bevorstehende Weltwirtschaftskrise?

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MrWeedster

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Es geht ab in der Welt der Wirtschaft.
Der Dollar schwaechelt stark, Banken stehen vor der Pleite oder stecken in schweren Krisen (IKB, SachsenLB, BayernLB, Bear Sterns (wurde schon von JPMorgan gekauft)), Gold steigt unaufhoerlich (Heute wurden 1000$ pro Feinunze erreicht), die Boersen sind auf Talfahrt, US Leitzinsen werden gesenkt, Millardenspritzen von den Zentralbanken um den Markt zu Retten - Was ist da los?

Warum dies so ist kann und will ich hier nicht naeher erlaeutern, mein letzter Thread wurde schon wegen meiner Mutmassungen geschlossen, dies moechte ich hier vermeiden.

Hier moechte ich darauf eingehen, ob hier jemand eine Weltwirtschaftskrise auf uns zukommen sieht.

Hohe Goldpreise waren in der Geschichte immer wieder ein Indikator fuer Krisenzeiten - der Goldpreis steigt seit ~2001 (Weiss nicht mehr genau seit wann) unaufhoerlich - Ein indikator dafuer, dass dem Fiat-Money nicht mehr vertraut wird.

Sollten die Menschen schoen langsam aufwachen und merken dass ihr Geld nichts mehr wert ist, werden sie genau das machen was die Geschichte schon oefter gezeigt hat - den Run auf die Banken.
Ich glaube jeder weiss (oder sollte wissen), dass dies unweigerlich einen kollaps des gesamten Geldsystems wie wir es kennen zur folge hat, da das Geld, das auf Konten ausgewiesen wird, ja nicht real vorhanden ist.

Folge? Wer in Geschichte aufgepasst hat weiss bescheid -> Hyperinflation.


Ein paar meiner Kollegen halten dies fuer ein uebertriebenes Szenario - "Alles nicht so wild, der Markt reguliert sich schon wieder", "Ach - Wirtschaftskrise? Wie, Wo?", "Hae? In der BILD steht davon nichts" usw. usf.

Seht ihr die Indikatoren? Seid ihr euch bewusst was zur Zeit passiert? Oder gehoert ihr auch zu der Sorte die meint: "Alles nicht so schlimm"?



Oder haengt hier gleich wieder ein Schloss davor?





greetz
 
kurz und knapp: ich warte mit ner gewissen spannung auf den "Big-Bang". Die Luft ist förmlich am "brennen"
 
Was meinst du mit Hyperinflation ? Das alles schlimmer kommt als 1929 ?
Klar wird sich der Markt wieder regulieren aber erst nach einer Weltwirtschaftskrise.
Da Gibs doch so ein schönes Schema. Krise-Depression-Aufschwung... oder so ähnlich.
Interessantes Thema...
 
nette hypothese, aber ganz so weit ist es noch nicht.
der goldpreis steigt - ok. der ölpreis steigt auch. und beides hat nunmal auch mit der tatsache der endlichen ressourcen zu tun. wenn es knapp wird, wird es teuer. ganz einfach.
wir werden hier nicht gleich einen extremem inflationsboom erleben. das nächste was passieren wird ist die umstellung von Dollar auf EURO als weltzahlungsmittel. sehr viele asiatische banken sortieren bereits ihren dollar-bestand aus und tauschen ihn gegen EURO-noten. und bei dem unverhinderbaren aufwärtskurs des wechselkurses dollar-euro wird es nicht lange dauern.
 
Hmm dieser Alan Greenspan, ich glaub so heißt der, immo. Berater der Deutschen Bank, sieht die größteFinanzKrise seit WW2 kommen.

http://wirtschaft.t-online.de/c/14/53/79/86/14537986.html

Ich persönlich weiß nicht wirklich wie ich die Lage einschätzen soll.


€: @ Über mir, das wäre gut, weil wenn der € noch weiter steigt, wird die Produktion für den Dollar Raum nicht mehr im € Raum zu halten sein
 
Zuletzt bearbeitet: (Ich habe mich vertan, statt WWK meinte er Finanzkrise ;))
Ich halte es auch für übertrieben, gleich von einer beginnenden Weltwirtschaftskrise zu reden, nur weil Anleger dem amerkanischen Finanzsystem und damit dem $ nicht mehr trauen und Anlageformen nutzen, die vom $ unabhängig sind.

Ansonsten stimm ich tschoeki zu.
 
In einem volatilen Marktumfeld liegen Chancen und Risiko dicht beisammen. Wer es versteht sich in der jetzigen Situation richtig aufzustellen wird daraus finanziellen nutzen ziehen können sobald sich die Märkte wieder beruhigen.

Insgesammt hat der amerikanische Markt auch an bedeutung verloren. Ich sehe es eher sportlich, mal schauen was passiert.

So richtig begreife ich allerdings nicht was da im Immobileien Sektor passiert ist, ein Haus generiert doch seinen Wert aus Lage und Zustand. Wäre jetzt auf jeden fall der richtige Zeitpunkt sich in NY eine schöne Immobielie anzuschaffen. Ich denke das sehe nicht nur ich so. Und JP hat ja auch ein schnäppchen gemacht.
 
da muss ich auch zustimmen, irgendwie sieht es wirklich schon nach einem großen Knall aus. Wenn man sich den heutigen Artikel der Tagesschau durchliesst scheinen auch "große" Herren die Katastrophe vorrauszusehen. Nicht dass ich was auf Herrn Ackermann geben würde, aber dumm ist er nicht. Es ist ja nicht nur die US Hypothekenabzocke die die Weltwirtschaft herabzieht. Man bedenke noch zusätzlich den Skandal um die Société généralé. Die weltweite Unsicherheit wächst zunehmend, vor allem ausgelöst durch die "Freiheit" der Märkte.

Man sieht ja sehr gut, dass schon kleine "Fehltritte" weltweite (Ketten)Reaktionen zur Folge haben. Kann man eigentlich nur froh sein, dass der Euro so toll zum Dollar steht, sonst wär der Weg zur Tankstelle noch ärgerlicher.
 
MrWeedster schrieb:
Alles nicht so schlimm!

Nun, die Lage scheint offensichtlich ernst zu sein, wenn selbst ein Herr Ackermann (Deutsche Bank), um Hilfe! ruft.
Herr Ackermann ist eigentlich nicht dafür bekannt, das er nach dem Staat ruft, eher das Gegenteil ist der Fall.;)
Ob sich das ganze zu einer weltweiten Krise ausweitet, vermag ich nicht zu beurteilen, dazu fehlt mir das nötige Hintergrundwissen.

Ja, es gibt erste Stimmen zu einem Verleich! mit 1929.

Dieser Artikel! bildet eine gute Diskussionsgrundlage, um für die Zukunft solche Auswüchse zu vermeiden.
Jetzt werden diejenigen natürlich aufjaulen, die auf die Kräfte des Marktes vertrauen, aber offensichtlich habe da einige jedes Maß verloren und nun brennt die Hütte.

Da wir gerade bei verbrennen sind, Siemens hat gestern mal eben 13 Milliarden Tacken verbrannt, auch alles im Namen des *freien Marktes*.
Cerberus
 
Cerberus schrieb:
Ja, es gibt erste Stimmen zu einem Verleich! mit 1929.

Die gleiche Stimme sagt aber auch:

Wir gehen davon aus, dass die globale Finanzkrise erst zur Hälfte hinter uns liegt.

Also ist das jetzt bereits die Krise, also geht er nicht von einer drastischen Verschlimmerung a la 1929 aus, sein Vergleich mit 1929 bezieht sich ja auch nur auf Amerika.
 
Also zuerst einmal bin ich tatsaechlich ueberrascht, dass es doch einige sehen was zur Zeit abgeht.
Auch ich habe persoenlich nicht so wirklich Ahnung von der Matiere - man hoert hier und da mal Indizien, und abseits der Mainstream Medien liest man doch den einen oder anderen Artikel darueber.

Ich will es auch nicht verschreien - Aber was ich gelesen/gehoert habe, haengt der Euro mehr oder weniger auch vom Dollar ab. Jedoch soll dies ja eigentlich nicht der Punkt sein.
Die Frage ist viel mehr - Was passiert, wenn die Leute Weltweit das Vertrauen in die Waehrung verlieren, und in materielle Gueter umsteigen? Dann kann definitiv nicht mehr von einer US-only Krise gesprochen werden.
[EDIT]
Ausserdem darf man ja nicht vergessen - Deutschland ist ein Exportland, und die USA ist ein wichtiger Markt....


Ebenso die Thematik mit der Spanischen Immobilien Krise. Durch diese wird ja, meines Verstaendnisses nach, der Euro auch entwertet, bzw. verliert Vertrauen.

Die Geschichte mit Ackermann ist natuerlich auch mehr als Interessant - es werden definitiv Interessante Zeiten auf uns zukommen.



greetz
 
xtreme91 schrieb:
Hmm dieser Alan Greenspan, ich glaub so heißt der, immo. Berater der Deutschen Bank, sieht die größte WWKrise seit WW2 kommen.

http://wirtschaft.t-online.de/c/14/53/79/86/14537986.html

Ich persönlich weiß nicht wirklich wie ich die Lage einschätzen soll.


€: @ Über mir, das wäre gut, weil wenn der € noch weiter steigt, wird die Produktion für den Dollar Raum nicht mehr im € Raum zu halten sein


Habe mal Interview von ihm im Stern gelesen. Sehr intelligenter Mann. Ich meine wenn er sowas sagt, hat das schon ein wenig aussagekraft.
 
Schon lustig "Schweste Finanzkrise seit 1945" gleich als "Schwerste Weltwirtschaftskrise" hochzupushen...

Es bleibt nicht viel mehr als abzuwarten.

Wenn jeder in Panik gerät, dann ist uns eine WWK sicher...


@EvilMoe: Wenn du noch zusätzlich die Forenregeln gelesen hättest, wärst du mein Held (Stichwort sinnlose Komplettzitate)... aber er schreibt nicht von einer Weltwirtschaftskrise...
Edit: Und nur mal so auch intelligente Menschen können sich irren... intelligente Menschen können auch versuchen bewusst zu manipulieren... Nur weil jemand intelligent ist, heißt das nicht, dass er nur wahre Sachen sagt und nicht vielleicht Dinge aus eigenem Interesse so sagt usw...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Thema Finanz-, Weltwirtschaftskrise moechte ich noch einen Artikel verlinken: hier.



greetz
 
Der € ist stark überbewertet und der Dollar unterbewertet. Durch Spekulationen die in der Vergangenheit getätigt wurden, die mit virtuellen Geldflüssen keinen realen Wert mehr als Gegenstück hatten, ist dann die ganze Sache dann explodiert. Die Hypotheken Krise in den USA war genau so nen Fall.
Alle haben wie wild investiert und auf die großen Gewinne spekuliert ohne Rücksicht zu nehmen, ob die Kreditnehmer auch in der Lage sind diese zurück zu zahlen.
Was ist also passiert? Abschreibung von nicht einbringlichen Geldern in Mrd Höhe.

Europa:
V: Starker Euro ist recht nett wenn man im Ausland (bevorzugt Dollar) einkauft, da man für sein Geld mehr bekommt.
N: Die Exporte gehen zurück, weil sich kaum mehr die Produkte aus dem Euro Raum auf längere Zeit leisten wird können.

Für Amerika wirds eher düster werden. Die Fed senkt die Zinsen, die Inflation wird galoppieren, die Arbeitslosigkeit steigen und die Wirtschaft stagnieren. Ist aber alles eine Folge des fehlenden Vertrauens. Viele Menschen haben ihre Investments verloren und die die noch was hatten, haben so schnell wie möglich verkauft. Panikartig könnte man sagen.

Nachdem die Menschen nach Stabilität suchen, hat sich wieder das Gold als lukrative Anlageform entwickelt, ist aber mehr oder weniger nur ne Gelegenheit sein Vermögen zu parken bis sich die Märkte wieder beruhigen.

Asien wirds zum Teil auch treffen, da diese große Investments in den USA gemacht haben und einen großteil sicher verloren haben. Weiters ist China nicht mehr das Billiglohnland schlecht hin und viele Unternehmen ziehen weiter, kann also passieren, dass dort demnächst dann auch was explodiert, weil der Hype China war auch überzogen.

Weltwirtschaftskrise wirds "hoffentlich" keine, ich vermute mal, Amerika wird am Boden sein, Überschuldet ohnehin (Kriege, etc), Europa wird export probleme bekommen und Asien (China) wird seinen Billiglohnland status verlieren.
 
Genau die Schulden der Banken werden solidarisiert und die Gewinne privatisiert -- da läuft irgendwas falsch. Wenn die Banken Hilfe erhalten wollen müssten sie sich unter eine Aufsichtsbehörde stellen oder Ähnliches.
Zur hypotetischen Weltwirtschaftskrise: Ich sehe da bis jetzt nicht so viele Anzeichen. D.h. im Moment betrifft es nur die Banken, da muss sich zeigen ob oder wie sich das auf andere Branchen auswirkt. die Börse sehe ich dabei nicht als aussagekräftigen Indikator an.

Mfg
 
MrWeedster schrieb:
Zum Thema Finanz-, Weltwirtschaftskrise moechte ich noch einen Artikel verlinken: hier.

greetz

Netter Artikel, wird zum Teil die Grundbegrifflichkeiten der Wirtschaft erklärt. Die persönlichen Präferenzen des Autors würde ich dabei ignorieren, da ich sie für nicht objektiv halte. VWL ist bissel komplexer als er es schildert ;)
 
Gut, dann noch ein Link: hier

[@Freespace]:
Klar, kann sein dass der Author befangen ist - Mag ich gar nicht abstreiten oder sonstwas. Aber dennoch ist sein Artikel, v.a. fuer welche wie mich, die kein BWL Studiert haben, ganz aufschlussreich.
Jedoch muss man schon Nachdenken, wenn der Rogers selbiges empfiehlt.


greetz
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
MrWeedster schrieb:
Was passiert, wenn die Leute Weltweit das Vertrauen in die Waehrung verlieren, und in materielle Gueter umsteigen? Dann kann definitiv nicht mehr von einer US-only Krise gesprochen werden.

Warum sollte das geschehen? Nahezu alle hier zitierten Artikel sprechen von einer amerkanischen Krise und auch davon, daß die nicht erst kommt, sondern schon da ist.

Mal ganz davon abgesehen ist bis jetzt auch nur von einer Banken- bzw. Finanzkrise die Rede, nicht von einer Wirtschaftskrise.

Wenn man natürlich panisch überreagiert und sein eigenes Vermögen möglichst sichern will vor der großen Krise, verschärft man diese noch, weil dann die Flucht in den Sachwertebereich noch stärker wird und nötige Invesitionen, um die Wirtschaft in gang zu halten, ausbleiben.

EDIT:
MrWeedster schrieb:
Gut, dann noch ein Link: hier

Hast Du den Bericht auch gelesen? 1. ist er von einem Investment-Banker, der natürlich selbst betroffen ist, also eine entsprechend einseitige Meinung vertritt. Er selbst sagt ja auch, daß man in Rohstoffe investieren SOLLTE, fördert also die Flucht in Sachwerte!

Zweitens sieht er das ganze eindeutig nicht als Wirtschaftskrise, gegen die man etwas unternehmen sollte:
Was ist so schlimm daran, wenn eine Investmentbank dichtmachen muss – und auch wenn sie das Kaliber einer Bear Stearns hat. Es kann nicht sein, dass wir jetzt die Privilegien junger Investmentbanker sichern, damit sie weiter in ihren Maserati durch die Straßen New Yorks cruisen können. Dafür darben dann 300 Millionen Amerikaner und in der Folge die ganze Welt.
Rezessionen hat es in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder gegeben. Sie sind wichtig, um den Markt von den vorherigen Exzessen zu bereinigen. So hat die Natur etwa regelmäßige Waldbrände eingerichtet, um das Unterholz für neues Wachstum zu lichten. Es kommt uns teurer, einen Abschwung mit Macht verhindern zu wollen, anstatt eine Rezession geschehen zu lassen. Niemand kann wollen, dass der Lauf der Dinge mit Liquiditätsspritzen aufgehalten wird.
 
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