Endless Storm schrieb:
Bringt das Kopflose denn spürbare Vorteile gegenüber der Kopf-Version?
"kopflos" wäre sicher noch besser...sic (also nicht mit heatspreader, sondern "direct Die")
Aber ja, Flüssigmetal zwischen Die und Heatspreader bringt was. Zuweilen bis zu 10 Grad oder gar noch niedrigere Temperaturen als ohne. Vorrausgesetzt, der CPU-Kühler darauf kann die Wärme auch schnell und effektiv abführen., Was widerum auch von der Siutation im Gehäuse abhängt. Wenig Durchlüftung und Entlüftung resultiert in einem Akkumulationseffekt von Wärme, weil der CPU-Lüfter immer wärmer werdene Luft ansaugt. Da hilft dann auch Flüssigmetall irgendwann nichts mehr.
Flüssigmetal ist selbst in Mikro-PC`s (1-1,5 Liter Gehäuse) nützlich. Selbst, wenn der Kühler darüber nur ein stück Alu oder Kupfer mit rudimentären Rippen ist (Dünn und klein). Während man irgendwann mit höherer Lüfterdrehzahl keine bessere Kühlung erreicht, wenn die Wärme eh nicht effektiv vom CPU-Die abgeführt werden kann, ist mit Flüssigmetal an der Stelle kein Flaschenhals (oder eben geringer) und schnellere Lüfterdrehzahl bringt auch was.
Ein i3-10100T im Shuttle DH410 läuft so länger mit vollem oder gar höherem Takt, weil keine (oder spätere) Thermische-Drosselung stattfindet. Wobei die Spec-TDP dann begrenzt. Wenn ich mich richtig errinere, lief die CPU auf 3,3 GHz dauerhaft allcore-Last (und nicht auf nur 3,0 GHz, wie spec). Die haben aber auch 90 Watt Netzteile vorgesehen, und nicht nut 65 Watt, wie bei vielen anderen Mikro-PC´s. Was meint, das Shuttle die Specs des Systems und die Steuerung der CPU anders handhaben kann. T-CPU´s laufen auf Desktop-Mainboards auch nicht strickt nach 35 Watt TDP-Spec, sondern etwa auf einem Asrock H510 läuft eine 11500T CPU in der Regel mit 1,7- 2,2GHz etwa, anstatt mit 1,5 GHz, wie Spec.
Ich meine nur, das "was bringts" eben nicht einfach sofort in "überdeutlichen" Ergebnissen zu erkennen ist und die Vorteile manchmal nur rudimentär oder gar nicht existent scheinen, aber irgendwo ein Vorteil versteckt ist.
In Ultrabooks ist oft eine durchaus fähige CPU mit hohem Boost-Takt verbaut. Wie ernüchternd es ist, wenn die CPU dann in den Spec-Takt geht (1,5 GHz oder so), weil davor das System so flüssig und schnell lief. Das ist im Prinzip das Selbe, wie wenn die Thermische Drosselung weniger in den Takt eingreift...und dann eben ein paar Hundert MHz mehr anliegen.
Für einen Dualcore im Office-System scheint sich Flüssigmetal nicht wirklich zu lohnen, oder?.... ich habs aber doch gemacht (i3-7100 im 5 Liter Gehäuse) und das resultierte in einem ruhigeren Betrieb, weil die Lüfter weniger schnell drehen müssen. Und naja, auf Laufruhe (oder totale Stille) käme es am Office-PC ja sowieso an.
Für solche Situationen haben manche Mainboard-Hersteller eine Art "Offset" für das Ansprechen der Lüfterdrehzahl integriert, die dann das Hochdrehen der Lüfter verzögern, denn wenn die CPU in Volllast geht, geht auch die Temperatur sprunghaft hoch. Aber Office-Systeme haben nur sehr kurzzeitige Volllast-Zeiten. Mein I3-7100 war auf einem Asrock verbaut, das keine solche Verzögerung bietet. Also musste ich das Problem anders lösen, das sofort, wenn die CPU sporadisch mal Volllast läuft, die Lüfter auf 100 % gehen. Und Flüssigmetall war eine Maßnnahme (weniger steiler Anstieg der Lasttemperatur), eine andere war, einen NH-L9x65 zu verbauen und den CPU-Lüfter nicht pushen lassen, sondern durch den Kühler saugen und die Abluft dann mit einem Airduct aus dem Gehäuse leiten.. Und eine Zwangsbelüftung (80mm Lüfter, der immer auf 800-1000 u/min) läuft und Luft ins Gehäuse presst, und etwas mit der CPU-temp steigt.), was darin resultiert, das eine niedrigere Umgebungstemperatur im Gehöuse herrscht, was immer positiv ist, aber bei Tempspikes eben eine effektivere Kühlung garantiert. Die Durchlüftung so zu gestalten, das immer genug kalte Luft für CPU vorhanden ist, ist relativ laut...in der Regel.
Kurze Spikes der CPU -Temp muß man dann nicht mehr mit schneller Lüfterdrehzahl parrieren. Und man kann dann die Lüfterkurve bei 60-80 Grad auf 100% einstellen. Das System war dann nicht zu hören.
Insofern ist es fast immer lohnenswert.