Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

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Und Rohstoffe sind auch eher was für Leute mit richtig großem Vermögen. Zum AUFBAU des Vermögen sind die eher nicht geeignet.

Crypto ist in meinen Augen immer noch Glücksspiel. Aber bei langem Anlage Horizont könnte man ein paar wenige % da anlegen. Und dann liegen lassen.

Mit Einzel Aktien muss man sich ernsthaft beschäftigen. Am besten täglich. Keiner von uns kann die Profis schlagen. Die sind immer schneller. Daher besser bei ETF bleiben.

Magellan schrieb:
Da mir die Bewertungen aktuell aber ziemlich hoch erscheinen
Dein Diagramm widerspricht dem. Die Bewertungen sind immer zu hoch. Man kann höchstens antizyklisch investieren. Aktuell sind DAX und EU unterbewertet, also dort investieren. Haben die aufgeholt, dann wieder in den S&P500. Man kann aber auch einfach beim MSCI World bleiben, auf lange Sicht ist das egal.
 
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Micha- schrieb:
Dein Diagramm widerspricht dem.
Der Chart sagt doch zur Bewertung überhaupt nichts aus. Aktuell liegt der S&P500 bei nem KGV von gut 30 und das ist historisch gesehen schon sehr hoch - noch höher war es nur um Dotcom herum, zur Finanzkrise und 2021 vor dem Tech Crash. Vielleicht passiert auch gar nichts weil die Gewinne in Zukunft so schnell wachsen, dass das wieder aufgefangen wird, ich weiß nicht was kommt, aber die aktuelle Bewertung ist hoch.


Und ich habe ja explizit nicht gesagt, dass ich deswegen nicht in einen Welt ETF investieren würde.
Ich persönlich würde mich aktuell einfach nicht wohl dabei fühlen 50% meines Vermögens auf einen Schlag in Aktien umzuschichten. Und ja ich weiß, statistisch gesehen wäre es das Vorgehen welches die meiste Rendite verspricht.
 
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Magellan schrieb:
Der Chart sagt doch zur Bewertung überhaupt nichts aus
Doch. Die Kurse sinken dann, wenn sie nciht mehr zur Bewertung passen. Irgendwann passt es dann wieder, und dann steigen sie auch wieder. Du versuchst aus der Bewertung abzuleiten, ob wir uns nun gerade in einem Tal oder einem Peak der Kurve befinden.

Beispiel: ich dachte als Rheinmetall bei 600€ lag - jetzt kann es kaum noch höher gehen. Das ist nur wenige Wochen her... Aber höher als 900€ geht sie bestimmt nicht mehr. Nun ist sie doch bestimmt endgültig zu hoch bewertet. Wirklich?
 
Micha- schrieb:
Die Kurse sinken dann, wenn sie nciht mehr zur Bewertung passen.
Eben nicht. Genauso können die Gewinne schneller steigen als der Kurs um die Bewertung wieder günstiger zu machen.

Du kannst am reinen Kursverlauf keine Bewertung ablesen. So sieht der Verlauf der Bewertung nach KGV aus:

https://www.longtermtrends.net/sp500-price-earnings-shiller-pe-ratio/

Bzgl Beispiel - ich habe doch nirgends behauptet, dass auf eine hohe Bewertung zwingend ein Kursrückgang folgt? Eine steigende Bewertung ist auch kein Beleg dafür, dass die Bewertung vorher nicht (zu) hoch war.
 
Magellan schrieb:
Eben nicht. Genauso können die Gewinne schneller steigen als der Kurs um die Bewertung wieder günstiger zu machen.
Damit bestätigt Du meine Aussage
 
@Micha- Welche?

Deine ursprüngliche Aussage war dass der Chart des S&P500 meiner These (der Markt ist hoch bewertet) widersprechen würde - das ist falsch denn der Chart zeigt nur den Kurs und nur aus dem Kurs lässt sich nicht Kurs/Gewinn ableiten.

Edit: Ich weiß nicht ob das der Punkt ist aber ich habe das Gefühl, dass du in meine Aussage zur Bewertung hineininterpretierst, dass ich sagen würde "Hohe Bewertung also werden die Kurse fallen" - das mache ich ganz explizit nicht. Die Bewertung ist hoch, das lässt mich vorsichtig oder skeptisch sein, nicht mehr und nicht weniger.
 
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Du verstehst mich nicht. Deine Aussage ist "die Bewertung ist hoch, daher erst wieder kaufen, wenn a) die Kurse gefallen sind oder b) die Aktien in ihre Bewertung rein gewachsen sind"

Dein Chart zeigt aber - da es ja immer solche Phasen gibt - das es egal ist. Die Kurse steigen. Und Du bekommst für deine Anteile den Kurs ausgezahlt, nciht die Bewertung.
 
Micha- schrieb:
Deine Aussage ist "die Bewertung ist hoch, daher erst wieder kaufen, wenn a) die Kurse gefallen sind oder b) die Aktien in ihre Bewertung rein gewachsen sind"

Das ist dann das Missverständis hier. Meine Aussage ist "die Bewertung ist hoch", sonst nichts. Der Teil mit dem "erst wieder kaufen wenn" ist reine Interpretiation deinerseits, das habe ich nie gesagt oder impliziert.
 
Mal eine bescheidene Frage:

Zieht man für die Berechnung der Vermögensverhaltnisse den Einstandskurs seines Aktiendepots oder den aktuellen Marktkurs heran?
 
Kommt darauf an: hast du eine Zeitmaschine und kannst den Zeitpunkt der Einstandskurse oder der gemachten Investments erneut erleben? :mussweg:

Ich habe leider keine Zeitmaschine, daher ist für mein derzeitiges Vermögen der aktuelle Wert der einzelnen Bestandteile relevant und nicht was ich irgendwann dafür (ein)gezahlt habe.
 
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@Benegt
Ich verstehe die Frage nicht so ganz.
Vermögensverhältnisse werden doch immer anhand des aktuellen Depotwertes angegeben. Die Bank interessiert nicht zu welchen Kurs Du Aktien gekauft hast.
 
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Mir geht es lediglich darum im welchem Verhältnis die Höhe meines Aktiendepots zu meiner Tagesgeldanlage steht.
 
Bei deinem Tagesgeld ziehst du ja auch nicht die Zinsen der letzten 10 Jahre ab...

Kurzum einfach beides mit dem aktuellen Wert betrachten. Alles andere wären ja höchstens Bilanztricks wenn man einen Wert bewusst in eine andere Richtung drücken möchte.
 
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Benegt schrieb:
Mir geht es lediglich darum im welchem Verhältnis die Höhe meines Aktiendepots zu meiner Tagesgeldanlage steht.
Was soll Dir dann der Einstandskurs der Aktiendepots bringen? Oder bewertest Du das Tagesgeld auch ohne die bis heute erhaltenen Zinsen? Der Einstandskurs bringt Dir nur je Assetklasse etwas um Deine persönliche Rendite zu ermitteln.

Wenn Du es real berechnen wolltest, müsstest Du aber die Steuern auf die (hoffentlich vorrhandenen) Buchgewinne der Aktien/ETFs, und bei ETFs auch noch die Vorabpauschale mit einrechnen. Relevant für mich ist jedenfalls am Ende nur das theoretisch realisierbare Vermögen (bei relevanten Verkaufskosten sind diese also auch noch abzuziehen) und nicht das, was ich irgendwann mal reingesteckt habe.
 
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Wenn ich gezielt meinen Anteil an Schwellenländer-ETF im Portfolio erhöhen möchte, würde sich auch dieser Emerging Markets-ETF eignen, oder? -> iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (Acc)
Ich habe ja aktuell einen MSCI World ETF ohne Schwellenländer, ich gedenke da aber mal so knapp 10% Anteil in Schwellenländern zu haben im ETF-Portfolio.

Micha- schrieb:
Dann hast du später beim Verkauf die Möglichkeit unabhängig(er) von FIFO zu verkaufen.
Wofür genau ist das eigentlich sinnvoll? Ist es so, dass ich beim Verkauf von einem bestimmten ETF immer die zuerst gekauften Aktien zuerst verkaufen muss, und daher muss ich ggf. viel Kapitalertragssteuer zahlen, wenn die zuerst gekauften ETF-Papier viel Gewinn erzielt haben?
Also wenn ich verkaufen möchte, verkaufe ich dann vereinfacht gesagt tendenziell eher so die ETFs, wo ich am wenigsten Kapitalertragssteuer zahlen muss?
 
Cinematic schrieb:
Ist es so, dass ich beim Verkauf von einem bestimmten ETF immer die zuerst gekauften Aktien zuerst verkaufen muss, und daher muss ich ggf. viel Kapitalertragssteuer zahlen, wenn die zuerst gekauften ETF-Papier viel Gewinn erzielt haben?
Also wenn ich verkaufen möchte, verkaufe ich dann vereinfacht gesagt tendenziell eher so die ETFs, wo ich am wenigsten Kapitalertragssteuer zahlen muss?
Korrekt.

https://www.finanztip.de/blog/so-ho...ip-3x10-strategie-das-maximum-aus-deinem-etf/

https://www.finanztip.de/daily/so-funktioniert-die-finanztip-3x10-strategie-mit-nur-einem-etf/
 
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@Cinematic
Eine ETF Aufteilung ist auch was die Wegzugsteuer angeht sinnvoll. Das Limit ist zwar momentan sehr hoch, aber wer weiß ob das in Zukunft noch so sein wird.
 
Wo bin ich hier schrieb:
Das würde ich so pauschal nicht ablehnen. Natürlich macht's kein Sinn mit einem Vermögen von 50k über Immobilien nachzudenken. Aber gerade wenn man schon eine ordentliche Summe im Portfolio hat und dazu noch Gutverdiener*in ist, kann das durchaus sehr sinnvoll sein. Man sollte dabei nämlich nicht die Rendite in Form eine Wertsteigerung sehen, sondern eher einen Zeitraum von 10 Jahren betrachten (dann kann steuerfrei verkauft werden). Durch Zinsen und AfA kann man dann noch sehr schön die Steuerlast senken und somit einen (je nach Objekt) positiven Cashflow erwirtschaften. Wenn man dazu noch möglichst wenig EK einsetzt, kann die Wertentwicklung vom Objekt sogar unter der Inflation liegen und es lohnt sich immer noch als Investment. Vorallem um sich weiter zu diversifizieren.
Wenn ich jetzt >250k Vermögen hätte, wäre mir eine Strategie mit 80% Aktien und 20% Geldmarkt einfach zu "unsicher". Dann lieber noch eine Position Immobilien mit reinbringen. Auch wenn dabei die Rendite ggf. unter den weltweiten Aktienmärkten liegt, hätte man damit wenigstens eine "krisensichere" Säule, die z.B. Rücksetzer wie 2001, 2008 oder 2020 etwas abfedert. Bei einem Anlagehorizont von >30 Jahren ist's nicht so wichtig (aber wer kann sich mit Anfang 30 schon groß Immobilien leisten). Bei einem Horizont von 10 Jahren halte ich das durchaus für sinnvoll.
Kommt aber immer auf die eigene Situation an und vorallem ist es nicht so einfach wie bei ETFs, wo man kauft und das dann vergessen kann, sondern man muss schon viel Aufwand reinstecken.
 
Ich bin auch der Meinung, daß für Kleinanleger unter 1 Mio € sich allenfalls eine selbstbewohnte Immobilie lohnt. Und krisensicher - das ist so eine Sache. Die Immobilienbesitzer im Donbass würden das wohl nicht so unterschreiben. Immobilien, das sagt schon der Name, kann man auch nciht einfach so auf der Flucht mitnehmen. Und selbst bei weniger krassen Szenarien kann man eine Immobilien nicht einfach zu Geld machen. Da braucht man ggf. Bis zu einem Jahr und auch der Immobilienmarkt ist Schwankungen unterlegen.

Da würde ich als sichere Komponente sogar noch Gold bevorzugen.
 
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