Frauen- bzw. Männerunterdrückung im Allgemeinen

Lasyx schrieb:
Die Gesellschaft befindet sich in einer Phase, in der die alten Strukturen zerfallen.
Unsinn. Die meisten Männer haben immer noch mehr Schwanz als Hirn und das einzige Ziel vieler Frauen ist das, einem Mann zu gefallen.
 
@Cat
Kommt also auf das Gleiche hinaus.


Aber ich sehe, dass generell so, dass bei der "Unterdrückung" bei weitem nicht nur das Geschlecht eine ROlle spielt, sondern auch die Einstellung.
Oft genanntes Beispiel --> Lohn, der eigentlich Verhandlungssache ist udn wenn die Frau sich nicht dumm anstellt, ist es ansich kein Problem genausoviel oder mehr zu verdienen wie der Mann. Unabghängig von der BRanche .
 
Es beim Lohn zu belassen ist aber auch wieder dumm, obwohl es wirklich oft nur darum geht, beim Thema Gleichberechtigung oder Unterdrückung in unserer Gesellschaft in D.

Armut ist nicht Unterdrückung.

Frieden ist nicht Gleichberechtigung.
 
Gleichberechtigung in Rechten steht immer noch der Gleichberechtigung in Bedürfnissen gegenüber.

Fakt ist, dass biologische Unterschiede existieren und da fängts dann schon an mit Schwangerschaft im Berufsleben und alles, was damit zusammenhängt.
Der Arbeitgeber wird sich bedanken, denn er darf ne Zeit lang weiterzahlen ohne irgendwie einen Gegenwert zu erhalten. Das soll nicht negativ dargestellt werden, soll aber deutlich machen, dass es 100% Gleichberechtigung niemals geben kann und das Hinarbeiten darauf reine Illusion ist.

Auch wenn die konservative Anschauung von Hausfrau+Arbeiter+Kind altbacken und ungerechtfertigt klingt, aber bei der Erziehung hat sie die Nase vorn verglichen mit Arbeiter+Arbeiter+Kind+irgendwer, der immer gefunden werden muss, um drauf aufzupassen.
Das machen oft die Großeltern, aber wenn die mal nicht da sind... wer macht es dann?
Bzw. muss dann ein Elternteil ne Halbtagskraft haben und Hausarbeit und Kind nach Arbeit warten auch noch. Dann als Schwangere Arbeit finden? Klar. Wenn es keine gibt, dann sorgt der Staat eben weiter.

Bessere Lösung? Keine Ahnung.
 
Für mich wäre die Lösung, dass die alte Struktur wieder aufgenommen wird. Auch wenn es noch so schlimm für jene Personen (68er) war, so sehe ich, dass die heutige Gesellschaft nichts mehr vom Familiensinn oder das Aufopfern der Freizeit um die Frau zu entlasten hält.
Die Gleichberechtigung bzw. die Freiheit der Frauen ist deshalb immer noch gegeben.
Bis jetzt war das mit den Großeltern üblich bzgl. Kinder aufpassen, und hat bis jetzt noch keine Wirkung verloren.

MFG
 
@blooby
Wie soll diese "Lösung" aussehen? Viele Prozesse, die von mir aus seit 68 vorgehen sind auch gesammtgesellschaftlicher Art und nicht von nur einer Stelle aus entscheidbar und kontrollierbar. Du kannst kein Gesetz erlassen "zu alten Strukturen" (allein, welche Strukturen sollen das konkret sein? Wer soll sie formulieren?) zurückzukommen. Dein Lösungsvorschlag ist also eher was für den Stammtisch.
 
Dies ist ja ohnehin eine unrealisierbare Lösung, da diese in erster Linie mit der gesellschaftlichen Entwicklung zusammenhängt, und nicht per Gesetz angepasst werden kann.
Ich habe mich damit nur ausdrücken wollen, was besser gewesen wäre. Einen gesellschaftlichen Wandel wie damals kann man nicht auf einen Tag durchziehen, zudem es auch an Auslösungsfaktoren fehlt.

Mein Lösungsvorschlag ist nicht für den Stammtisch, sondern für eine Gesellschaftsdiskussion interessanter.

MFG
 
interessantes Thema - ich möchte mal ein paar Sachen sagen:

Neulich in einer Frauenzeitschrift gelesen:

Frau will sich nen Callboy rufen und fragt ob das moralisch vertretbar sei - Die Beraterin sagt: Tolle Sache - mach das, neue Perspektiven und so.

Wenn ein Mann jetzt in den Puff geht, ist er gleich, ein Sexist weil er ja die armen Frauen ausbeutet. ( oder ähnliche andere Schlussfolgerungen )


Neulich in der Men`s Health über die neuen Mütter:
Können nicht mehr kochen, putzen ist auch doof und der Mann soll sich die Hemden gefälligst selbst bügeln.

Also neuer Mann: Kommt abends nach der Arbeit nach Hause, spielt noch mit den Kindern und macht dann noch den Haushalt weil die Frau sich mal von dem ganzen Stress von wegen Teilzeit Arbeit/Kinder erholen muss.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass es Frauen leicht in der heutigen Zeit in irgendwelchen Berufszweigen haben, aber eventuell machen sie sich es auf der einen Seite selber schwerer als es sein müsste ( Arbeit ) und auf der anderen leichter als es sein dürfte ( Beziehung ) und im Endeffekt ist es wie bei den Ferengies ( schreibt man die so? )

Sie wollen keine Gewerkschaft weil sie selber Mitarbeiter haben wollen die sie unterdrücken können - war irgend eine Deep Space Nine Folge.
 
speedyjoe schrieb:
das mag sein, aber solange wir unsere alten modelle in den köpfen haben, wird die gleichstellung stockender ablaufen. ich meine, es ist immer noch tatsache, dass immer noch lohnungerechtigkeiten herrschen. nur müssen neue modelle und diskurse her, um die gleichstellung besser voranzutreiben.
Schön gesagt. Was fehlt, ist die Verdeutlichung einer konfigurierenden Praxis von Geschlecht. Problem ist dabei, aber dass das Geschlecht derart evident ist, dass das mit sich der KOnstruktion nur schwer im Klaren wird.

Duffycola schrieb:
Zum Thema Frauen dürfen Männer schlagen, aber nicht umgekehrt:

Fand ganz interessant, da hat letztens eine Frau bei Domian angerufen.. lange Rede kurzer Sinn: Sie hat ihm eine geklebt, weil er fremd gegangen ist und ein Arschloch war und als dann der Satz kam: Hätte ich wohl öfter tun sollen, da fand ich ganz interessant wie Domian reagiert hat, nämlich selbst da war er gegen das Schlagen von irgendwem.

Fazit: Weder sollte das Schlagen von Frauen wieder gesellschaftlich akzeptiert werden, noch sollte das Schlagen von Männern akzeptiert werden. Körperliche Gewalt in jeder Form ist ein Zeichen für charakterliche Schwäche.
Sehr gutes Beispiel, was zeigt, wie Geschlecht außen vor gelassen werden kann. Sollte häufiger sein ;)


sidestream schrieb:
Fakt ist, dass biologische Unterschiede existieren und da fängts dann schon an mit Schwangerschaft im Berufsleben und alles, was damit zusammenhängt.
soll aber deutlich machen, dass es 100% Gleichberechtigung niemals geben kann und das Hinarbeiten darauf reine Illusion ist.
Na klar gibt es diese Unterschiede, doch mehr auch nicht. Das entscheidende daran ist doch, dass wir erst innerhalb der sozialen Praxis aus diesen Unterschieden das Geschlecht und das Geschelchterverhältnis konstruieren. Von daher sind wir keine "Natur" in dem Sinne unterworfen, die uns vollkommen bestimmt. Wir sind diejenigen, die der Natur einen Sinn geben und zudem ist eh fragwürdug, vom Sein auf Sollen zu schließen. Eine Tatsache kannt nicht Grundlage einer Norm sein, das heißt, nur weil etwas ist, wie es ist, muss daraus nicht zwangläufig eine bestimmte Norm folgen.
Frauen bekommen Kinder. Frauen müssen Kinder erziehen --> Fakt oder Konstruktion?
Aus diesem Grund besteht doch die Möglichkeit der "100%" Gleichberechtigung, doch damit wären andere gesamtgesellschaftliche Umbrüche verbunden, die nich von heute auf morgen geschehn können, sondern nur schrittweise - wenn überhaupt.
 
Wenn du mich schon zitierst, dann bitte den kompletten Abschnitt, denn so wird die Aussage ein wenig abgewandelt.

Eine Frau hat in dem Sinne mehr Bedürfnisse und wie willst du da einen Ausgleich schaffen? Bleiben wir bei dem Beispiel Schwangerschaftsurlaub. Wenn ich der Geschäftsführer wäre und ich hätte da eine, die das erste Kind und kurz darauf das Zweite bekommt, geht mir locker ein Jahr Gehalt für nichts drauf.

Das ist jetzt die kapitalistische Denkensweise. Die Soziale wäre jetzt, dass es gerecht ist, denn wie soll das anders funktionieren? Ist ja auch nicht so, dass es jetzt "Urlaub" in dem Sinne ist.

Nun, ich weiß nicht, wie du diesen gravierenden Unterschied außer Kraft setzen willst. Ich will mich jetzt auch gar nicht nur auf den Punkt versteifen, aber 100% Gleichberechtigung würde auch bedeuten, dass diese in allen Belangen herrscht. Das ist schlicht nicht möglich. Dieses Ziel zu setzen ist reine Illusion. Du kannst die Gesellschaft noch so umstricken. Für bestimmte Dinge gibt es nunmal keine gleichberechtigte Lösung. Die Natur gibt uns bestimmte Dinge einfach vor. Solange Kinder noch nicht genteschnisch in irgendwelchen Brutkontainern herangezüchtet werden, ist es nunmal so, dass die Frauen die Kinder bekommen und es unsere Aufgabe ist, währenddessen zu versuchen, dafür zu sorgen, dass die Umstände auch entsprechend sind, was im Laufe der Zeit unter anderem anders gehandhabt wird. Schließlich müssen wir unser Essen ja nicht mehr selbst erlegen und es existiert ein soziales Netz. In anderen Ländern ohne ein soziales Netz, läuft die Sache konservativer ab. Überraschung.

Ok, du willst Norm und sowas nach deinem Ermessen ändern? Schick deine Perle auf den Bau. Soll sie Steine schleppen und Mauern hochziehen. Tun ja auch Männer. Führen wir jetzt 50:50 Aufgebenaufteilung bei Frauen und Männern ein. Alle machen die gleiche Arbeit, egal was.
 
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Ich will die Gebärfähigkeit doch gar nicht außer Kraft setzen, sondern nur darauf hinweisen, dass es darauf ankommt, was wir daraus machen bzw. wie wir damit umgehen. Und genau mit deiner Argumentation zeigt sich genau das, was ich meine. Mit nimmt die Grundlagen hin, ohne kritisch zu hinterfragen, ob es nicht auch anders sein kann oder so, wie es gerade ist, auch "richtig" ist. Frauen bekommen Kinder, ja, und weiter? Das ist ein Faktum, doch was wir daraus machen, unterliegt einer erst herausgebildeten gesellschaftlichen Praxis, die mit Habitualisierung zusammenhängt. Und deshalb kann die Gesellschaft umgestrickt werden, was ist denn in die letzten Jahrhunderten/ Jahrtausenden geschehen ist.

"Ok, du willst Norm und sowas nach deinem Ermessen ändern? Schick deine Perle auf den Bau. Soll sie Steine schleppen und Mauern hochziehen. Tun ja auch Männer. Führen wir jetzt 50:50 Aufgebenaufteilung bei Frauen und Männern ein. Alle machen die gleiche Arbeit, egal was."
1. Wieos nach meinem Ermessen? Hab ich nie behauptet. Außerdem, was was sind Normen sonst, etwa vom Himmel gefallen?
2. Na klar, geht das. Lass doch mal Frauen und Männer die nächsten 1000 Jahre auf dem Bau arbeiten (fiktiv, ich weiß). Es wird eine Evolution des "weiblichen" Körpers stattfinden. Umgekehrt zu der, die vor über 1000 Jahren stattgefunden hat. Und dazu noch nen veränderter gesellschaftlicher Diskurs und ne andere geschlechtskonfigurierende Praxis und fertig ;)
 
Selbst das fiktive Szenario ist höchst unwahrscheinlich, da der Großteil der Bevölkerung sowas machen müsste um tatsächlich die Evolution in diese Richtung zu bewegen. Vermutlich wäre es leichter, per Gentechnik einzugreifen und eine "Arbeiterrasse" zu kreieren. Da gab es mal einen schlechten Film, wo die Leute per Hirnübertragung in solche Körper zum Arbeiten gewechselt sind um gegen Verletzungen und Verschleiß gefeit zu sein.^^

Hab ja auch schon erwähnt, dass sich die Strukturen geändert haben. Ich sag mal so. Je ärmer die Leute sind wenn das Sozialnetz fehlt, desto konservativer fallen die Familienstrukturen aus.

Ich will auch gar nicht eingrenzen, was theoretisch möglich ist, und was nicht, aber wirklich 100% Gleichberechtigung zu erreichen... ich glaube, das ist ein Luftschloss.
Wenn wir irgendwann dahin kommen, dass Jobs ausschließlich nach Qualifikation und nicht nach m/w(oder meinetwegen w/m)-Quote oder Vorurteilen vergeben werden, alleinerziehende Männer auch nicht im Stich gelassen werden, befänden wir uns eigentlich schon auf einem guten Weg. Ob eine radikale Umstrukturierung erforderlich ist, wird dann die Praxis zeigen.

Und nicht zu vergessen: Gleichberechtigung heißt für die jeweiligen Geschlechter nicht, dass sie sich nur die Rosinen aus dem Kuchen picken dürfen, sondern auch, dass die Pflichten gerecht verteilt sind. Ich glaube, das ist auch ein Punkt, der noch nicht bei allen angekommen ist.

Bsp.: Wehrpflicht nur für Männer.
Ich will jetzt nicht erreichen, dass Frauen auch gezogen werden. Das soll nur mal verdeutlichen, dass kein einseitiger Dialog geführt werden darf und einige Dinge nicht aus den Augen verloren werden sollten.

An der Stelle bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob wir nicht an einander vorbeireden und im Kern vielleicht das Gleiche meinen, denn ich habe nie behauptet, dass Normen nicht geändert werden dürfen. (Ich arbeite in Maschinenbau. Normen werden ständig geändert.^^) Nur den Begriff Gleichberechtigung zu einem Extend zu intensivieren, der unrealistisch ist, finde ich unnötig.
 
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