Adam_Smith schrieb:
Das ist Unsinn!
In jedem Wirtschaftsunternehmen braucht es diverse Ressourcen. Neben der menschlichen Arbeit ist eben auch Geld eine wichtige Ressource die für eine Unternehmung unabdingbar ist.
Und man geht ein Wagnis (Unternehmung) eben in aller Regel nur dann ein, wenn sich an Ende eine Rendite dabei abzeichnet. Neben der Vermehrung der Arbeitsplätze bedeutet dies eben auch eine Vermehrung des eingesetzten Geldes.
Das Geld wird aber nur von den Arbeitnehmern vermehrt. Denn sie schaffen die Werte. Das Geld arbeitet nicht, dass tun die Menschen. Die Differenz zwischen der Investition und den Einnahmen kriegt dann der Unternehmer als Risikoausgleich. Aber dennoch wurde es nicht von ihm erschaffen, sondern von anderen. Warum sollen diese Menschen nicht daran beteiligt werden, wenn sie ein vielfaches ihres Arbeitspreises erwirtschaften?
Adam_Smith schrieb:
Doch genau das ist es! Nichts ist wichtiger für eine stabile Volkswirtschaft als langfristig Investiertes Kapital. Wenn das Spargeld schnell "schlecht" werden würde, so wäre die einzige Alternative kurzfristdenken. D.h. kurzfristige Anlagen mit maximalem Hebel (Renditen deutlich über 12%) oder eben hemmungslober Konsum.
Wenn es hemmungslosen Konsum gibt, steigen die Einnahmen der Unternehmen. Aus diesem Grund brauchen sie vielleicht keinen Kredit mehr. Außerdem zeigst du ein Problem auf, wenn 100 Menschen eine Volkswirtschaft kippen können ist es deiner Meinung nach noch ein gerechtes System?
Adam_Smith schrieb:
Letzten Endes führt doch genau das zu Krisen wie der heutigen. Woher soll dann noch das Geld für langfristige Kredite kommen?!
Von den restlichen 99.999% der Bevölkerung zum Beispiel.
Woher soll die Bank das Kapital nehmen welches sie dieser Familie für den Hausbau zur Verfügung stellt?
Sie erschafft es genau wie jetzt auch. Das Geld, welches gespart wird verbleibt in der Bank. Es wird einfach neues Geld geschaffen, wie bisher auch.
Adam_Smith schrieb:
Die Frage danach, wer nun letzten Endes das Kapital erwirtschaftet hat, ist wie die Frage nach dem Ei und dem Huhn.
Wenn du in der Mitte des Kreislauf anfängst stimmt das. Aber die Aldi Brüder haben ebenfalls am Anfang Werte geschaffen. Ausgehend von diesen lassen sie sie jetzt schaffen.
Adam_Smith schrieb:
Dieser Satz ist eine echte Verzerrung der Tatsachen.
Nicht die Existenz dieser Geldvermögen als solches hat die Finanzkrise ausgelöst. Es ist vielmehr die Tatsache, dass leider viele Anleger ausschließlich kurzfristige Gewinnmaximierung im Auge hatten. Es ging weniger um die langfristige Kapitalanlage mit moderaten Zinsätzen und minimalem Riskio sondern vielmehr um hochspekulative Geschäfte mit großem Hebel und einem enormen Risiko.
Jein. Es ist schon richtig, dass die Renditemaximierung eine wichtige Rolle spielte bei der ganzen Geschichte. Aber ohne das immense Volumen an Geld, wäre die Krise keine Krise. Das Geldvolumen ist sozusagen die Skalierung des Ganzen.
Adam_Smith schrieb:
Und all deine Vorschläge fördern genau diesen Umstand. Sie fördern den dumpfen Konsum und hemmen langfristige Kapitalanlagen. Der Todesstoß für unser Wirtschaftssystem. Darüber braucht man, ein bisschen Fachkenntnis vorausgesetzt, eigentlich nicht zu diskutieren.
Komisch ich dachte der Kapitalismus beruht auf dumpfen Konsum und nicht auf blindem Kredite aufnehmen.