Guttenberg und das Wort "vernichten" im Einsatzbereicht zum Tanklasterangriff

Und für viele Politiker ist Krieg ein Spiel was ausdisskutiert werden kann - ach mich regt die Regierung einfach auf

@ThomasSilent,

warum regt Dich das auf?
Die Regierung und noch mehr Opposition und Medien tun nur das was sie am besten können. Sie suchen sich so was aus um von den wirklichen Problemen im Staat ablenken zu können, für die Sie auch keine Lösung haben, oder finden wollen.

Da kann man Stunden, Tage, Seitenlang über einen Begriff reden ohne was zu erreichen oder zu bewegen.

Weiter oben hieß es Herr Zu Guttenberg hätte das falsche Ministerium, fragt sich wer denn der Richtige für den Posten wäre. Herr Gabriel oder Herr Trittin, wenn das ginge, das sind ja solche Fachleute!(Ironie)
 
MountWalker schrieb:
Das ist falsch, denn erfolgreich bekämpft bedeutet eben vieles, ua. kann es bedeuten, dass sich die bekämpfte Einheit aufgrund des Angriffs zurück zieht - will ich aber ausdrücken, dass ich die Einheit soweit bekämpft habe, dass sie als diese Einheit nicht mehr existiert, muss ich schon sagen, dass ich das Ziel vernichtet habe. Oberst Klein hat also in dem bericht zum Ausdruck gebracht, dass er den zu bekämpfenden vermeintlichen Rebellen/Taliban/Partisanen/whatever keine Chance zum Rückzug gewähren wollte, mehr nicht.

Es gibt kein erfolgreich bekämpft. Bekämpft heißt so vile wie zerstört, getötet, etc. Man kann nicht erfolgreich zerstören bzw. töten. Man kann NUR töten oder zerstören. Entweder es ist tot/zerstört oder eben nicht. Es gibt auch kein Rückzug. Es heißt "der Feind weicht aus". Und glaub mir es gibt kein vernichtet. Ich war selbst vier Jahre beim Bund. Wenn du mir nicht glaubst dann schau mal in die ZDv 3/11 falls du sie auftreiben kannst.
 
Core2Quad schrieb:
... Angesichts der deutschen Vergangenheit geht es auch um den Begriff, aber wohl eher um die Frage, ob die Bundeswehr töten darf.

Die linken Gutmenschen der BRD sind ja empört darüber, daß der Oberst Klein es gewagt hat ein paar Taliban, die keine unmittelbare Bedrohung darstellten, wegzubomben.
...
Wenn der Oberst jetzt also ein paar Taliban wegbomben läßt (er hatte ja Informationen, daß die lokalen Taliban samt Anführern sich bei den Tanklastern versammeln), wird das von den linken Gutmenschen schon fast wie ein Kriegsverbrechen gewertet
Es geht doch vielmehr um die Frage, ob der Angriff auf das Ziel gerechtfertigt, die Art und Weise des Angriffs angemessen war und ob der Oberst bewusst die Unwahrheit gesagt hat. Weil eben nicht nur "ein paar Taliban weggebombt" wurden, sondern eine größere Zahl Zivilisten getötet wurde, obwohl keine unmittelbare Gefahr für deutsche Soldaten bestanden hat. Um die Frage, ob das Bundeswehrmandat solche aggressiven Aktionen deckt. Um die Frage, ob die Bundeswehr zu extralegalen Tötungen befugt ist. Um die Frage, ob ein Doktrinenwechsel stattgefunden hat, von dem die Öffentlichkeit nichts weiß.

Der vernünftige Bürger (unabhängig seiner politischen Grundeinstellung) begreift, dass Soldaten unter Umständen auch töten ... und er akzeptiert das, wenn auch vielleicht mit Bauchschmerzen. Aber hat das Recht zu hinterfragen, ob *seine Armee* sich an bestimmte Grundregeln hält und die Menschenrechte (die universell gelten) achtet. Dazu gehört eben auch die Frage, wieviele Nichtkombattanten getötet werden dürfen, um einen Gegner auszuschalten. Oder ob vorbeugende Tötungen gerechtfertigt sind, die man schwer verurteilt wenn sie anderswo (zum Beispiel in Israel) stattfinden.

Nicht zuletzt ist die Diskussion auch wichtig, um für die Soldaten Rechtssicherheit zu schaffen. Momentan befindet sich die Bundeswehr nicht im Krieg (rechtlich gesehen): es wird im Feldlager ordentlich der Müll getrennt, die Feldjäger führen Geschwindigkeitskontrollen durch und die Staatsanwaltschaft ermittelt prinzipiell erst einmal, wenn jemand von Soldaten getötet wird. Deswegen hat sie sich auch nicht so zu verhalten, wie man es im Krieg tut ... was unter anderem den Einsatz tötlicher Gewalt arg einschränkt. Diese Entscheidung darf man nicht den Soldaten vor Ort aufbürden, sondern sie muss vom Parlament getroffen werden.

Zu Beginn hatte ich wenig Zweifel an der Angemessenheit des Angriffs. Aber nach dem was man in den letzten Tagen erfährt ... die Tanklaster steckten fest ... es lag keine unmittelbare Bedrohung vor ... es gab viele zivile Opfer ... der Oberst soll behauptet haben, seine Soldaten wären angegriffen worden, obwohl die nicht in der Nähe waren ... das Fehlen einer Warnung vor dem Angriff ... der mehrmaligen Einwände der Piloten, die abgewatscht wurden ... zweifle ich immer mehr, ob der Angriff tatsächlich so hatte stattfinden müssen oder ob es nicht doch eine Alternative gegeben hätte.

Es hat nichts mit Gutmenschentum zu tun, wenn man von seinen Soldaten ein moralisches Handeln erwartet, selbst im Kampfeinsatz. Töten ist notwendig ... aber man sollte nicht leichtfertig Leben nehmen.

Von Guttenberg ist in dieser Situation wirklich nicht zu beneiden. Was er sagt, es ist falsch. Aber das ist nunmal Politik.


- Harold
 
Es wurde hier in einem Post schon mal erwähnt,
"Wo gehobelt wird fallen Späne"

Ob der Bundeswehreinsatz in Afghanistan nun gerechtfertigt ist oder nicht,
kann ich schlecht beurteilen.

Fakt ist aber das wir z.b. Mitglied in der UNO und NATO sind,
und auch deren Schutz oder Vorteile genießen und in Anspruch nehmen können.
Nur kann ich nicht auf der einen Seite die Vorteile oder Vorzüge dieser Bündnisse also die Rechte nutzen,
sondern ich habe natrülich auch Pflichten gegenüber dieser Vereinigungen.

Das ist wie die Diskusion vor einiger Zeit über Berufssoldaten,
die bei der Bundeswehr arbeiten "Angestellt" sind aber wenn es ernst werden sollte,
den Einsatz verweigern,hallo dann sollen sie zur Bahn oder Stadt gehen und dort arbeiten.

Und entweder haben wir eine Bundeswehr die im Rahmen der UNO oder NATO agieren kann und soll,
oder uns reicht das THW für Katastropheneinsätze und die Bundeswehr ist rausgeschmissenes Geld.

Krieg ist nun mal etwas,was sich von fast allen Gesetzten los löst,
Menschenrechte oder Genfer Konventionen werden dann vielleicht gerade noch eingehalten,
wobei Krieg eben Krieg ist,und nicht ein Wettkampf mit Regeln.Sonst würde es anders heißen!

Und hört bitte auf mit dem geschwafel über die Nazis,
ich kann es nicht mehr hören,dieser verdammte Krieg ist nun ~60 Jahre vorbei,
fast alle von uns haben direkt mit diesem Krieg nichts mehr zu tun aber zahlen dafür noch.
ich kann schon recht gut beurteilen was damals für eine kacke passiert ist,
aber es gibt so viel aktuellere kacke!
und es mussten ja nicht erst wir die Deutschen kommen,Römer,Griechen,Perser,Spanier und die Türken,
wenn man die Geschichte zurück geht haben fast alle dreck am stecken.
Vietnam,Korea,tjetjenien,tiebet unterdrückung und zwei atombomben auf japan alles nicht so schlimm.......


Aber am allermeisten tun mir eigentlich unsere Soldaten in Afghanistan leid,
die müssen sich über jede handlung oder schuss den sie abgeben im klaren sein,
und bei gefahr erstmal überlegen was sie machen,
den eine falsche handlung und schon hat man ein Verfahren am hals,
wenn sie zu lange überlegen ist wahrscheinlich ein verfahren das kleinste problem was sie haben.

alles andere z.b. jetzt diese wortglauberei und verdeherei ist ein gefundenes fressen für unsere (Hyjenen) die Medien.bei denen ist schon lange Weihanchten!


PS: deutschland gewegt sich in solchen sachen eben in einer gesetzlichen grauzone,
und jeder politiker oder general oder soldat wird über kurz oder lang probleme bekommen,
solange wir uns auf solchen einsätzen befinden!

Da vermutlich Gegner in Krisengebieten das auch wissen,
sind deutsche soldaten möglicherweise in zukunft ein gefundenes fressen :(


PPS: und ja der otto normal bürger glaubt das was in der z.b. bild zeitung geschrieben wird!
das sind schafe "määähhhh" und was der hirte sagt das stimmt natürlich,
bekomme bei dem wort "killerspiele" schon schüttelfrost :)
 
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Hammelkopp schrieb:
Es gibt kein erfolgreich bekämpft. Bekämpft heißt so vile wie zerstört, getötet, etc. ...
Das ist jetzt aber totaler Quatsch - bekämpft heißt ausschließlich, dass ich geschossen habe, was ich damit erreicht habe und was mein Ziel damit war, ist damit in keinster Weise ausgedrückt. Ich sag nur mal das Schlagwort "Sperrfeuer" - beim Sperrfeuer ist keine Vernichtung des Ziels beabsichtigt, aber auch mit Sperrfeuer wird ein Ziel bekämpft.
 
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Ich denke nicht das sich das so einfach sagen lässt. Kann mir gut vorstellen das in Gefechtssituationen ein anderer Ton herrscht, bzw weniger Wert auf Formalität gelegt wird.

Es gibt ja auch noch die bezeichnung: " Ziel ausgeschaltet" , so meint es zumindest ein Kollege der bei den Scharfschützen war. Vielleicht unterscheidet sich das auch in der Luftwaffe/Marine und dem Heer. Ich finde auch das es einen Unterschied macht zu sagen:

-Ziel bekämpft (kann auch heißen das Ziel wurde bekämpft, ist aber immernoch da)
-Ziel erfolgreich bekämpft ( das Ziel wurde mit einem gewissen Erfolg, bekämpft)


Bekämpfen und Ausschalten bedeuten definitiv nicht das gleiche
 
@mountwalker: Also wenn ich aus einer waffe schieße, egal welches kaliber, irgendwas wird getroffen und richtet beim aufschlag schäden an. wenn man etwas "bekämpft", dann greift man in der regel etwas an und ja mit großer wahrscheinlichkeit wird dabei sogar geschossen. das ziel ist dabei ebenfalls wichtig, den irgendwas wird ja bekämpft. und wenn man etwas bekämpft hat, dann sollte das ziel neutralisiert sein ("vernichtet", etc.), also wird schon der zustand des ziels berschrieben, wobei damit natürlich nicht die art der vernichtung genannt wird.

beim sperrfeuer, möchte man den gegner gerne in der deckung halten, damit man eigenen soldaten das Vorrücken oder den Rückzug deckt. das dabei eine Vernichtung des zieles vermieden werden will, halte ich für unwahrscheinlich, den evtl. kann man den gegner durch das sperrfeuer sogar vernichten. Heute wird beim militär übrigens unter sperrfeuer der einsatz von artillerie-beschuss bezeichnet, um den gegner zum beispiel von etwas "abzusperren", sei es der nachschub oder ein gebiet, was der gegner möglichst nicht erreichen soll.

Naja, die Tagesschau wird ja auch von der Regierung "zensiert"

das halte ich für weit hergeholt. nicht nur dass das eine verallgemeinerung ohne argumente ist, ich glaube, dass die tagesschau von allen nachrichten (im TV) die seriöste ist (wenn man das ZDF mal außer acht lässt).

darüber hinaus, halte ich es auch für falsch, den soldaten nun in den Rücken zu fallen, so wie es herr guttenberg gerade macht. Ja es wurden fehler gemacht, schreckliche Fehlentscheidungen meiner meinung nach, aber man muss auch bedenken, wo sich die soldaten befinden und welcher gefahr sie ausgestzt sind oder möchte von euch jemand freiwillig darunter und dort den "vermeintlichen Frieden" sichern? deshalb sollte man hier in deutschland klären, was die soldaten machen dürfen und was nicht. Es kann nicht sein, dass her guttenberg seinen "Arsch" rettet, in dem er dem oberst in der öffentlichkeit auch noch verteufelt und sich an einem Wort wie "vernichten" aufhält. ich halte die entscheidung des obersts für falsch, nichtsdestotrotz sollte man ihm nicht auch noch aus den eigenen reihen in den rücken fallen
 
Wenn ich einen Trefferblitz gesehen habe, habe ich auch nicht "vernichtet" gemeldet, weil das in dem Moment schließlich nicht feststeht - wenn ich aber zweifelsfrei beurteilen kann, dass das Ziel vernichtet ist, dann muss ich melden vernichtet, denn es geht aus "bekämpft" nicht hervor. Wenn das in den Jahren seit ich da weg bin geändert worden sein sollte (wovon ich nicht überzeugt bin - ich denk mal nicht, dass Oberst klein ein blutrünstiger Triebmörder ist, der aus Blutdurst vernichten in seinen Bericht schreibt), tuts mir sehr leid für Soldaten, die sich immer verbogener ausdrücken müssen um irgendwie politisch korrekt zu sein. Wenn es wirklich so sein sollte, dass ich keine Chance mehr habe, die Feststellung, ob durch eine Bekämpfung ein Ziel vernichtet worden ist oder nicht, auszudrücken, finde ich das einfach nur extrem albern - ich glaube aber nicht dass das so ist, daran ändert der kurztrip zur AGSHP-Website auch nichts.

Der Punkt mit dem Sperrfeuer ist eben, dass die Bekämpfung nicht zwangsläufig zur Vernichtung führt und es deshalb totaler Unsinn ist zu behaupten, bekämpft und vernichtet wäre das gleiche.

Was für eine Entscheidung hat denn Oberst Klein getroffen, worum gings da? Es ging um die Frage, ob er vom Boden angreift oder einen Luftschlag anfordert. Und was hatte der Luftschlag für einen Vorteil? Er führt sicher zur Vernichtung des Gegners, im Gegensatz zum Bodengefecht. Oberst Klein hat sich also entschieden, die vermeintliche Talibangruppe nicht nur zu bekämpfen, sondern sicher zu vernichten, wofür er den Luftangriff benötigte.

P.S.
Allgemeine Grundausbildung erstes Biwak: "Wir üben jetzt Sturmschießen. Beim Sturmschießen sterben die meisten beteiligten. Sowas werdet ihr im echten Krieg nie erleben, weil für sowas heutzutage immer ein Luftangriff angefordert wird, aber es gehört halt zum Ausbildungsplan."
 
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@ Mountwalker

Ok glaub was du willst. Ich hab es so gelernt. Ich hab es so ausgebildet und es hat nie ein Vorgesetzter gesagt "Das heißt aber vernichtet". Man hat eher blöd geguckt wenn das jemand gesagt hat. Und das Oberst Klein das in seinem Bericht geschriben hat kann ich auch nachvollziehen. Man gewöhnt sich die Ausdrucksweise die man in der AGA lernt mit der Zeit wieder ab (es sei denn man ist Ausbilder). Ob er jetzt "bekämfpt" schreibt oder "vernichtet" und damit eigentlich "bekämpft" meint ist mir eigentlich wurst.

Ich finde es nur lächerlich das sich so viele Zeitung über Oberst Klein und seine Entscheidung mukieren und nicht einmal alle Hintergründe kennen. Es fehlt ihnen einfach das komplette Lagebild. Ich hab während meiner Ausbildung beim Bund auch gelernt das es besser ist eine Entscheidung zu fällen als nichts zu tun. Ob diese jetzt falsch war oder nicht sollen doch bitte Leute mit etwas Hintergrundwissen bewerten und nicht die Bildzeitung. Es wird nur berichtet wenn etwas passiert oder jemand stirbt. Es wird nie berichtet das sich unsere Jungs da unten den Arsch aufreißen um anderen Leuten in anderen Ländern zu helfen.
 
Wieviele Tote gabs da?
200?

NA UND!?

Im Irak gibts 100.000ende Tote und das juckte keine Sau, weils ja gegen einen bösen Diktator ging, der die Radikalen Elemente bestens im Griff hatte.

Im Krieg gibts nunmal Tote... nicht umsonst sind SEIT dem WK II mehr Kriegstote zu beklagen, als IM WK II.
Übrigends gibts weltweit pro Jahr sicher mehr Verkehrstote als Kriegstote.
Sollte man auch mal drüber nachdenken.
 
Viel zu kurz im Geschwafel der deutschen Politiker und der Presse kommt:
Es wurden durch den Angriff nachweislich Dutzende führender Taliban getötet und seit dieser Aktion ist es laut der Afghanischen Bevölkerung dort wesentlich ruhiger. Die Deutschen, die dort den Ruf hatten, weich und ängstlich zu sein, haben sich damit gehörig Respekt verschafft.
Die Afghanen haben sich viel weniger über die Aktion aufgeregt als die Deutschen mit ihrem verweichlichten Luxus-Gejammere.
Durch diesen Luftschlag wurde wahrscheinlich Hunderten Afghanen und Deutschen das Leben gerettet, indem die Taliban-Heckenschützen erheblich geschwächt wurden. Eine andere Sprache verstehen die ja nicht.
Es mag ja sein, daß das ganze juristisch unsauber oder sogar "grob unzulässig" war. Aber ein Kommandeur vor Ort, der eine Super-Chance zum Handeln sieht, kann nicht warten, bis Politik und Juristerei in Deutschland alles durchdiskutiert haben und neue Gesetze/Aufträge gemacht haben.
Umso mehr Respekt verdient der Mut von Oberst Klein, seine eigene Karrierre und Interessen riskiert und der notwendigen Sache untergeordnet zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Diskussion Hilft niemanden !!!

Und eigentlichen haben die Taliban oder Al Keida damit genau das erreicht was sie wollten, das man in Deutschland drüber spricht und Streitet


Jürgen Trittin, Renate Künast die am lautesten schreien, sollten lieber mal zum Joschka gehen und sich beschweren, er hat sie nach Afghanistan geschickt.

Ich würde sie ja gerne nach Afghanistan schicken und unsere Jungs nach Hause holen, wenn die beiden Friedens Populisten alles besser wissen sollen sie halt verhandeln, das möchte ich sehen wenn dann so eine Künast mit so einem Warlord verhandelt, der schon mit einer Kalaschnikow auf die Welt gekommen ist, naja ob das besser ist.


Ich glaube es hat keinen Zweck

Da die Menschen (Geselschaft) in Afghanistan einfach zu Dumm dafür sind
 
MrPsst schrieb:
[...]

Da die Menschen (Geselschaft) in Afghanistan einfach zu Dumm dafür sind

DUMM? du bezeichnst doch nicht etwas 25 millionen Afghaner als dumm nur weil ein paar Extremisten den koran in den falschen hals bekommen haben und meinen sich und viele menschen ständig in die luft zu jagen?
 
MrPsst schrieb:
Jürgen Trittin, Renate Künast die am lautesten schreien, sollten lieber mal zum Joschka gehen und sich beschweren, er hat sie nach Afghanistan geschickt.

das war aber früher und ist jetzt da man in der Opposition sitzt nicht mehr war. Zumindest hat man das so nicht gewollt:freak:. Das es aber eben möglich ist und vorkommen kann war auch damals schon klar.



MrPsst schrieb:
Da die Menschen (Geselschaft) in Afghanistan einfach zu Dumm dafür sind

Das ist nun doch sehr unglücklich formuliert und sollte so pauschal nicht stehen bleiben.
 
OMaOle + Sejaar


Ich hab das mit Absicht so überspitzt gesagt

Hat einer von euch am Di 20:15 ZDF Infokanal geschaut

"Auf verlorenem Posten?
Der Kampf um Afghanistan Film von Stephan Hallmann"

http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,3991185_idDispatch:9218292,00.html?dr=1

War eine sehr interessante Doku

da wurde das Dilemma schön dargestellt

Die Zusammenhänge in der Region mit Paschtunen aus Afghanistan und Pakistan, die Stammesvölker, die Beziehungen zwischen den Taliban und der Al Kaida, die Ohnmacht der NATO weil sie eigentlich zum Helfen auch die Unterstützung der Bevölkerung brauchen, aber sie nicht bekommen außer lügen


Da redet dann ein Taliban über die Westliche Gesellschaft, das wir sogar sowas unnötiges wir Tier Kliniken haben und bei ihnen die Kinder sterben und dann das sie das Westliche System nicht wollen


Aber in dem Satz steckt doch schon das Problem

Westliches System wollen sie nicht aber Medizin schon

Das es aber ein Haufen Geld kostet erstmal so ein Medikament zu entwickeln und das man dazu Leute Braucht die Studiert haben und das können kapiert er wohl nicht

Die meckern immer über den Westen und so weiter, dann sollen sie es doch besser machen, aber das geht nicht mit diesen Gesellschafts- oder Landesstrukturen, dort kann einfach nichts entstehen.

Dann liest man so was

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,667004,00.html

Was soll das bringen Al Kaida? Das wäre eine Riesen Chance für 2Mio Bürger in der Region, aber was man die schießen es kaputt.


Und da die Afghanen ihre Chance als Volk nicht nutzen sage ich das sie Dumm sind


Und so was wird nicht Thematisiert "Al-Qaida tötet achtmal mehr Muslime als Nicht-Muslime"

http://europenews.dk/de/node/28126

Da redet man lieber über einen Monat, von einem Bundeswehr Angriff auf 2 gestohlene Tanklaster, in einem Flussbett, Meilen vom nächsten Dorf entfernt, um 1:30 Nachts. :freak:
 
MrPsst schrieb:
OMaOle + Sejaar


Ich hab das mit Absicht so überspitzt gesagt

[...]

das sollte aber deutlich gemacht, werden, da sowas vorallem in foren falsch verstanden wird, wie man ja hier gesehen hat ;)

da wurde das Dilemma schön dargestellt

Die Zusammenhänge in der Region mit Paschtunen aus Afghanistan und Pakistan, die Stammesvölker, die Beziehungen zwischen den Taliban und der Al Kaida, die Ohnmacht der NATO weil sie eigentlich zum Helfen auch die Unterstützung der Bevölkerung brauchen, aber sie nicht bekommen außer lügen


Da redet dann ein Taliban über die Westliche Gesellschaft, das wir sogar sowas unnötiges wir Tier Kliniken haben und bei ihnen die Kinder sterben und dann das sie das Westliche System nicht wollen

Aber in dem Satz steckt doch schon das Problem[...]

da gibts schon von vornerein ein Problem. hier wird eine Person interwievt, die etwas gegen den Westen hat. Man kann sowas nicht über den rest der bevölkerung sagen, bzw. verallgemeinern, den ich behaupte, dass nur ein sehr kleiner Teil so über den Westen redet. Vllt sind sie über die Truppen etwas erzürnt, den wer ist das nicht, wenn fremde länder das eigene Land besetzen. dann ist es ein Taliban, der über den westen redet und die eh nicht gut gegenüber dem Westen zu sprechen sind. Wichtiger wäre es zu wissen was die Bevölkerung möchte und nicht was die Taliban wollen. ich behaupte auch hier, dass die Bevölkerung sehr wohl medizin möchte und hilfe aus dem ausland und dies auch nicht kaputt schießen würde. Denn die Angreifer, die jetzt westliche einrichtungen und soldaten angreifen, sind meistens minderheiten, die den einmarsch fremder truppen nicht akzeptieren wollen und vllt auch nicht verstehen wollen, dass der westen ihnen eigentlich nur helfen möchte.

Was soll das bringen Al Kaida? Das wäre eine Riesen Chance für 2Mio Bürger in der Region, aber was man die schießen es kaputt.


Und da die Afghanen ihre Chance als Volk nicht nutzen sage ich das sie Dumm sind

Al Kaida ist eine Terrororganisation, mit extremen Mitgliedern, die ihre Ziele mit terroristischen Angriffen durchsetzten wollen. Wenn du nun in Afghanistan jederzeit mit einem Selbstmordanschlag rechnen musst, dann wirst du ängstlich (ein ähnliches mittel nutzte man übrigens in der DDR, nur waren es dort keine selbstmordanschläge, sondern die STASI) und traust dich nicht den Mund aufzumachen. Auch wenn das vllt falsch ist, weiß ich persönlich nicht, wie ich als Deutscher in meinem warmen und sicheren Wohnung darauf reagieren würde, wenn ich aufeinmal ständig gefahr laufe, in die Luft gejagt zu werden oder sonst einen gewaltsamen tod sterben müsste. sie aber deshalb für dumm zu bezeichnen halte ich weiterhin für falsch, den man muss das ganze mal aus einer anderen Perspektive betrachten

Und so was wird nicht Thematisiert "Al-Qaida tötet achtmal mehr Muslime als Nicht-Muslime"

http://europenews.dk/de/node/28126

Da redet man lieber über einen Monat, von einem Bundeswehr Angriff auf 2 gestohlene Tanklaster, in einem Flussbett, Meilen vom nächsten Dorf entfernt, um 1:30 Nachts. :freak:

das al-qaida mehr Muslimen tötet als nicht Muslime stimmte ich dir zu und sollte auch nicht unterschlagen werden, aber bei dem Angriff auf den Tanklaster sind zivilisten getötet worden, die nichts mit diesem Konflikt zu tun gehabt haben. außerdem wurde die Bundeswehr nicht geschickt um "aktiv" Taliban zu töten, sondern nur um die Sicherheit aufrecht zu halten und die Bevölkerung zu schützen. D.h. sie dürfen eigentlich erst schießen, wenn auf sie selber geballert wird oder wenn sich die Soldaten in (unmittelbarer) Gefahr befinden (an dieser stelle hoffe ich, dass klar wird, was ich damit sagen möchte :)). Aber die Soldaten waren nunmal nicht von dem Tanklaster bedroht und in dem fall hätte der oberst eigentlich nicht den Befehl zum "vernichten" dieses Tanklasters geben soll.
 
Ein kurzer Hinweis zu medikamenten: Würde Afghanistan Opium anbauen dürfen, gäbs eine kostengünstige Möglichkeit in Afghanistan große Pharmaunternehmen zu gründen, die Krankenhäuser im gesamten Nahen Osten mit Opiaten als Schmerzmittel versorgen könnten, aber weil das verboten ist, muss diese Wirtschaft mit teuren synthetischen Opioiden von Bayer, Pfizer und Co. versorgt werden.

Und was die Meinung der Dorfbevölkerung angeht: Jap, ist richtig, es gibt da viele Deppen, die gibts bei den Skinheads Sächsische Schweiz aber genauso. Und mann sollte vielleicht nicht vergessen, dass vor 2001 kein einziger Paschtune im Westen für irgendwas geklingelt hat - ihr "Verbrechen" betand allein darin, den Arabern von Al Quaida den betrieb der Trainings-Camps zu erlauben - sie haben in den Trainings Camps aber nicht mitgewirkt und das, was die heute mittlerweile als "Westen" kennen, ging denen damals völlig am Arsch vorbei. Kulturgeschichtlich ist die Religion das einzige Bindeglied zwischen der semitischen Al Quaida und den indogermansichen Paschtunen. Vor drei, vier jahren gabs mal eine Reportage, in der auch Dorfpaschtunen, die Taliban liebten, interviewt wurden und die fanden Deutschland toll, weil die Deutschen ja genauso Arier seien, wie die Paschtunen, aber die bösen, Engländer, die den irak überfallen haben, natürlich nicht - gebildet waren die nicht, weil denen ja sonst hätte einfallen können, dass Engländer nicht nur, wie Paschtunen, ebenfalls Indogermanen, sondern sogar waschechte Germanen sind (Waliser und Schotten ausgeschlossen) - aber wie gesacht, unsere Dorfdeppen horten in ihren Kellern MG42 und halten die kapitalistische Ordnung - auch die Sozialkmarktwirtschaftliche Ordnung - genauso für den Weltuntergang, wie der interviewte Paschtune. :p

Und überhaupt ist es natürlich merkwürdig, warum man Dörfer mit Gewalt demokratisieren muss, deren Bevölkerungsmehrheit vom alteeingesessenen Stammesrecht 100% überzeugt ist. Mit der Begründung müssten wir Saudi Arabien, Jemen, Oman und viele andere ebenfalls erobern. Man sollte dabei auch daran denken, dass die Saudis keine weniger brutale Umsetzung der Schariah praktizieren, im Gegensatz zu dem ehemaligen Talibanregime gibts in Saudi Arabien mehr Wohlstand, aber eine Frau der Ehebruch vorgeworfen wird, wird da auch mal zu Tode gesteinigt - per Gesetz.

Es ist die größte Revolution der Geschichte der Sowjetunion, dass Gorbatschow begriffen hatte, dass man Sozialismus fremden Völkern nicht mit Waffengewalt aufzwingen kann - imho gilt das für Menschenrechte ganz genauso. Es ist absurd, jemandem befehlen zu wollen, freier zu denken.

Und das ist auch nicht der Auftrag, den der Bundestag den Soldaten gegeben hat - der Bundestag hat den Auftrag erteilt, dass dort das zivilleben der Bevölkerung gesichert wird, nicht dass da irgendwelche humanistischen Missionierungen stattfinden.
 
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ThomasSilent schrieb:
dämliches schöngerede.

jeden tag sieht man wie xxxx menschen elendig ins gras beißen und um solchen firlefanz wird dann rumdiskutiert.

Das liegt an der Opposition. Der geht es doch gar nicht um den Afghanistan-Einsatz, den haben sie mit Ausnahme der Linken selbst mitbeschlossen.

Es geht darum den Guttenberg ordentlich eine zu verpassen und die aktuelle Regierung zu diskreditieren.

Den Politikern ist dafür jedes Mittel recht. Das Land hat viele Probleme, aber es macht halt Spaß wochenlang die Regierung zu beschießen und auf Lappalien herumzureiten. Da muss man sich nicht mit der Wirtschaft und der Rezession beschäftigen, oder mit der versauten Bildungsreform.
 
Ich denk mal, allgemein gehts da noch um mehr: alle Parteien wollen die Stimmung der Bevölkerung zum Afghanistaneinsatz besser einschätzen können, zwar ist klar, dass die meisten Deutschen dagegen sind, aber nicht, warum sie das sind und wie wichtig ihnen das ist. Jetzt wird versucht das mit viel Brimborium herauszufinden, nachdem die deutsche Öffentlichkeit lernen musste, dass es durch die seit einem halben Jahr "neue" Strategie der Bundeswehr (Erlaubnis zum Angriff) auch mehr zivile Opfer gibt. Das ist auch völlig normal in einem solchen Krieg und war in Vietnam schon ganz genauso - ich kann nicht von Taliban erwarten, dass die sich alle "Normalbürger" vom Leib halten, um sauberer erschossen werden zu können.

Die Parteien wollen herausfinden, ob die Deutschen bereit sind, für die Ziele in Afghanistan diesen Preis zu zahlen. Dafür braucht es eine massive Mediendebatte, damit das Thema bei allen Deutschen präsent ist.

Vieles von dem was da rumgedroschen wird, ist albern, aber bei Jürgen Trittin gibts vielleicht auch kalkulierte Albernheit als Rache für die völlig absurde Aburteilung von Fischer wegen der lächerlichen Visa-Affäre - Fischer war der bundesweit beliebteste Grüne, Guttenberg ist der bundesweit beliebteste CSU-Politiker.

P.S.
Nach paschtunischem Stammenrecht wäre es vermutlich absolut gerecht, das Guttenberg vom Stamm CSU als Gegenleistung dafür gehen muss, dass Fischer vom Stamm der Grünen genauso albern aus dem Amt gechasst wurde. :D
 
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