News Samsung-Smartphones: Neuer Kamera­sensor mit 150 MP misst fast 1 Zoll

Damit du das vielleicht verstehst sage ich das mal so.
Die 150MP sind genau so ein Geck wie Angaben ISO 200.000
Die sollten das Geld lieber in bessere Linsen und Software investieren.
Hätten wir alle mehr von als von 150MP.
 
Precide schrieb:
Nachfolger im Geiste des Lumia 1020?
Jein, eher Nachfolger des Nokia 808 PureView. Der Sensor des Lumia 1020 PureView war nämlich bei gleicher Pixelzahl etwas kleiner. Dafür hatte das 808 keinen OIS.

Für die Nerds: Erstmals wurde diese Technik im Nokia N8 eingesetzt. Aber es wurde von Nokia damals noch geheim gehalten, um den technischen Vorsprung vor der Konkurrenz zu verbergen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die besten Kamera Smartphones sind die beiden PureViews immer noch. Weil der integrierte Xenonblitz durch nichts zu ersetzen ist und Nokia die Schönrechnerei nicht übertrieben hat.
 
Meine Theorie wäre, dass man mit 9 mittelmäßigen infos + guter Algorithmus im schnitt das bessere Ergebnis als mit einem einzigen größeren pixel hin bekommt. Entsprechend Rechenleistung haben ja aktuelle Smartphones bereits. Software ist das A und O, werden ja großteils die selben Sensoren verbaut.
 
Fehlen nur noch gute Objektive dazu ;)
 
Xardas1988 schrieb:
Ich durchschaue ja nicht ganz was jetzt der Vorteil gegenüber einem 1" 16 MP Sensor ist. Geht es da nur um Marketing oder führt das in irgendeiner Art und Weise wirklich zu besseren Fotos?
Marketing natürlich. Man darf nicht vergessen, daß zwischen Pixeln Zwischenräume sind die die lichtempfindliche Fläche reduzieren. Selbst wenn Pixelbinning betrieben nicht betrieben werden würde, könnte kein Objektiv beugungsbedingt eine derart hohe Auflösung mit sinnvollen Daten bedienen
 
Wäre schön, wenn Marketing nicht so wichtig wäre. Dann hätten die es bei 2x2 Binning belassen und man hatte dann 64 MP, die bei guten Bedingungen noch nen Mehrwert bringen können. Aber bei 150 MP wird doch eh extrem komprimiert um halbwegs brauchbare Dateigrößen zu erhalten.

Raucherdackel! schrieb:
Lange Rede, kurzer Sinn: Die besten Kamera Smartphones sind die beiden PureViews immer noch. Weil der integrierte Xenonblitz durch nichts zu ersetzen ist und Nokia die Schönrechnerei nicht übertrieben hat.
Ich bezweifel, dass das 1020 mit den heutigen besten mithalten kann. Das 808 war hingegen einfach ein Backstein. Ich bin gespannt wie die das nachtes Jahr lösen wollen. Ein S20 Ultra hat schon einen derben Kamerabuckel. Das wird ja nicht besser wenn die ne Kunde für nenn 1" Sensor verbauen wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@bensen: doch, das können beide zweifellos. ABER: Nicht mit den Automatik Settings. Und bei Nacht ist der Xenon Blitz durch seine hundert mal höhere Helligkeit der bestimmende Faktor.
 
Raucherdackel! schrieb:
@bensen: doch, das können beide zweifellos. ABER: Nicht mit den Automatik Settings. Und bei Nacht ist der Xenon Blitz durch seine hundert mal höhere Helligkeit der bestimmende Faktor.
Ja gut, beim Blitz kann das schon sein. Brauche ich allerdings nie. Ansonsten würde ich das dich anzweifeln.
 
Der Sensor wird bestimmt nur für Ultraweitwinkel benutzt, ansonsten wäre das Handy schnell 3 cm dick oder noch mehr. Für Normalbrennweite (50 mm KB) muss es wieder mal ein 1/2,8"-Sensor richten und es kommt Grütze bei raus...
 
Xardas1988 schrieb:
Ich durchschaue ja nicht ganz was jetzt der Vorteil gegenüber einem 1" 16 MP Sensor ist. Geht es da nur um Marketing oder führt das in irgendeiner Art und Weise wirklich zu besseren Fotos?
Meines Wissens steigt der Dynamikumfang so deutlich an. Zumindest macht mein Xiaomi qualitativ mit nativ 48MP@12MP schon bessere Bilder als meine Alpha 7s mit direkt 12MP. Zumindest wenn es nicht zu dunkel wird.
 
Vindoriel schrieb:
...
Ultraweitwinkel...

Kann man dann nicht einen Bildausschnitt für das normale Weitwinkel nehmen?
Und werden nicht auch die Daten des Weitwinkel genutzt, um Linien im Ultraweitwinkel zu korrigieren?
 
Wattwanderer schrieb:
Bisher dachte ich große Sensoren = noch größere Linsen.
nee, größerer Sensor = mehr Kaufreflex
 
franzerich schrieb:
Das würde mich auch interessieren. Soweit mir bekannt ist, hat eine größere Blende immer mehr Vorteile gebracht als das Erhöhen der Pixelanzahl, und das Erhöhen der Pixelanzahl eine Farce ist. Und dann werden um die Bildqualität zu verbessern plötzlich gleichzeitig 2,3,4,5 Kameras mit Miniblenden verbaut. Da frag ich mich auch ob 1 Kamera mit größerer Blende nicht sinnvoller wäre.

Das Problem an der Geschichte ist, wenn ich einen grossen 1 Zoll Sensor verbaue, wird das Objektiv davor grösser, aufwendiger und schwerer, es muss ja den Sensor ausleuchten können. Wenn das verbaute Objektiv auch noch lichtstark sein soll, wird es noch grösser, noch schwerer, aufwendiger zu konstruieren und zu korrigieren und auch teurer.
Grösse, Gewicht und Kosten sind in einem Smartphone aber sehr begrenzt.

Dazu müsste man, wenn es nur einen Sensor gibt, ein aufwendiges Zoomobjektiv davor schnallen, dass
viele Brennweitenbereiche abdeckt und in jedem Bereich gut korrigiert ist.
Das ist in der gewünschten Grösse (vor allem Dicke) eines Smartphones nicht machbar.
Es ist also einfacher mehrere Sensoren zu verbauen und davor eine relativ einfache Festbrennweite zu setzen.

Somit bietet es sich auch an, auf dem grossen Sensor Pixelgruppen anzulegen.
Bei den bisherigen grösseren Sensoren der letzen Jahre sah man 48 und 64 MP in den Smartphones.
Es wurden immer 4 Pixel gruppiert und somit konnte man ein Bild mit 12 oder 16MP ausgeben und
das Rauschen recht gut raus rechnen, eine hohe Dynamik der einzelnen Pixel zusammen zu rechnen und auch Bildfehler z.B. von schwachen Plasteobjekiven im Randbereich wegrechnen.
Es ist wirklich erstaunlich, was die Winzsensoren in den Smartphones die letzten 2-3 Jahre dadurch für Fortschritte erzielt haben und was man für Fotos damit machen kann!
Die Software leistet heute sehr viel in diesen Bereichen.

Man kann mit diesen Sensoren natürlich auch ein Foto in 48 oder 64 MP aufnehmen, die sind nicht so rauschfrei und eine einfache Plastiklinse im Smartphone gibt die benötigte Auflösung vor allem in den Randbereichen eh nicht her. Man sieht also schnell eine gewisse Detailarmut und fehlende Schärfe am Rand.
Aber zum Teil sind sie bei viel Licht vor allem in der Mitte doch detaillierter als die entsprechenden skalierten 12-16MP Aufnahmen.


Die runter Rechnerei ist nicht neu und wird auch von Fotografen gerne genutzt.
Wenn ich eine moderne 16MP KB Kamera habe und eine moderne 64MP KB Kamera und
von beiden dasselbe Motiv aufnehme und das 64MP Bild auf 16MP herunterskaliere wird das
skalierte Bild wahrscheinlich sauberer (rauschärmer) mit besserer Dynamik sein.
Kleiner ausgeben, hat Bildfehler schon immer verschwinden lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meines Wissens steigt der Dynamikumfang so deutlich an. Zumindest macht mein Xiaomi qualitativ mit nativ 48MP@12MP schon bessere Bilder als meine Alpha 7s mit direkt 12MP. Zumindest wenn es nicht zu dunkel wird.

Ist das nicht eher umgekehrt? Also dass große Pixel einen hohen Dynamikumfang begünstigen. Ich denke du musst die Fotos deines Xiaomis fairerweise schon mit Alpha 7s + Lightroom (oder ähnlichem) vergleichen. Kann mir auch kaum vorstellen dass die Objektive von Smartphones solche Auflösungen überhaupt hergeben.

Das mit dem Rausrechnen von Rauschen wie es mein Vorposter erwähnt hat lass ich mir einreden. Das könnte tatsächlich sinnvoll sein. Könnte mir auch vorstellen dass die ganze Bildverbesserung durch AI durch die zusätzlichen Pixel profitiert.
 
Du hast ja unterschiedliche Helligkeiten auf den benachbaren Pixeln einer Gruppe, wenn auch nur minimal.
Das kann man zusammen rechnen und vergrössert damit auch die Dynamik.

Die HDR Bilder der letzten Jahrzehnte wurden aufgenommen, indem man mehrere Aufnahmen desselben Motivs mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen hat (Belichtungsreihe) und diese zusammengerechnet hat.

Das Prinzip ist nicht grossartig anders, geht heute einfach schneller, aufgrund der gesteigerten Rechenleistung.
 
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modena.ch schrieb:
Die HDR Bilder der letzten Jahrzehnte wurden aufgenommen, indem man mehrere Aufnahmen desselben Motivs mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen hat (Belichtungsreihe) und diese zusammengerechnet hat.
Das ist doch etwas ganz was anderes als wenn man Pixel (gleiche Belichtung, gleiche Sensibilität) zusammenfässt.
 
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Bin davon sehr angetan. Mehr Pixel schaden nie. :cool_alt:
 
@Xonex
naja, solange Festplatten günstig sind, weil Pixel auch viel Speicherplatz brauchen
 
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