Extremwetter über Deutschland

Idon schrieb:
Deshalb ja mein Vorschlag: Mehr dynamische Tempolimits.
Auch die würden dir bisweilen mal Tempo 80 vorschreiben, weil einige Kilometer weiter die Leute halt nur noch 50 fahren können (wegen zu hohem Verkehrsaufkommen).
Langfristig hätte das eine ähnliche Wirkung, wie ein allgemeines Tempolimit. Aber die durchschnittliche Geschwindigkeit wäre insgesamt höher als heute, OBWOHL die Heizer ausgebremst werden.

In Punkto Stauvermeidung halte ich das aber auch für eine sehr praktikable Lösung ... ich hätte halt nur gerne obendrein einen Deckel ... spätestens bei 150.

Dynamische Geschwindigkeitsregelungen finde ich gut ... unbegrenzte Autobahnen nicht, denn die tragen aktiv zur Staubildung bei (Zieharmonikaeffekte), da nunmal nicht alle so schnell fahren WOLLEN, wie ihr Auto theoretisch hergibt.

Der USA Vergleich hinkt ... denn der Grund, weswegen in den USA jedes Povinznest einen eigenen Flughafen braucht, ist in Deutschland schlicht und ergreifend nicht gegeben ... hier kannst du Notfalls zu fuss ins Nachbardorf, weil das eben nur ein paar Kilometer sind.
Die Größe der USA hast du sogar selbst angebracht ... genau da liegt der Hase im Pfeffer.

Auch in Deutschland haben wir ein ziemlich gut ausgebautes Schienennetz (zumindest vor den Privatisierungen), da könnte der Aussendienstler seinen Termin unterwegs sogar um einiges effektiver vorbereiten, als am Steuer eines PKW, wäre eventuell bei Ankunft etwas entspannter und das Taxi für die letzten Kilometer ist wahrscheinlich nicht so teuer, wie die Spesenabrechnung für regelmäßige Stopps bei Tank & Rast.
Buchst du erste Klasse, wird das zwar teurer, aber dafür hat der Aussendienstler eventuell einen ganzen Wagon für sich. Platzmangel herrscht eigentlich nur in der 2. Klasse. Wenn die so viel Geld einbringen, sollte es das doch wert sein.
Wenn das Auto die billigste Variante ist, dann läuft mMn ohnehin was fundamental falsch. Wenn es das aufgrund von Steuervergünstigungen ist, dann wäre das eine staatl. Förderung für Umweltzerstörung. Und dabei ist mir dann auch vollkommen egal,wie vielGeld diese Handlungsweeise einbringt ... sie ist kategorisch abzulehnen, wenn man die Unterschrift unter irgendeinem Klimavertrag jemals ernst gemeint hat.

Es gibt Alternativen ... die leider nicht oft genug genutzt werden.
Aber aus der eigenen Verweigerungshaltung kann man ja auch ein Argument gegen ein Tempolimit basteln ... das ist in jedem Fall bequemer.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Idon
Naja, man kann sich halt auch hier und da mal bewusst zurücknehmen und auf einige Vorteile verzichten. Ich pendle zwar nicht täglich oder wöchentlich, aber doch recht regelmäßig zwischen dem Norden und Hessen hin und her, rund 500 km einfache Strecke. Mit dem Flugzeug könnte ich mir da ne Menge Zeit sparen. Ich fahr trotzdem Zug. Das ist nebenbei zwar auch günstiger, aber das juckt mich gar nicht großartig.

Zum Wohle der Allgemeinheit darf man durchaus erwarten, dass einige wenige (denn die meisten fahren ja jetzt schon ohnehin nicht schneller) auf sechs Minuten ihrer täglichen Lebenszeit verzichten können. Kann man ja im Auto auch für irgendwas nutzen. Nachrichten, Hörbücher, Musik hören, keine Ahnung. Jedenfalls würde ich ein solches Opfer für vertretbar ansehen.
 
DerOlf schrieb:
Ich dachte an Technologien, bei denen es seriös abgeschätzt werden kann (bereits in der Entwicklung).
Da kenne ich mich jetzt nicht genug mit dem Patentwesen an sich und dessen Anwendung in der Praxis aus. Ich nehme mal naiv an, dass Firmen jetzt inzwischen schon eher Umweltaspekte berücksichtigen als in der Vergangenheit.

DerOlf schrieb:
Ich dachte dabei zum Beispiel an die "An/Aus-Automatik bei PKW. DIe ist fraglos sinnvoll, um den Verbrauch im Stand zu reduzieren. (…)
Wusste nicht das es sowas gibt. Ich weiß jetzt natürlich auch nicht ob der „An“ Zustand für Außenstehenden erkennbar ist, mein Eindruck ist, das hier kaum irgendwer im Stadtverkehr sowas nutzt. Als Radfahrer oder Fußgänger hab ich die Wahrnehmung meistens im „Mief“ zu stehen. Rein von den Automarken her würde ich mal behaupten das die Bandbreite von „einfach“ bis „Oberklasse“ reicht.
 
@DerOlf

Die dynamischen Tempolimits legen heute ja auch bereits Tempo 60 etc. fest und das ist auch sinnvoll.

Ich habe den (aus meiner Sicht unpassenden) USA-Vergleich nicht in die Diskussion eingeführt. :)

Das Hauptproblem der Bahn ist die fehlende Zuverlässigkeit. Wenn ich einen ICE für 15:30 von Stuttgart nach Hamburg buche, dann muss der ICE auch um 15:30 von Stuttgart nach Hamburg fahren. Und diese Sicherheit habe ich in Deutschland nicht. Ich bin eine ganze Weile mit der Bahn (ICE/IC) auf einer Schnellfahrstrecke gependelt, das war die absolute Katastrophe. Vier von fünf Tagen die Woche hat irgendwas nicht funktioniert (falscher Zug, also IC statt ICE, Verspätung, Ausfall, auf der Strecke stehengeblieben...).

Wenn ich jetzt Zug fahre, was ich zwischen großen Städten oder auch für Städtereisen innerdeutsch und ins nahe Ausland immer mache, dann natürlich 1. Klasse. Und die ist eigentlich auch immer gut besucht. Da stören mich die Unzuverlässigkeiten aber nicht so sehr wie im Berufsleben, da keine Termine davon abhängen.

@OdinHades

Und da sind wir beim Punkt: Für lächerlich wenige 1,9 Mio Tonnen (es sind in der Praxis weniger...) sollen also die, die Pendeln müssen (das machen die meisten ja nicht freiwillig, sondern weil Arbeit und Wohnort auseinander liegen), ihre Lebenszeit opfern. Finde ich schwierig. Und widerspricht auch dem Abwägungsurteil des BVerfG.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH
SE. schrieb:
Wusste nicht das es sowas gibt.
Das gibt es schon eine ganze Weile und entstand wohl, weil die Autofahrer selbst die Motoren ausgemacht haben, um bei längeren Standzeiten weniger zu verbrauchen (natürlich gings dabei eher um den Geldbeutel, als um die Umwelt ... ist aber eigentlich immer das selbe).
Die Industrie hat das aufgegriffen, Automatiken entwickelt, und mittlerweile wird es mMn etwas übertrieben.

Ich halte es aber auch für möglich, dass sich Autofahrer sebst dazu entscheiden, diese Systeme so scharf wie möglich einstellen zu lassen. In dem Fall wäre das ein Aufklärungsproblem.

Meine Empfehlung: Macht die Automatik aus, wenn das geht, und kümmert euch wieder selbst drum.

Ich erlebe das fast täglich, dass ein Auto neben mir aus und sofort wieder anspringt ... und das ist besagte Automatik.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sedot
Binalog schrieb:
als auch beim Verbrauch (wie oben dargelegt).
Das glaube ich wiederum nicht da Stau und stockender Verkehr ebenfalls einen hohen Verschleiß bringen.
bl!nk schrieb:
Übrigens genauso wie beim Klimawandel, der von AfD-Fuzzis ja auch gerne in Frage gestellt wird.
Da sind mir aktuell keine Fälle von bekannt und das manche Anzweifeln wie es zum Klimawandel kommt ist darin begründet das Forschung betrieben wird die durch weitere Erkenntnisse andere Ergebnisse bringen wird.
Skaiy schrieb:
Wir verzichten komplett auf ein Tempolimit und stellen ab 20xx nur noch Autos her, die maximal 130 km/h fahren.
Das sind aber Eingriffe in die Freiheiten der Bürger und deshalb wird es da kein weltweites Abkommen aller Autohersteller die in Europa tätig sind geben.
Idon schrieb:
Es ließen sich auch viele Umweltschadstoffe einsparen, wenn das Fahren reibungsloser funktioniert. Beachtung des Rechtsfahrgebotes, grüne Wellen, weniger Stauschwerpunkte, Entzerren der verschiedenen Verkehrsarten (Schiene, motorisierter Straßenverkehr, Fußgänger/Radfahrer).
Diese Sachen zu optimieren kostet Geld und verringert Stau was nicht gewünscht ist.
DerOlf schrieb:
Ich frage mich, ob das den Verbrauch wirklich noch senkt, oder ihn eher nach oben treibt.
Ich einigen Fällen schon nur muss dafür die Ampelphase lang genug sein.
DerOlf schrieb:
In einigen Ländern sagen einem die Ampeln, wie lange sie noch rot sein werden ... das versetzt den Fahrer n die Lage, selbst zu entscheiden, ob es sich lohnt, den Motor für die verbleibende Standzeit aus zu machen.
Das wird in Deutschland nicht kommen da dafür der Wille in der Verwaltung fehlt und der Fahrer damit zu viel Informationen bekommt die ihn bei Entscheidungen nützlich sein könnten.
Idon schrieb:
Deshalb ja mein Vorschlag: Mehr dynamische Tempolimits.
Das wäre gut da dies die Beachtung der Verkehrszeichen erhöht und bei uns nach einer Einführung wegen zu hoher Unfallzahlen diese extrem stark gesunken sind.
 
Idon schrieb:
Und da sind wir beim Punkt: Für lächerlich wenige 1,9 Mio Tonnen (es sind in der Praxis weniger...) sollen also die, die Pendeln müssen (das machen die meisten ja nicht freiwillig, sondern weil Arbeit und Wohnort auseinander liegen), ihre Lebenszeit opfern. Finde ich schwierig.
Ich fände es auch schöner, die Unternehmen für die Pendelei in die Pflicht zu nehmen.
meiner Meinung nach sollten die Kosten dieser pendelei nicht auf die Angestellten abgewälzt (und dann beim Staat zum Teil wiedergeholt) werden können.

Hier entstehen gerade Siedlungen nahe neu aufgebauten Industriestandorten, die auch dafür sorgen sollen, dass die Menschen näher bei der Arbeit wohnen können. Die Zielgruppe sind aber wohl eher Niedriglöhner, die sich von ihrem Lohn wahrscheinlich eh keine Pendelei leisten könnten. Solche Schritte werde eben notwendig, wenn es nicht mehr viel prekärer geht.

Weg mit der Kilometerpauschale ... die sollte durch einen Lohnaufschlag ersetzt werden, welcher zu 100% vom Arbeitgeber getragen wird.
Wenn das Pendeln für den Pendler nichts mehr kostet, sondern ausschließlich den Unternehmen zur Last fällt, wird das ganz von alleine weniger werden ... so zumindest meine These, denn momentan kann den Unternehmen komplett wumpe sein, wie weit die Angestellten pendeln müssen. Die haben nichtmal was damit zu tun, ob eine Kilometerpauschale korrekt abgerechnet wird (das ist Sache des Lohnsteuerjahresausgleichs).
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie soll das gehen? Wir wohnen in der Nähe meines Arbeitsplatzes, aber meine Frau fährt jeden Tag einfach 45km zu ihrem Arbeitsplatz. Wir könnten ja auch dorthin umziehen oder in die Mitte - warum sollte der Arbeitgeber für die Lebensentscheidungen seiner Angestellten aufkommen?
 
Idon schrieb:
warum sollte der Arbeitgeber für die Lebensentscheidungen seiner Angestellten aufkommen?
Weil er von deren Arbeitskraft profitiert.
 
@Idon:
Im Rahmen der zu treffenden Regelungen für bestehende AVs und nach Einzelfallprüfung sollte das möglich sein.
Mit den eigenen Lebensentscheidungen muss das Individuum dann halt leben.
Angeblich ist es ja auch kein Problem, einen anderen Job zu finden, wenn man wirklich will.

Es ging mir natürlich nicht darum, dass die Unternehmen dann als Kostenminimierungsmassnahme massenhaft Pendler rausschmeißen. Dem müsste mMn schon im ersten Gesetzesentwurf ein mehr als deutlicher Riegel vorgeschoben werden.

Es geht mir mehr um ein (aus heutiger Perspektive künstliches) zusätzliches Einstellungshindernis, weil der, der 100km pendeln muss, eben einfach etwas teurer ist, als der, der nur 25km pendelt.
Sowas kann man z.B. in einem Gesetz regeln, in dem man es nur auf "neue" Arbeitsverträge anwendet. Wie das bei verschiedenen anderen Dingen ja auch schon läuft (z.B. beim Renteneintrittsalter ... da entscheidet das Geburtsdatum).

Es geht mir dabei nicht um ein Hau-Ruck-Verfahren, sondern um die langsame Entwicklung weg von der Pendelei, denn die ist mMn 1. unnötig und 2. alles andere als gut für die Umwelt und das Verkehrsaufkommen.
Die Pendelei kostet vor allem Zeit und das wirkt sich negativ auf die work-life-balance aus, vor allem wenn dann noch geforderte bzw. notwendige Überstunden sowie die normalen Staus dazu kommen.
Ich kenne einige Menschen, die im Grunde jeden Tag fast 16 Stunden nur mit Arbeit und Fahrten beschäftigt sind. Zeit für Familie haben die im Grunde nur im Urlaub.
Und der einzige, der davon wirklich hart profitiert, ist das Unternehmen, für das sie arbeiten.

Wenn es negative Folgen hat, dass so viele Menschen Pendeln, dann sollten die Kosten dafür mMn auch von den Unternehmen getragen werden, die sich Jahrzehnte einen feuchten Dreck darum kümmern mussten, ob ihr Angestellter morgens um 3 aus dem Bett muss, weil um 8 in der Firma zu sein hat.
Natürlich würde im Gegenzug der potenzielle Arbeitnehmer seine Attracktivität durch einen arbeitsplatznahen Wohnort steigern können.

Mal ein persönliches Beispiel ... ich fahre mit dem Bus zur Arbeit (kosten ca. €60,- im Monat) ... eine Kollegin wohnt direkt auf der anderen Strassenseite. Faktisch habe ich von meiner Arbeit weniger als sie, weil ich eben nicht Wohnortnah arbeite (aber ich mache nichts anderes als sie). Ich hätte jeden Monat 60,- mehr zur Verfügung, wenn ich in dieser Gegend eine Wohnung finden würde. Leider sieht das da momentan genauso mau aus, wie im restlichen Stadtgebiet ... jedenfalls wenns um erschwinglich geht (meine Kollegin stockt auf ... primär wegen der Wohnkosten in der Gegend).
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sieht mMn anders aus, als die Abschiebung jobrelevanter Kosten auf den Arbeitnehmer.
Job-Ticket ... Muhahaha ... man sollte nicht glauben, dass ein Gierhals auch nur ansatzweise interesse daran hat, sich an den Fahrtkosten der Belegschaft zu beteilgen, solange ihm die nicht aus genau diesem Grund wegläuft.

Ich habe gelernt, dass sich die Wirtschaft nur auf eine Weise in eine gewünschte Richtung steuern lässt ... mit geld ... dem einzigen wirklich wirksamen Motivator in dieser Denke. Wenn man will, dass die eine Handlungsweise nicht mehr zeigen, dann muss man diese Handlungsweise unglaublich teuer machen, und auch jede art von Erleichterung verweigern. Das ist halt so ein bisschen, wie bei einem störrischen Esel.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DerOlf

Das führt aber dann doch zwangsläufig dazu, dass sich Firmen in den großen Städten ansammeln und Firmen aus kleineren Städten und Gegenden bzw. Gewerbe- und Industriegebieten abwandern, da die Pendelkosten dort (viel) höher sind.

Erfolg sehe ich da nicht. Man möchte ja gerade die Regionen erhalten und keine Industriestädte wie in der VR China oder auch Frankreich.
 
ModellbahnerTT schrieb:
Da sind mir aktuell keine Fälle von bekannt und das manche Anzweifeln wie es zum Klimawandel kommt ist darin begründet das Forschung betrieben wird die durch weitere Erkenntnisse andere Ergebnisse bringen wird.

Stimmt, ich habe das "menschengemacht" nicht mit aufgeführt.

Es besteht inzwischen ein breiter Konsens, der sich durch die Forschung der letzten 30 Jahre nur weiter verfestigt hat. Die Gegenstimmen sind immer weniger geworden, weil die Datenlage immer mehr Zweifler überzeugt hat. Jetzt sollen auf einmal nach Jahrzehnten der Forschung auf magische Art und Weise irgendwelche Erkenntnisse kommen, die das Bild komplett umdrehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, ist sowas von gering, da kann niemand mit auch nur etwas Verstand ernsthaft dran glauben. Das ist wieder die gleiche Argumentation von gestern, wo einfach eine Behauptung aufgestellt wird, die mit nichts hinterlegt ist, um für die eigene politische Agenda Zweifel zu säen! Man könnte auch einfach zugeben, dass einem der Klimawandel egal ist, aber dadurch lässt sich ja nichts beeinflussen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
@Idon
Eine Konzentration wäre ökologisch aber durchaus wünschenswert.
Was hat denn die Firmen überhaupt erst aufs Land gezogen ... doch nichts weiter, als die geringeren Kosten für z.B. den Kauf und die Erschließung von Bauland und den Transport von Ressourcen und Waren. Es ging dabei immer nur um billig (was der Kunde dankbar annimmt), der Umwelt steht die Wirtschaft nach wie vor eher feindlich gegenüber.
Ich wohne im Grunde in einem Stadtviertel, welches lange Zeit von der Firma Dürkopp beherrscht wurde.
Die Industriebauten stehen hier noch immer und werden zu einem großen Teil auch noch von Unternehmen genutzt (z.B. von KPMG), es fährt eine Strassenbahn direkt durch das alte Werksgelände. Es gibt zwei Haltestellen (eigentlich 3), und von denen ist man bis zum Frmeneingang nichtmal 5 Minuten unterwegs ... aber ich denke, von den Angestellten bei KPMG wird wohl niemand die Öffies nutzen ... die parken ihren Stadtpanzer dann lieber in zweiter Reihe und blockieren damit die S-Bahn ... schließlich sind sie ja auch nur kurz hier, bevor sie dann zum nächsten Einsatzort gurken.

Statt sich immer nur über desolate Strassen, steigende Spritpreise und lange Staus zu ärgern, sollte man eventuell nach Alternativen zur "Individualmobilität Xtreme" suchen .... eventuell ist das dann nicht ganz so bequem, aber auf lange Sicht ist es einfach besser für uns alle ... sogar für die, die gerne mal wieder tagsüber eine freie Autobahn sehen würden ohne dafür nach MegVoPo fahren zu müssen.
Solange alle nur mit dem Auto fahren wollen, wird es eng bleiben, bis ganz Deutschland eine einzige Betonwüste ist.

Die Unzuverlässigkeit der Öffies hat zumindest innerstädtisch auch mit dem privaten Verkehrsaufkommen zu tun. Auch ich plane termine ... aber ich plane sie so, dass ich im Idealfall 30 - 60 Minuten zu früh da bin ... denn das ist mir lieber, als 15 Minuten zu spät zu kommen, weil die Individualmobilität mal wieder alles verstopft hat.
Meiner Meinung nach, sollte man den Innenstadtbereich nur noch mit spezieller Sondergenehmigung mit dem Auto anfahren dürfen. Die Öffies sind dafür gut genug ausgebaut, und wenn nicht mehr in jeder Kurve 2 Tonnen Blech hängen, werden die Öffies auch zuverlässiger.

Ich bin übrigens auch viel ICE gefahren und hatte nie Probleme damit.
Nach Plan wäre mein Zug z.B. um 19:00 losgefahren ... aber da auf der Linie gerade 2 Stunden Verspätung angesagt waren (wie sooft auf der Strecke Bielefeld - Hannover - Hamburg - Kiel), habe ich dann eben den 17-Uhr-Zug genommen ... ich bin auf diese Weise meist sogar Fahrplanmäig angekommen (also so, wie ich hätte ankommen müssen, wenn der 19-Uhr-Zug keine Verspätung gehabt hätte).
Ich habe meist ein 19-Uhr-Ticket gekauft (Kosten damals ca. 70,-), und mit dem Ding war man eben nicht auf einzelne Strecken oder Züge beschränkt (wahrscheinlich gibt es solche "netten" Angebote mittlerweile nicht mehr ... oder sie kosten 10mal so viel).
Eventuell hattest du einfach nur riesiges Pech ... ich war viel mit Zügen durch Deutschland unterwegs, und bin nur ein einziges mal wegen eines Lokschadens auf offener Strecke stecken geblieben.
Verspätungen plane ich ein ... schon mein ganzes Leben lang.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DerOlf

In Deutschland sind Firmen deshalb auf dem Land, weil sie sich dort über die Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt haben. Aus dem Metzger wurde der Fleischverwertungsbetrieb, aus der Dorfschmiede der Maschinenbauer, aus dem Copyshop der IT-Spezialist.

Deshalb haben wir ja so viele wichtige Hidden Champions fernab jeglicher Autobahn oder Eisenbahn.


Auch viele Angestellten bei KPMG fahren mit den Öffentlichen, keine Sorge. :)


Wenn du jeden Tag 3-8 Termine hast, dann kannst du nicht zu jedem Termin 30 Minuten zu früh sein. Ich plane meine privaten Termine auch so, aber das ist eben meine private Lebenszeit, die ich als Luxusgut investiere, weil mir Pünktlichkeit sehr wichtig ist.

Ich bin über viele Monate zwischen zwei großen deutschen Hauptbahnhöfen gependelt. Ohne Zwischenhalt. Ohne Dauerbaustelle auf der Strecke. Deshalb maße ich mir da ja Mitsprache an.
 
Idon schrieb:
(...)
Das lässt vermissen, dass nicht stets um des Schnellfahrens schnell gefahren wird, sondern aus Zeitersparnis.
(...)
Das ändert nichts an den physikalischen Zusammenhängen.

Leitet man die Zeitersparnis von mittels v = s/t ab, dann folgt:

Aus 23 % Zeitersparnis folgen:

+ 51 % bei Bewegungsenergie und Bremsweg

+ 37 % beim Verbrauch

wie in #712 klar dargelegt.

Schnelles Fahren ist ineffizient hinsichtlich Unfallwahrscheinlichkeit, Unfallfolgen und Verbrauch. Das ist sowohl die theoretische Grundlage als auch durch Messergebnisse (siehe #712) und Statistiken (siehe 714) belegt.

Je schneller desto ineffizienter wird es. Das ist Physik, da beißt die Maus keinen Faden ab.
 
Wenn er mit dem Starship oder ähnlichem aus der Atmosphäre rausfliegen würde bevor er die Reise beginnt hätte er das Problem mit DER Physik nicht, da oben ist die Luft so dünn :D




Soll er von mir aus schnell fahren, mein Wunsch wäre nur, das das mit erneuerbaren Energien komplett Klimaneutral erledigt werden kann. Elektrowagen kommen nur bestimmte mit viel Leistung und großer Kapazität in frage sind aber durchaus vorstellbar. Laden ginge ja in der Zeit in der nicht gefahren wird.

Alternativ ginge selbstverständlich auch Wasserstoff betriebene, die gingen (noch) schneller nachzuladen - mitten auf dem Weg. Jedoch ist die Tankstellensituation derzeit nicht zu gebrauchen.
Zu bedenken sind dabei auch ggf. die höheren Verluste bei der Umwandlung.
 
Zuletzt bearbeitet:
ModellbahnerTT schrieb:
Da wegen der Akkus und anderen Sicherheitsaspekten sollten Auto besser nicht wieder leiber werden und man lieber auf verbreiterung der teilweise bereits überbreiten Fahrradwege verzichten.
So ein Unsinn. Es sterben nicht weniger Menschen bei Autounfällen weil alle mit Panzern durch die Gegend fahren und den Akkus ist es egal wie breit ein Auto ist. In den meisten Stadtgebieten gibt es nicht mal ein vernünftiges Fahrradnetz. Die Holländer machen es uns hier vor.
Idon schrieb:
Mein Szenario beschreibt die Zeit ab 2022 und Spritpreisen >2 Euro. Und in welchem Jahrhundert spielt dein Szenario?
Defintiv später denn so schnell werden wir die Luft nicht sauberer oder weniger schädlich bekommen. Was den Spritpreis angeht weiss niemand wann wir die 2 EUR Marke knacken nur das es irgendwann der Fall sein wird. Sollten die Grünen in der Regierung sitzen dann zusammen mit Koalitionspartnern und soweit ich weiss sind sie die Einzigen die das Ganze mit einer Ausgleichszahlung fahren wollen. Da die oberen 10% der Bevölkerung etwa soviel CO2 ausstossen wie der Rest ist es im Prinzip eine Reichensteuer, eine Umverteilung von oben nach unten. Die deutsche Durchschnittsfamilie der mittleren und vor allem unteren Einkommensschicht, wenn es sowas überhaupt gibt, hat durch die Preiserhöhung sogar mehr Geld im Monat zur Verfügung.
Für Interessierte.... klick
Idon schrieb:
Seit Corona sind Transportpreise ein spürbarer Faktor. Wann gehen denn die ganzen Fabriken in Europa in Betrieb? Übermorgen? Und wann sind die neuen Geräte produziert? Anfang nächste Woche?
Mit Corona sind die Transportkosten defintiv gestiegen, soweit richtig. Aber der Faktor 0,4 statt 0,35 führt zu keinem spürbaren Anzug der Endkundenpreise. Haben die restlichen Fragen irgendeinen logischen Bezug...oder Sinn?
Idon schrieb:
Nur mal zwei der Beispiele. Du redest über eine theoretische, fiktive Zukunft. Meine Punkte haben konkret in naher Zukunft bestand oder sind bereits Probleme.
Nein, deine Punkte sind nichts anderes und wenn du dich fiktiver Szenarien bedienst, dann darf ich das wohl auch. Ich denke das ich Teil des Problems das Du tatsächlich daran glaubst.

Zur Erheiterung und weil es gerade passt.
Karikatur.jpg
 
Kleiner Erfahrungbericht:
Wenn man der langsamste auf Staugeplagten oder einfach nur viel befahrenen Straßen ist, hat man den Stau (fast) immer hinter sich :-)
Und den Stau hinter sich zu haben ist für mich viel entspannender als hinter irgendwem hinterherzufahen in der Hoffnung, gleich überholen zu können und dann sind ja immerhin 70m oder so bis zum nächsten, den ich überholen kann..
:hammer_alt: (Bitte nicht als Angriff nehmen. Das ist definitiv eine Erfahrung meinerseits und könnte bei auch gaaanz anders sein :D )
 
@Binalog

Ich weiß nicht, warum du das wiederholst. Dem hat doch niemand widersprochen. Das Argument scheitert daran, dass das Tempolimit dann nicht 50 km/h ist. Dein Argument: Ja, aber es sind ja Fernwege. Na und? Ist trotzdem ineffizient.

@Buttkiss

Okay, dir scheinen keine aktuellen Transportpreise vorzuliegen. Kein Problem.

Was du "fiktive Beispiele" nennst ist bereits Realität. Deshalb habe ich dich ja gefragt, wann du meinst, dass deine Beispiele zum Tragen kommen.


@Alexander2

Dann fährst du halt irgendwie falsch Auto. Oo Wenn die Autobahn voll ist, dann hält man halt nicht immer digital auf den nächsten drauf.
 
Zurück
Oben