MountWalker
Fleet Admiral
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- Juni 2004
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Mir ist gestern abend bei Guttenberg in der Sendung Beckmann aufgefallen, dass er sich über das Wort "vernichten" echauffierte. Offensichtlich liegt da ein massives Unwissen über die Sprache der Bundesweher beim Verteidigungsminister vor - ich gehe mal davon aus, das wird bei den meisten Bürgern dann nicht anders aussehen. Damit wir wenigstens hier bei CB und nicht in Bildmanie gegen Oberst Klein aufhetzen lassen müssen, mal eine kurze Klarstellung von einem der wenigen, die noch einen Wehrdienst geleistet haben:
In der Bundeswehrsprache ist "vernichten" das völlig gewöhnliche und sachliche, in keinster Weise emotionale Wort zur Erklärung, dass ein bekämpftes Ziel soweit erfolgreich bekämpft wurde, dass es sich nicht mehr mit Kampf welcher Art auf immer melden kann. Es gibt dafür in der Bundeswehrsprache, die immer unmissverständlich sein jsuss, damit der vorgesetzte, dem ich etwas melde, genau wei, was los ist, keine Alternative. In der Bundeswehrsprache existieren keine Synonyme, damit es nicht zu missverständnissen kommen kann. Demzufolge existieren auch keine abmildernden Synonyme.
Ich wäre dafür, dass die Gesellschaft jetzt nicht gegen das Wort "vernichten" skandaliert, damit man nicht in Zukunft noch Kunstworte erfinden muss um die Gesellschaft zufrieden zu stelen. Es hat mich in meiner Wehrzeit jedenfalls schon massiv genervt, immer nur mit dem linken Fuß losgehen zu dürfen, damit der Bundeswehr nicht nachgesagt werden kann, sie wäre rechts.
Der Bundeswehrdienst hat so schon genug Absurditäten, wenn in Zukunft noch das Wort "vernichtet" für die soweit reichende Bekämpfung eines Ziels, dass dieses nicht nur abgeduckt ist oder sich nur zurückzieht, sondern keine Chance mehr hat zurückzuschießen, verboten wird und damit eine Solche Formulierung unnötig in die Länge gezogen wird, macht man die Bundeswehr zur Witzfigur unter den Armeen der Welt.
In der Bundeswehrsprache ist "vernichten" das völlig gewöhnliche und sachliche, in keinster Weise emotionale Wort zur Erklärung, dass ein bekämpftes Ziel soweit erfolgreich bekämpft wurde, dass es sich nicht mehr mit Kampf welcher Art auf immer melden kann. Es gibt dafür in der Bundeswehrsprache, die immer unmissverständlich sein jsuss, damit der vorgesetzte, dem ich etwas melde, genau wei, was los ist, keine Alternative. In der Bundeswehrsprache existieren keine Synonyme, damit es nicht zu missverständnissen kommen kann. Demzufolge existieren auch keine abmildernden Synonyme.
Ich wäre dafür, dass die Gesellschaft jetzt nicht gegen das Wort "vernichten" skandaliert, damit man nicht in Zukunft noch Kunstworte erfinden muss um die Gesellschaft zufrieden zu stelen. Es hat mich in meiner Wehrzeit jedenfalls schon massiv genervt, immer nur mit dem linken Fuß losgehen zu dürfen, damit der Bundeswehr nicht nachgesagt werden kann, sie wäre rechts.
Der Bundeswehrdienst hat so schon genug Absurditäten, wenn in Zukunft noch das Wort "vernichtet" für die soweit reichende Bekämpfung eines Ziels, dass dieses nicht nur abgeduckt ist oder sich nur zurückzieht, sondern keine Chance mehr hat zurückzuschießen, verboten wird und damit eine Solche Formulierung unnötig in die Länge gezogen wird, macht man die Bundeswehr zur Witzfigur unter den Armeen der Welt.