Bankenkrise in den Staaten, ist mein Geld sicher ?

meph!sto

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6.368
Hi,
ich versuche mit Interesse die Berichterstattung über die Bankenkrise in den USA zu verfolgen, nur leider verstehe ich das ganze irgendwie nicht. Ist doch recht komplex.
Nun mache ich mir aber Sorgen um mein Erspartes, was ich hier in Deutschland in einem Tagesgeldkonto bei der Comdirect eingebunkert habe.

Ist mein Geld dort sicher ?

Danke !
 
Ja, die Kurse normalisieren sich wieder .. Die USA spenden 40 Mrd. dafür.
Dein Geld ist so oder so sicher, auch wenn deine Bank persönlich Pleite gehen würde, bekommst du immer noch das was dir zusteht.

mfg,
Markus
 
Eine Sorge weniger,
danke.
Nur wie kann es denn sein, wenn meine Bank pleite gehen sollte, dass ich noch mein Erspartes kriegen kann ?
Das entzieht sich meiner Logik.
 
meph!sto schrieb:
Eine Sorge weniger,
danke.
Nur wie kann es denn sein, wenn meine Bank pleite gehen sollte, dass ich noch mein Erspartes kriegen kann ?
Das entzieht sich meiner Logik.

In Deutschlan besteht die Pflöicht, dass sich Banken Rückverischern, so dass ein bestimmter Betrag eines jeden Kunden auf jeden Fall sicher ist. Ich weiß aber gerade nicht wie viel das sind meine mal was von 25.000 Euro gehört zu haben.
 
Das ist kompliziert zu erklären.
Dein Geld ist sozusagen "versichert".

Ich weiß nicht mehr genau wie das war.
Ich denke alsbald eine Bank Pleite geht, übernehmen einfach andere ihren Platz und somit alle Kunden.
Für diese dürfen sich längerfristige Investitionen laut Basisvertrag nicht ohne weiteres ändern, was bedeutet, dass das Vermögen immer verfügbar ist und zu den im Basisvertrag angegebenen Konditionen weiterläuft.

So oder so ähnlich war das.

mfg,
Markus
 
Sowas hatte ich auch im Hinterkopf,
nur war ich mir nicht mehr sicher ob ich das nur geträumt oder tatsächlich gelesen hatte ;)
Wenn es wirklich 25k sind, dann bin ich beruhigt, habe dann noch einen gewissen Puffer ^^
 
Wie gesagt ob es wirklich 25000 sind weiß ich nicht. Könnte mir auch etwas hochgegriffen sein. Aber sicher ist, dass sich jede Bank bei einem Rückverischerer verischern muss, so dass eine gewisser Mindestsatz an geld übrig bleibt für jeden Kunden.
 
Gesetzlich sind Deine Einlagen zu 90% abgesichert bis max. 20.000 Eur, wie man hier lesen kann.

Auch wäre es mal interessant nachzuforschen, ob Deine Bank mitglied eines Einlagensicherungsfonds ist. Dann sieht es für Deine Einlagen nämlich noch besser aus.

Am Allerbesten ist die Sicherheit in einem Verbund, sprich bei den Sparkassen und bei den Volks- und Raiffeisenbanken. Geht aber auch aus o. g. Artikel hervor.
 
bsp: du legst 10000 Euro bei der Postbank an, die Bank geht pleite, du bekommst dein Geld etweder von der Bundesbank oder von Müchnerer Rück oder sowas zurück.
mfg illegalz
ok ich sehe grad nicht alles aber immerhin 90 Prozent.
und mal ganz ehrlich: wenn du dein Geld bei einer "großen" Bank hast, also Dresdner, Sparkasse, Post, Deutsche Bank etc. die gehen beim besten willen nicht pleite
 
illegalz schrieb:
und mal ganz ehrlich: wenn du dein Geld bei einer "großen" Bank hast, also Dresdner, Sparkasse, Post, Deutsche Bank etc. die gehen beim besten willen nicht pleite

Das dachten sich die bei den Lehmann Brothers wohl auch? Oder die bei AIG?
Gerade die derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklungen zeigen doch wohl das theoretisch alles möglich ist!

mfg
 
und gegen eine Inflation aufgrund einer Wirtschaftskrise in nem Industrieland nützt dir dann auch ne Rückversicherung der großen Banken nix ...:p aber bis wir hier ne Inflation haben müssen in den USA noch nen paar mehr Banken hops gehen ... aber generel gilt Sicherheit gibt es nicht, nur die Illusion von Sicherheit ...
 
Werthaltigkeit von Devisen begründet sich im Wesentliche eh auf 'Vertrauen'...

Aber wenn man es so düster sehen will wie serra.avatar kann man nur sagen: "Schönheit vergeht, Hektar besteht". Und die wahren Werte sind doch eh Liebe, Gesundheit... blablubb
 
als Ergänzung:
Die deutsche Lehman Pleite kann den deutschen Einlagensicherungsfond mit bis zu 6 Mrd. € belasten, in der Kasse sind aber nur rund 4,2 Mrd. €. Die angeschlossenen Institute müssten also nachschießen. Ginge noch ein deutscher Bankableger vom Kaliber Lehman Pleite, wäre die Belastung für alle anderen schon deutlich höher (alles nachschießen).
Man kann daran sehr schön erkennen, dass auch unser Finanzsicherungssystem begrenzt ist.
 
Genau, und dass gerade die Finanzwelt unglaublich global vernetzt ist. Und diese Belastung des Einlagensicherungsfonds belastet ja alle angeschlossenen Finanzdienstleister, seien sie in ihren Geschäften auch noch so lokal...
 
Die Pleite von Lehman Brothers zeigt aber, daß der Markt sich langsam erholt. Lehman Brothers ist ein kleines Investmenthaus, dessen Verschwinden niemandem schadet. Es gibt zumindest keine strukturelle Kriese, wenn Lehman verschwindet.
Das sieht auch die amerikanische Regierung so, die nicht rettend eingreift.

Der Markt schrumpft sich also gewissermaßen gesund. Lehman hat letztes Jahr im Durchschnitt 6,5 Millionen Dollar an Prämien pro New Yorker Mitarbeiter vergeben. Das konnte nicht gutgehen.

Von anfänglich 7 Investmentbanken(Asset, Retail & Invest) sind nur 2 übrig und die sind so stabil, daß sie weiterhin Gewinne erzielen.

Bear Stearns: Pleite im März2008 - > wurde verstaatlicht
Freddy Mac: Pleite im August2008 - > wurde verstaatlicht
Fannie Mae: Pleite im August2008 - > wurde verstaatlicht
Merrill Lynch: Verkauf und Integration in die Bank of America
Lehman Brothers: bankrott - > wahrscheinlich droht Zerschlagung und Veräußerung der Filetstücke

Übrig:
Goldman Sachs
Morgan Stanley Dean Witter

Und diese beiden haben gestern ihre Gewinne bekannt gegeben. Sieht also so aus, daß die gesunden Banken überlebt haben.

Übrigens ist das Vorgehen meistens so, daß Gewinne privatisiert werden und Verluste verstaatlicht. Dafür hat der Staat die Möglichkeit, die Bank wieder aufzubauen und dann wieder die Aktien zu verkaufen.


Just my 2 cents

PS: Ach ja, die .comdirect ist eine Tochter der Commerzbank. Daher würde man eine drohende Pleite sofort mitbekommen. Es dürfte also relativ sicher sein, besonders wenn deine Einlagen unter 25000 Euro sind.
 
Lehman Brothers ist ein kleines Investmenthaus, dessen Verschwinden niemandem schadet.

Wieso investiert die US Regierung dann 40 Milliarden Dollar wg. den aktuellen Geschehnissen?

mfg,
Markus
 
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