Guttenberg und das Wort "vernichten" im Einsatzbereicht zum Tanklasterangriff

...dass es durch die seit einem halben Jahr "neue" Strategie der Bundeswehr (Erlaubnis zum Angriff)....

Es gibt keine Erlaubnis zum generellen Angriff! Die Bundeswehr darf nur angreifen wenn dies der Erhaltung der unmittelbaren Sicherheit dh. wenn gefahr im Vollzug ist. Sie dürfen aber auch zu Notwehr/Nothilfe schießen - keine Frage.

...Die Parteien wollen herausfinden, ob die Deutschen bereit sind, für die Ziele in Afghanistan diesen Preis zu zahlen. Dafür braucht es eine massive Mediendebatte, damit das Thema bei allen Deutschen präsent ist.


Ich denke nicht das die Parteien irgendwas raus finden wollen. Die springen meiner Meinung nach auf den Zug der Medien auf (die meiner Meinung nur Berichten wenn etwas schlecht läuft oder jemand stirbt). Dann haben sie Grund mal wieder irgendwas zu kritisieren und nach Sinn und Zweck des Auslandseinsatzes zu debatieren anstatt mal ein paar aufmunternde Worte für die Soldaten zu finden die da unten für Deutschland ihr Leben aufs Spiel setzen.
 
Was ich mich auch Frage, ob es mit anderem Material oder Ausrüstung auch andere Optionen gäbe, mit dem man diese Situation hätte besser lösen können.


Also damit meine ich zB Tiger Kampfhubschrauber zur Aufklärung, oder die Panzerhaubitze 2000 hat nicht gleich so eine Zerstörungskraft wie die Kilo Bomben die sie abgeschissen haben.

Aber so was wird nicht Thematisiert
 
Hammelkopp schrieb:
...
Es gibt keine Erlaubnis zum generellen Angriff! ...
Hab ich auch nicht gesagt. Ich hab nur gesagt, dass sie überhaupt angreifen darf und das ist erst seit einem halben Jahr so. Dass es durch den NATO-Militäreinsatz wesentlich mehr Zivilopfer, als tote Taliban-, Al-Quaida- oder NATO-Kämpfer gibt, gehört aber zu einer nüchternen Betrachtung dazu - und man darf sich nicht nur, sondern man muss sich offfen die Frage stellen, ob dieser Preis die Sache wert ist.

Hammelkopp schrieb:
... Dann haben sie Grund mal wieder irgendwas zu kritisieren und nach Sinn und Zweck des Auslandseinsatzes zu debatieren anstatt mal ein paar aufmunternde Worte für die Soldaten zu finden die da unten für Deutschland ihr Leben aufs Spiel setzen.
Also wenn ich als Soldat in Afhanistan wäre, würde ich mich eher von Leuten beleidigt fühlen, die mir den Einsatz ständig gutreden müssen, weil das zum Erhalt der Truppenmoral notwendig wäre. Unter den Deutschen, die dort Schulen betreiben und die sich ohne Soldaten sicherer fühlen ist auch ein ehemaliger Bundeswehr-Offizier - also steck dir dein "wir müssen die Soldaten stärken, indem wir ihnen den Einsatz gutreden" sonstwohin. Es passiert auch gutes in Afganistan und darüber wird bspw. bei Phoenix auch immer wieder berichtet, aber das hat nur geringfügig mit den deutschen Soldaten zu tun, die sich da run um die Uhr selbst schützen und, dass die militärausgaben mehr als zehn mal so hoch sind, wie die Ausgaben für Aufbaumaßnahmen, ist einfach Bockmist und ein Bundeswehrsoldat, der nicht wie in der Wehrmacht hirnabgeschaltete Kampfdrohne, sondern Staatsbürger in Uniform ist, darf das ruhig verstehen.

@ MrPsst

Jap - das wäre wirklich mal ein guter Denkanstoß, wobei ich Kampfhubschrauber jetzt logistisch sinnvoller fände, als einen 50t Artilleriepanzer. Die Briten und Ammies haben ja noch leichte ungepanzerte Artilleriegeschütze, die sind in einem solchen Krieg wie Afghanistan sicherlich sinnvoller.
 
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Bleib mal locker. Ich hab nicht gesagt das man den Einsatz gut reden soll sondern das man auch mal das loben soll was da unten geschafft wird (Ausbau der Infrastruktur, Bau von Schulen, Ausbildung der Polizei, Einschränkung des Drogenanbaus etc.) War jemanls in der Bild Zeitung ein Bild eine neu gebauten Schule? Ich denke nein.

Wie würdest du dich fühlen wenn du ständig unter Lebensgefahr tausende kilometer weit entfernt arbeiten müsstest und zu Hause debattiert man über die Sinnhaftigkeit! Es wird also behauptet das alles was du machst keinen Sinn hat! Wenn das nicht ernüchternt ist dann weiß ich auch nicht.

Und das Auslandseinsätze Geld kosten ist nun mal so. Wir sind in der Nato, wollen deren Vorteile genießen aber nichts dafür tun das wir drin bleiben. Tolle Logik!!!!!! Und jetzt sag nicht..."die Schweiz ist aber auch nicht in der Nato und denen geht es gut!" Man muss nun mal Truppen stellen und auch mal Zugeständnisse machen. Das Einsatzspektrum der Bundeswehr umfasst auch nicht mehr primär den vaterländischen Krieg sondern ist auf Sachen wie Auslandseinsätze eingestellt. Auslandseinsätze gehören nun mal dazu.
Wir sind auch in der EU und sind der größte Subventionierer für Landwirtschaft. Und jetzt schau dir mal an wieviel die Landwirtschaft zum BIP in Deutschland und in Ländern wie Rumänien oder so beiträgt.
Wenn man einem Bündnis beitritt muss man auch dafür bezahlen!
 
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Hammelkopp schrieb:
...
Wie würdest du dich fühlen wenn du ständig unter Lebensgefahr tausende kilometer weit entfernt arbeiten müsstest und zu Hause debattiert man über die Sinnhaftigkeit! ...
Ich würde mich gut fühlen, weils für mich, als der ich dort unten gezwungen bin nicht nur zu töten und mein Leben zu riskieren, sondern auch Colateralschäden zu verursachen (das ist nunmal so und wer das wegdiskutiert beleidigt jeden Veteranen, der deswegen in psychiatrischer Behandlung ist), dass die, die mich dorthin schicken, nicht nur das schöne sehen, sondern auch den mist sehen, den ich ebenfalls sehe.

Und was die Bildzeitung schreibt, weiß ich nicht, weil ich sowas nicht lese und ich lass mich von dir auch nicht dazu zwingen, die Blödzeitung zu lesen.

Hammelkopp schrieb:
... das Auslandseinsätze Geld kosten ist nun mal so. ...
Ach nee - aber den zivilen Wiederaufbau bekommt man dagegen für lau oder wie? Stell bitte mal fest, das ich nirgends kritisiert habe, dass das da unten überhaupt etwas kostet, sondern dass das Verhältnis zwischen Militärausgaben und Zivilausgaben einfach lächerlich militaristisch ist - und bei den mehr als zehn mal so hohen Militärausgaben sind die zivilen Polizisten, die in Afghanistan die afghanische Polizei ausbilden auch nicht mit drin.

P.S.
Und von wegen keine Berichterstattung über das gute: Sobald ein Politiker von Union, SPD, FDP oder den Grünen in der Diskussion ob der Einsatz verlängert werden soll, in der Presse den mund auf macht, wird von vorne bis hinten der Einsatz gelobt. Wichtig ist aber, wie stehen die Leute zum Einsatz, die ie Schulen dort wiederaufbauen und die versuchen die Soldaten so weit wie möglich von ihren Schulen fern zu halten, weil die Anschläge immer dort stattfinden, wo Soldaten sind.

P.P.S.
Das Argument, der Einsatz wäre unverzichtbar, weil wir dort unten für die Frauenrechte kämpfen, stammt übrigens von einer Grünen bei der Münchner Runde im BR und das ist bis heute die offizielle Haltung der Grünen zum Afhhanistaneinsatz - nur mal als Anmerkung gegen dieses Schwarz-Weiß-Links-Rechts-Denken
 
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MountWalker schrieb:
Ich würde mich gut fühlen...

Ja nee ist klar. Wenn dien Chef zu dir kommt, dir ne Aufgabe gibt, du sie erfüllst und er dann sagt, ja also eigentlich hat das keinen Sinn gemacht. Dabei fühlt du dich gut?

MountWalker schrieb:
Ach nee - aber den zivilen Wiederaufbau bekommt man dagegen für lau oder wie? Stell bitte mal fest, das ich nirgends kritisiert habe, dass das da unten überhaupt etwas kostet, sondern dass das Verhältnis zwischen Militärausgaben und Zivilausgaben einfach lächerlich militaristisch ist - und bei den mehr als zehn mal so hohen Militärausgaben sind die zivilen Polizisten, die in Afghanistan die afghanische Polizei ausbilden auch nicht mit drin.

Die Soldaten da unten sind jetzt schon zu schlecht ausgerüstet. Wenn sie noch weniger Geld für Schutz, Ausrüstung, Verpflegung etc. ausgeben würden, würden sie nackt mit Steinen auf die Taliban werfen müssen. Eigensicherung geht nun mal vor. Was nützt all das wenn jeden Tag zig Soldaten durch zu wenig oder schlechte Ausrüstung ums Leben kommen. Ich finde es auch schade das nicht mehr Geld da ist für humanitäre Hilfe aber ich würde es schlimmer finden wenn Tag für Tag Soldaten sterben müssten weil sie zu schlecht ausgerüstet sind.
 
Hammelkopp schrieb:
Ja nee ist klar. Wenn dien Chef zu dir kommt, dir ne Aufgabe gibt, du sie erfüllst und er dann sagt, ja also eigentlich hat das keinen Sinn gemacht. Dabei fühlt du dich gut?
Als Soldat hängt es davon ab, ob ich im Einsatz sinnvoll oder sinnlos falle, ob dieser Einsatz sinnvoll oder sinnlos ist, nicht davon, was darüber gesagt wird. Beschäftige dich mal mit den amerikanischen Veterans for Peace und ähnlichen - die lechzen nach allem anderen, ls Einsatzschönrednerei.

Hammelkopp schrieb:
Eigensicherung geht nun mal vor.
Welchen Sinn hat der Einsatz da unten? Du hast doch selbst gesagt, Aufbau von Schulen usw. - also gehört in den Sinn jawohl auch genausviel Geld gesteckt, wie in die Militärausrüstung und -verpflegung. Nochmal: Im militäretat ist kein einziger deutscher Polizist enthalten, der dort Polizei ausbildet - das machen keine Soldaten, sondern Polizisten.
 
MountWalker + Hammelkopp

Es geht doch nicht darum ob ein Soldat gelobt wird oder nicht


Diese Diskussionen die hier in Deutschland geführt werden sind einfach hohl

Ob es jetzt dieser Zwischenfall mit den Tanklastern oder der am Kontrollpunkt wo eine Frau und 2 Kinder erschossen wurden.

Die werden hier in der Öffentlichkeit immer so dargestellt als ob wir da unten eine Wilde Rambo Truppe hätten.


Was machen die Zivilisten in einem Kriegsgebiet Nachts um 1:30 weit weg vom Dorf bei 2 geklauten Tanklastern ............?

Warum brettert eine Frau mit ihren Kindern in einem Kriegsgebiet (wieder Nachts) auf einen Militärposten zu, die Warnschusse in die Luft abgeben...?


Sorry aber da kann ich beim Besten Willen keinem Soldaten einen Vorwurf machen.


Und wenn man hier über so was blödes Diskutiert oder jedes mal die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird

Verärgert und Verunsichert das nur die Soldaten da unten, da kann ich es verstehen das sich die Soldaten über zu wenig Unterstützung aus Deutschland beklagen
 
MrPsst schrieb:
....
Die werden hier in der Öffentlichkeit immer so dargestellt als ob wir da unten eine Wilde Rambo Truppe hätten.
Vielleicht in der Blödzeitung, aber dafür kann ich nix - die Öffentlichkeit besteht aber nicht nur aus Boulevardmüll.


MrPsst schrieb:
....
Sorry aber da kann ich beim Besten Willen keinem Soldaten einen Vorwurf machen.
Mache ich auch nicht, aber ich mache jedem deutschen Poltiker und jedem deutschen Wähler einen Vorwurf, wenn er den Fakt, dass es durch das NATO-Engagement dort mehr getötete Zivilisten als Kämpfer gibt, bei der Frage, ob dieser Einsatz insgesamt gut oder schlecht ist, nicht berücksichtigt. In den meisten Fällen, in denen diese Colateralschäden entstehen, ist das Bekämpfen gerechtfertigt, deswegen kann dieser Krieg dort eben nicht ohne diese hohe Zahl ziviler Opfer ablaufen und deswegen kann man eben nicht ständig mit dem verbogenen Argument kommen, es wäre schon alles gut, weil der Krieg ja zum Sinn hat die Zivilbevölkerung dort zu sichern.

Die Politik entscheidet nicht, ob das Handeln eines einzelnen Soldaten verurteilt wird oder nicht, deswegen braucht ihr dafür auch nicht auf Politikern herumhacken - sie entscheidet aber, wohin, wie und mit welchen Folgen unsere Soldaten geschickt werden und dafür kann man auf ihr rumhacken.
 
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MountWalker schrieb:
Als Soldat hängt es davon ab, ob ich im Einsatz sinnvoll oder sinnlos falle, ob dieser Einsatz sinnvoll oder sinnlos ist...

Und wer deiner Meinung schätzt das ein? Ich denke das schätzen Leute ein die sich ein bisschen mehr damit befasst haben und dann kommen Leute wie du, waren vor 10 jahren mal bei der Bundeswehr, kennen irgendjemanden der ihm erzählt hat alles sei schei**** und verurteilen alles bis aufs Heftigste.

MountWalker schrieb:
Welchen Sinn hat der Einsatz da unten? Du hast doch selbst gesagt, Aufbau von Schulen usw. - also gehört in den Sinn jawohl auch genausviel Geld gesteckt, wie in die Militärausrüstung und -verpflegung. Nochmal: Im militäretat ist kein einziger deutscher Polizist enthalten, der dort Polizei ausbildet - das machen keine Soldaten, sondern Polizisten.

Erstens: Falsch. Das machen auch Feldjäger!
Zweitens: Die Schulen die dort unten gebaut werden werden zum Beispiel von Pionieren gebaut. Weiterhin sichern die auch die Versorgung mit Trinkwasser. Die Feldjäger dämmen den Anbau von Drogen ein. Die Pios räumen Mienen, IEDs und UXOs.
Und Eigensicherung geht nun mal vor PUNKT! Du gaubst doch nicht das die Taliban es zulassen das Schulen gebaut werden und sich die Leute bilden um irgendwann zu erkennen was eigentlich mit ihnen passiert. Somit muss man sich schützen. Und guter Schutz kostet nun mal viel Geld.

Ich geb dir ja recht das der Militäretat für einen solchen Einsatz zu knapp bemessen ist. Aber dennoch bin ich der Meinung das dort unten geholfen werden muss und das man Entscheidungen die von militärischen Führern getroffen werden, die evtl. hätten besser getroffen werden können, gleich als Aufhänger nimmt um alles in Frage zu stellen was dort in den letzten Jahren geleistet wurde.

MountWalker schrieb:
das NATO-Engagement dort mehr getötete Zivilisten als Kämpfer gibt
Das ist ja auch mal völlig überzogen! Die Truppe da unten heißt ISAF - International Security Assistance Force und nicht Counter Terrorists.
 
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Hammelkopp schrieb:
... und dann kommen Leute wie du, waren vor 10 jahren mal bei der Bundeswehr, kennen irgendjemanden der ihm erzählt hat alles sei schei**** und verurteilen alles bis aufs Heftigste. ...
Einfach mal über den eigenen Tellerrand schauen und ein paar mehr Leute berücksichtigen, - aber klar, Leute wie Jürgen Todenhöfer haben von afghanistan ganz doll bestimmt weniger Ahnung, als du, der irgendwann mal StUfz war und sich einredet, dass der Afghanistan-Einsatz der Budneswehr von allen, die dort Schulen bauen, geliebt würde. Aber schon klar, Jürgen Todenhöfer hat weniger Ahnung von der Gesamtsituation in Afghanistan, als ein StUfz, der den Tellerrand seiner Einheit nie verlassen hat. Wenn die ganze Wahrheit ausschließlich aus dem bestehen würde, was man als "Embedded Journalist" erfahren könnte ... :n8:
 
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Meiner Liebe zum Vaterland aller Ehre, die Deutschen sind mittlerweile einfach nur noch ein lächerliches Haufen nach aussen.

Es wird aller ernstes über ein Wort "vernichten" diskutiert? Sind wir wirklich so weit gesunken? Lächerlich...einfach nur lächerlich....

Sind unsere Politiker soweit geistig zurückgeblieben, dass dennen nichts neues einfällt? Es gibt wichtigeres, als über so ein unbedeutendes Wort wie "vernichten" zu diskutieren.

Ein Feind wird vernichtet, ein Zivilist wird vernichtet, Kollateralschaden, shit happens, Krieg ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen und Lustig. Deprimierend und sehr traurig, dass unschuldige dabei umkamen, noch trauriger ist, dass man nichts anderes tut als sich über so banales wie "vernichtet" streitet.

#uberfail!
 
ToXiD schrieb:
Man kann schlecht von vernichten sprechen, wenn wir uns offiziell nicht im Krieg in Afgahnistan befinden. Sondern auf einer Friedensmission. Und die Worte Frieden und vernichten passen halt sehr schlecht zusammen.
Wir ersetzen das ganze Einfach durch "Die Region 300 Meter in Alle Richtungen um den Tanklaster wurde befriedet" und schon haben wir ne "Friedens"mission. :evillol:

CHAOSMAYHEMSOAP schrieb:
Daß die Nazis und ihre Wehrmacht einen Vernichtungskrieg gegen Polen und die Sowjets führten, ist dir wohl entgangen.
Und ? Willst du die Worte Vernichtung und Krieg deshalb nicht mehr brauchen ?
Der Laster da wurde vom Ergebnis kaum anders "plattgemacht" (ob das politisch korrekter klingen würde ;)) als ein T28/T35/T40 vor 60-65 Jahren.


Ich finds lächerlich dass man überhaupt über so nen Unsinn diskutiert, wäre das ne Ami-Aktion gewesen hätte da vermutlich ein kurzes "100 Terroristen bei xy getötet, Anschlag auf Stützpunkt heldenhaft verhindert" am nächsten Tag in der Zeitung gestanden und kein Schwein hätte es interessiert.
Deutsche Politik und Bundeswerk-Einsätz -> völlig bescheuert, man kann doch nicht bei jedem belanglosen Kollateralschaden da so ne Diskussion führen und auch noch die einzigen klar denkenden Beteiligten entlassen.
 
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@Blutschlumpf:

Kann ja wohl nicht wahr sein was du hier schreibst. Wie kann man nur so geringschätzend und abwertend von Menschenleben reden ?!?! Mir fehlen echt die Worte, diese Verachtung für menschliches Leben ist einfach unter aller Sau...

Kriegsverbrechen wie das Massaker von Kundus sind IMMER zu verurteilen egal von welcher Seite sie ausgeübt werden.

Zeigt allerdings sehr gut das Krieg eben kein Mittel der Politik ist und sein darf. Mit Gewalt lassen sich die Probleme in Afghanistan nicht lösen, man erzeugt nur noch mehr Gewalt und "Terrorismus".
 
Was hat das mit Kriegsverbrechen zu tun wenn du gegnerische Einheiten angreifst ?
Richtig, gar nichts !

btw, war nach deiner Einschätzung der Eintritt der Amerikaner und Briten in den 2. WK falsch ?
Ich meine da sind Hunderttausende Zivilisten durch Bombenangriffe gestorben. Man hätte ja lieber nett mit Onkel Adolf reden können statt durch nen Krieg Unmengen an Menschenleben zu gefährden.

PS: Wenn du ne gewaltfreie Lösung für Afghanistan kennst lass mal hören.
Die meisten Massaker passieren doch weil halt keiner eingreift, sieht man ja an den politisch uninteressanten Gegenden a la Sudan.
 
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bei diesem Bombenangriff sind unschuldige zivilisten ums leben gekommen. mehr als hundert sogar! hier wurden aktiv zivilisten getötet. Man hätte die nämlich warnen können, durch tiefflüge, so wie es der Pilot mehrmals vorschlug. Dann hätte man vllt nicht so viele "böse" Taliban erwischt, aber auch nicht die ganzen Zivilisten, sondern nur die Tanklaster, auf die man es ja eigentlich abgesehen hatte.

die briten, wie auch die amerikaner, sind übrigens nicht so einfach in den 2. Weltkrieg eingestiegen ;). die deutschen haben allen grund gefliefert, dass ein angriff auf deutschland gerechtfertig war, vllt nicht die angriffe auf die großstädte, aber das ist ein anderes thema.

darüber hinaus ist es glaub ich nicht richtig, frei nach dem Motto "Zahn um Zahn, Aug um Aug", da gleiche zu machen wie die Taliban. dann sind wir nämlich nicht besser als die.
 
Sejaar schrieb:
bei diesem Bombenangriff sind unschuldige zivilisten ums leben gekommen. mehr als hundert sogar! hier wurden aktiv zivilisten getötet.
Ich hab zuletzt immer was von 40 Zivilisten gelesen (der Link von MrPsst spricht von 30 Zivilisten / 69 Taliban), aber wir wollen nicht um die Zahl streiten zumal die vorher eh kaum genau bekannt gewesen sein dürfte und die Unterscheidung Taliban/Zivilist sicher bei vielen eh kaum sicher machbar ist.
Aktiv töten wäre für mich wenn Ziel der Aktion gewesen wäre sie zu töten was nicht der Fall war.
Ihr Tod wurde in Kauf genommen, soweit stimme ich dir zu, sehe da auf der anderen Seite aber auch kein Problem drin wenn es dem militärischen Ziel dient und die Verhältnismäßigkeit stimmt.

Allerdings frage ich mich was die da zu suchen hatten. Mir kommen da pauschal 3 Möglichkeiten in den Sinn:
-Entweder die waren unfreiwillig da (z.B. durch Taliban gezwungen), dann sehe ich die Schuld nicht beim Bomber sondern bei den Entführern.
-oder sie wollten den Sprit klauen, dann sind sie selber schuld, wer in nem Krieg "aktiv" ;) Material einer Partei klaut muss einfach mit Gegenmaßnahmen rechnen.
-oder Sie wollten den Taliban helfen, dann waren Sie imo keine Opfer mehr sondern (Mit)Täter/Helfer die gestoppt werden mussten.

Man hätte die nämlich warnen können, durch tiefflüge, so wie es der Pilot mehrmals vorschlug. Dann hätte man vllt nicht so viele "böse" Taliban erwischt, aber auch nicht die ganzen Zivilisten, sondern nur die Tanklaster, auf die man es ja eigentlich abgesehen hatte.
Soweit ich das mitbekommen habe ist ja nicht sicher wen man primär treffen wollte. Evtl. hat ja nur die Tötung eines der Taliban an anderer Stelle 1000 Leben gerettet. Ich glaube die Jungs da unten haben mehr Plan von der Lage da als jeder hier, drum würde ich mir nicht anmaßen da zu bewerten wie viele Opfer man da guten Gewissens riskieren konnte.

die briten, wie auch die amerikaner, sind übrigens nicht so einfach in den 2. Weltkrieg eingestiegen ;). die deutschen haben allen grund gefliefert, dass ein angriff auf deutschland gerechtfertig war, vllt nicht die angriffe auf die großstädte, aber das ist ein anderes thema.
Ganz simple politische Macht- und Bündnisinteressen, Deutschland wurde zu mächtig und somit eine Bedrohung. Nicht mehr, nicht weniger.

darüber hinaus ist es glaub ich nicht richtig, frei nach dem Motto "Zahn um Zahn, Aug um Aug", da gleiche zu machen wie die Taliban. dann sind wir nämlich nicht besser als die.
Ich sehe nicht, dass etwas in der Richtung passiert ist, ich sehe eine militärische Aktion mit überwältigendem Erfolg (Dutzend getötete Gegner, keine eigenen Verluste) und evtl. einigen Kollateralschäden.

btw, ich warte noch auf die Lösung der "blos keine Gewalt-Fraktion"
 
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@Mountwalker

Erstens: Ich war Offizier!

Zweitens: Meine letzte Verwendung war an der Führungsakademie der Bundeswehr. Ich habe mich dort mit sehr vielen hochrangigen Stabsoffizieren unterhalten können die auch nen bisschen mehr als der gemeine StUffz in seiner Ausbildungskompanie zum Thema Auslandeinsatz sagen konnten. Es waren Vorgesetzte die teilweise schon 7 mal im Einsatz waren.
Aber Leute wie dich die immer erst mal dagegen sind find ich zum ko*****. Du liest ein zwei Bücher und denkst du wüstest bescheid. Du warst die letzten Jahre nicht beim Bund, du hast dich zu wenig, wenn überhaupt, mit Leuten unterhalten die dort waren, also tu nicht so als wäre es so einfach ein Buch zu lesen und Bescheid zu wissen. Das ist lächerlich. Hast du die tollen Sprüche auch alle aus deinem Buch oder hast du schon selber angefangen nach zu denken und mal nen bisschen was zu hinterfragen?

Drittens: Ich hab nie bezweifelt das es Soldaten gibt die den Einsatz für schwachsinnig halten. Und das finde ich auch gut, denn wenns alle toll finden würden wäre es ein Zeichen das sich niemand mehr Gedanken macht. Ich kann beide Seiten gut verstehen. Du solltest dich an deiner Stelle aber auch mal mit Leuten austauschen die vor Ort gewesen sind, oder halt mit Leuten die den Einsatz befürworten. Mach dir auch mal Gedanken über die andere Seite der Medaille.
 
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Ich verstehe die Diskussion nicht.
Es ist vollkommen unerheblich, welcher Terminus hier verwendet wird. Vernichten, ausschalten, erfolgreich bekämpfen, töten oder wie auch immer. Eine Umschreibung oder Beschreibung ändert nichts an der Tatsache.

Ob ich es jetzt Friedensmission, Unerstützungseinsatz, Aufbaueinsatz oder einfach Krieg nenne, ist vollkommen unerheblich für die Menschen vor Ort. Für die Soldaten ändert es nichts, für die Afghanen ändert es nichts.

Wenn sich Deutschland dazu entschlossen hat, Soldaten an den Hindukusch zu schicken, dann muss die deutsche Regierung auch hinter ihren Soldaten stehen. Das bedeutet eben auch, dass die Bundeskanzlerin zur Oberbefehlshaberin wird. Wenn sie dies nicht vertreten können, dann müssen sie sie wieder zurückholen.

Jedoch, bei jedem abgegebenen Schuss, einen deutschen Staatsanwalt einzuschalten, ist eine Farce. Was soll das?
Es existiert kein Krieg, in dem Menschenrechte Priorität haben. Der Tod von Zivilisten in Kundus ist ein Kolateralschaden. Nicht mehr und nicht weniger.

MFG
 
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