Das Fahrrad - eine vielseitige Alternative?

Ok, das war jetzt irgendwie ein klassisches Missverständnis :)
Naja, ich meinte halt, dass ich es seltsam fände, wenn es wirklich so da drin steht. Mir war das aber irgendwie nicht wichtig genug, um es rauszusuchen - ich werde nämlich nach wie vor einfach kurz vorher ein Handzeichen geben und fertig. Das hat immer geklappt und jeder wusste, was ich wollte :D
 
aua hab grad den bußgeld katalog von der vorherigen seite gelesen und bin schockert

ich selbst stamme aus dem süden deutschlands einer kleinen stadt die über keine radwege verfügt daher hab ich mich auch noch nie wirklich mit der verkehrsordnung auseinander gesetzt

jetzt wohne ich nördlich von hamburg und hier gibts überall radwegen und mir fällt spontan auf das ich eine schlechte wahl beim radkauf getroffen habe (eben kein stvo zulassung)

bisher ging alles gut und ich wurde noch nicht angehalten ich glaube aber das mich das weniger kostet als jetzt nochmal nen neues rad zu kaufen oder ?


zum ersten beitrag hier: fahre auch viel mit dem rad es ist praktisch und man bleibt fit :)
 
Interessanter Videobeitrag auf SPON: http://www.spiegel.de/video/video-1020067.html

Am besten ist ja die Dame vom ADFC: "Natürlich gilt für alle das rote Ampeln einzuhalten sind, aber auch hier Rücksicht kommt an, jeder kann mal einen Fehler machen, und vielleicht das eine oder andere Mal das Auge zudrücken würde der Stimmung auch nicht abträglich sein."

Soll man also wenn ein Radfahrer über Rot fährt ein Auge zudrücken? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
 
bei einer gesetztesändernug müsste man keine augen zudrücken :p

m.e. behindern radfahrer keinen wenn sie bei rot rechts (und nur dann!!) abbiegen. lebensmüde finde ich jene die links abbiegen oder gerade aus fahren trotz verkehr.
 
Hab mal ne kleine Frage bezüglich dem Rad.
Muss ich wenn ich tagsüber Fahre nen Licht am Fahrrad haben oder nur Nachts?
Hatte zwar ne Zeit lange eins dran, da ich die Dinger aber immer so schnell zerstört habe habe ich jetzt schon länger nichts mehr dran.
 
Muss ich wenn ich tagsüber Fahre nen Licht am Fahrrad haben oder nur Nachts?

nein, wenn du 10€ einstecken hast falls Du erwischt wirst;), sonst ist es anzuraten weil vorgeschrieben. Andere Fahrzeuge die tagsüber ohne Licht fahren haben es doch auch mit oder?:evillol:
 
Basti87 schrieb:
Am besten ist ja die Dame vom ADFC:

Wo haben die denn die Tusse ausgegraben? Ist ja peinlich.
Meint die jetzt, dass es passieren könnte, dass man unabsichtlich eine rote Ampel überfährt (solche Leute sollten wohl so schnell wie möglich von der Straße runter) oder plädiert sie für eigenverantwortliche Entscheidung, ob man an einer roten Ampel hält oder nicht? Quasi rot = "Wir empfehlen dir anzuhalten, wenn du es aber besser weißt ..."

Naja, ich denk mal dieser Kommentar hat gut in den Beitrag gepasst, von wegen Radfahrer halten keine Verkehrsregeln ein, man weiß ja auch nicht welche Position sie im ADFC bekleidet.
 
Ich klinke mich mal mit ein in die Diskussion. ;)

In der Stadt ist das Fahrrad eine sehr gute Alternative aber es kommt auch drauf an in welcher größeren Stadt man lebt. Ich habe bis jetzt in Heilbronn, Nürnberg, Stuttgart, Heidelberg und Mannheim gelebt. In fast allen Städten davon kam ich mit dem Fahrrad sehr gut zurecht außer in Stuttgart. Da fahren die PKW´s ohne Rücksicht auf Verluste. Hier in Mannheim mache ich im Alltag fast alles mit Rad auch berufliche Termine denn es kam schon oft gut bei den Leuten an wenn sie einen mit dem Rad gesehen haben und noch etwas Schweiß auf der Stirn zu sehen war. Der trocknet wieder und wenn man morgens frisch geduscht hat riecht es auch nicht penetrant. es gibt auch kein schlechtes Wetter es gibt nur schlechte Kleidung. Allerdings hat man es als Brillenträger nicht gerade leicht wenn es am Regnen ist. Es ist nur Wasser und das trocknet wieder.

Hier in Mannheim haben die Radwege ein sehr gutes Netz sodass ich kaum auf der Straße fahren muss. Das finde ich spitze. Allerdings könnte der Zustand der Radwege etwas besser sein aber wer weiß ob da das Konjunkturpaket auch hier mal greift? ;)

Zum Thema Verkehrssicherheit:
Ich habe ein MTB gute 10 jahre alt ohne Schutzbleche, Licht etc. Damit wurde ich noch nie von der Polizei angehalten. Gerade in der Großstadt braucht man ein robustes Rad mit dem man auch mal über Glasscherben fahren kann. Auch werden in der Großstadt viele Fahrräder durch Vandalismus zerstört. Je weniger Angriffsfläche ein Fahrrad hat umso besser. Mir wurden in den vergangenen Jahren schon 2 Räder durch Vandalismus kaputt gemacht. Aber dennoch werde ich mir für den Winter noch für vorne und hinten Stecklichter kaufen aber Schutzbleche und Speichenstrahler? NEVER! :D

Leidiges Thema Autofahrer vs. Radfahrer:
Welcher Verkehrsteilnehmer hält sich an ALLE Verkehrsregeln? Keiner! Mit Rücksicht und Verständnis kann man viel erreichen. Auch ich fahre mal bei Rot über die Ampel wenn ich mal so schön am Rollen bin und die Kreuzung gut einsehbar ist, aber damit habe ich noch nie jemanden gefährdet da ich mich immer mehrfach vergewissert habe ob kein Auto etc. kommt. Was mich aber sehr stört sind parkende Autos auf dem Radweg bzw. parkende Autos neben dem Radweg wo gerade die Leute am ein- und aussteigen sind. Die schauen einfach nicht nach links und rechts, machen die Autotür auf und zu ohne zu schauen, lassen ihre Kinder einfach aus dem Auto raus rennen ohne Rücksicht auf Verluste. Bisher konnte ich immer duch vorausschauendes Fahren Unfälle verhindern aber ganz ausschließen lässt sich das leider nicht.

Fahrrad und ländliche Regionen:
Ich bin selber in einer ländlichen Region aufgewachsen und habe gezwungener Maßen alles mit dem Rad gemacht da unter 18 Jahren und noch ohne PKW Führerschein, ins Fitnessstudio, zum Fussball, in die Schule- Berufsschule, auf Arbeit, im Sommer zum Baden an den See etc. pp. Es ist alles eine Frage des Willens.

Fahrrad und Dinge transportieren:
Lebensmitteleinkäufe kann man wunderbar im Rucksack verstauen, Pakete kann man prima in der blauen Ikea Tasche packen und über die Schulter werfen. Auch hier wieder - es ist alles eine Frage des Willens.

Fazit: Das Fahrrad ist für mich eine sehr gute Alternative zu anderen Fortbewegungsmöglichkeiten. Am besten kommt man weg wenn man alles sinnvoll kombiniert so wie es auch @GreenMamba geschrieben hat. Im Alltag in der Großstadt mit dem Rad/ÖNV, wenn man etwas zu transportieren hat Car Sharing und ich füge noch hinzu wenn man verreisen will kann man das auch prima mit dem Zug oder mit dem Flieger. Ich bin dankbar das es soviele Möglichkeiten der Fortbewegung gibt. Aber keine davon kann die andere ersetzen da alle ihre Vor- und Nachteile haben.
 
AndreasMO schrieb:
... oder mit dem Flieger. ...
OMG Du willst jetzt ernsthaft die schlimmste Umweltsünde des Binnenkontinentalverkehrs als Alternative gegen das Auto vorschlagen? Die von Airbus veranschlagten 3 l pro Passagier und 100 km gelten nur, wenn das Flugzeug seine maximalgeschwindigkeit ud Regelflughöhe bereits erreicht hat, beim Start verpulvert jedes Flugzeug pro Passagier nach wie vor, als der in einem ganzen Jahr mit dem Auto verfahren kann. Also besser Autofahren als fliegen, das schont die Umwelt. ;)
 
Dieser Streit Radfahrer - Autofahrer wird nie ein Ende nehmen, jeder ist der schlimmere Banause. Viele hier kennen ja wohl beide Seiten der Medaille und sind sowohl mit dem Auto als auch mit dem Rad unterwegs. Ich ebenso und im Straßenverkehr kann man ja zeitweise sowieso nur noch schreien. So viele Idioten unterwegs...
In der Stadt ist es mit dem Rad schon deutlich angenehmer, wenn das Wetter in Ordnung ist dann ziehe ich das Rad auch ganz klar vor. In der Stadt ist man damit einfach sehr flink und total flexibel. Rücksichtslose Autofahrer gibt es immer, aber hier in Bonn und Umgebung ist das recht human und ich komme da recht problemlos durch den Verkehr. Leider hat man je nach Straße dem Auto gegenüber keinen echten Vorteil, weil man wirklich mit im Verkehr steckt. Und dann sogar als Radfahrer nicht weiterkommt.
 
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