Guten Morgen allerseits.
N-rG schrieb:
Ich fühle mich schon den ganzen Tag depressiv, hab Angst das die Wirtschaftskriese kippt, es zu Kriegen kommt und auch mir und meinen Liebsten sowas passieren könnte.
Also depressiv bin ich (noch) nicht, aber ein Ungutes Gefühl stellt sich mir auch ein, wenn ich an die Wirtschaft denke, bei solchen Videos würde mich auch schlecht werden und auch ich habe gewissermaßen Angst vor Krieg, Folter, Gewalt jeglicher Art.
Und wenn ich im Fernsehen einen Bericht sehe, wie braunes Pack unschuldige Ausländer verfolgt oder mobbt, dann sieht es nicht anders aus.
Ich löse meine Konflikte nicht mit Gewalt. Ich tue niemandem etwas und will auch nicht, dass mir jemand etwas antut.
N-rG schrieb:
Wie kann es sein, dass unsere Welt tag täglich einfach ganz normal weiter geht? Wieso hilft die Weltgemeinschaft nicht? Warum denken hier soviele Leute nur an sicht, an den Konsum? Wie feiern hier Partys während am anderen Ende der Welt oder auch gar nicht mal so weit weg so brutale Dinge passieren?
Weil es einfacher ist und wahrscheinlich auch eine Art Selbstschutz.
Und ansonsten - was willst du machen?
Weil in irgendeinem Land jemand aufgrund eines Verstoßes gegen Religionsgrundsätze gesteinigt wird, was wir hier als unmenschlich ansehen ... was willst du machen?
Willst du mit einer Gruppe gleichgesinnter in das Land ziehen, die Steinewerfer suchen und sie unter deine Selbstjustiz bringen?
Willst du das Land durch den Staate wirtschaftlich sanktionieren? Willst du das Land mit einer Armee angreifen und ihnen deine Grundsätze aufzwingen wie zu Zeiten der Kreuzzüge?
Man kann niemandem zum Glück zwingen. Man darf/kann sich nicht einfach über andere stellen und sie "retten" wollen, wenn man Außenstehender ist.
Ich denke, diese Fragestellungen verdeutlichen schon, dass es nicht die Lösung sein kann, einfach nach gut dünken andere Staaten unter unsere Justiz zu stellen. Am Ende wird dich immer jemand hassen, weil du gehandelt hast, andere werden vorwerfen, dass du nicht gehandelt hast.
N-rG schrieb:
Warum wird sowas nicht im Fernsehen gezeigt? Ich versteh das nicht. Ich mein der Beweis liegt doch vor, warum tut die Politik nichts und warum machen die Medien nicht mehr Druck. Warum interessiert das die Bürger nicht?
Also wenn ich sowas ständig sehen würde .. ich würde nicht mehr auf diesem Planeten leben wollen.
N-rG schrieb:
Und warum zum Teufel gibt es Menschen die anderen Menschen soetwas antun können?
Keine gute Erklärung. Warum hat Nazi-Deutschland geklappt?
Warum hat sich nie ein Soldat Gedanken darüber gemacht, dass er gerade einen anderen Menschen erschossen hat,
einen Menschen, der ihm nichts getant hat, ein Mensch der Familie hat, der Kinder hat, der sich am Leben freut?
Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Gehirnwäsche vielleicht?
Angst? Gruppenzwang? Patriotismus? Fanatismus? Religion?
AlexPlayed schrieb:
Es gibt da auch noch ein Video. Es heißt "Two Guys one Hammer"
In diesem Video sieht man, wie ein Mann von zwei Jugendlichen mit einem Hammer Getötet wird. Sie schlagen den Hammer, dem Mann ins Auge gegen den Schädel. Sie stecken ihm einen Schraubenziehen in den Bauch usw.
Da frage ich mich auch: Was ist aus dieser Welt geworden?!
Ich kann mir diese Frage nicht beantworten. Fakt ist jedoch, dass selbst die 11-12 Jährigen heutzutage schon dermaßen respektlos gegenüber älteren sind. Früher haben sie dafür eine gefangen. Heutzutage lässt man sie einfach machen.
Oder man hört ja immer wieder von Tierquälern, die ... ich will und kann es gar nicht schreiben.
Ich nehme an, dass es bei manchen Leuten einfach heutzutage keine sinnvolle Erklärung dafür gibt, außer von einer mentalen Krankheit auszugehen.
Ansonsten kann man bestimmte Dinge meist auf das Elternhaus zurückführen. Wenn der Papa die Mama schlägt, wenn die Mama den Frust an die Kinder weiter gibt. Und da gibt es noch deutlich härtere Dinge, die Eltern ihren Kindern antun.
AlexPlayer schrieb:
Wir in Deutschland versuchen uns nicht zu weit hinauszulehnen um die Wahrheit zu erkennen. Die meisten zummindest.
Wir schauen Nachrichten und denken uns nicht viel dabei, obwohl die Welt die sich vor unseren Augen abspielt grauenvoll ist.
Ist vielleicht auch Selbstschutz. Ansonsten werden wir heute doch immer mehr durch die gezeigten Bilder abgestumpft bzw. immunisert.
Daaron schrieb:
Außerdem ist Westeuropa durch die Bank weg demokratisch und wertet nichts höher als die eigene Verfassung & deren garantierte Menschen- und Bürgerrechte.
Na - da hat die Gehirnwäsche wohl auch schon ein wenig zugeschlagen

Das Kapital steht über vielen Dingen. Glaub mir, wenn es hart auf hart kommt, dann zählen die Rechte nichts mehr.
Nur wenn sich ein Land in einem Dauerzustand Krieg befindet, kann sich das Kapital nicht entfalten.
Suxxess schrieb:
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen...neh das kann es nicht sein.
Du sagst es
Lars_SHG schrieb:
Wie eigentlich überall, ist der Schlüssel zum Frieden die Information und die Bildung! Wenn Die Leute den Verstand haben nicht mehr auf irgendwelche vermeintlichen "heiligen" oder auf irgendeinen Glauben BLIND vertrauen, dann begreift jeder, dass die Situation so wie sie ist nicht akzeptabel ist!
Naja - ob das die alleinige Lösung ist, weiß ich auch nicht.
Wir sehen, was wir sehen wollen. So sind wir halt. Es ist ein fantastischer Gedanke, eine durch und durch aufgeklärte Menschheit zu haben (fantastisch von Fantasie).
Und obwohl doch jeder eigentlich seines selbst der nächste ist, so brauchen wir Menschen doch auch meist jemandem, dem wir blind folgen können.
@ Deliberation:
Danke für deine Gedanken.
Daaron schrieb:
Und auch wenn es durchaus stimmt, dass der Frieden aus der Not und der Erkenntnis des einzig gangbaren Weges erwächst... es ist nicht unsere Aufgabe, die Welt zu befrieden. Die USA haben sich diesen Kreuzzug auf die Fahne geschrieben und fallen damit seit Jahrzehnten immer wieder aufs Maul.
Und dabei sind sie wahrscheinlich noch nichtmal die Leidtragenden.
Von dem ansonsten guten Beitrag möchte ich hier aber gerne mal bei dir einhaken:
Daaron schrieb:
Der Mensch ist ein Raubtier. Wir haben unsere Instinkte, wir sind Krieger. Die meisten von uns verbergen dies alles nur unter einem Deckmantel der Zivilisation und leugnen ihr wahres Wesen. Erst wenn es hart auf hart kommt, egal ob simuliert oder real, zeigt die Natur ihr brutales Gesicht.
Ist das jetzt eine Legitimierung? Es ist so, wie es ist, also kann ich auch an erster Stelle mitmachen, weil es meine Natur befiehlt?
Einfach so den Kopf ausschalten?
Ich frage mich an dieser Stelle - was wäre, wenn wir Männer nicht Kriege führen würden?
Ich kann es mir rein hypothetisch absolut nicht vorstellen, dass Frauen Soldaten würden. Zumindest nicht in relevanten Mengen.
So - und nun mal bitte über diese These nachdenken. Das bedeutet, dass nur gut die Hälfte der Menschheit überhaupt aktiv Kriege führen würde.
Deliberation schrieb:
Ich wünschte, der Mensch habe mehr Instinkte, dann müsste er sich vielleicht nicht so oft auf seine Dummheit verlassen...
Die Hoffnung stirbt zu letzt.
revx schrieb:
Am Ende bin ich lediglich froh darüber, dass ich für meine 30 000 Tage auf dieser Erde in der richtigen "Ecke" geboren wurde - so egoistisch oder zynisch das klingen mag
Sind wir das nicht alle?
Noch ein paar eigene Gedanken:
Ich denke auch, dass wir technologisch betrachtet zu schnell und unreglementiert fortgeschritten sind und uns durch das Weltgeschehen irgendwo in einer Pattsituation befinden.
Bestes Beispiel: Waffen.
Waffen ermöglichen es seit geraumer Zeit, einer unvorstellbar großen Masse an Menschen auf einfachem Wege Zugang zu Zerstörung ohne Gewissen zu geben.
Ein Maschinengewehr in der Hand eines Menschens, kann ohne Probleme hunderte töten. Eine Granate ein ganzes Haus zersprengen, ohne dass man weiß, ob jemand im Inneren ist.
Aus einem Jagdflugzeug zeraus sehen Menschen nur wie Ameisen aus. Ein Knopfdruck und sie sind weg.
Soviel Macht sollte kein Mensch innehaben.
Meiner Meinung nach sollten wir in der EU langsam so weit sein, uns von jeglichen Waffen zu trennen.
Keine Armee mehr, keine Panzer, keine Gewehre, keine Pistolen, keine Atom-U-Boote, keine Jagdflugzeuge mehr ... einfach NICHTS mehr davon.
Keine Forschung mehr für militärische Zwecke.
Wenn wir wirklich so fortgeschritten sind, wie es unsere Technologien vermuten lassen, dann sollten wir langsam diesen Schritt gehen.
Waffen suggerieren immer, dass es ein Feindbild gibt, gegen welches man sich verteidigen muss und das führt unausweichlich zu Spannungen.
Mal ehrlich - das gibt es doch gar nicht. Zumindest nicht in Europa. Das gibt es auch nicht mehr in Amerika.
Selbst Russland oder China haben keine Feinde möchte ich behaupten. Wer will denn die Leute angreifen?
Also ich will das nicht.
Also anstelle gegenseitiges Vertrauen entgegen zu bringen, stecken wir lieber Milliarden in Technologien, die Menschenleben beenden können, obwohl wir alle Angst davor haben!
Aber die Menschen in Kriegsländern lassen wir am Überlebenslimit leben, sodass es für sie gar nicht die Möglichkeit ordentlicher Bildung gibt und regen uns dann aber auf, dass es einfach ungebildete Barbaren sind, denen die Bildung fehlt, um menschlich sein zu können?
Es ist also nicht so, dass wir uns fragen sollten, wie wir die anderen überzeugen können, sich nicht mehr gegenseitig abzuschlachten, es ist eher so, dass wir uns fragen müssen, wer ihnen die Mittel dafür in die Hand gelegt hat und die Versorgung aufrecht erhält. Vorbildfunktion = 0.
Ich meine - wo werden denn die meisten Waffen hergestellt?
Wir haben seit über einem halben Jahrhundert keinen Krieg mehr im eigenen Land gehabt.
Das ist glaube mit die längste Friedensperiode, die wir je gesehen haben.
Das ist Neuland für uns. Der nächste Krieg wird fatal.
An den Threadersteller: Wenn du was bewegen möchtest, dann setze dich dafür ein, Menschen unterschiedlicher Gesinnungen zusammen zu bringen. Das schafft Vorurteile ab, sorgt für kulturellen Ausgleich, sorgt für gegenseitiges Verständnis.
Dann setze dich dafür ein, sich der Mensch nicht selbst sein größter Feind ist und schaffe das ab, was sich dem Frieden in den Weg stellt - Waffen. Umso weniger Waffen im Umlauf und in Porduktion sind, desto teurer und weniger verbreitet werden sie.
Umso weniger Waffen es gibt, desto weniger Angst werden wir Menschen haben. Dann können sich die angeborenen Urinstinkte gegenseitig mit ihren Fäusten die Köpfe einschlagen. Das ist dann aber wirklich jedem seins.
EDIT:
Hast du 1984 schon gelesen? Trifft das Thema zwar nicht ganz, aber irgendwie passt es doch.
KRIEG IST FRIEDEN
FREIHEIT IST SKLAVEREI
UNWISSENHEIT IST STÄRKE