Mal die reinen Zahlen des Angebots im Rendite-im stark vereinfachten Faktencheck:
mit 100€ nur durch AN ohne Zuschuss bAV: Garantieleistung rd. 0,53% p.a. nach 41 Jahren, mit Überschussbeteiligung rd. 2,15% p.a. nach 41 Jahren
100€ + 100€ AG-bAV Zuschuss (Entgeltumwandlung): Garantieleistung rd. 3,51% p.a., mit Überschussbeteiligung rd. 4,90% p.a.
Variante 100€ + 50€ AG bAV Zuschuss (Entgeltumwandlung): Garantieleistung rd. 1,83% p.a., mit Überschussbeteiligung rd. 3,34% p.a.
Nicht so Fachkundigen kann man natürlich eine 100% Rendite suggerieren, dazu noch das Wort „Steuerersparnis“ und schon wird unten rechts unterschrieben.
Nicht berücksichtigt habe ich der Einfachheit halber:
Auf die die Einmalauszahlung werden volle Kranken- und Versicherungsbeiträge fällig, aktuell rd. 19%. Dafür spart man in der Einzahlungsphase diese Kosten + Lohnst. Es ist wohl damit zu rechnen dass in 41 Jahren, die vollen Kranken- und Pflegebeiträge höher sein werden als jetzt. Diese % werden auch vom Zugewinn abgezogen!
Drollig, dass die eingesparte Lohnsteuer auf den AG-Zuschuss laut Mustis so gewinnbringend angelegt werden kann, dass man beim Ergebnis nach 41 Jahren positiv mit den Ohren schlackern würde. Da darf man doch fragen, warum das nicht auch für den Löwenanteil gelten kann.
Vergleich:
Die Versicherungsleistung der bAV ist ein erheblicher Vorteil für diese bAV, wie ich schon in Beitrag 17 schrieb. Unter diesem Gesichtspunkt ist es ein akzeptables/gutes Angebot. Wer allerdings die Möglichkeit sieht, sein Geld für die Altersvorsorge für rd. 5% p.a. woanders anzulegen (Fonds, Anleihen, Immobilien, Gold usw.) behält sich die volle Entscheidungsfreiheit während der 41 Jahre und hat am Ende den gleichen Geldbetrag zur Verfügung wie Derjenige, der die ganzen 41 Jahre lang einen 100€-AG-Zuschuss erhalten hat. Bei nur noch dem halben prozentualen AG-Zuschuss sinkt die nötige Vergleichsrendite auf rd. 3,34% und das jeweils schon in der Überschussbeteiligungsvariante (1,83% Garantieleistung).