@coxon
Melde Vollzug! Bin unter'm Gehäuse erschlagen worden, als es vom Tisch fiel
Ich kann aber tatsächlich schonmal zwei, drei Dinge berichten:
Auch, wenn ich es jetzt noch nie so richtig im Einsatz hatte (das vorherige 7950X3D-Setup hat sich ja nie fehlerfrei zum Laufen bringen lassen), so kann ich auch jetzt beim erneuten Zusammenschrauben ins Gehäuse sagen, dass ich das Lian Li Lancool 216 (RGB) einfach blind weiterempfehlen kann.
Zu Thermals braucht man nicht viel sagen, da gibt es ein allumfassendes Video von GamersNexus zu, das dem Gehäuse erstklassige Werte auf Niveau von Lancool II Mesh / III und Fractal Torrent bescheinigt, inkl. erstklassigen Noise Levels.
Positiv hervorheben muss man aber einfach die vielen kleinen Gimmicks, die das Bauen so spaßig gestalten. Da wäre z.B. die Rückwand, die nicht verschoben werden muss, um gelöst zu werden. Es gibt hier keine Metallschiene, in die irgend welche Nasen eingeführt werden müssen - nein, es handelt sich einfach nur um gummierte Hohlstopfen, in die kugelrunde Plastikköpfe eingesteckt werden - praktisch analog zu den meisten Lautsprechergittern, die ebenso in die Front der Lautsprecher eingesteckt werden.
Der Deckel ist ebenfalls in Windeseile abgeschraubt, sodass man trotz darin verbautem AiO-Radiator noch problemlos an sämtliche Schrauben und Anschlüsse des darunter liegenden Mainboards herankommt.
Auch die Front des Lancool 216 ist einfach klasse durchdacht - eben mit dem Frontpanel, das praktisch ein Daumen-großes Bauteil ist, in dem sich sämtliche Anschlüsse und Schalter befinden. Bei Bedarf kann man dieses von standardmäßig oben in der Mitte des Gehäuses nach unten auf die Seite bringen, z.B. wenn die Stellfläche des Gehäuses je nach Schreibtischsituation dies erforderlich macht. Großartiges Feature!
Dass die Frontpanel-Anschlüsse nicht mehr in lästigen Einzelsteckerchen daherkommen, sondern mittlerweile ebenfalls zu einem dicken Stecker zusammengefasst sind, ist ebenfalls sehr zu befürworten.
Die rückseitigen Kabelführungen sind mannigfaltig vorhanden und in teils sehr stabiler Metallausführung zum "Einhängen" (ähnlich eines Rangierpanels in Datenschränken) gefertigt sowie grundsätzlich mit Klettband an jeder Ecke ausgestattet.
Wer es in diesem Gehäuse nicht schafft, selbst komplexe ARGB-Spielereien sauber zu verkabeln, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen
Weniger positives lässt sich (wenn auch nur als kleiner Makel) über das MSI-Board berichten:
... und ich wundere mich, wieso der Stecker unten reinpasst, aber nicht in den oberen Steckplatz.
Werksfrisch ausgepackt. Zwar besitzen Mainboards (zumindest keins, das ich in den letzten Jahren ausgepackt habe) an keiner Stelle der Verpackung Siegel, an denen man ein früheres Öffnen erkennen könnte, jedoch kann ich am Antistatikbeutel sowie generell an einigen Stellen am Mainboard (Schraublöcher, PCIe- und DIMM-Slots) aus Erfahrung und mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hierbei zweifellos um Neuware handelt.
Das habe ich übrigens schon des Öfteren gehabt, dass Mainboards an diesen Onboard USB 3.0-Anschlüssen kränkeln! Von mit Heißkleber festgeklebten Sockeln über solche, die man mitsamt Kabel komplett aus dem Stiftkontakt herausziehen (und zum Glück wieder spurlos aufschieben) konnte, habe ich da schon so einiges erlebt.
Wie gesagt, das ist jetzt kein Beinbruch, aber dennoch leidig - und dabei ist es egal, ob es sich um ein 80 oder 350 Euro-Mainboard handelt!
Jetzt schrauben wir mal das Netzteil fest und lassen die Kabel erst einmal lose baumeln, bevor ich mir da Mühe mit sauberster Verkabelung mache und es letztlich schon wieder zu Problemchen kommt... was wir mal nicht hoffen wollen
Ich melde mich wieder ^^