Aus Facebook wird Meta: Mark Zuckerberg gibt seinem Kind einen neuen Namen

Sven Bauduin
176 Kommentare
Aus Facebook wird Meta: Mark Zuckerberg gibt seinem Kind einen neuen Namen
Bild: Meta

Der Konzern Facebook, Inhaber von Facebook (der Name bleibt), WhatsApp und Instagram, heißt zukünftig Meta und bündelt alle seine Technologien und Apps unter einer neuen Marke zu einem einzigen „Metaversum“, wie der Facebook-CEO und -Gründer Mark Zuckerberg auf der Connect 2021 bekannt gegeben hat.

VR und AR sollen Realität in das Metaversum bringen

Ziel des Unternehmens sei es, so Zuckerberg in seinem Gründungsschreiben, dieses Metaversum zum Leben zu erwecken und den Menschen darin zu ermöglichen, sich mit Freunden und der Familie zu vernetzen, Gemeinschaften zu finden und neue Unternehmen aufzubauen. Online und Realität sollen stärker verschmelzen.

Im Metaversum verschmelzen die sozialen Online-Erlebnisse von heute mit der realen Welt. So wird sie bereichert durch komplett virtuelle, dreidimensionale Erfahrungen und Projektionen.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta

Im Rahmen einer Keynote auf der hauseigenen Konferenz Connect 2021 teilte Mark Zuckerberg den Teilnehmern auch mit, wie dieser Schritt in das Metaversum gelingen soll, das „gemeinsame virtuelle Erlebnisse ermöglicht, die so in der Realität niemals stattfinden könnten“. CNET hat die komplette Keynote von Marc Zuckerberg auf YouTube verfügbar gemacht, in welcher der Meta-Chef erklärt, mit welchen Werkzeugen die Realität in das Metaversum integriert werden soll.

Während der rund zehnminütigen Keynote wird auch klar, dass das Metaversum in erster Linie noch ein Zukunftsprojekt ist, das mit Hilfe einer Investition in Höhe von 150 Millionen US-Dollar und auf Basis der sogenannten „Presence-Plattform“, die die nächste Generation der Mixed Reality auf dem Virtual-Reality-Headset Oculus Quest 2 ermöglichen soll, entstehen wird. Damit sollen dann auch „die nächsten Generationen“ der Content Creator für das Projekt ausgebildet werden. Über die bisher erfolgten Umbauten an Facebook, die der Umbenennung in Meta vorausgegangen sind, informiert das Unternehmen in seinem Meta Design Blog und meta.com.

Als Facebook 2004 gegründet wurde, revolutionierte es die Art und Weise, wie Menschen sich miteinander vernetzen und austauschen. Apps wie Messenger, Instagram und WhatsApp haben Milliarden Menschen neue Möglichkeiten der Kommunikation gegeben.

Jetzt löst Meta die Grenzen der Zweidimensionalität und setzt auf immersive Erlebnisse wie Augmented Reality und Virtual Reality, um einen Beitrag zur Weiterentwicklung sozialer Technologien zu leisten.

Meta

Die Begrifflichkeit Metaversum oder auch „Metaverse“ wurde im technischen Kontext sehr stark von dem ehemaligen Chef-Strategen der Amazon Studios Matthew Ball verbreitet, der auf seiner Website auch die Hintergründe erläutert.

Family of Apps und Reality Labs

Unsere Unternehmensstruktur ändert sich nicht“, beteuert der Konzern in seiner offiziellen Pressemitteilung, aber die Art und Weise, wie Meta über seine Finanzen berichten werde, wird von denen von Facebook abweichen. Zukünftig informiere das Unternehmen in den zwei operativen Bereichen „Family of Apps“ und „Reality Labs“ über seine Finanzen. An der US-Börse wird Meta zudem ab dem 1. Dezember nicht mehr unter dem Kürzel FB2A sondern unter MVRS geführt werden.

Unsere Unternehmensstruktur ändert sich nicht, aber die Art und Weise, wie wir über unsere Finanzen berichten werden, schon. Ab den Ergebnissen des vierten Quartals 2021 planen wir, über zwei operative Einheiten zu berichten: Die Family of Apps und die Reality Labs.

Wir beabsichtigen auch, den Handel unter dem neuen Börsenticker, MVRS, den wir reserviert haben, am 1. Dezember aufzunehmen. Die heutige Ankündigung hat keinen Einfluss darauf, wie wir Daten verwenden oder weitergeben.

Meta

Zuletzt stand Facebook nach den Enthüllungen der US-amerikanischen Informatikerin und Whistleblowerin Frances Haugen stark in der Kritik. Diese war von 2018 bis 2021 als leitende Produktmanagerin für Facebook tätig und belastete den Konzern mit den im September im Wallstreet Journal veröffentlichten „Facebook Files“ stark.