Bankrun in Zypern - nur der Anfang?

Daaron hat da durchaus Recht. Silber und Gold sind in der Industrie nicht "unabdingbar". Da gibt es genügend Substitute, die halt momentan etwas teurer sind als Silber bspw. Wenn der Silberpreis aufgrund irgendwelcher Spekulationen usw in die Höhe schnellen sollte, wäre es kein Problem Silber in der Industrie mit anderen Substituten auszutauschen. Nur momentan ist Silber eben günstiger.
 
Es gibt bei vielen Anwendungen in der Tat Substitute für Gold und Silber. Viele dieser Ersatzstoffe sind aber im Gegensatz giftig (insbesondere wenn Dinge wie Gallium und ähnliches reinspielt). Die Industrie ist also teilweise sehr froh keine Subsitute einsetzen zu müssen. Nicht nur weil sie die Prozesse verändern (und mit den Substituten hat man weniger Erfahrung) sondern weil sie sicherer im Umgang sind. Bei manchen ist auch ein Unterschied zwischen technischer Umsetzbarkeit gegeben (machen kann man viel) aber sie dürfen nicht eingesetzt werden wegen Gefahren bei Bränden und ähnliches.

Trotz bekannter Substitute hat also Silber und Gold einen unverzichtbaren Stellenwert.
 
Kappoggo schrieb:
Gold, vorallem aber Silber ist in der Industrie unabdingbar.
Ohne Edelmetalle funktioniert kein Auto, kein Handy und kein Computer.
Ohne Stahl funktioniert kein Auto... und du brauchst deutlich mehr Stahl als Gold, Silber oder Platin. Tatsächlich brauchst du sogar mehr Platin als Gold oder Silber, für den Kat.... trotzdem bunkert keiner von euch Platin.
Ohne Lithium oder Seltenerden funktioniert kein (modernes) Handy und kein Elektro-Auto. Du brauchst signifikant mehr Li oder RE-Metalle, als du an Gold und Silber jemals verbauen könntest.

Und außerdem kannst du problemlos die Edelmetalle aus Schrott wieder extrahieren. Bei anderen Werkstoffen funktioniert das nicht zwingend. Du kannst Stahl nicht ohne weiteres in seine Komponenten zerlegen. Es gibt also effektiv immer mehr Edelmetalle, je mehr abgebaut werden. Gleichzeitig steigt der Materialbedarf kaum, da diese Metalle nur in sehr geringem Umfang verbaut werden.

Gold und Silber sind bereits seit Jahrhunderten Zahlungsmittel.
...aufgrund der Tatsache, dass Gold das Sonnenmetall war und die Sonne der höchste Gott in vielen frühen Kulturen. Gold uns Silber haben schlichtweg religiöse Grundlagen. In einer aufgeklärten Gesellschaft sollte solcher Aberglaube keinen Platz mehr haben.
Und was ist mit Kaurimuscheln? Die waren vor gut 4000 Jahren bereits Zahlungsmittel. Haben sie deshalb einen realen Wert? Oder haben sie nur einen Wert, weil die Leute an ihren Wert geglaubt haben?

So lässt sich bei Bedarf leicht Geld drucken. Mit Gold und Silber war das unmöglich.
Dann kannst du ja auch Bitcoins verwenden, die sind streng limitiert. Oder du bezahlst eben in Kaurimuscheln. Die sind durch das Vorkommen der Schnecken limitiert.

Es macht keinen Sinn, Arbeiter in Gold- und Silberminen schuften zu lassen, während sie "wertvolle" Waren wie Nahrung und Wasser verwenden, nur damit man mit dem Produkt am Ende genau so bezahlt wie mit etwas Papier oder einer Kupfer-Mischung. Statt dessen könnten die Arbeiter auch Eisen abbauen, das einen realen Materialwert hat. Man kann daraus Pflüge, Hufeisen oder Schwerter schmieden. Man kann daraus Häuser und Fahrzeuge bauen. Man könnte die Arbeiter auch aufs Feld schicken, wodurch sie etwas so produktives wie Nahrung erzeugen.

Koksii schrieb:
Wenn mich nicht alles täuscht ist Silber sogar ein wesentlich besserer Leiter als Kupfer, sprich der beste Leiter der existiert...
Wesentlich ist relativ. Silber hat von allen Elementen die höchste Leitfähigkeit. Der Abstand zwischen Silber und Kupfer ist aber geringer als zwischen Kupfer und Gold. Wozu also Gold als Leiter verwenden?
Oh, und es gibt ja nicht nur die Elemente... man kann ja viele Dinge modifizieren, indem man sie kombiniert. Legierungen verhalten sich oftmals gänzlich anders als ihre Einzelteile. Sogar innerhalb eines Elements kann man extreme Unterschiede erzeugen. Vergleich mal den Leitwert von Graphen oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit dem von Graphit oder Diamant.

Kann man solche Desinformanten wie ^ihn hier^ nicht mal sperren oder zumindest aus dem Thread verbannen. Wie kann man nur physisch limitiert vorhandene Edelmetalle, die seit schier unendlicher Zeit das beste Zahlungsmittel waren, mit virtuellen 1und0en vergleichen....
Kann man solche Hetzer wie dich nicht lieber bannen? Das einzige, was du hier erreichen willst scheint die Vernichtung des Giralgeldes zu sein. Das, was du hier in verschiedenen Threads vom Stapel lässt, untergräbt genau das, worauf ALLE Währungen (auch dein geliebtes Gold) aufbauen: das Vertrauen IN die Währung.

Und der praktische Unterschied zwischen Gold (Gesamtmenge auf der Erde limitiert; Wert als Zahlungsmittel nur durch Vertrauen bestimmt) und Bitcoins (Gesamtmenge im gesamten Universum limitiert; Wert durch Vertrauen bestimmt) liegt genau wo? Komm, sag es mir, wenn du so clever bist. Weil man mit Gold Zähne füllen kann? Weil man Gold in der Tasche tragen kann? Dann bezahl mal einen riesigen Minen-LKW (verwendet in Goldminen) mit Gold, ohne bereits einen Lastwagen zu besitzen. Physische Zahlungsmittel sind NICHT wirklich besser als virtuelle. Alle basieren nur auf Vertrauen.

LATEX schrieb:
Trotz bekannter Substitute hat also Silber und Gold einen unverzichtbaren Stellenwert.
Als Baumaterial? Nun, es ist jeweils etwas besser als die Ersatzstoffe... Aber es ist vom reinen Materialwert eben bei weitem nicht so wertvoll, wie uns die Börse, oder auch Goldfans wie Koksii, hier weiß machen wollen.

Die Edelmetall-Fans, die darin das Allheilmittel der Wirtschaft sehen, sollten eher eine Church of Gold gründen... denn mit nichts hat deren Fanatismus mehr Ähnlichkeit als mit Religion. Sie GLAUBEN an den Wert des Goldes. Sie wollen damit bezahlen und bezahlt werden, weil sie auch noch fest daran glauben, dass andere ebenfalls an den Wert des Goldes glauben.

In einer postapokalyptischen Welt, in der man nur ein paar Gramm Gold pro Jahr für irgendwelche Produkte verwendet, wäre Gold vollkommen wertlos verglichen mit sauberem Wasser, unverseuchter Nahrung oder Munition. Tatsächlich wären Kronkorken von Bierflaschen genau so "wertvoll" wie Gold, schließlich werden keine mehr produziert, die Menge an Kronkorken ist extrem limitiert.
 
Quickbeam2k1 schrieb:
Die Frage ist aber auch: Wenn unsere Autos 30% mehr Kosten würden sind französische Autos dann schon attraktiv? Was passiert in Frankreich oder anderen Staaten wenn wir teurer werden? Das Lohnniveau wird da ja sicherlich nicht gehalten sonder sobald es dort etwas besser geht wieder angehoben. (Ansonsten sitzt halt nen Fabrikchef wieder in Geiselhaft). )

Der VW Caddy 1.6 / 75PS TDI ist rd. 300 euro günstiger als ein Dacia Dokkker 1.5 / 75 PS ( lt. mobile ) Renault zb. hat riesen Absatzproblem in Deutschland. Konsumenten kaufen keinen Renault, weil Glump.

Zypern ist nur der Anfang. Die Oberen haben schon längst ihre marodierenden Euros in harte Währungen umgetauscht ( CH-Franken, $, can$ usw )
Demnächst wird geplündert, wo es noch was zu Plündern gibt. Problem: Die Chinesen/Inder bieten Arbeitskräfte f. 130 $ im Monat. Und da kommen die
Gewerkschaftler daher und wollen notorisch 9 % mehr Lohn? Die Spirale türmt sich auf und Menschen die > 45 Jahre gearbeitet hatten rennen heute zum Sozialamt, weil die Rente nicht mehr ausreicht zum Leben.

Das System kracht bald zu sammen, weil das Maß nicht mehr stimmt. so ist
 
MopedHeinz schrieb:
Der VW Caddy 1.6 / 75PS TDI ist rd. 300 euro günstiger als ein Dacia Dokkker 1.5 / 75 PS ( lt. mobile ) Renault zb. hat riesen Absatzproblem in Deutschland. Konsumenten kaufen keinen Renault, weil Glump.

Zypern ist nur der Anfang. Die Oberen haben schon längst ihre marodierenden Euros in harte Währungen umgetauscht ( CH-Franken, $, can$ usw )
Demnächst wird geplündert, wo es noch was zu Plündern gibt. Problem: Die Chinesen/Inder bieten Arbeitskräfte f. 130 $ im Monat. Und da kommen die
Gewerkschaftler daher und wollen notorisch 9 % mehr Lohn? Die Spirale türmt sich auf und Menschen die > 45 Jahre gearbeitet hatten rennen heute zum Sozialamt, weil die Rente nicht mehr ausreicht zum Leben.

Das System kracht bald zu sammen, weil das Maß nicht mehr stimmt. so ist

Ob der green back hart ist daran Zweifel ich ja sehr.
Was ist denn falsch das die Gewerkschaften da fordern? Mindestlohn? Ne besser nicht. Reicht doch auch 5.82 Stundenlohn
Die Chinesen, davor die südamerikanischen, davor waren es die Tieger Staaten. Davor war es Japan davor war es Europa. Warst du auf dem Arbeitgeberforum der FDP oder wie?

Und ist De daran zugrunde gegangen? Wir waren trotzdem bis zum letzten Jahr Export Weltmeister. Ob gut oder schlecht egal.

Warum ist der VW denn so billig? Wird der auch in Rumänien gebaut? Mit teilen/ technik der 90' Jahre... Oder warum muss VW so einen Preiskampf machen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Buttermilch schrieb:
Ob der green back hart ist daran Zweifel ich ja sehr.
Was ist denn falsch das die Gewerkschaften da fordern? Mindestlohn?

Was hat denn ein Mindestlohn mit Löhnen der IGM zu tun? ließ mal eine Zeitung ....

Buttermilch schrieb:
Und ist De daran zugrunde gegangen? Wir waren trotzdem bis zum letzten Jahr Export Weltmeister. Ob gut oder schlecht egal.

Exportweltmeister bist du nur so lange, wie du Rohstoffe hast und diese sichern sich gerade die Chinesen auf Halden. Wer in paar Jahren noch
Exportweltmeister sein wird, wird sich noch zeigen. Deutschland + Europa knickt ab.

Buttermilch schrieb:
Warum ist der VW denn so billig? Wird der auch in Rumänien gebaut? Mit teilen/ technik der 90' Jahre... Oder warum muss VW so einen Preiskampf machen?

Der Dokker wird in Marokko gebaut. Nachteil: der ist schon so günstig, da erhältst du keinen Rabatt mehr, auch nicht im europäischem Ausland,
wogegen der VW Caddy als reImporter 300 euro günstiger ist und du noch optional eine 5 Jahres Garantie abschliessen kannst. Das geht beim
Dacia-reImporter nicht, weil nur auf 3 Jahre begrenzt oder per Finanzierung eine Garantieerweiterung möglich. Aber 1.Wohnsitz in D, und Finananzierung im
europäischem Ausland? na ja...funktoniert schon mit mobile-Verträgen nicht.
 
Zeitung lesen? Ne ich guck den ganzen Tag fernsehen. Lesen ist so anstrengend.

Extrem langfristig gesehen mag das zwar stimmen wenn sich Oligopole oder verscbiedene Monopole bilden.
Welche Rohstoffe denn? Dann müssen nach dieser Denkweise Staaten wie Russland Nordkorea Bolivien und co extrem reich da sie über fast die gesamten Bodenschätze eines Bereiches dieser Erde verfügen und Staaten wie Japan und De total schlecht. ????
Es kommt darauf an wie hoch die Wertschöpfung ist.
1kg Kupfer kosten 7€. Silizium auch nix. 1g Gold. Paar €...
Daraus kannst du z.B sehr viele ivyBridge-E Prozessoren herstellen. Viel mehr wert als der mas Material der Rohstoffe. DE hat nach der Kohle Abbau Phase sehr wenig Bodenschätze! etwas Kalisalze....
wir haben know how als Produktionsfaktor. Humankapital.
Ich konnte jetzt wieder einen 2 Seitigen Text schreiben für das pro und Kontra zu Mindestlöhnen. Aus Sicht der Micro und Macroökonomik bzw der welfare economics. Finde es aber anstrengend das dann ohne Mathematik zu machen, wie sich das bei verschiedenen Marktkonstellationen und Elastizitäten auf Wohlfahrt, Konsumentenrenten und,……… auswirkt. Leih dir ein Lehrbuch aus zum Thema ich empfehle das nach wie vor.
Pearson Studium. Einf. VWL, Micro und Marco
 
Buttermilch schrieb:
DE hat nach der Kohle Abbau Phase sehr wenig Bodenschätze! etwas Kalisalze....
Stimmt nicht. Unter Erzgebirge und Lausitz schlummern noch große Mengen Kupfer, Zinn und Seltenerden.

Aber richtig erkannt, wir haben Humankapital. Made in Germany bedeutet noch etwas, genauso wie Made in Japan. Wer das nicht glaubt sollte einfach mal z.B. einen Lada angucken. Das sind Spaltmaße wie zu Großvaters Zeiten, links 2mm, rechts 2cm. Für n Panzer wär das noch akzeptabel.
 
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