Anforderungen an die Stelle des SAP Junior Beraters

SAPJunior

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Guten Abend zusammen.

Ich bräuchte einen Rat. Ich habe mein Informatikstudium (Bachelor) abgeschlossen und arbeite seit einem Jahr als IT-Berater (nicht im SAP-Umfeld). Nun würde ich aber gerne in die SAP-Berater Branche wechseln und habe mich als SAP Junior Berater beworben. Bislang habe ich aber nur Absagen bekommen (etwa 15). Meine Frage ist nun wie die Anforderungen an diese Stelle gewichtet werden...
Ich hatte Schwierigkeiten am Anfang meines Studiums, was den Schnitt nach unten gedrückt hat. Ausserdem hat es dadurch wesentlich länger als geplant gedauert. Letztlich war die Note der Thesis aber sehr gut. Trotzdem macht sich das natürlich schlecht im Lebenslauf. Dafür bringe ich aber andere Eigenschaften mit, die denke ich für mich sprechen (Praktika im SAP-Bereich, SAP-Berater Zertifizierung und Schulungen etc.).
Meine Frage nun:
Welches Vorgehen macht jetzt am meisten Sinn um doch noch SAP-Berater zu werden (Masterstudium um schlechte BA-Note auszugleichen? weiter bewerben? werden Juniors im Moment überhaupt gesucht?)?
Ich wäre für Tipps und Ratschläge sehr dankbar!

MfG
 
Wo in DE suchst denn?
Ich wüsste noch wo Du Dich bewerben könntest...
 
Hast du denn einschlägige Erfahrung im SAP-Umfeld? Das SAP-HR-Modul, mit dem die Bewerbungen gefiltert werden, kann ziemlich gnadenlos sein. Wird dort ein Filter auf die Bachelor-Note hinterlegt dann fällst du ggf. deswegen unter den Tisch?

Hast du während des Studiums z.B. nebenher ein IT-Consulting oder ein SAP-Zertifikat erworben oder zumindest ERP-Vorlesungen besucht? (=> okay, hat sich erledigt)

Ich hatte damals mit SAP telefoniert, die hatten so eine Trainee-Stelle in diesem Bereich zu vergeben. Da war ein Masterabschluss durchaus wünschenswert aber nicht zwingend notwendig.
 
@Phelan: Im Westen und Südwesten, bin da recht flexibel. Wo wäre das denn?

@Funnyman: Das ist genau meine Befürchtung und daher die Überlegung noch einen Master zu machen. Und ja, ich hatte Vorlesungen, SAP-Zertifikat, Praktika...
 
Kannst du nicht bei deinem jetzigen Arbeitgeber in den Bereich SAP-Beratung wechseln um dort erstmal Berufserfahrung zu sammeln?

Ich glaube gerade bei den Junior-Stellen dürfte es relativ schwierig werden. Diese typischen Vorlesungen, Zertifikate, Praktika und "Beratereigenschaften" bringen Studenten vieler Studiengänge mit. Wir hatten damals im Kurs mit BWLer, Wirtschaftsinformatiker, Informatiker, Int. Management,.. ein bunt gemischtes Publikum.

Vielleicht kannst du ja berufsbegleitend einen nicht konsekutiven Master (z.B. der klassische MBA) machen?
 
Das wäre nett Phelan, danke.

Und wechseln geht leider nicht. Für den MBA bräuchte ich 2 Jahre Berufserfahrung... Meine Vermutung ist aber, dass Berufserfahrung im Bereich SAP mehr bringt als ein Masterstudium oder seht ihr das anders? Wenn dem so wäre, würde es sich ja auch anbieten, ersteinmal in der IT-(SAP)-Abteilung eines größeren Unternehmens Erfahrung zu sammeln...
 
SAPJunior schrieb:
...Und ja, ich hatte Vorlesungen, SAP-Zertifikat, Praktika...

Welches Zertifikat hast du denn? Ist das wirklich eine aus einer von SAP ausgeführten Prüfung?

Ich hatte seinerzeit den 5monatigen BW-Kurs gemacht mit anschließender Prüfung, damit hätte ich einsteigen können. Aber Vorlesungen, Praktika bringen dich nicht weiter.

SAPJunior schrieb:
... Meine Vermutung ist aber, dass Berufserfahrung im Bereich SAP mehr bringt als ein Masterstudium oder seht ihr das anders?...

IMO wirst du mittelfristig beides wollen, wobei der MBA später folgen kann; den wirst du wollen um als Senioberater zu punkten oder später aus dem Beraterleben wieder auszusteigen, denn das Problem ist die hohe Anzahl Bachelor (und es werden auch viele Master).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ Fairy: Da will ich mich nicht festlegen. Ich wäre eigentlich für die meisten Module offen.

@FU Manchu: Ja, PS Modul von der SAP AG. Wobei das bei mir 5 Schulungen (jeweils etwa eine Woche) mit anschließender Prüfung waren und nicht 5 Monate. Genau das war auch mein Plan den MBA zu machen, um später Richtung Führungspositionen zu gehen. Bist du nach dem BW-Kurs als Junior oder schon als Berater eingestiegen?
 
Ich habe zum Glück nicht als SAP Berater angefangen, sondern bin in die inhaltliche Beratung gegangen. SAP ist meiner Meinung nach eher eine Zumutung, sowohl für den Berater wie auch für den Anwender. Keine Seite wird damit wirklich glücklich, man nutzt es weil man es nutzen muss. Überlege es dir genau, SAPler gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, der Verdienst ist nur für die obersten 10% gut, die Arbeitszeit eine Zumutung und das Ansehen hat stark gelitten.
 
Überlege es dir genau, SAPler gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, der Verdienst ist nur für die obersten 10% gut, die Arbeitszeit eine Zumutung und das Ansehen hat stark gelitten.

Also fähige SAP-Berater gibt es nicht wie Sand am Meer. Ich traue mich zu behaupten, dass die großen Beratungen zum Einstieg alle zumindest über 40k für Junioren zahlen (bei entsprechender Qualifizierung gerne mal 10 k mehr) und für Senioren zumindest über 60k (ich kenne auch Senioren mit 75 k). Wenn es dann in Richtung mehr Verantwortung (Personalführung/Sales) geht, sind gut und gerne gut 100k möglich. Also da spreche ich nicht von irgendwelchen Märchenzahlen, sondern von Gehältern, die der Realität entsprechen. Diese Gehälter würde ich definitiv nicht als gering bezeichnen.

ABER ein wenig gebe ich dir doch recht: Die Arbeitszeit übersteigt in der Tat deutlich die 40h (fast) jede Woche. Und ja, es gibt viele Wald- und Wiesenberatungen, die deutlich unter Markt zahlen. Und ja, ein wenig MM-Customizing haut den Kunden ganz sicher nicht mehr vom Hocker.

Kurz gesagt: Es hängt schlicht davon ab was du machst. Ich glaube, mit einem Gesamtpackage (der smarte Typ, der auch in ner Präsentation überzeugen kann), etwas Branchenknowhow (lernt man mit der Zeit), etwas Customizingkenntnisse und einer gesunden technischen Basis kann man in dem Job als SAP-Berater ordentlich verdienen, bekommt viel Anerkennung und hat ein interessantes Leben (wenn Work-Life-Balance nicht ganz oben steht). Man muss die (ersten) Beratungsjahre gewissermaßen auch als Lehrjahre betrachten und als Sprungbrett für das Leben danach.

@TE: Versuche zu hinterfragen an was es gelegen hat (vielleicht an den Bewerbungsunterlagen, vielleicht am persönlichen Auftreten, ...). Natürlich werden auch derzeit Juniors gesucht. Mit welchem Notendurchschnitt hast du deinen Bachelor abgeschlossen? Generell hört sich ja dein Lebenslauf danach an, als würde man dich zu nem Bewerbungsgespräch einladen.
 
Gibt auch noch andere Consultant Jobs. ;-)

Wenn dich SAM oder Sharepoint reizt, dann schreib mir ne PN.

@falke: 100% Zustimmung!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe im SAP-Umfeld ein paar Vorteile. Erstens denke ich verdient man schon etwas besser, zweitens hat man mit ein paar Jahren Berufserfahrung als SAP Berater sehr gute berufliche Möglichkeiten, da sehr viele Unternehmen SAP einsetzen. Aber abgesehen davon würde ich auch einen anderen Job nehmen bei dem man angemessen verdient und Karrieremöglichkeiten hat...
Mein BA-Schnitt lag bei 2,8. Ich hatte auch schon eine Handvoll Bewerbungsgespräche und Telefoninterviews, aber irgendwie hat es nie geklappt. Habe mir deshalb auch schon viele Gedanken gemacht,
 
falke_ schrieb:
Also fähige SAP-Berater gibt es nicht wie Sand am Meer.....

Da "fähige" nicht wirklich genau definiert ist stimmt diese Aussage. So gesehen gibt es auch fähige BWLer nicht wie Sand am Meer, oder fähige ITler oder fähige Ings usw. ;)


an den TE: schaue auch mal nach anderer Software für die Beratung (es gibt schöneres und besseres als SAP), so kann die BI sehr interessant sein mit QlikView oder Controlling mit Controlling-Software/Planungssoftware.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Klar, 2,8 ist kein soo guter Schnitt (vor allem fällt man bei den großen oftmals über 2,5 durchs Raster), aber du hattest ja offenbar Interviews.

Aber bei
Ich hatte auch schon eine Handvoll Bewerbungsgespräche und Telefoninterviews, aber irgendwie hat es nie geklappt. Habe mir deshalb auch schon viele Gedanken gemacht,
wird doch klar, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt die Noten nicht mehr zählen ... dies bedeutet, dass du an irgendetwas anderem arbeiten sollst an was es liegen könnte. Frag einfach mal Freunde, nimm eventuell (für dich persönlich) ein Telefongespräch mal auf und analysiere es anschließend, ... oftmals ist uns das nicht bewusst was wir falsch machen.
 
Ok, vielen Dank für die Tipps!

schaue auch mal nach anderer Software für die Beratung (es gibt schöneres und besseres als SAP), so kann die BI sehr interessant sein mit QlikView oder Controlling mit Controlling-Software/Planungssoftware.

Also meint ihr man hat im "nicht SAP-Bereich" als Berater genau so gute Karrieremöglichkeiten und Chancen viel Geld zu verdienen? Oder würdet ihr eher den Umweg über Inhouse SAP-Stellen empfehlen um von dort aus als SAP-Berater zu arbeiten?
 
Also meint ihr man hat im "nicht SAP-Bereich" als Berater genau so gute Karrieremöglichkeiten und Chancen viel Geld zu verdienen?

Also du solltest dich für einen Job definitiv nicht aufgrund der Gehaltsmöglichkeiten entscheiden. Du verbringst sehr viel Zeit bei der Arbeit und es kann sehr, sehr frustrierend werden wenn das Geld deine Hauptmotivation war. Aber um die Frage zu beantworten: Das gute an SAP ist, dass man viel Geld verdienen kann und es sich eben nicht um einen Hype handelt ... es kann also sein, dass du zwischenzeitlich mit irgendwelchen gehypten Technologien mehr verdienst, die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass diese irgendwann wieder in die Bedeutungslosigkeit versinken. Dass dies bei SAP geschieht, ist äußerst unwahrscheinlich. Und selbst dann würde man noch sehr lange Berater dazu benötigen.

Oder würdet ihr eher den Umweg über Inhouse SAP-Stellen empfehlen um von dort aus als SAP-Berater zu arbeiten?
Nö, definitiv umgekehrt. Zuerst Beratung, dann Inhouse ...
 
SAPJunior schrieb:
...Also meint ihr man hat im "nicht SAP-Bereich" als Berater genau so gute Karrieremöglichkeiten und Chancen viel Geld zu verdienen? ...

Klar, es gibt ja viele Berater die nix mit SAP am Hut haben und sehr gut darstehen.

Und Geld ... IMO ist das die zweite Frage, nicht die erste. Zuallererst sollte dich das Thema faszinieren. Magst du SAP wirklich gerne?
 
@Fu Manchu: Ich gebe dir absolut recht mit "es gibt auch Non-SAP-Berater, die gut verdienen". Noch mehr stimme ich dir zu, dass die Hauptmotivation keineswegs das Geld sein sollte.

Aber bei einem Punkt muss ich dir widersprechen (wenn ich den richtig auffasse):
Zuallererst sollte dich das Thema faszinieren. Magst du SAP wirklich gerne?
Also, dass einem ein Thema faszinieren soll/muss ist auch komplett richtig, wobei ich es etwas weiter fassen würde (der Job muss mich faszinieren). Ich selbst bin auch SAP-Berater und ich finde SAP jetzt nicht wirklich geil oder wahnsinnig innovativ. Ich schätze aber die enorme Vielseitigkeit an meinem Beruf. Ich kenne keinen SAP-Berater, der dafür eingestellt wird nur Customizing zu machen (dafür haben wir fähige Polen und Inder, die das für einen Bruchteil des Geldes erledigen). Vielmehr geht es in diesem Job um Abstimmung mit dem Kunden, um Vorschläge zu unterbreiten oder sich auch mal eine Architektur zu überlegen. Anders gesagt: Man muss als SAP-Berater SAP nicht mögen (so paradox das klingen mag). Ich persönlich mag Windows auch nicht, trotzdem arbeite ich damit. Man muss vielmehr seine Nische in dieser Beratungssparte finden, die zu einem passt und in welcher man auch ordentlich performen kann.
 
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