bevorstehende Weltwirtschaftskrise?

  • Ersteller Ersteller MrWeedster
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Na ja, es kommt halt auf die Definition von "Weltwirtschaftskrise" an.

Zum Vergleich nine eleven vor 7 Jahren. Da gieng der Dax mal eben um ca. 6000 Punkte auf 1000 Punkte runter. Davon hat sich der deutsche (weltweite) Aktienmarkt auch wieder erhohlt. Heute ist der Dax gerade mal um 1500 Punkte insgesamt gesunken. Eventuell gehts noch etwas runter aber erhohlen werden wir uns auf jeden Fall.

Klar gibts einige Verlierer (mein Aktiendepot hat 500 € verloren - Autsch) aber das alles zusammenbricht oder vom großen Knall zu sprechen halte ich für übertrieben.

Es ist halt ne (in den USA) hausgemachte Finanzkriese, die Banken dort haben sich einfach mit den Immobilienkrediten verspekuliert, die Verluste werden jetzt weltweit nach und nach abgeschrieben, Aktienkurse sinken. Danach sind alle schlauer (Banken werden höhere Eigenkapitalfordern, Zentralbanken werden ihrerseits von den Geschäftsbanken höhere Eigenkapitalquoten verlangen). Zack. Das wars. Ende des Jahres ist der DAX wieder bei 8000 Punkten.
 
Wenn die Banken Hilfe erhalten wollen müssten sie sich unter eine Aufsichtsbehörde stellen oder Ähnliches.

Es gibt die Bankenaufsicht, aber die hat nicht funktioniert. Dort sind u.a. zahlreiche Politiker vertreten, die mmn. nicht als fachlich Kompetent einzustufen sind.
Ich denke man sollte dieses Gremium mit zur Verantwortung ziehen.
 
Der Witz bei BearStearns ist ja, dass der Turm von denen ca.800Mio wert ist, JP.Morgan aber nur 200Mio Zahlt. Ich warte ja auf die Gold und Silberralley, wenn meine 25 Oz. Silber die Tausend-Dollar-Marke knacken bin ich zufrieden :freak:
 
Ich fand den Artikel wenig informativ. Bin jetzt auch nicht schlauer als vorher.
Steinbrück fordert irgendwie noch mehr Vernetzung zwischen Politik und Banken, dabei warens grad die Landesbanken die schlecht (Risiko - suboptimal) gewirtschaftet haben.

Er versucht eine schlechte Maßnahme durch überzogene Angstmache zu rechtfertigen.
Bin von dem Mann eigentlich besseres gewöhnt.

Zumal: Bei dieser Krise handelt es sich (für Deutschland) um einen externen negativen Schock. D.h.: Es passiert was schlechtes und wir könnens nicht beeinflussen.--> Konsequenzen ziehen und die eigenen Hausaufgaben machen heißt da die Devise.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wahrscheinlich will er damit andeuten, dass zukuenftig noch mehr Steuerzahler-Finanzierte Finanzspritzen fuer die Banken anstehen.



greetz
 
Na das will ich doch schwer bezweifeln. Da pinkelt er sich ja ans eigene Bein. So eine Forderung würde auch niemand tolerieren. Klar: Die entstandenen Verluste müssen erst mal bedient werden, aber dann würd ich der Politik empfehlen "Finger raus aus dem Bankengeschäft". Dann gibts 1. weniger faule Kredite und 2. müssen wir (Steuerzahler ) nicht haften wenns doch mal in die Hose geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, aber sie koennen sich doch nicht raushalten.

Denn wenn die Regierung eine Bank pleite gehen lassen wuerde, waere die Panik da - Die Leute wuerden zur Bank rennen und ihre Kohle holen wollen, was natuerlich nicht geht.

Und dann - Pam, Krise.



greetz
 
Klar können Sie sich raushalten--> Landesbanken abschaffen. Eine staatliche Kreditanstalt für Studien Kredite, Unternehmensgründer usw...Basta.
Wenn die Volksbank morgen nen Milliarden schweren Kredit aus dem US Immobiliensektor abschreiben muss, dann kann man uns (Steuerzahler) auch nicht zur Kasse bitten.
 
MrWeedster schrieb:
Zum Thema Finanz-, Weltwirtschaftskrise moechte ich noch einen Artikel verlinken: hier.
greetz

Habe den Artikel nochmals bissel genauer durchgelesen und was er so schreibt liest sich ja recht plausibel und schlüssig. Man könnte meinen der Mann hat Recht und versucht zu warnen und im Artikel schreibt er ja selber von der Ignoranz der Menschen etc. bezüglich dieser Sachverhalte die er da für die Zukunft beschreibt.

Ob es soweit kommt, kann auch er nicht sagen bzw. vorhersagen. Ist ein Worse Case Szenario. Der Ansatz mit diesem 70-80 Jährigen Zyklus bei dem jedes Wirtschaftssystem das auf ein entkoppeltes Geldsystem (vom Gold) sich selbst zerstört ist ja alles schön und nett, nur ob es "jedes" mal so abläuft kann auch keiner sagen.
Wobei, ich spreche für mich jetzt, es könnte wirklich passieren. Er beschreibt ja welche Aktionen die Banken machen und das es anscheinend wirklich kaum was hilft die Krise einzudämmen...was für einen Kolaps sprechen würde, wenn alle Mechanismen unwirksam werden.


MrWeedster schrieb:
Gut, dann noch ein Link: hier

[@Freespace]:
Klar, kann sein dass der Author befangen ist - Mag ich gar nicht abstreiten oder sonstwas. Aber dennoch ist sein Artikel, v.a. fuer welche wie mich, die kein BWL Studiert haben, ganz aufschlussreich.
Jedoch muss man schon Nachdenken, wenn der Rogers selbiges empfiehlt.
greetz

Klar der Artikel ist informativ, nur muss jeder für sich entscheiden wie er diese Informationen für sich verwendet. Er schreibt ja selber, viele können sich garnicht retten, weil sie verschuldet sind etc...
Dank dir aber für den Link, hat zum Nachdenken angeregt. Wir werden sehen was die Zeit bringt. Vielleicht solltest du dir diesen Thread für später merken, dann können wir ja sehen was im Endeffekt wirklich passiert ist. ;)

Gruß
 
@keshkau: Ja, richtig, das habe ich aber schon hier gesagt.
Es soll ja auch nur zum Denken anregen und nicht der Weissheit letzter Schluss sein.


Aber hier noch ein sehr interessantes Papier zum Thema Inflation und Geldwertstabilitaet:
hier.

Das zeigt mehr oder weniger auch die Ursache des ganzen auf.




greetz
 
Mir sind die Zusammenhänge geläufig. Ich habe schließlich nicht umsonst bei einem ehemaligen Mitglied des Sachverständigenrates studiert.

Mir fällt nur auf, dass Du schon wieder so eine "Außenseiterposition" zitierst. Denn Roland Baader ist einer der Vorzeige-Liberalen. Siehe dazu sein Buch „Die belogene Generation".
 
Tja, wen soll man denn deiner Meinung nach Zitieren?

Die, die den aktuellen Status hervorgerufen haben, und nun auf biegen und brechen versuchen das Kartenhaus zusammenzuhalten?

Ausserdem: Was spricht gegen seine Thesen?

Wie gesagt: Ich bin absoluter Wirtschaftslaie, und kann nur sehr begrenzt Argumentieren und folgen.



greetz
 
Zu Walter K. Eichelburg:
Zu Beginn bringt er grundlegende Erläuterungen. Die sind in Ordnung. Danach fängt er an, bestimmte Fakten nicht nur zu nennen, sondern vergleichsweise einseitig zu interpretieren, um seine ultimative Empfehlung vorzubereiten. Ich doch klar: Der Mann sitzt auf einem Haufen Gold und Silber und rät den Leuten, dort einzusteigen. Dann steigen die Preise und er kann seine Bestände mit Gewinn verkaufen.


Zu Roland Baader:
Der Hayek-Schüler hat ebenfalls eine bestimmte Vorstellung von der Rolle des Staates. Seine Forderungen sind aber schon ziemlich radikal:
Erstens: Abschaffung der „legal tender“-Gesetze..Es müssten also alle rechtlichen Regulierungen beseitigt werden, mit denen das staatsmonopolistische Geld zum einzig zulässigen „gesetzlichen Zahlungsmittel“ erklärt wird. Zweitens: Zulassung privater Münz-Prägeanstalten. … Drittens: Verfassungsrechtliches Verbot jeder Art von Steuern oder Abgaben auf Wertsteigerungen der Privatmünzen oder auf deren Verwendung. … Diese Geldarten würden also sowohl untereinander als auch gegenüber dem Staatsgeld in einen Stabilitätswettbewerb eintreten
Das wäre das Ende der Geld(mengen)politik.
 
Ok, deine These bezueglich Walter K. Eichelburg ist logisch - er haette daraus Gewinn.

Wo ist aber diese Logik bei Baader? Was soll er fuer einen Nutzen aus dieser Aussage haben, wenn es wirklich so kommen sollte?

Wenn man den ganzen Artikel liest, weiss man ja, dass "Geld die Wurzel allen uebels ist" - Ok, ich kann nicht beurteilen ob es so ist, aber in meinen Augen hat das wohl einen Wahrheitsgehalt - aber wie gesagt: Erst nachdem man den Artikel gelesen hat.
Seine Thesen und Schlussfolgerungen halte ich fuer logisch und nachvollziehbar.



greetz
 
Geld ist natürlich nicht die Wurzel allen Übels. Ohne Geld würden wir ganz schön alt aussehen. Seine Funktionen sind auch unbestritten:
http://www.unipotsdam.de/u/al/mitarbeiter/mette/lehre/bmc1/material/arbeitsblatt_geld.pdf
http://www.informatik.tu-darmstadt.de/BS/Lehre/Sem98_99/T1/index.html

Ich sage ja nicht, dass Herr Baader einen persönlichen Nutzen aus seinen Veröffentlichungen zieht. Er ist eben ein Liberaler durch und durch, was sein gutes Recht ist. Es gibt aber noch andere Meinungen, die sehr von seiner abweichen. Und die sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen.

Schau Dir nur einmal die Verlautbarungen unserer Parteien zur Wirtschafts- und Finanzpolitik an. Da siehst Du auf Anhieb die Unterschiede z. B. zwischen der FDP und der Linken. Beide Stendpunkte sind auf ihre Art vertretbar. Und man kann im Vorfeld schlecht beurteilen, wer im Recht ist und wer falsch liegt. Das hängt nämlich immer von den Grundannahmen ab, die hinter den Forderungen stehen.

Der eine sagt zum Beispiel, man müsse die Nachfrageseite stärken, z. B. durch höhere Transferleistungen (Arbeitslosengeld, Sozialhilfe). Die Gegenseite argumentiert, dass solche Impulse verpuffen und man vielmehr dafür sorgen muss, dass die Angebotsseite wieder an Gewinne glaubt. Nur dann wird sie investieren und Arbeitsplätze schaffen. Daraus resultiert dann eine gänzlich andere Politik.

Mit der Geldpolitik ist es nicht anders. Die einen versteifen sich auf die Bekämpfung der Inflation. Andere nehmen einen Anstieg der Inflation in Kauf, wenn sie der Meinung sind, damit die Wirtschaft ankurbeln zu können.
 
Ich hab mich mal wieder schlecht ausgedrueckt - Natuerlich ist es nicht das Geld an und fuer sich - Sondern, ich glaube, die von dir angesprochene Geldmengenpolitik.

Ich verstehe folgendes darunter, was Baader auch in dem Artikel beschrieben hat:

Naemlich, dass die Banken das Geld, welches die Leute bei ihnen als Kredit nehmen, wieder weiterverkaufen koennen, und daraus Profit schlagen, und dies mehrfach (Verzehnfachung des Geldes).
Ich denke du weisst was gemeint ist - Und das ist die Wurzel allen uebels - der Zins (hoffe ich lieg damit nicht falsch).

Denn daraus wird wieder mehr Geld generiert, das wo anders fehlt. Und das war doch der Schluss von ihm - daraus resultiert die perverse Inflation ueberall in der westlichen Welt.



greetz
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben