USK - was meint Ihr?

USK - was meint Ihr?

  • Ich finde die USK gut

    Stimmen: 20 21,7%
  • Gut, es sollten aber Veränderungen stattfinden

    Stimmen: 39 42,4%
  • Ich finde die USK nicht gut

    Stimmen: 19 20,7%
  • Eine unverbindlicher Altersempfehlung

    Stimmen: 14 15,2%

  • Umfrageteilnehmer
    92
Die Frage muss doch lauten: wie und in welcher Weise springt der Staat/die Institution etc. bei der Kindererziehung ein? Dass heute immer mehr Eltern damit überfordert sind, als viel, noch vor ein paar Jahren, scheint wirklich der Fall zu sein ... das zu diskutieren wäre aber allein schon einen neuen Thread wert :)

Das wesentlich bei der FSK scheint mir aber aus dem Fokus geraten zu sein. Es wird augenscheinlich viel mehr Wert darauf gelegt, eine soziale Randebene (die mMn längst keine Randebene mehr ist) wie Computerspiele als Sündenbock für alles zu nehmen - im gleichen Atemzug aber bei Filmen sowohl die sexuelle als auch die gewalttätige Stimulation ständig in die Höhe zu schrauben. So quasi: solang Du nicht selber den Knopf drückst, kannst Du Dir ruhig anschaun, wie ein pervers Kranker einem lebenden Menschen den Augapfel mit einem Schweißbrenner rausbrennt (Hostel). Das ist dann nämlich audio-visuelles Kulturgut?!
 
Anfangs fand ichs noch ok, mittlerweile nurnoch nervig. Heutzutage sind alle Actionspiele ab 18 was ein weiterverkaufen unmöglich macht. Früher waren wirklich nur die heftigen Titel ab18, mittlerweile aber alles wo nur eine Kugel verschossen wird - zumindest kommt es mir so vor.

-> Im Prinzip gut aber die Einstufung sollte auch ernsthaft vorgenommen werden!

So quasi: solang Du nicht selber den Knopf drückst, kannst Du Dir ruhig anschaun, wie ein pervers Kranker einem lebenden Menschen den Augapfel mit einem Schweißbrenner rausbrennt (Hostel). Das ist dann nämlich audio-visuelles Kulturgut?!

so damn true!
 
Es wurde ja hier angedeutet, das Eltern für die eigene Erziehung und die Erziehung der Kinder verantwortlich sind.

Das ist der richtige Weg, wenn man den persönlich den Unterschied zwischen Gewalt und Lerninhalt begreift.

Der Staat hat dafür zu sorgen, Informationen und Güter, die gegen das Grundgestz verstoßen auch zu ahnden.
Hier muss man aber auch sehen, Spiel und Filmkultur hat auch Grenzen und diese sind moralisch verpflichtend zu gestalten.

So gab es in Berlin vor gut 8 Jahren eine pädophil angehauchte Ausstellung in Form von Kunst. Mord und Leid kann nicht künstlerisch umgesetzt werden, weil Kunst das wesentliche Bild durch eigene Gedankenfreiheiten verzerrt. So haben einige FKK Zeitschriften auch nichts mit FKK zu tun, vorallem wenn spielende Kinder als Titelbild herhalten und klare Positionen durch Spielende am Strand ersetzt werden.

Das Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ist in dieser Hinsicht selbst heute weit entfernt das Grundgesetz richtig umzusetzen und die Prüfstellen sind mangels fehlendem und qualifiziertem Personal nicht in der Lage richtig zu bewerten.
Sämtliche Shooter sind mindestens 18+ Titel, weil sie künstelrisch von Mord und Totschlag auf den Spielspaß, Verhamlosung und Action ablenken. Call of Duty 1/2 ist trotz der einiger bewegenden Stellen ebenfalls ein Kandidat dafür. Selbst eine Indizierung wäre für einen Großteil aller Spiele angebracht.
Ganz ehrlich, wer hat im Ego Shooter leidende und in Ohnmacht befallene Zivilisten gesehen, oder wo nach einem Giftgasanschlag sich die KI die Seele aus dem Leib auskotzt, und dich noch flehend um Hilfe bittend aus allen Körperöffnungen blutet, der Spieler selbst sich von Gedärmen seiner explodierenden Kameraden befreien muss und auch noch zwischen Hilfe und Kampf entscheiden soll. Das alles ohne Savegamefähigkeit.

Neue Medien können einen sehr potenten und kulturell lernfähigen Prozess erlauben und auch fördern, scheitern aber an der Umsetzung und der Bewertung. Daher wird das Grafikpotenzial, havok und Physx auch nicht dafür genutzt, wofür sie regelrecht predestäniert wären. Selbst das Mauerspiel ist durch Kunst gescheitert. Was uns für die Sensibilisierung bleibt, ist der tatsächliche Krieg. Da will ich mal die Künstler erleben.

Hier mal was zum lesen bei Metropolis. Ich kenne zwar den Film nicht, aber einige der Aussagen sind zutreffend. So fällt auch bei Terminator durch Schnitt die Erzählung völlig aus dem Zusammenhang und wird zum Massaker. Die Dramaturgie der Ohnmacht an den Nichtglauben und das Nichtvertrauen durch schweren Einzelkampf in einer Welt verschlossener Augen durch wirllkürlich in der Gesellschaft gesetzte Richtlinien. Selbst der Terminator ist an diese Richtlinie kompromisslos gebunden. Cameron hat hier einen höchst intelligenten und mit wertvollen Fragen aufwerfenden Film erarbeitet.

Wenn wir bei Spielen Lernspiele wie Schach oder logische Physikspiele außen vor lassen, welchen Inhaltsbestandteil soll die USK dann bewerten, der es rechtfertigen kann eine mögliche Bildung und Sensibiliserung für gesellschaftskritische Themen zu fördern?
Ist dieser auch in Spielen vorhanden?
Gibt bitte mal Beispiele.

Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene können aufgrund mangelnder Erziehung mit Gewalt rationel nicht umgehen, geschweige sie bewerten und als Vorbild dient immer der Erwachsene. Er macht es vor und fördert neben positiven Ansichten auch primitive Vorgehensweisen zur eigenen Lust-, Zweck-, und Selbstbefriedigung.
 
Meine Meinung:
Indizierungen sind absoluter Blödsinn, da ich als Erwachsener selber entscheiden kann ob ich mir sowas angucken, spiele sonstwas.

FSK sollte mal näher betrachtet werden. Aber von wem? Wer fühlt sich dazu fähig die große Schublade auf und zuzumachen und zu sagen was zu gewaltverherrlichend ist und was nur Spiel? Ich könnte das nicht, ich wäre da viel zu subjektiv. Und das ist es. Es gibt nur subjektive Meinungen und dadurch verschiebt sich auch die FSK.

Was allerdings ein zentraleres und gravierendes Problem ist, ist eben, dass die Eltern immer weniger Zeit haben sich um ihre Kinder zu kümmern.

"Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene können aufgrund mangelnder Erziehung mit Gewalt rationel nicht umgehen, geschweige sie bewerten und als Vorbild dient immer der Erwachsene. Er macht es vor und fördert neben positiven Ansichten auch primitive Vorgehensweisen zur eigenen Lust-, Zweck-, und Selbstbefriedigung. "

Das sehe ich zwiegespalten. Es muss nicht eine primitive Vorgehensweise vermittelt werden. Vielmehr fehlt der Bezug zum Kind und daher die Erziehung allgemein. Werte werden nur noch über die Flimmerkisten vermittelt weil keine Zeit da ist weil evtl. beide Eltern arbeiten müssen um über die Runden zu kommen. Das bedeutet aber nicht, dass ein Kind dann direkt zu einem gewaltbereiten Kind wird, auch nicht, dass es ein Gentleman wird. Aber es sind eben die äußeren Einflüsse die dann prägen. Und wenn dann der Lehrer, oder ich weiss nicht wer, als Vorbild fungiert und Werte falsch vermittelt dann sieht es nachher sehr düster aus. Der Fernseher mit seinem geistigen Abfluss tut da sein selbiges, das Internet ist das Schlimmste von allem. Weil man zu jeder Meinung/Aussage mindestens 1 Person findet die selber Meinung ist. Fakten sind kaum von Belang.
 
Alles was mit Zensur zu tun hat, finde ich nicht gut. Was Kinder zu sehen bekommen, dafür sind in meinen Augen die Eltern allein verantworlich. Ich beziehe den FSK jetzt allerdings nur auf die Sachen, die hier in Deutschland auf dem Index Landen (Viele Horror-Filme oder Spiele) oder Sachen, die in Deutschland "kastriert" werden (z. B. viele Spiele aus Index, mach' FSK 16 Spiele daraus u.s.w). Das ist Zensur und das geht nu' gar nicht in einer "Demokratie". So stehe ich dazu.
 
FastFood schrieb:
Alles was mit Zensur zu tun hat, finde ich nicht gut. Was Kinder zu sehen bekommen, dafür sind in meinen Augen die Eltern allein verantworlich.


Dann soll deiner Meinung nach jedes Schaufenster eines Elektroladens Horrorfilme abspielen dürfen? Jetzt mal so rein theoretisch.
Ich stimme dir zu das Eltern zu kontrollieren haben was Ihre Kinder anschauen aber diese Kontrolle wird schlichtweg unmöglich wenn man an jeder Ecke Zeug bekommt das eigentlich zensiert sein sollte.
 
Nochmal: Zensur hat in einer Demokratie nix zu suchen. Das ist mein Standpunkt, muß ja nicht deiner sein.;)
 
Die aktuelle FSK hat doch den entscheidenden Fehler, dass die Filmindustrie, die von niedrigen Alterslimiten profitiert, sich selbst überwacht. (Auch die USK ist nur halbstaatlich). Dies führt meines Erachtens oft zu zu niedrigen Alterslimiten. Das zweite Problem ist, dass jeder Teenager an Filme und PC/Konsolen- Spiele die nicht für ihn geeignet sind ran kommt und die Eltern offenbar oftmals nicht in der Lage sind sich darum zu kümmern was ihre Kinder vor dem PC/Fernseher machen. Deshalb muss sich dringendst etwas tun:
1. Eine staatliche Behörde stuft Alle PC/Konsolen- Spiele ein. Die Alterslimite wären im Allgemeinen etwas strenger.
2. Die Richtlinien sind absolut verbindlich. Läden die DVDs/Spiele an Jugendliche/Kinder die das Alterslimit nicht erfüllen verkaufen können saftige Strafen zahlen und im Wiederholungsfall schliessen. Das Gleiche giltet für Kinobesitzer die Jugendliche/Kinder, die die Alterslimite nicht erfüllen in einen Film lassen.
3. Den Eltern muss ihre Verantwortung klar gemacht werden, denn wenn die Eltern nicht mitziehen nützen alle Richtlinien nichts. Die Alterslimite müssen allerdings von einer staatlichen Behörde festgelegt werden, da die Eltern nicht überfordert werden dürfen.

Diese Richtlinien wären natürlich immer noch nicht das Allerheilmittel, denn immer noch würde es Eltern geben die ihre Verantwortung nicht wahrnähmen oder einfach nicht im Stande sind der Verantwortung gerecht zu werden. Ein weiteres grundlegendes Problem, nämlich, dass 14jährige die Computerspiele spielen, die nicht altersgerecht sind, einfach chronisch unterbeschäftigt sind, bleibt. Dies ist allerdings eine ganz andere Thematik.
 
Horst200 schrieb:
1. Eine staatliche Behörde stuft Alle PC/Konsolen- Spiele ein. Die Alterslimite wären im Allgemeinen etwas strenger.

Die Alterseinstufungen sind doch heute schon erheblich strenger als in jedem anderen demokratischen, westlichen Land. Was sollen denn nun noch strengere Einstufungen bringen?

Horst200 schrieb:
2. Die Richtlinien sind absolut verbindlich. Läden die DVDs/Spiele an Jugendliche/Kinder die das Alterslimit nicht erfüllen verkaufen können saftige Strafen zahlen und im Wiederholungsfall schliessen. Das Gleiche giltet für Kinobesitzer die Jugendliche/Kinder, die die Alterslimite nicht erfüllen in einen Film lassen.

Ist das nicht jetzt schon so? Bis auf die Ladenschliessungen evtl?

Horst200 schrieb:
3. Den Eltern muss ihre Verantwortung klar gemacht werden, denn wenn die Eltern nicht mitziehen nützen alle Richtlinien nichts.

Was soll den Eltern denn hier besonders klar gemacht werden? Das Sie die Alterseinstufungen von irgendwelchen Behoerden als absolute Richtlinie ihres Handelns zu verstehen haben?

Horst200 schrieb:
Die Alterslimite müssen allerdings von einer staatlichen Behörde festgelegt werden, da die Eltern nicht überfordert werden dürfen.

Mich gruselt es Foermlich, ueber den unerschuetterlichen Glauben an die Kompetenz staatlicher Behoerden und den Wunsch nach staatlicher Regulierung bis in den privaten Lebensbereich hinein lesen zu muessen.

Horst200 schrieb:
Ein weiteres grundlegendes Problem, nämlich, dass 14jährige die Computerspiele spielen, die nicht altersgerecht sind, einfach chronisch unterbeschäftigt sind, bleibt. Dies ist allerdings eine ganz andere Thematik.

Zwar in der Tat ein anderes Thema, aber:

  • Wenn Sie altergerechte Spiele spielen sollten, aendert das an der Sinnhaftigkeit der Beschaeftigung wohl kaum etwas.
  • Mann sollte hier auch nicht aus dem Blick verlieren, das kaum noch interessante Freizeitangebote und Jugendeinrichtungen mit qualitativen Anspruch zur Verfuegung stehen.
  • Das wurde von den staatlichen Behoerden aus Kostengruenden massiv abgebaut.
Hier wieder Geld in die Hand zu nehmen und attraktive, moderne Angebote zu Schaffen, um die Jugendlichen vom PC Spiel weg zu bringen, waehre sehr wuenschenswert. Ich behaupte einfach mal, das die meissten am PC hocken, weil nichts besseres da ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mike550155 schrieb:
Die Alterseinstufungen sind doch heute schon erheblich strenger als in jedem anderen demokratischen, westlichen Land. Was sollen denn nun noch strengere Einstufungen bringen?

Dass Deutschland tendenziell etwas höhere Einstufungen hat als das Ausland mag sein, dies ist allerdings zum Teil sogar gegenteilig. (z.B. Siedler 7(Pegi 12+/USK6+), die Sims(Pegi bis zu 12+/USK 0+). Oftmals sind aber die Altersangaben auch gleich, zu sagen, dass Deutschland am strengsten ist, muss zumindest relativiert werden.

Mike550155 schrieb:
Ist das nicht jetzt schon so? Bis auf die Ladenschliessungen evtl?

Solange ich in Filmen die ab 12 sind 10 Jährige und in Filmen ab 16 14 Jährige sehe, entspricht das nicht meinen Vorstellungen.

Mike550155 schrieb:
Was soll den Eltern denn hier besonders klar gemacht werden? Das Sie die Alterseinstufungen von irgendwelchen Behoerden als absolute Richtlinie ihres Handelns zu verstehen haben
Dass sie in der Verantwortung stehen, dass ihre Kinder sich eben mit altersgerechten Dingen beschäftigen sollten. Dass niemand anderes (auch nicht der Staat) für die Erziehung verantwortlich ist und sie diese Verantwortung auch wahrnehmen müssen!

Mike550155 schrieb:
Die Alterslimite müssen allerdings von einer staatlichen Behörde festgelegt werden, da die Eltern nicht überfordert werden dürfen.

Wer soll es denn sonst machen? Der Staat sollte immer das Beste für seine Bürger wollen und die Bürger dem Staat vertrauen, ansonsten stimmt das grundsätzliche Verhältnis zwischen Staat und Büger nicht - was wiederum eine komplett andere Thematik ist.

Den letzten Punkt kommentiere nicht, weil wir sonst immer weiter vom Thema abschweifen würden, ich bitte um Verständnis.
 
Horst200 schrieb:
Solange ich in Filmen die ab 12 sind 10 Jährige und in Filmen ab 16 14 Jährige sehe, entspricht das nicht meinen Vorstellungen.

In Filmen die ab 12 freigegeben sind kannst evtl. auch 6 Jaehrige in Begeitung der Eltern sehen, das ist z.Z. so vorgesehen. 14 Jaehrige in ab 16 Streifen allerdings nicht, da haette dann der Kinobetreiber seine Pflichten verletzt.

Horst200 schrieb:
Dass sie in der Verantwortung stehen, dass ihre Kinder sich eben mit altersgerechten Dingen beschäftigen sollten. Dass niemand anderes (auch nicht der Staat) für die Erziehung verantwortlich ist und sie diese Verantwortung auch wahrnehmen müssen!

Obwohl irgendwelche Einzlefaelle in den Medien hochgespielt wurden, denke ich eben nicht das ein grosser Teil der Eltern in D die Erziehungsplicht vernachlaessigt. Im Gegenteil sogar.
Das der Staat hier auch keine Loesungen hat, wurde auch medial ausgeschlachtet. Ich denke da so an Kinder die in Kuehlschraenken und Blumentoepfen gefunden wurden, obwohl diese Familien als Problematisch bekannt waren.


Horst200 schrieb:
Wer soll es denn sonst machen? Der Staat sollte immer das Beste für seine Bürger wollen und die Bürger dem Staat vertrauen, ansonsten stimmt das grundsätzliche Verhältnis zwischen Staat und Büger nicht - was wiederum eine komplett andere Thematik ist.

Was der der Staat so "sollen wollte" ist eine Sache, die heutige Realitaet eine Andere. Das grundsaetzliche Vertrauensverhaeltniss ist meiner Meinung nach durchaus gestoert.
 
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