Gewaltätige Demonstartionen gegen die Homo Ehe in Frankreich

Die Aussnahme die die Regel bestätigt. Nicht jede Aussnahme wird automatisch reserviert betrachtet. Und ich bleibe auch dabei es ist eine gesellschaftliche Konvention die verletzt wird. Zu klären wäre immer noch woher die Konvention kommt, welche Wurzeln sie hat und ob sie noch in die Zeit passt. Insofern ist es schon "Zeitgeist". Man weiss heute das Homosexualität nichts ist worauf der Mensch einfluss hat usw. Und es bleibt die Frage , bei aller persönlicher Verstörtheit die manche empfinden mögen , warum werden unterschiedliche Massstäbe angelegt? Genau so die Frage warum fast alle den Begriff Homosexualität automatisch auf eine Beziehung Mann/Mann verkürzen. Zumindest die Männer. Bei vielen dagegen oft ein süffisantes Grinsen im Gesicht erscheint wenn man darauf aufmerksam macht das es auch für Frau/Frau Beziehung gilt. Es gibt da also eine sehr selektive Wahrnehmung und die Abneigung gegen das "unnormale" verflüchtigt sich.

Die Absicht zur Fortpflanzung fehlt? Aha, woher kommt das denn? Hier ist wieder die Unterstellung das man es absichtlich gewählt hat, oder? Nicht die Absicht fehlt , sonst würde man kaum über Adoption nachdenken. Es ist einfach so das dass Vermögen Nachwuchs zu bekommen an gewisse Restriktionen gekoppelt ist die man(n) (frau) nicht ohne weiteres durchbrechen kann. Die Gene können weitergegeben werden. Männer können Samen spenden oder sich eine Leihmutter suchen (in D zwar nicht legal aber es geht) oder was viele Männer machen sie heiraten bekommen Kinder und haben dann ihr Comming Out. Frauen haben nahezu die gleichen Möglichkeiten. Sie können mit irgendeinem potentiellen Samenspender ins Bett gehen. Bei Frauen ist das etwas vielleicht etwas einfacher da sie "nur" die Aversion die sie gegen einen männlichen Sexpartner haben überwinden müssen oder sie könne sich künstlich befruchten lassen. Und das alles wird gemacht, das heisst die Absicht ist es nicht die fehlt.
Und auch nocheinmal , was der evolutionäre Vorteil oder ob es überhaupt einen gibt betrifft man weiss es einfach noch nicht. Was man aber weiss es geht immer und unbedingt um Menschen. Und Menschen haben die gleichen Rechte.
 
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sehr schön gute Diskussion !

wie von mir schon vorher angemerkt spreche ich der Gesellschaft das Recht ab über normal oder unnormal in diesem Fall zu urteilen! Nicht in einem aufgeklärten europäischen Land in 2013, da darf es nicht einmal ernsthaft eine Diskussion darüber geben ob alle Gleichberechtigt sind oder nicht.

Es ist für mich unerträglicher Gedanke in einer Gesellschaft zu leben in der die Mehrheit einfach mal nach Bauchgefühl sagt das passt ihr nicht, politische Parteien dieses Bauchgefühl bedienen was schließlich zu Diskriminierung und Doppelstandards führt... ich weiß ich weiß das ist de fakto der Fall und ich lebe sogar in China wo Homosexualität an sich noch strafrechtlich verfolgt wird (mehr oder weniger) aber dennoch muss ich hier bei meinem Idealismus bleiben so aufgeklärt wurde ich (sogar in Bayern) erzogen.

Mich würde eines bei unseren "Bauchfühlern" interessieren. Seid Ihr der Meinung dass die Homo Ehe und auch eine Adoptionsrecht dann auch strafrechtlich verboten gehören oder wärt Ihr damit einverstanden zu sagen es sollte unbedingt erlaubt sein da man die Rechte anderer in diesem Fall nicht einschränken darf auch wenn ihr es persönlich nicht gut findet. Wie würdet Ihr wählen ?
 
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Ein unverkennbares Zeichen von Demagogie ist auch immer der ideologische Charakter der Argumentation, der sich weder um logische Konsistenz schert, sich also äußert flexibel den widersprüchlichsten Auswüchsen des "an Gesundheit erkrankten Menschenverstandes" (Adorno) andient, solange sie nur seiner eigenen Position dienen (siehe den Widerspruch zwischen "Norm" als etwas Relatives und "Natur" als Konstantes als Begründung für dieselbe ablehnende Position ggü. der Homosexualität), sich einem Steinbruch gleich bei der Argumentation des Gegners bedient, ohne diese zu verstehen und - was hier das augenscheinlichste Merkmal ist - ein Partikularinteresse als Allgemeines ausgibt: Man selbst sei ja nur das Sprachorgan der Gemeinschaft, der ganze emphatische Bezug auf die zwar nicht frohe, aber anzuerkennende Botschaft, daß es sich bei der Homosexualität um Defekte, Störungen und deren Beseitigung um ganz natürliche Regungen handle; man sei zudem ja nur im Frondienste der Wahrheit eingespannt. Man selbst habe da kein Feuer im Eisen ("goutiert" das nicht)- beiteiligt sich aber aber komischerweise selbst sehr feurig an der Diskussion, mit einer ganz bestimmten Position. Das wäre so durchschaubar wie langweilig, wenn es nicht so tödliche Wirkung nach sich zöge - die der Demagoge natürlich nicht selbst zu verantworten habe, er entfaltet ja nur die 'natürliche Logik' des Schwulenhasses (Evolution und so), das Aufhängen am Baukran überlässt man da den praktisch veranlagteren Menschen.

Das Ergebnis, das sowas recht unbehelligt und ohne großen Spott nach sich zu ziehen, als in einer Diskussion gleichberechtigt angesehen wird, ist das Gegenteil von einer "sehr schön[en] gute[n] Diskussion", Sardaukar.
 
Mal abgesehen das "sehr schön gute Diskussion" fragwürdiges Deutsch von mir war, meinte ich damit das Niveau vieler Beiträge auch wenn es manchmal selbst für mich zugegebenermaßen etwas ermüdend ist Deine Text zu lesen ;P Wieso stelle ich mir Dich als Juristen vor ^^
 
@Abe81 was hat das mit demagogie zu tun, wenn man eine reaktion analysiert, die irgendwo herzurühren scheint. die antworten müssen nicht immer schön sein, so wie du es gerne hättest. wer die realität verleugnet, macht sich mindestens ebenso angreifbar wie der verlautbarer einer vermeintlich unbequemen wahrheit. wenn du ernsthaft diskutieren wolltest, würdest du versuchen die gedanken des gegenübers (ansatzweise) zu erfassen und nicht direkt die polemik keule rausholen.
eine benennung der ursache heißt nicht dass man gleichzeitig die "natürliche logik des schwulenhasses entfaltet", das gegenteil ist der fall. eine benennung der ursache dient im grunde der aufklärung und der billigung der sexuellen variationsmöglichkeiten, sie zeigt auf, keine begründete "angst" haben zu müssen, obwohl das ja jedem klar sein dürfte.

wenn es nicht so tödliche Wirkung nach sich zöge
welche tödliche wirkung bitte?

@Sardaukar, das ist ein schreiberling der sich gerne profilieren möchte.
 
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