in großen teilen bin ich da derselben meinung wie AeS.
um nochmal gerade auf das schaubild zurückzukommen: die frage lautet, ob es in deutschland zuviele ausländer gibt. wenn man diese frage mit ja beantwortet, dann heißt das für mich noch lange nicht, dass besagte person wirklich ausländerfeindlich ist.
ich sehe dort eher viele ängste, wenn sie zum teil auch unbegründet sein mögen. und mal ehrlich: ich mach auch nicht gerade freundensprünge wenn ich höre, dass wir deutschen am aussterben sind und die "deutsche" bevölkerung nur aufgrund von einwanderungsströmen überhaupt wächst.
die sache ist doch aber, dass dieses zuströmen von der politik gewollt ist und gefördert wird, stichwort fachkräftemangel. hinzu kommt, das deutschland in die rolle als einwanderungsland hineingewachsen ist. dann ist da noch das unterschichten problem. denn warum sollte jemand sein eigenes, geliebtes land verlassen um nach deutschland auszuwander? wenn es ihm in seinem eigenen land richtig ******* geht.
das alleine muss noch nichts heißen, nur leider kommt es in der praxis zu einem tiefgreifenden graben, wie AeS hier gut dargestellt hat. es ist einfach unglaublich nervig, wenn man eine pizza bestellen will und der iraner am anderen ende nicht versteht welche zutaten man denn jetzt genau haben will. wenn es schon daran scheitert unsere sprache richtig zu lernen, dann bin auch ich der meinung, dass er hier in deutschland nichts zu suchen hat. in deutschland spricht man nunmal deutsch, wie man in frankreich französisch spricht. hab ich nur das gefühl, oder warum gibt das gerade in deutschland so ein problem?
und warum hört man immer so schnell "die deutschen sind an allem schuld" oder "deutschland ist so scheiße"? warum demonstrieren bei einem aufmarsch von neonazis 15.000 menschen, und warum jubeln 20.000 türken ihrem Tayyip Erdogan zu, der ihnen auch noch sagt, dass sie sich in deutschland nicht integrieren sollen? wo sind die muslime, die sich gegen die extremisten in ihren eigenen reihen stellen?
als europas größte volkswirtschaft kann ich verstehen, wenn da auf einem gewissen level neid besteht. warum es dann eine grundsätzliche antipathie wird, das kann ich nicht verstehen. ist es uns deutschen nicht erlaubt, stolz auf unser land zu sein? das ist vor allem bei der jetzigen generation eine wichtige frage, da sie sich nicht oder nur bedingt schuldig für die verbrechen des 2. weltkriegs fühlt und nach vorne blickt.
warum höre ich immer von ausländern, dass ihr eigenes land ja achso schön und achso toll sei? und dann trotzdem in deutschland leben wollen, weil hier mehr geld zu machen ist oder wie?
ich könnte noch tausend weitere solche fragen stellen, zum beispiel warum gerade muslime vom wort "säkularität" nichts gehört haben. die antworten auf diese fragen sind dabei eher nebensächlich, wichtig ist, dass alles zusammen einen gewissen eindruck von menschen mit migrationshintergrund hinterlässt, der es meiner meinung nach ermöglicht zu verstehen, warum es einige leute gibt, die die frage, ob es in deutschland zu viele ausländer gibt, mit "ja" beantworten.
so long and greetz
edit:
wenn man sich die einzelnen balken so anschaut, dann finde ich das eher harmlos. viel antipathie und viele vorurteile dabei, teilweise auch einfach dummheit, aber nichts, aus dem ich jetzt eine höhere gewaltbereitschaft und/oder rechtsextremismus direkt ableiten könnte.