Server zur zentralen Datenspeicherung oder NAS System?

Ist mir trotzdem zu riskant, ich habe bereits mehr als einmal ein Raid 5 sterben sehen weil beim Rebuild dann die nächste Disk ausgestiegen ist. Ja, FreeNAS ist ein nettes System aber man muss eben das ein oder andere ggü. anderen Lösungen beachten beim Kauf. Ebenso ist bei FreeNAS nicht so ohne weiteres backup-to-usb möglich bzw. muss sich etwas skripten oder bestehende Skripte einbinden etc. Wenn man dies alles weiß und beachten kann ist freenas eine gute Alternative, keine Frage.

@memmex Jain. Durch die regelmäßigen Scrubs und vorhandenen Checksummen können fehlerhafte Bits erkannt und korrigiert bzw. neu geschrieben werden. Schützt vor den geringen Lesefehlerraten der Consumerplatten aber schützt nicht vor Ausfall der nächsten Disk beim Rebuild. Dafür gibt's passendere Raid/vDev Setups und eben Backups :)
 
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robin944

Für mich ist alles klar:
2 Bay NAS, Raid 1 auf zwei 10 TB Platten dazu eine 10 TB für außer Haus als Datensicherung...
Synologie oder QNAP.

snaxilian schrieb:
Überlege es dir sehr gründlich(!) ob du wirklich langfristig verantwortlich sein willst für Installation von Updates, Härtung des Systems sobald es aus dem Internet erreichbar sein soll, Backup etc. Vieles, v.a. die Einrichtung und vergleichsweise einfache Updates nimmt dir ein fertiges NAS ab.

Eigenbau Nas alles schön und gut aber nehme dir das zu Herzen! Stecke lieber deine Zeit in ein anderes Hobby & v Familie.
 
robin944 schrieb:
Ich verstehe die Aussagen wie "wenn man auf YT nach Videos sucht" soll man es gleich lassen nicht.
Das Problem ist, dass die Erfahrung gezeigt hat, dass es nicht bei einem reinen Datengrab bleibt. Eher früher als später steigen die Begehrlichkeiten und dann möchte man auch einen Fernzugriff einrichten. Weil man es nicht besser weiß und vielleicht das falsche Youtube-Video geschaut bzw. es missverstanden hat, richtet man Portweiterleitungen auf die SMB-Freigaben ein. Dann möchte man noch pihole, o.ä. lokal im Netzwerk als DNS verwenden, kommt dann aber auf die Idee, dies auch von unterwegs zu nutzen, und leitet auch noch den DNS-Port weiter. Fertig ist der Selbstbau-Server, der selbst für ein Skript-Kiddie, das sich seinerseits durch Tutorials im (Pseudo-)Hacking geübt hat, angreifbar ist.

Ein Server ist ein sehr komplexes Thema, das durch Tutorials nur in sehr engen Grenzen abgedeckt werden kann. Zumal auch nicht alle Tutorials garantiert fehlerfrei sind.....

Natürlich kann man sich in das Thema einarbeiten, aber es ist eben nicht mit ein paar Tutorials getan, weil man nicht einfach nur eine Anleitung nachklicken kann bzw. sollte. Sobald sich das dort dargestellte Szenario nämlich nur minimal unterscheidet, kann man es ohne Verständnis dessen was dort getan wird an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ein Firewall-Tutorial wird zum Beispiel nur ein Standard-Szenario zeigen, nicht jedoch komplexe Setups wo sich im worst case Firewall-Frontends wie ufw und Docker gegenseitig auf die Füße treten.

Ich empfehle dir daher, vielleicht zunächst mit einem Fertig-NAS zu starten und dir parallel dazu mit VMware, o.ä. KnowHow im Bereich Linux im allgemeinen bzw. enstprechende NAS-Distributionen im speziellen anzueignen. Dann kannst du lang- oder mittelfristig immer noch darüber nachdenken, das Fertig-NAS mit einem Eigenbau zu ersetzen und das Fertig-NAS dann nur noch als Backup-Lösung weiternutzen.
 
Pandora schrieb:
Und ein RAID1 kann man durchaus als Backupersatz hernehmen
Selbst ein vermeintlich einfaches RAID1 kann Probleme verursachen und ist in keinem Fall ein Backupersatz.
Kleine Anekdote: Mein Nachbar hat eine Synology DS716+II mit RAID1 gehabt und sich lange gegen meinen Rat verwehrt, seine wichtigsten Daten noch einmal separat zu sichern. Eines Tages hat die Synology nur noch rot angezeigt und gepiept - das RAID hatte einen Fehler, der sich mit Bordmitteln nicht mehr beheben ließ.
Ich habe beide Festplatten an meinen PC angeschlossen (Synology ist LVM+MDADM+BTRFS) und konnte sehen, dass die Raidmetadaten irgendwie aus dem Takt geraten sind und sich auch nicht mehr vernünftigen retten ließen.
Also Daten auf meine NAS "retten" und ein komplett neues Volume in der Synology initialisieren.
Wer jedoch nicht so firm mit Linux ist, wird es schon schwer haben, die Festplatten zu mounten. Erspart euch den Stress und backupt vernünftig. Mein Nachbar ist seit dem Tage auch geläutert.

TheGreatMM schrieb:
Für mich ist alles klar:
2 Bay NAS, Raid 1 auf zwei 10 TB Platten dazu eine 10 TB für außer Haus als Datensicherung...
Synologie oder QNAP.
Das halte ich für nicht sehr sinnvoll. Das eben diskutierte "is raid dead"-Problem greift doch bei 10TB Platten noch viel eher.
Zudem verschenkst du ~250€ für eine Festplatte, die auch andere Daten speichern könnte (und wenn es ein echtes Backup sei). Und du vergibst bei einer 2Bay NAS die Hälfte der Speicherslots.
Weiter wird ein Rebuild eines 10TB Raid1 mal mit einer oberen Schranke geschätzt (10TB / 150 MB/s / 60s / 60min) rund 19 Stunden dauern. Da kann man auch ein Backup verwenden,
 
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Sehe ich ähnlich wie @memmex. Bei deinem Vorhaben lieber eine 10TB ins NAS und 2x 10 TB extern als Backup und rotierst diese. Damit ist immer eine externe HDD sicher verwahrt während auf die andere gesichert wird.

ABER: Wenn du dein NAS ordentlich mit Daten befüllst oder sich diese regelmäßig ändern, kann es beim externen Backup knapp werden, wenn du mehrere Sicherungsstände vorhalten willst. Wenn du nur eine 1:1 Kopie des Ist-Zustands willst reicht es, ansonsten muss das Backupziel natürlich größer sein als der aktuelle Datenbestand.
 
snaxilian schrieb:
Sehe ich ähnlich wie @memmex. Bei deinem Vorhaben lieber eine 10TB ins NAS und 2x 10 TB extern als Backup und rotierst diese. Damit ist immer eine externe HDD sicher verwahrt während auf die andere gesichert wird.
Auch eine gute Option...
 
Bei einigen fragt man sich auch ob sie einfach nicht fähig sind mehr als halbe Sätze zu lesen oder absichtlich trollen.

RAID ersetzt kein Backup, ist manchmal aber trotzdem besser als nichts. Die Wahrscheinlichkeit eines totalen Datenverlust ist mit einem RAID1 geringer als mit einer Einzelplatte und damit ist es auch ein bedingter Ersatz für ein Backup. Sicher nicht gleichwertig, aber das habe ich auch nie behauptet.
 
Pandora schrieb:
Die Wahrscheinlichkeit eines totalen Datenverlust ist mit einem RAID1 geringer als mit einer Einzelplatte
Wenn du von einem Hardwaredefekt einer Platte ausgehst, ja.

Im Falle solch eines Defekts kann das RAID hingegen als .. .. Puffer zwischen dem letzten Backup und dem aktuellen Stand dienen. Das sollte man aber höchstens als Bonus sehen und nicht aktiv in die Backup-Überlegungen einfließen lassen.


Bei gelöschten, beschädigten oder gar durch Ransomware verschlüsselten Daten, schlägt das aber im selben Moment auch auf die Paritätsdaten durch. Drückt man also bei der Doktorarbeit im falschen Moment auf speichern, sind die Daten verloren - in den Live-Daten und der vermeintlichen RAID-"Sicherung".
 
Pandora schrieb:
Die Wahrscheinlichkeit eines totalen Datenverlust ist mit einem RAID1 geringer als mit einer Einzelplatte
Das trifft einzig u. allein bei einem HDD-Ausfall zu - das war es das aber schon auch.

Pandora schrieb:
damit ist es auch ein bedingter Ersatz für ein Backup.
Nein - nichtmal ansatzweise. Es ist nur eine Maßnahme hinsichtlich Verfügbarkeit bei Ausfall einer HDD.
Ist beispielsweise der Speichercontroller betroffen, sind beide Platten datentechnischer Schrott - sofort.
Auch SW-Fehler, Bedienerfehler,.... - nichtmal ansatzweise irgend ein Schutz.

Mag vlt. penetrant wirken - aber leider finden unbedarfte User immer wieder ähnliche Aussagen u. nehmen das als "Wissen" mit - versuch die dann mal wieder zur Vernunft zu bringen.
 
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