das Haushaltseinkommen. Entspricht dann sagen wir 40k Frau 50k Mann. die 40k fallen weg. Und jetzt sag mir bitte nicht, dass man mit 50k mit ner Familie heute so reich ist, dass man einem das Elterngeld streichen sollte.

Dann kannst es auch ganz lassen.

Man sollte vorallem mal aufhören, das Elterngeld am Haushaltseinkommen zu bemessen als Grundlage. Das mag top funktionieren im kalssischen Rollenbild, wo Mann die Kohle heimbringt. Wenn Mann/Frau aber ca. 50% jeweils beiträgt oder Frau gar mehr als der Mann, dann sieht es düster aus...

Das Elterngeld sollte sich am zu erwartenden Wegfall des Haushaltseinkommens bemessen.
 
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Axxid schrieb:
Früher ging vieles mit weniger Geld. Da wurde eben weniger für Urlaub, Klamotten, Make-up, Technik, Essen….. ausgegeben.

_killy_ schrieb:
Sorry, aber deine Aussage ist absolut falsch. Auch Früher ist man Essen gegangen, in den Urlaub gefahren und hat Geld für Klamotten, Schalplatten & Co. ausgegeben.
Früher ist halt ein schwammige Begriff?
In den Urlaub gefahren wurde "früher" vermutlich sogar mehr wie heute. Dann hat's aber eben auch die alte Klapperkiste und der billige Campingplatz getan. Heute sind Campingplätze schon so teuer wie früher Hotels.
Ein neuer großer Röhren TV für's Wohnzimmer hat ein durchschnittliches Monatsgehalt meist überschritten. Heute steht in allen Räumen ein TV und sie kosten je nach dem zusammen nicht mal die Hälfte des Röhren Schlachtschiff.
Wer hohen Schallplatten oder dann CD Konsum hatte, hat auch richtig viel Geld dafür hingelegt (frag mich mal). Und eine gescheite Anlage ging auch heftig ins Geld. Heute kannst das mit einem 10€ Abo im Monat und ein paar Kopfhörer und einem billigen Handy ausgleichen. Dafür waren die (Pop-) Konzerte spottbillig und heute zocken sie dich ab was geht.
Die Mädels waren vordem auch schon modebewusst und haben sich alles mögliche ins Gesicht geschmiert.

Lebensmittel waren im Vergleich eigentlich immer recht günstig weil "der Deutsche" nicht so viel Wert auf hohe Qualität gelegt hat, dafür wurden wir schon immer von der Pharma z.B. abgezockt.

Wenn wir unsere demografische Delle auch nur irgendwie in den Griff bekommen wollen braucht es m.E. jegliche Art staatlicher Leistung, Förderung und Unterstützung. Streichungen sind da der falsche Weg. Das einkommensabhängig zu machen liegt nah, aber je nach dem welches Bürokratiemonster das bedingt kann man das auch einfacher regeln.
 
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