Geht die Jugend kaputt?

@Takeme2

Ich kann in diesem Thread zwar keine Ausländerfeindlichkeit entdecken, aber vielleicht mal was zum Thema. Das Ausländer mehr Straftaten begehen ist statistisch erwiesen. Und soll ich Dir was sagen: Schuld daran sind wir Deutschen.

Deutschland hat über viele Jahre eine Ausländerpolitik gefahren, sodass wir nunmal einen hohen (vorallem türkisch-stämmigen) Ausländeranteil bekommen haben. Soweit habe ich damit kein Problem. Allerdings wurde eine vollständig gegenläufige Bildungspolitik betrieben, welche überhaupt nicht auf Ausländerintegration ausgelegt war/ist.

Wie soll ein deutschstämmiger Deutschlehrer, der nie ein Wort türkisch gesprochen hat, einem Türken, der kaum ein Wort Deutsch kann, Deutsch beibringen? Dies funktioniert nicht. Das mangels Sprachkenntnissen andere Fächer auf der Strecke bleiben ist völlig normal. Türken sind nicht dümmer als Deutsche.

Daher finde ich - auch wenn das jetzt wieder rassistisch klingen sollte - das türkische Schulen bzw. auf Integration ausgelegte Schulen eingeführt werden müssten. In diesen Schulen müsste Deutsch gelernt werden (klar), aber vorallem auch andere Fächer bei mangelnden Sprachkenntnissen erstmal in der jeweiligen Muttersprache fortgeführt werden, bis die deutsche Sprache sitzt. Das Deutschlernen erstmal als begeleitendes Fach - alle anderen Fächer erstmal in Muttersprache. Ich hoffe meine Logik ist nachvollziehbar. :)

Dann würden Ausländer auch bessere Schulabgänge bekommen und die Sache mit der Kriminalität würde sich von alleine erledigen.
 
interactive1 schrieb:
@Kottenpipel

Grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Wir machen es uns aber zu einfach, wenn wir alle Probleme auf ein schlechtes Bildungssystem schieben. Zu meiner Schulzeit war das Bildungssystem nicht viel besser als heute und trotzdem hatten wir eine Abgangsquote mit erfolgreich bestandenem Schulabschluss von 100%.

Ich glaube das die Gesellschaft und deren Message die wir der Jugend mitgeben mittlerweile eine ganz andere ist. In Zeiten in denen Menschen in Hartz IV geparkt und perspektivlos zurückgelassen werden - wie will man da die Jugend motivieren? Viele resignieren noch lange vor dem Schulabschluss, weil ihnen im täglichen Umfeld beigebracht wird, das sie eh keine Chance haben. Keine Ausbildung, kein Job - Hartz IV.

Hinzukommt das viele Eltern selbst schon resigniert haben und daher auch nicht genügend Motivation in den Kindern wecken können.

Und dann schaut doch mal in die Medien - wie soll man bei diesen ganzen Social-Reality-Soaps nicht verböden!? Dort werden einzelne Lebensgeschichten und Schicksale vor einem Millionenpublikum ausgebreitet und der Anschein erweckt, das dies alles normal ist. Je öfter ich gesagt bekomme es ist alles scheiße, desto mehr glaube ich doch schließlich auch daran und desto weniger muss ich mich doch anstrengen, oder?

War das Bildungssystem früher wirklich nicht anders?
Heute ist es so das die Lehrer einen auf die Deckel bekommen wenn die die Stimme mal deutlich bebend erheben bzw, eine Kreidestück auf einen Schüler schmeißen.

Selbst bei meiner Schulzeit kenne ich es noch das man bei den ein oder anderen Lehrer als Strafe fürs nicht ruhig sein mal eine ganze Buchseite abschreiben durfte - am selben Nachmittag in der Schule! (Heute würden die Eltern wohl gleich alles verrückt machen weil das liebe Kind nicht nach Haue kommt und zur Polizei rennen)
Oder das man eine Hausaufgabe auferlegt bekam die kontrolliert wird!
Mit Kreide hatten die Lehrer auch gern um sich geworfen aber der Unterricht hat dafür auch funktioniert. Es herrschte eindeutig ein Respekt für den Unterricht.

Es wird kein Unterricht gebraucht um den Kindern eindeutig zu sagen das braucht ihr später, jeder lernt für sich und muss seinen Weg für sich finden aber das was wir brauchen ist ein Schulsystem wo die Lehrer auch mal die Erlaubnis haben durchzugreifen.
Regeln woran man sich zu halten hat. Ein kooperatives System in der frühen Schulphase funktioniert aus meiner Sicht einfach nicht, da die Kleinen Kooperation und Teamfähigkeit äußerst begrenzt kennen bzw. hier je nach Temperament des Kindes sehr ungerecht zugehen kann. In erster Hinsicht muss den Kindern Grenzen beigebracht werden - da spielt die Erziehung eine Hauptrolle aber auch die Schule fließt da etwas mit ein.
Zu lernen das man Regeln beachten muss halte ich jedenfalls nicht für falsch.

Auch wäre den Dozenten wesentlich geholfen würde man die Schüler pro Klasse von 30 auf 20 absenken, weil da kann sich der Lehrer besser auf die Schüler konzentrieren und die Probleme nehmen automatisch ab aber offenbar ist dieses Pflaster unseren Bildungsleuten ein absolutes Fremdwort.
Stattdessen wird zusammengeschlossen, werden die Schulen einem Zeitmanagement-Katalog unterlegen und Schritt für Schritt einem unternehmerischen System unterzogen - Bildung ist nicht für Maschinen sondern für Menschen und dafür braucht es Zeit und Interaktion!

Das mit den Medien ist auch gut angesprochen, es ist richtig das unsere Kinder heute mit anderen Werten und Idealen "bombadiert" werden als Früher. Es ist noch ziemlich unbekannt was die Erfolge einzelner auf MySpace und co, die enthüllenden Videos und Bilder auf unsere heranwachsenden wirken. Noch abgesehen von den ganzen Shows wie "Schlag den Rab", diverse Modellsendungen und die guten alten Sopas.
Wird man realitätsfremd und glaubt es ist einfach erfolgreich zu werden?
Ist es schwieriger sich auf wesentliches zu konzentrieren?
Der gute Einstieg in die Berufswelt ist heute jedenfalls knallhart und einfacher wird es nicht!
 
Ja naja ....
Es gibt natürlich auch die andere Seite der Medalie.
ICh kenn nämlich auch viele Russen die vor 3 JAhren hergekommen sind und recht gut deutsch sprechen und einen recht guten Schulabschluss machen.
Aber ich glaub da ist die Mentalität wieder eine andere da man in Russland ja ein HAufen GEld für seine Bildung selbst tragen muss.
 
Ich weiß ja nicht. Integrationsprobleme?

Viele wollen sich auch gar nicht integrieren. Viele der Ausländer raufen sich zusammen und ziehen hier ihr eigenes Ding durch anstatt sich einzugliedern. Man muss auch ganz klar sagen, dass nicht alle nach Deutschland kommen, weil es hier so schön ist oder so.
Es gibt auch einige, die vergessen ganz, dass sie hier "nicht zu hause sind" und haben es hier auch schon als Jagdrevier erklärt.

Es ist nunmal leider so, dass viele hier hinkommen und sozial die Unterschicht darstellen.
Ein paar Arbeitskollegen von mir sind Türken und das sind echt freundliche und zuvorkommene Menschen. Die haben auch nichts mit damit zu tun, was hier stellenweise abgeht.
Ich muss aber auch anmerken, dass es auch viele Landsleute gibt, die auch nicht wissen, wie man sich benimmt. Ist zwar traurig, aber tatsache.

Was überforderte Familien angeht... Viele wissen auch von vornerein gar nicht, worauf sie sich einlassen, bzw. das Kind war eher ein Unfall und ist einfach mal da, weil abtreiben will man ja auch nicht unbedingt. (Ich meine, es gibt ja auch eine Babyklappe und so. Man muss sich seiner Verantwortung nicht zwingend stellen. Da sollte man primär zugunsten des Kindes entscheiden.)
Leute mit einer schlechten Kindheit tragen davon immer was mit. Manche mehr, andere weniger. Und wenn das soziale Umfeld stimmt, man hat die falschen Freunde, etc. dann rutscht man schneller ab, als einem lieb ist. :(
 
mal ne einfach Frage:

Warum wird eigentlich so wenig von den gewalttätigen Ausländern abgeschoben ? sind uns da die Händer gesetzlich gebunden oder hängt das mit was anderem zusammen ?
 
Wie soll ein deutschstämmiger Deutschlehrer, der nie ein Wort türkisch gesprochen hat, einem Türken, der kaum ein Wort Deutsch kann, Deutsch beibringen? Dies funktioniert nicht. [...] Daher finde ich - auch wenn das jetzt wieder rassistisch klingen sollte - das türkische Schulen bzw. auf Integration ausgelegte Schulen eingeführt werden müssten. In diesen Schulen müsste Deutsch gelernt werden (klar), aber vorallem auch andere Fächer bei mangelnden Sprachkenntnissen erstmal in der jeweiligen Muttersprache fortgeführt werden, bis die deutsche Sprache sitzt. Das Deutschlernen erstmal als begeleitendes Fach - alle anderen Fächer erstmal in Muttersprache.

Und das soll dann eine gute Integrationspolitik ausländerlicher Jugendlicher sein? Es würde doch eine saubere Trennung deutscher und ausländerischer Jugendlicher bedeuteten, denn in deine "türkischen Schulen" könnte ja kein eines deutsches Kind gehen, da der gesamte Unterricht auf türkisch stattfinden würde. Spricht, die ausländischen Jugendlichen wären nur unter ihres gleichen, getrennt von den deutschen Jugendlichen. Das kann in meinen Augen keine sinnvolle Integrationsmaßnahme sein.

Ich würde dafür plädieren, dass jeder Ausländer vor Schuleintritt einen Sprachtest absolvieren muss. Fällt er da doch, dann kann er noch nicht die Schule besuchen und muss eben noch ein Jahr lang seine Deutschkenntnisse verbessern und kann dann im nächsten Jahr einsteigen. Für jeden, der halbwegs willig ist, sollte es auch kein Problem sein, innerhalb eines Jahres eine Sprache zu lernen, wenn er sich währenddessen in einem Land aufhält, in dem diese Sprache gesprochen wird. Ich kenne mehrere, die kaum ein Wort vernünftiges Englisch konnten, welche dann für ein halbes Jahr in ein englischsprachiges Land gegangen sind und mit absolut top language skills wieder kamen. Auch wenn die dt. Sprache schwerer als die Englische ist, ich denke, wenn man sich ein Jahr in einem deutsprachigen Land aufhält und dort dt. Unterricht bekommt, dann sollte es drin sein, auf ausreichende Deutschkenntnisse zu kommen.

Jetzt könntest du einwerfen, dass das auch nicht die top Integration wäre, wenn ausländische Jugendliche zunächst nicht durch eine Schule ins soziale Umfeld eingebunden sind. Das ist einerseits wohl wahr, andererseits gibt es ja etliche weitere Möglichkeiten, sich sozial einzubinden (Sportvereine usw.). Das Problem, was ich deinen Ausländerschulen sehe, ist, dass die entsprechenden Jugendlichen dann nie wirklich integriert werden und auch nie die dt. Sprache vernünftig lernen, denn in der Schule brauchen sie kein Deutsch und daheim in der Familie wird auch sehr häufig die Heimatsprache gesprochen, da die älteren Erwachsenen oft sehr wenig Motivation mitbringen, die neue Sprache zu erlernen. (So viel nur zu deinem – IMHO ungerechtfertigten – Satz „Schuld daran sind wir Deutschen“. Der Unwille auf Seiten der (älteren, erwachsenen) Ausländer ist oft nicht unerheblich. Sieh mir die Ansätze von Pauschalisierung an dieser Stelle nach, aber ich hab schon oft ausländische Schüler erlebt, für ihre Eltern den Dolmetscher spielen mussten, obwohl die Familie schon JAHRE in Deutschland lebte.) Und wenn die Jugendlichen weder in Schule noch in Familie Deutsch brauchen, na sauber. Nein, deine Idee der „türkischen Schule“ finde ich nicht sehr klug.

Warum wird eigentlich so wenig von den gewalttätigen Ausländern abgeschoben ? sind uns da die Händer gesetzlich gebunden oder hängt das mit was anderem zusammen ?

Würde ich auch gerne mal wissen. Wer sich erst einen Monat in Deutschland aufhält und bereits zehnmal mit der Polizei zu tun hatte, der fliegt. Wenn du so etwas sagst, dann wirst du direkt als Nazi abgestempelt - IMHO völlig unbegründet.

Ich denke, in dieser Richtung hängt mehr als manche wahr haben wollen mit dem Trauma Nationalsozialismus zusammen. Viele wollen einem zwar verkaufen, die Gesellschaft hätte ihre Vergangenheit bewältigt, aber wenn ich mir so das Agieren der Politik und auch teilweise der Gesellschaft in bestimmten Bereichen anschaue, dann sehe ich da noch viel Verbesserungsbedarf. Man muss sich dafür nur mal die ganze Geschichte um das geplante Zentrum gegen Vertreibungen und alles, was dazu gehört (Erika Steinbach etc.) anschauen. Wäre ich in verantwortlichen Positionen, ich hätte Polen liebend gerne mal gesagt, wo der Hammer hängt. IMHO lässt man sich gerade bei dieser Sache aufgrund der Geschichte mehr gefallen, als eigentlich sein müsste. Vergangenheitsbewältigung sieht für mich anders aus. Natürlich sollten und dürfen wir die Geschehnisse damals nicht unter den Tisch kehren, aber eine Freikarte für Polen, sich benehmen zu können wie sie lustig sind, und ewige Demut muss es nun auch nicht sein.
 
@Zweipunktnull

Ich würde dafür plädieren, dass jeder Ausländer vor Schuleintritt einen Sprachtest absolvieren muss.

Wenn also Jemand mit sagen wir 8 Jahren nach Deutschland kommt und den Sprachtest nicht besteht, dann darf er keine Bildung genießen und zu Hause bleiben?! Verstehe ich diese Logik richtig? Wo soll den die deutsche Sprache herkommen, wenn nicht durch die Schulen gelehrt? Wenn dann Jemand mit 14 Jahren immer noch kein Deutsch kann, bekommt er quasi keine Schulbildung? Das ist sicher nicht der richtige Weg, daher plädiere ich für eine Bildung erstmal in Muttersprache - die deutsche Sprache kann begeleitend gelernt werden. So meine Meinung. Und so wird es ja bei uns "Deutschen" auch gemacht - Englisch wird begleitend gelernt und nicht gleich der gesamte Unterricht in Englisch gehalten.
 
Du musst nur lesen ...

Wenn also Jemand mit sagen wir 8 Jahren nach Deutschland kommt und den Sprachtest nicht besteht, dann ...

... besucht er eben noch nicht den regulären Unterricht, sondern lernt ein Jahr lang in Deutschland (!) staatlich gefördert die deutsche Sprache, aber begibt sich nicht in ein Parallelschulwesen, in dem die ausländischen Schüler unter sich sind, anstatt mit deutschen Jugendlichen in ein und denselben Klasse zu sitzen, die deutsche Sprache nicht wirklich benötigen und daheim am besten auch kein Deutsch sprechen. Was du forderst, sind extra Schulen für Ausländer, also eine saubere Trennung deutscher und ausländischer Jugendlicher. Soll das gute Integrationspolitik sein?

Wenn dann Jemand mit 14 Jahren immer noch kein Deutsch kann, bekommt er quasi keine Schulbildung?

Also wer mit 8 Jahren nach DE kommt und mit 14 Jahren, also SECHS Jahre später noch immer keine Deutschgrundkenntnisse hat, ja, dem würde ich sagen, er kann nach Hause gehen. Wer nach sechs Jahren in DE keine Basic drauf hat (falls das überhaupt möglich sein sollte), bei dem ist der Unwille und die mangelnde Anpassungsfähigkeit einfach zu groß.

Und so wird es ja bei uns "Deutschen" auch gemacht - Englisch wird begleitend gelernt und nicht gleich der gesamte Unterricht in Englisch gehalten.

Ja Herrgott, wir leben ja auch in Deutschland und nicht in Großbritannien! Wieso sollte der Unterricht in Deutschland auf Englisch gehalten werden? Was du mit diesem Satz untermauern willst, kann ich wirklich nicht verstehen. Wenn ich ins Königreich auswandern würde, dann erwarte ich auch nicht, dass UK mir deutsche Schulen für meine Kinder bereit stellt. Auswandern in ein fremdes Land bedeutet nun mal Anpassung und Aufwand.
 
h@mster schrieb:
Warum wird eigentlich so wenig von den gewalttätigen Ausländern abgeschoben ?

Soweit ich weiß, kann nur abgeschoben werden, wer selbst erst nach Dtl. eingewandert ist. Wer hier schon geboren ist, bei dem kommt das gar nicht in Frage :rolleyes:
Sonst wird natürlich fröhlich abgeschoben, auch ohne Straftatshintergrund.

Edit: YAY! 1024 Beiträge, Lt. Commander! :king:
 
@Zweipunktnull

Wenn ich ins Königreich auswandern würde, dann erwarte ich auch nicht, dass UK mir deutsche Schulen für meine Kinder bereit stellt.

Wieso denn nicht?! Wir Deutschen haben eine Ausländerpolitik betrieben, die unser Land für Ausländer attraktiv gemacht hat - ergo haben wir uns auch um diese Menschen zu kümmern und den Leuten Bildung und Perspektiven zu bieten. Ansonsten müssten wir so konsequent sein und alle Ausländer in ein Flugzeug setzen und zurückschicken.

Und was ich mit diesem Vergleich mit dem Englisch-Unterricht verdeutlichen wollte, war das Niemand nach einem Jahr Englisch-Unterricht einem vollständig englischsprachigen Unterricht folgen könnte. Und Du realisierst nicht ganz den Umfang der deutschen Sprache glaube ich. Innerhalb eines Jahres eine Sprache so gefestigt sprechen zu lernen um sie praktisch im Unterricht einsetzen zu können, ist defacto unmöglich.

Edit: Ich spreche übrigens in diesem Zusammenhang von Kindern und Jugendlichen (ist ja auch Thread-Thema). Du kannst nicht von Kindern erwarten innerhalb eines Jahres eine völlig neue Sprache zu erlernen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was ich mit diesem Vergleich mit dem Englisch-Unterricht verdeutlichen wollte, war das Niemand nach einem Jahr Englisch-Unterricht einem vollständig englischsprachigen Unterricht folgen könnte.

Du vergleichst hier zwei vollkommen verschiedene Paar Turnschuhe. Dein Englisch-Unterricht-Vergleich ist absoluter Quatsch in diesem Zusammenhang. Natürlich lassen die Englisch-Kenntnisse eines Deutschen, der in Deutschland aufwächst, eine deutsche Schule besucht, überall deutsch spricht und nur während 3 oder 4 Schulstunden die Woche Englisch spricht und lernt (aber selbst das 30 anderen deutschen Schüler, die alle nur deutsch sprechen und mit denen er selbst im Englisch-Unterricht teilweise deutsch spricht) nach einem Jahr noch sehr zu wünschen übrig.
Aber setze diesen Deutschen mal ein Jahr nach Großbritannien, einem Land, in dem jeder Englisch spricht, in dem an jeder Ecke englischsprachige Texte stehen, in dem der Bäcker, der Metzger, die Verkäuferin, die Nachbarn alle nur englisch sprechen können, in dem er sich nur auf englisch verständigen kann. Selbst vollkommen ohne Unterricht hätte er nach diesem Jahr 100-mal mehr drauf als die Kollegen, die in Deutschland im deutschen Umfeld Englisch unterrichtet bekommen.
Erkennst du den Unterschied? Die Ausländer wären in Deutschland, wo überall deutsch gesprochen wird, wo alles auf deutsch ist, wo die deutsche Sprache sie überall "verfolgt". Sie würden die deutsche Sprache in dem Land lernen, in dem sie ständig gesprochen wird.
Dein Vergleich hinkt an allen Enden. Wenn man sich in dem Land der jeweiligen Sprache, die man lernt, auch aufhält, dann lernt man viel schneller. Wenn du schon einen Vergleich suchst, dann musst schon einen Deutschen nehmen, der sich ein Jahr in einem anderen Land aufhält und dessen Sprache lernt. Deutsche Schüler zu nehmen, die mit der englischen Sprache absolut wirklich gar nix zu tun haben außer 2 Zeitstunden pro Woche mit Menschen zu vergleichen, die sich ein Jahr in dem Land der Sprache, die sie lernen, aufhalten und leben, ist idiotisch.

Wieso denn nicht?!

Ach so, weil ein Deutscher meint, er müsse nach GB, weil es ihm in Deutschland nicht mehr passt, soll GB ihm bitte schön deutsche Schulen etc. bereit stellen. :rolleyes: Meine Meinung ist nun mal folgende: Wenn ich in ein fremdes Land möchte, dann habe ich mich dem Land anzupassen. Und das ist in allererster Linie meine Arbeit und nicht die von GB oder irgendeinem anderen Land. Ich würde es ehrlich gesagt fast schon dreist finden, wenn ich sagen würde "Huhu GB, ich komme jetzt zu euch, hab auf mein Land kein Bock mehr. Seht mal zu, dass ihr mir deutsche Schulen, deutsche Kindergärten und deutsche Ärzte besorgt."
 
Nach etwa 12 Beiträge, die von Ausländern handeln, erschließt mir immer noch nicht, was das mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

Ich greif mal trotzdem das letzte Argument in Post #171. Zitat Zweipunktnull: "Wenn ich in ein fremdes Land möchte, dann habe ich mich dem Land anzupassen. Und das ist in allererster Linie meine Arbeit und nicht die von GB oder irgendeinem anderen Land."

Warum geht man in ein anderes Land? Weil man sich bessere Chancen rechnet, besser verdient oder mit weniger leben kann. Das ist ja nicht anders, wenn Du nach GB oder Norwegen gehst oder ein 'Ausländer' nach Deutschland. Ob das auch gelingt und die Rechnung aufgeht, ist schon die Frage. Dass dabei viel Jugend kaputt geht ist klar. Es scheint aber so, dass auch ohne diese Randerscheinung viel Jugend kaputt geht.
 
Bleiben wir mal bei den Ausländern.

Deutsche bildungspolitik ist wirklich nicht der Brüller aber zu sagen das die armen türkischen Kinder, die ja kein wort Deutsch verstehen, in diesem System hoffnungslos untergehen und das es natürlich unsere eigene Schuld ist wenn diese Jungendlichen straffällig werden, ungebildet sind, somit keinen Job/ausbildung finden und als kleinkriminelle HartIVler dem deutschen Sozialstaat auf der Tasche liegen.

Nein, nein, nein, das System ist schlecht, aber es ist schlecht für alle, jeder hat die gleichen Chancen, die gleichen Möglichkeiten. Man muss sich diesem System nur anpassen (wollen)!

Wenn der türkische Sohn einer Migrantenfamilie zu Hause nur türkisch sprechen darf, nur türkische Freunde hat die logisch auch nur türkisch sprechen, wenn der Papa zu Hause sagt musst Du nicht, usw... Dann sind sie es selber Schuld! Viele Migranten aus dem Morgenland leben in einer rückständigen Kultur, das meine ich jetzt nicht abwertend oder gar ausländerfeindlich, das ist nun mal so. Diese Menschen kommen aus einem völlig anderen kulturellen Umfeld, Frauen haben grundsätzlich nix zu kamellen, der Mann ist der Herr im Familienklan, sippenhafte Familienstrukturen, Bildung ist zweitrangig wenn es um die Ernährung der Familie geht, usw...

Das alles hat historische Gründe und Ursachen!

Jetzt kommen diese Menschen, für die Ehre und Familie alles ist, in's gelobte Land wo die Milch fließt und oder wie ging das noch? Das muss ein kultureller Schock sein. Ich glaube das wir und das gar nicht vorstellen können. Wir leben in einer modernen Gesellschaft wo der einzelne nicht mehr als Jäger und Sammler unterwegs sein muss um zu überleben. Hier muss man noch nicht mal einen klassischen handwerklichen Beruf ausüben um für sich selber und den Rest der Gesellschaft nützlich zu sein.

All die Dinge sollen plötzlich keine Rolle mehr spielen? Soziale Gefüge die seit Jahrhunderten in Stein gemeißelt sind plötzlich nicht mehr gelten?

Klar das man sich ausgrenzt, versucht mehr schlecht als Recht sein "Leben" zu leben und natürlich eckt man damit überall an und das wird besonders bei den Schwachen unserer Gesellschaft sichtbar, den Kindern...

Amen.
 
Komisch. Wo kommen dann die gebildeten Türken her?

Das mag sicher an einigen Stellen zutreffen, aber das mache ich mehr an der Bevölkerungsschicht fest. Bei uns ist die tiefste Bevölkerungsschicht die, die nichts tut und dort ist es wohl die, die am meisten schuften muss um nicht zu verhundern.
Die haben eine ganz andere Mentalität und Bereitschaft sich durchzubeißen.

Abgesehen davon sieht es in Istanbul auch ganz anders aus. Während dort der Trend von Kopftüchern weggeht, ziehen sie sie sich hier wieder auf. Das kann man aber auch nicht auf die ganze Türkei pauschalisieren, denn in manchen Teilen sieht es auch noch so aus.

Die Jugendlichen - und darum geht es doch eigentlich - nehmen sicher einen Teil mit.
Ich habe eine türkische Mutter mit zwei kleinen Kindern gesehen. Die sind über die Straße gelaufen und haben an alle Fenster gehauen. Die Mutti hat nichts gesagt. Klar. Wenn die älter sind, werden die auch keine Grenzen kennen.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass die Deutschen da wesentlich besser wären. Da gibts genauso unfähige Mütter, wo man schon vom Zusehen denkt... oO.

Ich will jetzt auch gar nicht generell über Mütter hier herziehen. Sicher ist niemand perfekt und es gibt auch viele Eltern, die ihre Sache gut machen.
 
Kommt Leute, jeder von euch war einmal jung und hat Dummheiten gemacht, die er heute nicht mehr machen würde, also Schwamm drüber.
 
Dummheiten sind das eine, mangelnder Einfluss der Eltern, der Lehrer und der Gesellschaft das andere.

Inwieweit die einzelnen nun wirklich einen Einfluss haben können, ist doch hier die Frage.

Geht die Jugend an einem schlechten Bildungssystem kaputt?
- Ich persönlich glaube nicht.

Geht die Jugend an einer mangelhaften Integrationspolitik kaputt?
- Ich persönlich glaube nicht.

Geht die Jugend an miserablen Erziehung durch ihre Eltern kaputt?
- Ich persönlich glaube nicht.

Geht die Jugend an der unglaublich bescheidenen Berieselung durch die Medien kaputt?
- Ich persönlich glaube nicht.

Vielmehr sind es doch all diese Faktoren zusammen genommen (und mit Sicherheit noch einige mehr), die der aktuellen Problematik zu Grunde liegen.
 
^^ wobei der Grundstein für die meistenProbleme genau in der Erziehung gelegt wird.

Wenn die Kinder nicht lernen, dass man vor Lehrern (Erwachsenen allgemein) Respekt haben sollte --> schlecht Ausbildung

Wenn Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund ihren Kindern nicht die wichtigkeit der deutschen Sprache vermitteln --> Integrationsprobleme

usw....

klingt jetzt vieleicht etwas hart, aber viele Eltern sind doch Pfeifen. Die haben ihr Leben selbst nicht auf die Reihe gebracht, aber Kinder in die Welt setzen.
Eltern müssen eben auch Respektspersonen sein, die ihren Kindern Grenzen aufzeigen und Werte vermitteln - das kommt mir heutzutage zu kurz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht zu vergessen der Vergleich...

Meine Eltern haben strikt kontrolliert, wieviel ich am Tag fern gesehen habe.
Heute werden die Kinder teilweise vor den Fernseher gesetzt, damit die Eltern ihre Ruhe haben.
Das trifft natürlich nicht überall zu und auch damals gab es immer diese Kumpels/Klassenkamerden in der Grundschule, die irgendwie immer alles durften und den Eltern das alles relativ egal war.

Wenn ich die heute sehe, sind sie entweder abgestürzt und/oder arbeitslos, bzw waren schonmal im Knast, etc.
Das sind nur persönliche Erfahrungswerte, die selbstverständlich nicht pauschalisierbar sind.
Andersrum haben die Leute mit überstrengen Eltern auch schonmal einen Hau weg.
Dafür habe ich Beispiele in der Familie, aber das ginge jetzt zu weit.

Die Kinder werden oft entweder so, wie ihre Eltern oder machen es genau umgekehrt.
Banales Beispiel: Mein Cousin. Sein Vater hat immer geraucht. Er macht es jetzt auch und untereinander schnorren die immer Kippen.
Ich. mein Vater hat immer geraucht, auch wenn ich krank war oder meine Mutter oder generell hat er sich diesbezüglich nicht darum geschert, ob seine Familie darunter leidet.
Heute bin ich überzeugter Nichtraucher.

Da sind so viele Dinge, die zusammenkommen, was man sich unter Umständen auch gar nicht bewusst ist. Seine Erziehung oder Erfahrungen holt man sich immer ein. Wichtig ist, dass, wie schon erwähnt, Werte vermittelt werden und das kommt heutzutage definitv zu kurz.
Das soll allerdings auch nicht heißen, dass damals alles besser war. Die Ergebnisse der Erziehungen damals sind auch nicht zwingend besser, wenn ich mir viele "Erwachsene" und deren Verhalten anschaue.
 
Viele heutige Eltern sind ja jene Menschen die relativ wohlhalbend gelebt haben und noch etwas authoritär auferzogen wurden. Doch während des Großwerdens dieser wurde mehr und mehr auf Freiheit, Kooperation gepredigt und die Medien haben halt auch Einfluss ausgeübt.
In den neuen Bundesländern gab es nur ein paar Sender und in der Woche war das Programm sogar in Russisch, es war gar nicht darauf ausgelegt die Leute an die "Glotze" zu binden oder Menschen ruhig zu stellen.
Dieser generelle Wechsel der Mentalität für die Eltern dürfte heute durchaus durchschlagen.
Natürlich ist das ziemlich Allgemein gefasst - es kommt auch darauf an welche Werte in der Familie, im sozialen Umkreis wichtig sind.
Mein Vater ist auch ein stärkerer Raucher, ich bin Nichtraucher und hatte nie den Glimmstengel probiert, wenn man mir eine Unterschieben will zieh ich meine Linie konsequent durch.
Meine beiden Geschwister sind beide Raucher und können der "Versuchung" nicht widerstehen.
Woher das kommt? Womöglich hat bei mir die Wertevermittlung meiner Großeltern und meiner Mutter mit eben "Rauchen ist nicht fein, ist Schädlich ..." gegriffen. ;)


Bzgl. Integration von Ausländern
Für Ausländer ist es glaub ich sogar ziemlich Normal das man sich daheim für eine gewisse Zeit in seiner Muttersprache unterhält. Wir sollten uns nicht als etwas besseres ansehen, wir Deutschen feiern in Süd-Afrika z.B. unser Oktoberfest. Wie in Deutschland die Türken und andere haben wir im Ausland ebenfalls "Deutsche Siedlungen" aufgebaut.
In Amerika nicht viel anders, unsere Siedler hatten ebenfalls deutsche Siedlungen geführt. Wir Deutschen waren ja auch dort eine stark vertretene Volksgruppe, hieß es nicht das Deutsch sogar fast als die Hauptsprache Amerikas auserwählt worden wäre?
Bei Franzosen ist es auch nicht anders, in Kanada sind französische Gebiete weitverbreitet. Französisch ist eine offzielle Sprache.
Die Integration ist eine längere Sache, meistens sind es erst die nächsten Generationen die die Ketten sprengen. Natürlich können auch die Eltern sich rasch mit dem Land identifizieren - es kommt halt darauf an wie man eingestellt ist.
 
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