Marcel55
Fleet Admiral
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- Nov. 2007
- Beiträge
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Es gibt ein kleines Jubiläum zu feiern.

Vor 10 Jahren hab ich meinen Beyerdynamic DT 880 gekauft, und damit hat meine kleine audiophile Reise begonnen.
Naturlich vorher hatte ich mich für guten Sound interessiert, aber richtiges Hifi war finanziell noch nicht drin, und wirkliche Ahnung hatte ich auch nicht. Durch Beratung im Forum bin ich letztendlich auf Beyerdynamic gestoßen und da hieß es hol dir einen vernünftigen Kopfhörer, dann haste da auch 10 Jahre was von.
Nun, das hat sich mehr oder weniger bewahrheitet. Zugegebenermaßen, meine DT 880 habe ich schon länger nicht verwendet und jetzt für die nostalgischen Gefühle mal wieder rausgeholt. Etwa 5-6 Jahre waren die aber schon mein daily driver. Wenn ich sie jetzt so höre fällt mir direkt der offene, detaillierte Klang auf, weite Räumlichkeit, aber auch eher kühl und untenrum etwas schwach. Guter Startpunkt, der durchaus ein paar Optimierungen vertragen kann. Aber immer noch ein gut klingender Kopfhörer, der kaum etwas falsch macht.
Über die Zeit hab ich dann vieles ausprobiert, über 20 Kopfhörer angesammelt und nur wenige wieder verkauft. Aber seit einigen Jahren ist mein Interesse etwas von Kopfhörern abgewandert hin zu Lautsprechern. Auch das hat seine Vor- und Nachteile, eine richtige Stereo-Bühne und Bässe die man auch spüren kann machen auf jeden Fall Spaß, aber aufs Thema Lautsprecher kann ich ja demnächst mal zu sprechen kommen.
Kopfhörer haben ja Vorteil dass man ungestört seine Musik genießen kann und sich keine Gedanken über den Raum oder seine Nachbarn machen muss, daher hab ich denen auch nie ganz abgeschworen und immer noch meine Freude daran, die Mischung machts. Irgendwann hab ich dann auch das Thema parametrischer Equalizer für mich entdeckt, womit der Klang der Kopfhörer noch weiter optimiert und eigene Präferenzen anpassen kann.
Damit ging die Reise dann aber auch irgendwie zuende. Ich hab noch viel mehr Kopfhörer gehört, bis hin zum fantastischen Sennheiser HE-1 (das war auf jeden Fall ein Erlebnis), aber ich hab für mich beschlossen dass mir die klanglichen Unterschiede irgendwann zu gering sind um die absurden Kaufpreise ab dem vierstelligen Preisbereich zu rechtfertigen. Der Hifiman Edition XS bildet momentan die Speerspitze und meinen Kopfhörern und der klingt auch fantastisch mit minimalen EQ-Eingriff, aber all zu lange kann ich mit dem irgendwie nicht hören, ich weiß nicht warum. Da Punkten der Beyerdynamic oder auch mein Sennheiser HD600 besser.
Doch warum die Suche nach dem bestmöglichen Klang? Klar, Musikgenuss.
Ich war schon immer großer Musik-Fan, dabei hab ich mich aber nie so richtig auf ein Genre versteift. Wenngleich ich mich rund um (Dance-)Pop irgendwie heimisch fühle, schaue ich immer wieder gerne über den Tellerrand hinaus und versuche immer wieder etwas neues zu entdecken. Es gibt so viel tolle Musik da draußen und noch so viel mehr zu entdecken, wäre zu schade das zu verpassen.
Die 3 Alben im Hintergrund spiegeln ein wenig meine musikalische Reise wider. Den Anfang macht Avicii mit "True", ein herausragendes Album auf dem Höhepunkt der EDM-Ära der frühen 2010er, welches akustische und elektronische Elemente in einer Harmonie vereint, hevorragende Vocals und Melodien die nach wie vor bewegen. Leider ist er viel zu früh von uns gegangen, aber seine Musik wird in unseren Herzen ewig weiterspielen. Lieblingssong aus dem Album: Hey Brother.
Dann Alan Walker mit Different World, ein Album dass ich immer wieder gerne höre und einfach Spaß macht. Akustisch und Musikalisch sticht es jetzt nicht besonders heraus, aber es macht auch nichts verkehrt. Einfach guter Dance-Pop der sich perfekt z.B. beim Autofahren oder bei leichteren Tätigkeiten nebenbei anhören lässt. Das spiegelt perfekt die späten 2010er wider, wo ich selbst noch nicht wusste wohin mit meinem Musikgeschmack, eine Zeit in der ich auch sehr viel ältere Musik gehört habe, sowohl von vor meiner Zeit (70er/80er) als auch womit ich aufgewachsen bin (90er/00er). Die höre ich bis heute, aber in letzter Zeit habe ich auch wieder vermehrt zu neuer Musik gefunden. Mein Lieblingssong aus dem Album: Lily. Leider hat Alan Walker dann etwas nachgelassen und kann nicht mehr ganz an die Qualitäten des Debütalbums anküpfen, auch wenn es immer wieder Songs gibt, die ich mag, bewegen mich die Alben in der Gesamtheit nicht mehr so wirklich.
Ganz anders als das dritte und neuste Album im Bunde, "HIT ME HARD AND SOFT" von Billie Eilish. Ein kleiner Stilwechsel. Nachdem ich 2019/2020 quasi im Höherpunkt meiner Kopfhörer-Zeit durch ihr Debütalbum "WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?" auf sie aufmerksam geworden bin, habe ich festgestellt, dass diese Musik mit guten Kopfhörern schon irgendwie ganz geil klingt. Auf der inhaltlichen Ebene konnte ich noch keine richtige Verbindung aufbauen, das Album war schon recht düster was nicht so wirklich zu meiner allgemeinen Stimmungslage passt, aber trotzdem hörte ich es immer wieder gerne. Mit dem Nachfolger "Happier Than Ever" wurde dann sehr gut nachgelegt, aber mit ihrem dritten Album hat sie sich dann schließlich in mein Herz gesungen und ich kann nicht mehr leugnen wie sehr ich diese Musik schätze. Für mich gehören Billie und ihr Bruder Finneas, der die Songs produziert, schon jetzt zu den besten Künstlern der Gegenwart, und wer weiß was da noch kommt. Sie brechen mit aktuellen Trends und machen einfach ihr Ding, das finde ich top. Einen Lieblingssong aus dem Album kann ich gar nicht nennen, ich mag sie alle, aber besonders die Schlussphase aus Bittersuite und Blue bildet ist aus meiner Sicht ein über 10-Minütiges Meisterwerk der Neuzeit. Diese Musik eignet sich perfekt um einfach mal runterzukommen, vom Alltagsstress abgelenkt zu werden und ein akustisches Erlebnis dargeboten zu bekommen, das einen daran erinnert, wozu man die Kohle in Audioquipment eigentlich investiert hat.
Damit bin ich auch am Ende meiner kleinen Reise angekommen. Demnächst könnte ich ja mal was zum Thema Heimkino schreiben. Da hat sich zwischenzeitlich auch einiges getan und ich bin vorerst am Ziel angekommen. Aber das ist definitv ne Geschichte für sich.

Vor 10 Jahren hab ich meinen Beyerdynamic DT 880 gekauft, und damit hat meine kleine audiophile Reise begonnen.
Naturlich vorher hatte ich mich für guten Sound interessiert, aber richtiges Hifi war finanziell noch nicht drin, und wirkliche Ahnung hatte ich auch nicht. Durch Beratung im Forum bin ich letztendlich auf Beyerdynamic gestoßen und da hieß es hol dir einen vernünftigen Kopfhörer, dann haste da auch 10 Jahre was von.
Nun, das hat sich mehr oder weniger bewahrheitet. Zugegebenermaßen, meine DT 880 habe ich schon länger nicht verwendet und jetzt für die nostalgischen Gefühle mal wieder rausgeholt. Etwa 5-6 Jahre waren die aber schon mein daily driver. Wenn ich sie jetzt so höre fällt mir direkt der offene, detaillierte Klang auf, weite Räumlichkeit, aber auch eher kühl und untenrum etwas schwach. Guter Startpunkt, der durchaus ein paar Optimierungen vertragen kann. Aber immer noch ein gut klingender Kopfhörer, der kaum etwas falsch macht.
Über die Zeit hab ich dann vieles ausprobiert, über 20 Kopfhörer angesammelt und nur wenige wieder verkauft. Aber seit einigen Jahren ist mein Interesse etwas von Kopfhörern abgewandert hin zu Lautsprechern. Auch das hat seine Vor- und Nachteile, eine richtige Stereo-Bühne und Bässe die man auch spüren kann machen auf jeden Fall Spaß, aber aufs Thema Lautsprecher kann ich ja demnächst mal zu sprechen kommen.
Kopfhörer haben ja Vorteil dass man ungestört seine Musik genießen kann und sich keine Gedanken über den Raum oder seine Nachbarn machen muss, daher hab ich denen auch nie ganz abgeschworen und immer noch meine Freude daran, die Mischung machts. Irgendwann hab ich dann auch das Thema parametrischer Equalizer für mich entdeckt, womit der Klang der Kopfhörer noch weiter optimiert und eigene Präferenzen anpassen kann.
Damit ging die Reise dann aber auch irgendwie zuende. Ich hab noch viel mehr Kopfhörer gehört, bis hin zum fantastischen Sennheiser HE-1 (das war auf jeden Fall ein Erlebnis), aber ich hab für mich beschlossen dass mir die klanglichen Unterschiede irgendwann zu gering sind um die absurden Kaufpreise ab dem vierstelligen Preisbereich zu rechtfertigen. Der Hifiman Edition XS bildet momentan die Speerspitze und meinen Kopfhörern und der klingt auch fantastisch mit minimalen EQ-Eingriff, aber all zu lange kann ich mit dem irgendwie nicht hören, ich weiß nicht warum. Da Punkten der Beyerdynamic oder auch mein Sennheiser HD600 besser.
Doch warum die Suche nach dem bestmöglichen Klang? Klar, Musikgenuss.
Ich war schon immer großer Musik-Fan, dabei hab ich mich aber nie so richtig auf ein Genre versteift. Wenngleich ich mich rund um (Dance-)Pop irgendwie heimisch fühle, schaue ich immer wieder gerne über den Tellerrand hinaus und versuche immer wieder etwas neues zu entdecken. Es gibt so viel tolle Musik da draußen und noch so viel mehr zu entdecken, wäre zu schade das zu verpassen.
Die 3 Alben im Hintergrund spiegeln ein wenig meine musikalische Reise wider. Den Anfang macht Avicii mit "True", ein herausragendes Album auf dem Höhepunkt der EDM-Ära der frühen 2010er, welches akustische und elektronische Elemente in einer Harmonie vereint, hevorragende Vocals und Melodien die nach wie vor bewegen. Leider ist er viel zu früh von uns gegangen, aber seine Musik wird in unseren Herzen ewig weiterspielen. Lieblingssong aus dem Album: Hey Brother.
Dann Alan Walker mit Different World, ein Album dass ich immer wieder gerne höre und einfach Spaß macht. Akustisch und Musikalisch sticht es jetzt nicht besonders heraus, aber es macht auch nichts verkehrt. Einfach guter Dance-Pop der sich perfekt z.B. beim Autofahren oder bei leichteren Tätigkeiten nebenbei anhören lässt. Das spiegelt perfekt die späten 2010er wider, wo ich selbst noch nicht wusste wohin mit meinem Musikgeschmack, eine Zeit in der ich auch sehr viel ältere Musik gehört habe, sowohl von vor meiner Zeit (70er/80er) als auch womit ich aufgewachsen bin (90er/00er). Die höre ich bis heute, aber in letzter Zeit habe ich auch wieder vermehrt zu neuer Musik gefunden. Mein Lieblingssong aus dem Album: Lily. Leider hat Alan Walker dann etwas nachgelassen und kann nicht mehr ganz an die Qualitäten des Debütalbums anküpfen, auch wenn es immer wieder Songs gibt, die ich mag, bewegen mich die Alben in der Gesamtheit nicht mehr so wirklich.
Ganz anders als das dritte und neuste Album im Bunde, "HIT ME HARD AND SOFT" von Billie Eilish. Ein kleiner Stilwechsel. Nachdem ich 2019/2020 quasi im Höherpunkt meiner Kopfhörer-Zeit durch ihr Debütalbum "WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?" auf sie aufmerksam geworden bin, habe ich festgestellt, dass diese Musik mit guten Kopfhörern schon irgendwie ganz geil klingt. Auf der inhaltlichen Ebene konnte ich noch keine richtige Verbindung aufbauen, das Album war schon recht düster was nicht so wirklich zu meiner allgemeinen Stimmungslage passt, aber trotzdem hörte ich es immer wieder gerne. Mit dem Nachfolger "Happier Than Ever" wurde dann sehr gut nachgelegt, aber mit ihrem dritten Album hat sie sich dann schließlich in mein Herz gesungen und ich kann nicht mehr leugnen wie sehr ich diese Musik schätze. Für mich gehören Billie und ihr Bruder Finneas, der die Songs produziert, schon jetzt zu den besten Künstlern der Gegenwart, und wer weiß was da noch kommt. Sie brechen mit aktuellen Trends und machen einfach ihr Ding, das finde ich top. Einen Lieblingssong aus dem Album kann ich gar nicht nennen, ich mag sie alle, aber besonders die Schlussphase aus Bittersuite und Blue bildet ist aus meiner Sicht ein über 10-Minütiges Meisterwerk der Neuzeit. Diese Musik eignet sich perfekt um einfach mal runterzukommen, vom Alltagsstress abgelenkt zu werden und ein akustisches Erlebnis dargeboten zu bekommen, das einen daran erinnert, wozu man die Kohle in Audioquipment eigentlich investiert hat.
Damit bin ich auch am Ende meiner kleinen Reise angekommen. Demnächst könnte ich ja mal was zum Thema Heimkino schreiben. Da hat sich zwischenzeitlich auch einiges getan und ich bin vorerst am Ziel angekommen. Aber das ist definitv ne Geschichte für sich.