Gesetzlicher Mindestlohn?

Soll ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland eingeführt werden?

  • Ja.

    Stimmen: 50 62,5%
  • Nein.

    Stimmen: 30 37,5%

  • Umfrageteilnehmer
    80
@Thommy-Cool:
Du musst nicht die Branche wechseln, sondern kannst dich ja auch besser qualifizieren und dich so verbessern. Vielfach ist der Markt einfach übersättigt. dann braucht man sich über geringe Löhne nicht wundern.
Und zu deinem Beispiel mit dem "Arsch abwischen":
Wenn sich die, die mit ihrem Lohn unzufrieden sind, auf ihren "Arsch" setzen und weiterkommen, wird der Markt den Mangel an Pflegepersonal erkennen und Wege finden, ihren Bedarf zu decken. Wie diese Wege aussehen, überlasse ich deiner/eurer Fantasie.

In keinem Land der Welt, kann ein schlecht Ausgebildeter im Luxus leben, nur hier wird das verlangt! Es hungert doch wohl niemand hier und wer mehr will, der muss was dafür tun!

Ich hätte mit 16 auch gerne ein Azubigehalt gehabt, in der Disse auf Dicken gemacht und mit 18 dann nen dicken 3er Golf augemotzt..
Stattdessen habe ich brav mein Abi gemacht, hab gespart, eine anständige Ausbildung abgeschlossen und ein Studium begonnen. Und nein, meine Eltern sind nicht reich, sind keine Akademiker und auch sonst Kleinbürger im eigentlichen Sinn.


Ich mache auch manche Sachen gerne. Nur habe ich verstanden, das ich mit meinen Hobbies und "Berufungen" meinen Lebensstil nicht finanzieren kann, ergo mache ich was anderes. Das Leben ist kein Wunschkonzert!
Und wenn ich Leuten helfen will, muss ich ja nicht zwangsläufig Altenpfleger sein. Ich kann ja auch Leiter einer solchen Anstalt werden, wodurch ich mehr Möglichkeiten zum helfen habe und mehr verdiene..

@pesti911
ich muß dir absolut widersprechen! kein Mindestlohn erhöht die Arbeitsmoral! Im Gegenteil, die Leute werden sich auf ihrem guten Verdienst ausruhen und keinen Ansporn für Beförderung und Leistung mehr haben!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich arbeite in einem Job, der mir Spass machen soll bzw. Spass macht....und klar hätte ich gern mehr Geld für meine Arbeit. Ich hab einen Abschluß darin und bilde mich ständig weiter...und trotzdem kann mir mein Chef seit 5 Jahren keine Erhöhung geben. Im Gegensatz dazu sind die Lebenserhaltungskosten in diesen 5 Jahren um 8% laut statistischem Bundesamt gestiegen....also hab ich jetzt 8% weniger Geld bei höheren Kosten. Ich fahre im Monat 900 km um meine Arbeit auszuüben.....soll ich mich mit fast 41 neu orientieren? Wer stellt mich noch neu ein in dem Alter? Hab ich dann dort was festes? Übersteh ich die Probezeit oder bin ich die ersten 6 Monate nur eine billige Arbeitskraft, die dann wieder draussen ist? Hier hab ich was festes, wo ich schon knapp 10 Jahre Betriebszugehörigkeit hab....mit 3 Kindern sollte man schon zusehen, sich und seiner Familie keine Experimente zuzumuten, nur um vielleicht paar Monate einen Euro mehr die Stunde zu haben. ....wenn ich meinen Job schmeisse und mit Frau und Kindern von Hartz4 lebe, fallen die Fahrtkosten, das zweite Auto (wohnen auf dem Land ohen gute Verkehrsanbindung) und einige andere Kosten weg und ich hab fürs zuhause bleiben das gleiche Geld wie jetzt. Und H4 ist schon das staatlich ausgerechnete Existenzminimum! Ich will und werde immer arbeiten gehen, ich kann nicht zu Hause sitzen...ich will aber verdammt noch mal besser leben mit meiner Arbeit als einer der mit null Bock zu Hause sitzt und nicht mal ansatzweise die Finger stundenweise krumm machen will.
Ergänzung ()

0815burner

Mangel an Pflegepersonal (an gut ausgebildetem) haben wir schon....aber da werden eben weniger qualifizierte genommen die weniger Geld bekommen...da muss man sich nicht über die Qualität der Pflege hier in D wundern....

@KoreaEnte

Komischerweise sind hier die Lebenserhaltungskosten genauso hoch wie zum Teil in den alten Bundesländern. Ausserdem gibt es Branchen, wo man die Produktivität nicht an Zahlen messen kann. Ein Wachmann, eine Pflegekraft, ein Busfahrer, ein Polizist usw. leisten die gleiche Arbeit...ob in Ost oder West....
 
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@KoreaEnte: Nur was hat das damit zu tun??? Wenn jemand das gleich mach in ein gleichen Land wo die gleichen Gesetze udn Steuern gibt warum soll einer dann bei genau der selben Tätigkeit was andres verdienen? Gibt ja auch Job wie in Gesundheitswesen die Bundesländer übergreifend sind.

@pesti911: Also Unterschiede gibt es schon mal alleine von Löhn her und das in ein und den selben Staat. Könnte man nicht mal alles einheitlich machen hier? Ausländer (Urlauber, Geschäftsmanager ect.) haben es eh schon schwer hier mit unseren deutschen Sprache.
Wenn man den andre Länder ansieht da ist von Nord nach Süd alles gleich egal wo man hinfährt, aber in Deutschland ist ja jedes Bundesland schon anderser z.b. Bildungswesen, Feuerwehr, Löhne ect.
 
0815burner schrieb:
kein Mindestlohn erhöht die Arbeitsmoral! Im Gegenteil, die Leute werden sich auf ihrem guten Verdienst ausruhen und keinen Ansporn für Beförderung und Leistung mehr haben!
So gesehen stimmt das natürlich, ich meinte aber auch die Moral der Leute, die von Hartz 4 leben und nicht einsehen, warum sie arbeiten sollten. Die schicken absichtlich schlechte Bewerbungen los und gestalten sich einen ruhigen Tag. Das kommt natürlich für den Großteil der Bevölkerung nicht in Frage, ist ja auch eine Frage der Moral, aber darum geht es mir. Nicht, dass die Arbeiter sofort den Riesenverdienst mitbringen, sondern einen, der sie vom Hartz 4 Niveau abkapselt. Der Ansporn für die Beförderung und die Leistung muss natürlich immer noch vorhandensein und in einem gesunden Verhältnis zu dem stehen, was man ohne sie erreichen würde. Es bringt natürlich nichts, den Lohn für neue Arbeiter hochzuschrauben und somit die Grenze zu den Leuten verschwimmen zu lassen, die schon jahrelang dabei sind. Aber so ist es heute teilweise trotzdem. Nicht allerdings, weil die Anfangslöhne zu niedrig sind, sondern teilweise auch, weil lange Betriebszugehörigkeit nicht mehr honoriert wird.
 
Wenn du Arbeitgeber wärst und halbwegs flexibel, gehst du bei geringerer Produktivität nur in ein (Bundes-)Land, wenn du dadurch keinen Nachteil hast und das geht nur wenn auch die Löhne niedriger sind.
 
Okay...
Das ist jetzt der Vorteil für die Arbeitgeber, aber ich weiß ja nicht, ob du Arbeitgeber bist, ich jedenfalls nicht. Der gesetzliche Mindestlohn ist meiner Meinung nach etwas, worüber sich eher die Arbeitnehmer Gedanken machen sollten und weniger die Arbeitgeber. Im Zweifelsfall wird es eh keinen neuen Mindestlohn geben und das wäre den Arbeitgebern doch nur recht.
 
Kommt auch auf die Art und Größe des Betriebes an. Den ein Großer Konzern geht in die Länder wo er Vorteile hat und so ist es auch innerhalb Deutschland durch die Unterschiede der Bundesländer.

Und die Deutschen sind Führend in der Produktivität und der Mensch an sich kommt da auch langsam an seine Grenzen und warum mehr machen für das selbe Geld (denkend an die Gesundheit). Außerdem ist das Problem das Maschinen unsere Arbeitsplätze ersetzten.
Wenn du die Dokumentation zu den Grundeinkommen 7/14 Szene kennst, dann weisst du von was ich rede. Den jeder Mensch hat und braucht ein Einkommen.
 
@pesti911:
Na dann senken wir einfach Hartz 4 und schon ist der Ansporn zum Arbeiten wieder da! Niemand darf so naiv sein und glauben, das durch höhere Löhne, das Leben besser wird. Diese Löhne werden dann durch höhere Produktkosten finanziert wodurch rein gar nichts gewonnen wäre.

@Thommy_Cool:
Erstens mal bist du wohl als gut ausgebildeter Angestellter mit 41 jahren und 3 Kindern bestimmt niemand, der noch von einem Mindestllohn von 8,50 Euro profitieren würde. Ansonsten muß ich deine Auskünfte arg bezweifeln.
Trotzdem sieht man an deinem Beitrag gut, dass das Fundament für ein gutes Leben in jungen Jahren gelegt werden muß, wenn Kinder und Belastungen schlicht noch nicht da sind und man auch noch Risiken und (schlechtbezahlte) Lehrjahre in Kauf nehmen kann.

Das du "verdammt noch mal" besser Leben willst, ist dein gutes Recht, Risiko willst du aber auch nicht eingehen. Und wie sieht dein besseres leben denn aus? Ein großes Eigenheim mit Garten, am Wochenende ausgehen, ein großer Fernseher? Das ist nichts anderes als Luxus und du musst auch zugeben, dass das für 80% der (arbeitenden) Weltbevölkerung auch nicht drin ist! Nur in Deutschland wird das erwartet, zur Not muss der Staat das halt finanzieren!

Und so wie du die Arbeitgeber hinstellst sind sie auch nicht alle. Viele, die neue Stellen besetzen, wollen diese Leute auch behalten. In den 6 Monaten Probezeit, wurden sie in Abläufe eingearbeitet und sie wurden betreut. Das hat schon Geld gekostet. Das es auch Ausbeuterfirmen gibt bezweifle ich nicht. Aber dafür gibt es ja Einstellungsgespräche. Die sind nicht nur dafür da, das die Firma dich "mustert", sondern du kannst dir ja auch einen Einblick in die Firma holen und wenn dir da was nicht gefällt. Nett bedanken und gehen.

Mit dem schlecht ausgebildeten Arbeitskräften im Pflegedienst hast du 100% Recht. da sollte der Staat ein Quaslifikation zwingend vorschreiben!

@Tekpoint: Überall gleiche Löhne und gleiche Systeme? Soziallismus lässt grüßen. Hat aber schon am Beispiel der DDR nicht funktioniert. Warum sollten wir es dann einführen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will ja jetzt nicht für Sozialismus gut sprechen aber in der DDR z.B. halten alle Arbeit und was zu essen und Beschäftigung. Außerdem gab es da nicht so den Neid ect. weil ja sich fast jeder das selbe leisten konnte. Das selbe wäre ja beim Grundeinkommen, den jeder hätte da auch das Grundgehalt zur Grundversorgung erste mal.

Und man kann ja erwarten das innerhalb eines Landes wenigsten gleiches System gibt oder? Und man siehe an an so vielen Ländern alleine in den EU Staaten das ein Mindestlohn geht und gut ist als Sozialstruktur.
 
Jetzt wird's langsam albern! Gerade das Senken von Hartz 4 ist (wie wir alle wissen) genau der falsche Weg. Das wollte ich damit auch nicht sagen. Fakt ist, dass alles in einem gesunden Maßstab und einem guten Verhältnis zueinander bleiben muss. Ob das nun mit einem Mindestlohn zusammenhängt ist ja eine andere Frage.
Dabei muss natürlich beachtet werden, ob die "Schuld" bei dem bösen, bösen Staat zu suchen ist, oder ob es, wie bei 0815burner, immer an den Arbeitnehmern liegt. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
 
@Tekpoint und es war damals in der DDR so toll, dass man eine Mauern bauen musste, um das "Glück" zu schützen ;)
 
Ich habe oben nur das einzigst gut an der DDR geschrieben, der ganze Rest war nicht toll. Wirtschaftlich entwickelt hatte sich ja die DDR nicht und das was sie hat, hat sie gemacht auf die Belastung der Umwelt.

Die Mauer war aber auch gut für den westen Deutschland da sie nicht so die Billig Arbeitnehmer aus den Osten wie Ungarn, Polen, Tschechien ect. hin kamen.
 
Mindestlöhne entwerten zum einendie Währung, da durch höhere Löhne zwangsläufig ja auch die Produkte teurer werden und zum anderen entwerten sie den Stundenlohn besser qualifizierter Arbeitnehmer. Beispiel:

Sagen wir jetzt mal, ein Friseurmeister verdient 12 Euro die Stunde, dann ist seine zusätzliche Qualifikation dadurch honoriert, dass ein Geselle nur die Hälfte verdient. bekommt der Geselle jetzt 8,50 Euro verringert sich der Unterschied. Ergo wird Leistung erbringen uninteressant(er). Wer viel verdienen will, soll mehr Einsatz zeigen!

entwertet die währung weil dadurch produkte teurer werden! das halte ich jetzt mal für ein gerücht, wenn ich weniger verdiene werden produkte ja auch nicht billiger. aber spaß beiseite.
du sagst wer mehr will soll mehr tun !
dabei wird die möglichkeit mehr zu tun schon im vorfeld ausgeschloßen da durch den nicht geregelten mindestlohn viele an der sozialschwachen klippen leben und sich denken wenn ich 40 stunden arbeite und genau soviel bekommen würde als wenn ich nichts tu und hartz4 benatrage. statistisch gesehn, wirkt sich die schere zwischen arm und reich natürlich auch in der bildung und der des abschluss aus.
also haben wir arm = dumm und reich = klug
nun wird die voraussichtliche arbeit eines armen höchst wahrscheinlich eine helfer anstellung sein oder ein gleichwertiger job.
und so geht der teufelskreis weiter.

desweiteren bin ich nicht nur für einen mindestlohn sondern auch für einen maximallohn es kann meiner meinung nach nicht sein das die arbeitskraft eines menschen mehr als 1-2 millonen € wert ist. die ganzen manager politiker fussballer usw. sind alle überbezahlt und bringen nicht im entferntesten die leistung die ein solches gehalt/lohn rechtfertigen würde.
 
Um es mal am Beispiel der beliebten Kicker zu zeigen und nicht mit den bösen bösen Managern. Wo meinst du würden die ganzen guten Fußballspieler dann spielen, wenn sie in Deutschland maximal 200.000 Euro oder so verdienen und in den ganzen Nachbarländern weiterhin das 10fache bekommen? Da wir aber gute Spieler in der Bundesliga haben wollen, müssen eben auch diese Preise gezahlt werden, ganz einfache Sache von Angebot und Nachfrage. Ist bei den Managern übrigens das gleiche, nur versteht es da keiner, weil ja eh alle glauben, dass die außer Leute entlassen und Geld veruntreuen nicht viel können.
 
Oh Mann, jetzt schon wieder die Sache mit den Fußballern...

Okay, akzeptieren wir mal, dass durch Angebot und Nachfrage solche Löhne entstehen und dass die ganzen Fußballer, die nur für das Geld spielen und teilweise gar nicht mehr, weil es ihnen Spaß macht, noch schlechter spielen würden, wenn sie keine Millionen mehr verdienen würden und der Sport nach und nach an Qualität und Fans verlieren würde.
Ein fairer Vergleich ist dennoch nicht zu finden, wenn man mal auf normale Berufe blickt. Von der Wirtschaft abgesehen sollten Chirurgen und Menschen, die aktiv Leben retten diejenigen sein, die Millionen verdienen.
 
@pesti911: So sehe ich das auch mit den Berufen und deren Gehalt. Deswegen guck ich kein Sport und mache lieber welchen statt deswegen. Und im unseren Krankenhaus oder bei uns in Rettungsdienst/Feuerwehr gibt es Menschen die ich viel mehr ansehe als so ein langweiligen FußballStar oder Fernsehnstar.
 
0815burner schrieb:
@pesti911:
Na dann senken wir einfach Hartz 4 und schon ist der Ansporn zum Arbeiten wieder da!

Genau.. Wenn sie erstmal hungernd durch die Gegend ziehen und nicht mal zum Arzt können, weil die Praxisgebühr nicht mehr leistbar ist, dann werden sie schon arbeiten gehen. Gibt ja auch für jeden Arbeit.

Ne, sry wenn man sowas liest kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln. Hier in Deutschland stehen irgendwie die Arbeitgeber, also die welche das große Geld mit unserer Arbeitskraft machen, ganz oben und werden schon fast gottgleich behandelt. Der kleine Arbeitnehmer der seine Gesundheit für den Arbeitgeber ruiniert und dafür teilweise weniger bekommt als das Existenzminimum der zählt nicht.

Aber bevor wir nun den Mindestlohn einführen damit jeder den Lohn bekommt den seine Arbeitskraft wirklich wert ist senken wir doch lieber den H4 Satz und nehmen denen die eh schon nichts haben das letzte. Erinnert mich irgendwie an WoW (ja ehrlich). Wenn Klasse x zu stark ist wird nicht etwa gefordert das alle anderen Klassen stärker gemacht werden (wäre ja etwas positives für andere.. Ne das gönne ich denen nicht), es wird gefordert das Klasse x schwächer wird.

Fakt ist: Wenn hier nicht etwas geschieht dann wird es nur schlimmer. Die Arbeitgeber dürfen machen was sie wollen, den Lohn drücken ohne Ende etc., und der Arbeitnehmer kann nur zugucken und schauen wie er überlebt.

Werft mal einen Blick nach Österreich: Da gibt es den Kollektivvertrag ihn dem einiges geregelt ist, unter anderem der Mindestlohn für jede Berufssparte. Auch sind Urlaubs und Weihnachtsgeld Pflicht. Da haben Arbeitgeber nicht Narrenfreiheit den Arbeitnehmer auszubeuten ohne Ende. Und es scheint ja zu klappen.

--

Einen Mindestlohn für alle halte ich zwar für Unfug (also zu sagen jeder muss mindestens xxx Euro pro Stunde bekommen) aber einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn für jede Berufssparte extra halte ich für wünschenswert und absolut nötig.
 
Man kann die Frage nach einem Mindestlohn nicht mit Ja/Nein beantworten. Nichtmal ein Branchenbezogener Mindestlohn würde "funktionieren". Teilweise ist ja schon die wirtschaftliche Situation in benachbarten Städten wesentlich anders. Und was wird gemacht, wenn der Arbeitgeber einfach sagt: "Rentiert sich nicht mehr. Ich entschlacke jetzt erstmal meinen Betrieb". Oder er verlegt seinen Betrieb. Es gibt natürlich Bereiche in denen ist eine Verlegung in das Ausland nicht möglich/rentabel/praktikabel aber es wird immer eine passende Reaktion der Arbeitgeber geben. Denn eines sollte in den Zeiten von Aldi, LIDL und Co wohl klar sein. Jeder will einen Mindestlohn kassieren. Ihn aber nicht bezahlen. Denn wenn ALDI ihren Mitarbeitern plötzlich 5 Euro mehr bezahlen müsste, wird der Betrag der nicht über Entlassungen eingespart werden kann über höhere Preise erwirtschaftet. Und dann ist das Geschrei auch wieder groß.
Und man sollte sich bitte keine Illusionen machen. Mit Schwarz/Gelb wird es keinen Mindeslohn für geben. Höchstens das nächste 3 Milliardedgeschenk für eine Branche/Gruppe die anständige Lobbyisten hat. Die Vermögensumverteilung profitiert nicht von einem Mindestlohn. Somit wird ein solcher nicht zu erwarten sein.
 
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