Ist Studentsein überhaupt (noch) Menschenwürdig?

Jace schrieb:
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Nun, mit dem Kindergeld wird die Wohnung bezahlt. Der Rest (200€) reicht dann halt gradso zum Überleben, wenn man sich nichts dazuverdient.

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CPat schrieb:
Ich weiß ja nicht ob es dir bekannt ist aber studieren ist eine freiwillige Sache und auf Bafög hat man kein Recht. Es ist kein Freifahrtschein, damit der Staat sich um den kompletten Unter- und Haushalt kümmert.

Aber warum ist Hartz IV dann solch ein "Freifahrtschein"? Soll man lieber nichts tun und dem Staat auf der Tasche liegen?
Ich kenne jemand der bezieht Hartz4 und macht den ganzen Tag nichts ausser Bewerbungen zu schreiben. Der lacht immer:

"Du musst den ganzen Tag lernen und Abends noch schuften, ich bekomme 350€ für Bewerbungen schreiben..."
 
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PowerSupport schrieb:
WIe alt bist du? Sind die Eltern nicht berufstätig?

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meine Mutter ist rentnerin und Vater noch berufstätig

fast alle komunitonen die ich kenne bekommen 530 € im Monat, das ist also absolut keine seltenheit.
außerdem kann man als studenten hier kostenlos u bahn fahren.
Unterkunft ist schrottbillig, 20 m² Wohung mit Küche und Dusche kostet bei uns 180 €, mit Internet und TV knapp 200 €.

und pro semester muss ich nur 50 € bezahlen ;)
 
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Nur um ein paar Zahlen für die Nichtstudenten in den Raum zu werfen:
Ich bekomme 454€ Bafög, ab Oktober dann mit der Erhöhung etwa 500€. Dazu noch Halbweisenrente von 187€, dazu noch Kindergeld von 154€. Abzüglich 250€ Miete also 545€ zum leben - das ist eine Menge. Davon gehen dann schonmal 122€ für Rücklagen drauf (Studien- und Semestergebühren), und das entspricht dann etwa dem, was ein Hartz4-Single bekommt. Da ich trotzdem damit rechne, dass ich zwei Semester mehr brauche, als die Regelstudienzeit vorschreibt, spare ich fleißig, um das letzte Jahr dann ohne Jobberei hinter mich bringen zu können.
 
Aber Du studierst doch freiwillig, oder nicht!?! Damit hast Du Dir diese Zustände doch selbst ausgesucht. Das ist schon mal ein gewaltiger Unterschied, zu ALG2-Empfängern, mit denen Du Dich hier vergleichst.

Du sagst, daß man als Student viel zahlt, aber nichts hat. Ich glaub, das entspricht nicht so ganz den Tatsachen. Du erhältst für das Geld eine Ausbildung, erhältst subventioniertes Essen in den Mensen, subventionierte Semester-Tickets in öffentlichen Verkehrsmitteln .......

Hier in Niedersachsen müssen z. B. Gymnasiasten, Berufsfachschüler etc. ihre Fahrtkosten komplett selbst tragen.

Frag z. B. mal bei der Bahn nach, was ein Nicht-Student für den Leistungsumfang solch eines Semester-Tickets zahlen müßte, dann vergleich es mit dem, was Du zahlst und dann behaupte nochmal, Studenten würden nichts kriegen ........
 
Weil Hartz4 genau dafür da ist den Unterhalt zu sichern? Ganz im Gegensatz zum Bafög.
Da steht zwar bei beiden Wörtern eine Zahl mit Euro dahinter aber die haben nicht wirklich irgendwas miteinander zu tun, sodass man sie auf die Weise vergleichen könnte.
 
Am besten ist es doch immer noch über die Bundeswehr zu studieren... Da kriegt man wenigstens 1500 Euro Netto im Studium als Oberfähnrich :-P

Aber du hast schon in manchen Punkten recht, nur halt das mit den Schulden, auf denen man am Ende sitzt hast du vergessen. Wäre mir persönlich der größte Dorn im Auge.
In meinen Augen kann man aber Hartz IV und studieren nicht wirklich vergleichen, wie du es dargestellt hast. Du hast ja auch später meistens einen (gut bezahlten) Job und nicht zu vergessen, was ist wenn Hartz IV Empfänger eine Famile zu ernähren haben? Das ist nicht so das wahre. Oder man heißt Rolf und wohnt in Florida :D aber das ist wieder was anderes.Ihr Kennt doch Florida Rolf oder?
 
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floschman schrieb:
Die Leute können oft nur nicht mit Geld umgehen. Deren Problem;). ...durchschnittlich 250 Euro / Monat gut über die Runden. Für Inet, Handy, Fitnessstudio, Bücher, Bier, PC, .... . Allerdings ist da die Miete nicht bei
super, andere sollen aber von den 250 euro noch die studiengebühren miete und essen bezahlen. und nun?
für mich hörts sich so an, als wohnst du noch bei mutti, da reichen die 250 dann auch. für jemand selbstständigen ist das zu wenig.
ich kenne das problem. student sein ist, vor allem seit der einführung von studiengebühren, echt hart. wer was anderes behauptet hat eltern mit kohle, die einem das finanzieren können, oder ne gestörte wahrnehmung.
 
Plyfix schrieb:
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Ja, mit 150€ Kindergeld un 200€ Bafög kann man aber nicht überleben und schon garnicht ernsthaft studieren.
Ein Mensa Essen kostet auch 1,50...Da ists im Aldi aber billiger!
 
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Sorry aber was ist das für eine dumme Frage, wer den Unterhalt für einen Student sichert?
Wer sichert gewöhnlich den Unterhalt von Person X? Üblicherweise macht das in den meisten Ländern dieser Welt Person X selbst.
Als Student bekommt man je nach Finanzlage sogar noch zusätzlich Geld vom Staat.
 
CPat schrieb:
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Diese Aussage ist falsch. Das macht nämlich der Staat in allen Sozialländern. Bei uns nennt sich das eben ALG 2. Und das beträgt 350€+Wohngeld. Und ich finde das sollte einem Studenten auch zustehen !
 
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nochwas: es ist schon richtig, dass sich hier mal beschwert wird, über die zustände im studentenleben. die vergleiche zu arbeitslosen und alg2 empfängern hinken zwar, aber trotzdem.
es ist nunmal so, dass gerade in deutschland nur die eine gute ausbildung (u.a. ein studium) genießen können, die aus gut betuchten elternhäusern stammen.
das ist in keinem anderen land in europa derart ausgeprägt. und das ist meiner meinung nach kein zustand. das recht auf bildung ist im grundgesetz festgelegt. wenn ich aber 650 euro im semester nicht zahlen kann wird mir dieses recht verwehrt.
 
Lies doch bitte die Beiträge 2x und überdenke deine Antworten nochmal vor dem absenden. Sonst macht es keinen Sinn hier noch mit dir zu diskutieren.

Ein Staat bezahlt definitiv nicht den Unterhalt seiner Bürger als Standard. Das ist eine Versicherungsleistung hier in Deutschland. Lies dir das Thema am besten mal auf Wikipedia durch, bevor du die nächste Antwort schreibst. Es ist eine Lohnersatzleistung.
Wie ich schon ganz am Anfang geschrieben habe, ist Bafög ein Zubrot von Staat zusätzlich zum Lohn.
 
Ich versteh nicht warum sich hier einige Beschweren, das Studieren zu teuer ist.
Eltern haben Unterhaltszahlungen zu leisten. Sind diese nicht Vermögend genug,
gibt es Unterstützung vom Staat in Form von Bafög. Wollen die Eltern nicht zahlen,
dann ist das euer Problem, denn der Staat/ das Studium kann nichts dafür.
Können die Eltern nicht den vollen Unterhaltssatz zahlen, so erhalt man Bafög,
je nach Einkommenslage der Eltern soviel, dass es reicht.

Ich habe nach jetzt 7 Semester noch von keinem Bafög-Empfänger gehört, der am Hungertuch
nagen muss und finanziell so schlecht dasteht, das er an Wochenenden nicht mit auf
Partys kommen kann. Es sind mehr die Leute, die keinen Anpruch auf Bafög besitzen, da
die Eltern zu vermögend sind, die sich ständig beschweren, das sie zu wenig Geld haben.
Doch keiner von denen möchte natürlich seine Eltern verklagen, dass sie nicht den vollen Satz
zahlen, aber die Schuld dieser Misere wird gern Studiengebühren & Co. in die Schuhe geschoben.
 
CloudStrife schrieb:

kann deine meinung null verstehen. wenn ich nicht den vollen bafög-satz bekomme meint der staat zwar, meine eltern hätten genug, den rest zu geben. dem ist aber sicher nicht so! ich muss nebenbei schuften und mein studium vernachlässigen um über die runden zu kommen.
ausserdem gibt es genug studien, die belegen, dass es in deutschland bildung (fast) nur für reiche gibt. warum stellst du dich also so quer. anstatt auf "gleichgesinnte" zu vertrauen nimmst du "vater staat" in schutz, der es nunmal nicht verdient hat.
 
Ich sehe das anders, Zimon. Wenn du nicht den vollen Bafögsatz bekommst, verlang einfach den Differenzbetrag von deinen Eltern. Ich finde das Berechnungsverfahren für den Bafögsatz sehr umfangreich und durchdacht. Wirklich arbeiten zum studieren muss keiner, ich behaupte, die meisten Studenten arbeiten nebenher, um sich Luxus leisten zu können.
 
habt ihr veleicht auch mal überlegt was eine Frisöse so im monat bekommt??

Die is in Vielen (nich allen aber vielen) Fällen ärmer dran als ein harz 4 empfänger!
und neulich haben die bei uns im radio gesagt das der deutsche mittelstand von 24-11K Brutto geht!

11000 Brutto das sind 916 € im monatkommen also ca 500-600€ netto im monat raus und davon muss dann alles bezahlt werden! Stell ich mir schwierig vor bei der heutigen zeit! und sowas als mittelstand zu bezeichnen.

Naja Back to topic:
Ich bin auch student und arm dran ich habe studiengebühren von 490€ im MONAT was gottseidank mit 390€ im Monat von der Firma (wo ich arbeite, Duales studium) Übernommen. Bleiben aber immernoch 100€ die zu zahlen sind. Leider bekomme ich nur das kindergeld. Bafög is ni und kredit kann ich keinen aufnehmen
 
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