bevorstehende Weltwirtschaftskrise?

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Ich hoffe, daß das nicht geschieht, ich habe gerade massivst in Aktien investiert und von heute uaf morgen 10.000€ verloren. Das wurmt einen schon dann, andererseits sind Aktien auch eine langfristige Anlage.
Die Probleme kommen übrigens nicht von den Banken. Sondern von den Immobilienspeklatne, die einen WIrtschaftszweig nach dem anderen mit "Hineinreißen", diskreditieren und damit in Zahlungsschwierigkeiten bringen.
 
Die Geldmengenpolitik macht die Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank. Sie entscheidet darüber, wie viel Geld in Umlauf gebracht wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Geldpolitik

Zinsen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Wirtschaft. Sie sind der Preis für Geld. Warum sollte ich Dir jemals einen Kredit geben, wenn Du mir in einem Jahr lediglich die Kreditsumme zurückzahlst? Ich trage das komplette Risiko der Rückzahlung und könnte das Geld in der Zwischenzeit für andere Geschäfte verwenden. Der Zins entschädigt mich dafür.

Dass es neben dem Bargeld noch Buchgeld gibt, ist richtig und nicht weiter schlimm. Dazu müsstest Du Dir vielleicht mal ein wenig Grundlagenliteratur besorgen. Es stimmt leider auch, dass hier und da Schindluder getrieben werden kann. Das hängt aber eher von der Gesetzgebung ab, also davon, welche Geldgeschäfte erlaubt sind und welche nicht.

Wenn die Amerikaner Kredite zum Hausbau an Leute verliehen haben, die nicht kreditwürdig waren, dann ist das kein Geldproblem und auch kein Problem der Geldpolitik. Ich würde es eher als leichtsinnige Kreditvergabe bezeichnen. Und wenn die Banken darauf spekuliert haben, dass die Zinsen steigen und die Leute ihre Raten nicht mehr bezahlen können, dann würde ich das fast schon als Betrug am Kunden einstufen.
 
Dein Argument mit den Zinsen ist natuerlich so korrekt - keiner leiht Geld her wenn er nichts dafuer bekommt - Selbstverstaendlich.

Aber das ist ja (jetzt) nicht der Punkt. Mir geht es jetzt erst mal darum, festzustellen, dass mit Zins und Kreditvergaben Geld aus dem nichts generiert wird, das nur auf dem Kontoauszug o.ae. zu sehen ist.

Da dies massenhaft passiert, steigt die Inflation - Denn die Inflation bestimmt ja nur die in umlauf befindliche Geldmenge.

Fakt ist ja auch, dass aus (glaube) 1111,12 Dollar (oder Euro) 10000 Dollar Schuldeinlagen generiert werden kann - Und das ist doch das eigentliche Problem, oder? Woher kommt denn die Differenz zw. erster und zweiter Summe? Richtig, das muessen WIR bezahlen!


Mir geht es jetzt im Moment nur um diesen einen Punkt, und wie du dazu stehst.




greetz
 
@ Natan: Na ja, hat sich ja heute wieder etwas erhohlt (wenn du in Dax Aktien investiert hast). Ich hab mir vorgenommen mein Depot die nächsten 2 Monate mal "ruhen" zu lassen.
Verkaufen geht eh nicht weil Verluste zu hoch, also, was soll die tägliche Aufregung.;)
 
Ja und jetzt fallen die Kurse wieder. Wir befinden uns in einem Bärenmarkt der noch lange andauern wird. Ich gehe davon aus, dass Aktien in den nächsten 10 Jahren schlechter performen werden, als Anleihen.
 
Es ist insofern nicht von einer Weltwirtschaftskrise zu reden, da die USA mitlerweile nicht mehr der einzige (wichtige) Markt auf der Welt sind. Die ganzen Schwellenländer von China bis Brasilien haben ja einen inneren Boom, der zu einem steigenden Wohlstand führt. Und dort wo die Staatsfirmen nicht durch Korruption billig verscherbelt wurden kommt die Rohstoffknappheit und der Export den Menschen zusätzlich auch noch zu gute. Riesige ungesättigte Märkte die den in der Rezession befindlichen USA entgegenstehen.

Sobald der Dollar tief genug gefallen ist, haben die USA auch einen Vorteil durch ihren sehr billigen Hightech Export und die Wirtschaft wird sich in 2 Jahren wieder gefangen haben.
Und dann muss man sich natürlich über die Kreditpolitik in den USA wundern, denn dort sind die privaten Kreditkarten mit ca. 950 Mrd Dollar belastet, und für ca. nochmals 900 Mrd Dollar wurden Autos auf Pump gekauft. Das die Zinsen dort variieren gibt das übrige hinzu und bricht den überforderten Bankkunden dann das Genick.
Es wäre ja auch irgendwie lächerlich wenn ein paar Häuslebauer die Weltwirtschaft *vernichten* könnten. Dies resultiert nur aus der darauf folgenden Panik, der Unperfektion des Menschen, welche man ebenso häufig für das Scheitern eines praktikablen Kommunismus anführt. Darum sollte Wirtschaft noch stärker vernetzt sein. Dies verhindert Kriege und stärk Vertrauen, welches als einziges Panik zu verhindern vermag.

Eine Frage die ich mir die letzten Tage noch verwundert stellte ist, wie ein Unternehmen börslich weniger Wert sein kann (ca. 230 Mio) als das Grundstück und Gebäude des Hauptsitzes .. ohne Mitarbeiter, Einrichtung, Kundenstamm, Einnahmen etc. (~ 900 Mio).
 
Es ist interessant wie jetzt die Wortführer des "freien Marktes" nach den Staat rufen. Die Gewinne einheimsen und die Verluste sozialisieren und dem Steuerzahler aufdrücken, das war und ist schon immer die Methode der Martliberalen.

Was hat es denn für Folgen ? Während die Einlagen der Besitzenden durch die Staatlichen Finanzsprizen geretten werden, folgen demnächst sicherlich neue Kürzung bei staatlichen Leistungen für die Jenigen die ohne Vermögen darauf angewisen sind, mit der Begründung angeblich "leerer Kassen" und "Haushaltskonsolidierung". Ich meine wenn der Staat mal wieder einspringen soll sollte es auch einen gerader Schnitt geben und das Monopolkapital verstaatlicht werden. ;)
 
Dir ist schon klar, dass genau die Teils staatlichen Landesbanken die Milliarden Verluste einfahren.
Die Forderung von Ackermann find ich auch peinlich - hat er aber schon wieder zurückgezogen.
 
Die jetzige Finanzkriese hat aber nur am Rande mit den Landesbanken zu tun. Trotzdem ist die Frage doch berechtigt warum Kapitalisten immer nach dem Staat rufen wenn es für sie schlecht läuft, beim Kassemachen diesen aber lieber raushalten wollen und den "freien Markt" propagieren. Hier muss man doch mal grundsätzlich die Systemfrage stellen, oder ?

Ich meine das dieses in vielen Bereichen zu beobachten ist. Die von Banken verursachte Verschuldung und vom Kapitalismus verursachte Arbeitslosigkeit und dann Zahlungsunfähigkeit der Menschen können völlig überlastete und unterfinanzierte öffendliche Schuldnerbaratungsstellen verwalten. Ein Girokonto bekommen solche Menschen, wenn überhaupt, auch nur noch bei öffendlichen Sparkassen weil Privatbanken mit diesen vom System ausgesonderten Menschen keine Geschäfte mehr machen wollen. Der Staat soll es dann wieder richten.
 
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extasy schrieb:
Die jetzige Finanzkriese hat aber nur am Rande mit den Landesbanken zu tun. Trotzdem ist die Frage doch berechtigt warum Kapitalisten immer nach dem Staat rufen wenn es für sie schlecht läuft, beim Kassemachen diesen aber lieber raushalten wollen und den "freien Markt" propagieren. Hier muss man doch mal grundsätzlich die Systemfrage stellen, oder ?


Klar, die Frage ist aber von den Kapitalisten juengern nicht gewollt.
Die wollen eben ihre grenzenlose Gier befriedigt haben. Und gerade wegen den Aussagen Ackermanns sollte man das ganze System zusammenkrachen lassen - SO kann es doch nicht weitergehen?
Auch wenn der Kollaps jetzt hinausgezoegert wurde - der Crash ist unvermeidlich.
Und je laenger er gezogen wird, desto heftiger wird er kommen.


Und dann werden die tollen, gierigen Banker feststellen, dass man Geld nicht fressen kann.




greetz
 
@ extasy: ..."Die vom Kapitalismus erzeugte Arbeitslosigkeit"...

In den letzten Jahren nehmen immer mehr Märkte an der Weltwirtschaft teil.
Diese Länder sind (platt gesagt) -noch- rückständig. Sie haben (noch) geringe Ansprüche und - geringe Lohnansprüche-

So wie wir nach dem 2. Weltkrieg, da waren WIR Niedriglohnland und hatten den größten Wirtschaftsaufschwung aller Zeiten (Vollbeschäftigung inklusive).

Die Arbeitskräfte in diesen Schwellenländern stellen eine Konkurenz dar.
Explizit stellen sie eine Konkurenz für die gering- Qualifizierten in unserem Land dar.
Hier kann einer von 500 € / Monat tasächlich nicht leben, in anderen Ländern schon.

Stimmst du dieser Analyse grundsätzlich zu und wo siehst du hier eine Schuld beim Kapitalismus?
 
Wenn Banken einen fairen und angemssenen Anteil an sozialer Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen würden so währe es auch möglich das diese in Notzeiten von der Gesellschaft gestützt werden. Bis her jedoch stehen Banken im Kapitalismus nur für Profitmaximierung ohne jedes soziale Gewissen für den maximalen Raibach der Aktieneigner (wohlgemerkt nur für die und nicht für den normalen Sparbuch oder Festgeldanleger). Oder nehmen wir einmal die börsendotierten Versicherungsunternehmen. Diese stehen für hohe Ausschüttungen bei den Aktieneignern aber schlechte Leistungen (z.B. bei der Kapitallebensversicherung) für die normalen Kunden. Das ist aber numal das Prinzip des Kapitalismus das der Raibach auf Kosten der besitzlosen Menschen zugunsten der Aktieneignern realisiert wird. Hier kann eigentlich nur ein grundsätzlicher Systemwechsel helfen.
 
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Aha, also der Besitzlose (mit der Kapitallebensversicherung) hat sich natürlich genau die Versicherung ausgesucht, die ihm die schlechtesten Konditionen bietet. Also nicht eigene Dummheit, sondern Systemfehler.

Sorry, aber mal wieder sowas vom am eigentlichen Thema vorbei. Das war nicht so wirklich die Systemfrage.
 
@HappyMutant
auch du solltest wissen das sich viele gerade bei der Kapitallebensversicherung buchstäblich über den Tisch gezogen werden. Es ist für viele nicht möglich das beste Angebot zu durchschauen und hat mit Dummheit nichts zu tun.

Ich will mich hier auch nicht an diesem Einzelbeispiel aufhängen sondern nur demonstrieren wie dieses System tickt. Und da ist grundsätzlich festszustellen das für den Profit der Aktieneigner der normale Verbraucher bezahlen muss. Das Wohl der Kunden oder gar Mitarbeiter ist für den Kapitalisten absolut nebensächlich. Der Kunde ist halt nur Konsument der eingelullut wird und der die Renditen der Aktienbesitzer sichert. Gerade im Bereich der Finanzdienstleistung wird für den Profit einer kleinen Minderheit betrogen und abgezockt wie sonst nirgendwo.

Das ist nunmal Fakt und es wird immer deutlicher das es am System liegt. :cool_alt: Mit "Besitzlos" meine ich übrigens alle die nicht von ihrem Kapital leben können sondern abhängig Beschäftigt ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

@keskhau
du sagst es "Betrug am Kunden", leider aber mit staatlicher Billigung und Unterstützung durch den Gesetzgeber !! Die Kredite wurden ja nicht aus Nächstenliebe an Menschen mit schlechtert Bonität vergeben, sondern mit der Absicht den Raibach mit der abzusehenden Zwangsversteigerung zu machen. Genau wie bei den verkauften Krediten hier in Deutschland an Hedge-Fonds spekuliert man darauf mit der Zwangsvollstreckung günstig an die Häuser zu kommen die dann gewinnbringend weiterverkauft werden können.

Aber genau das ist es ja was ich immer sage. Der Kapitalismus bestraft alle die Jenigen die mit ehrlicher Hände Arbeit ihr Geld verdienen und belohnt die Jenigen die mit windigen Finzanzspekulationen auf Kosten der Gesellschaft ihr Geld machen.
 
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So, eure sogenannte 'Weltwirtschaftskrise' ist erstmal abgewendet.

module.chart


Das Maximum war bei 1030$, jetzt steht Gold wieder weit unter 950 USD und hat damit den kurzfristigen Aufwärtstrend seit Mitte 2007 erstklassig gebrochen.
module.chart


Nagelt mich nicht darauf fest, was die nächsten Tage kommt, ich bin auch kein Hellseher :freaky:

Trotzdem ist ein rapide sinkender Goldpreis ein hervorragender Indikator dafür, dass das Kapital wieder in den Aktienmarkt läuft und das deutet auf Stabilisierung der Situation hin.
 
Naja, also dass die Kurse hochgehen, war ja mit der Zinssenkung eingehend - soweit klar.

Beim Gold ist es jetzt die Frage - Verkaufen die Anleger, oder evtl. doch die Zentralbanken um den Preis zu druecken, 'heile-Welt' vorzugaukeln und die Anleger wieder zu investitionen hinzureissen?


Wir wissen es nicht - aber man darf gespannt auf die naechsten Tage blicken.



greetz
 
Ob es in naher Zukunft eine erneute Weltwirtschaftskrise geben wird kann ich nicht voraussagen. Es gibt jedoch mehrere beunruhigende Hinweise:

1. Steigender Goldpreis - Kapitalanleger "flüchten" ins Gold aus Angst vor Wertverluste ihres Vermögens.

2. fallender Dollar - europäische Exporte müssen in den USA immer teurer bezahlt werden.

3. Ölpreis steigt - Fast alles hängt in der westlichen Welt vom Öl ab (Transport, Chemische Industrie)

Ich hoffe es bleibt bei diesen Hinweisen.
 
@Odium

Nimm's mir nicht übel, aber Charttechnik ist nur die Kunst, hinterher sagen zu können warum die Kurse in welche Richtung gegangen sind. In meinen Augen völlig wertlos und unnütz. Du brauchst Dir doch bloss mal die Aussagen auf der Homepage von Dr. Schulz anzusehen. Da heisst es immer: wenn, dann, vielleicht usw.
 
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